Kriegt man bei 20 % Behinderung auch einen Mehrbedarf von 35% des Regelsatzes?

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ExitUser

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Hallo!

Habe noch eine Frage:

Ich habe auf einer Internetseite gelesen, dass man bei einer Behinderung einen Mehrbedarf von 35% des Regelsatzes bekommt.


Stimmt das? Ich habe eine Behinderung von nur 20%. Habe aber noch nie sowas bekommen.

Oder ist das eine Neuregelung?


Vielen Danke für die Antworten im Vorraus!
 

Sani73

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hallo cosmich,

ich habe einen GdB von 40 bin gleichgestellt und bekomme keinen Mehrbedarf selbst nicht für die teuren Kosmetikprodukte die ich aufgrund von Allergien benötige.

So wie ich das verstanden habe bekommt man nur einen Mehrbedarf wenn man in einer Maßnahme zur Teilhabe am Arbeitsleben steckt.

Mehrbedarf Hartz IV

Gruß
Sani
 

Muzel

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Wenn du Steuern zahlst, kannst du deinen Bedarf abrechnen, sonst nicht. Ab 30 kannst du einen Pauschalbetrag bei der Steuer abrechnen.
 
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Gast
Wenn du Steuern zahlst, kannst du deinen Bedarf abrechnen, sonst nicht. Ab 30 kannst du einen Pauschalbetrag bei der Steuer abrechnen.

GdB 30 allein reicht meines Wissens nicht für einen Freibetrag.

Bei GdB 30 musst du zusätzlich das Merkzeichen
"Dauernde Einbuße der körperlichen Beweglichkeit"
besitzen.
 

Sani73

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Hallo,

wenn man das mal ganz offen schreiben soll, dann kann man das wie folgt ausdrücken.

Mit einem GdB von 20 kann man gar nichts anfangen. Da bekommst du keinen Steuervorteil und kannst dich nicht mit einem Schwerbehinderten gleichstellen lassen.
Seit wann hast du den GdB? Vielleicht würde es noch was bringen einen Widerspruch einzulegen.

Gruß
Sani
 
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Gast
Hallo,

wenn man das mal ganz offen schreiben soll, dann kann man das wie folgt ausdrücken.

Mit einem GdB von 20 kann man gar nichts anfangen. Da bekommst du keinen Steuervorteil und kannst dich nicht mit einem Schwerbehinderten gleichstellen lassen.
Seit wann hast du den GdB? Vielleicht würde es noch was bringen einen Widerspruch einzulegen.

Gruß
Sani

Ja, 20% ist wie 0%, habe ich auch schon gemerkt.

Seit 2010 habe ich meinen Bescheid. Ich glaube, dass ich damals Widerspruch eingelegt hatte. :icon_kinn:

Auf jeden Fall weiß ich noch, dass ich versucht hatte über 30% zu kommen um gleichgestellt werden zu können.

Und für Maßnahmen bekam ich auch Mehrbedarf für die Zeit.
 

Roter Bock

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Ein Grad der Behinderung von 30 % bedeutet einen Steuerfreibetrag von 370 Euro zu bekommen. Das setzt zu versteuerndes Einkommen voraus (mehr als ca. 8000 p. a. für eine Person) Vom Amt gibt es nix zusätzlich.

Roter Bock
 

LilaSpinne

Elo-User*in
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Hallo!

Habe noch eine Frage:

Ich habe auf einer Internetseite gelesen, dass man bei einer Behinderung einen Mehrbedarf von 35% des Regelsatzes bekommt.

Sofern du Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (§33 SGB IX) erhälst, steht dir ein Mehrbedarf gem. § 21 Abs. 4 SGB II zu. Das ist zum Beispiel in einer Reha-Umschulung, Reha-Vorbereitungslehrgang o.ä. der Fall. Der Grad der Behinderung ist hierbei nicht wirklich interessant. Ich hatte beispielsweise gar keinen, galt aber im Rahmen der Reha dennoch als "behindert" und erhielt diesen Mehrbedarf.

Stimmt das? Ich habe eine Behinderung von nur 20%. Habe aber noch nie sowas bekommen.

Oder ist das eine Neuregelung?


Vielen Danke für die Antworten im voraus!

"§21 SGB II Mehrbedarfe

...

(4) Bei erwerbsfähigen behinderten Leistungsberechtigten, denen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nach § 33 des Neunten Buches sowie sonstige Hilfen zur Erlangung eines geeigneten Platzes im Arbeitsleben oder Eingliederungshilfen nach § 54 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 des Zwölften Buches erbracht werden, wird ein Mehrbedarf von 35 Prozent des nach § 20 maßgebenden Regelbedarfs anerkannt. Satz 1 kann auch nach Beendigung der dort genannten Maßnahmen während einer angemessenen Übergangszeit, vor allem einer Einarbeitungszeit, angewendet werden."

Dann gibt es wohl noch weitere Mehrbedarfe von 17% für Kennzeichen G o.ä. - da bin ich allerdings nicht bewandert.

*wusch
die LilaSpinne:icon_sleep:
 

Trixi2011

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Bei 20% GdB nicht. Da kann man noch nicht mal die Gleichstellung beantrage (ab 30% GdB).

Mehrbedarf im Rahmen des SGB II gibt es eh nur, wenn man in einer Rehamaßnahme vor sich hin dümpelt und auch nur für dessen Dauer.

Bei SGB XII ist der Mehrbedarf bei Schwerbehinderung (ab 50% GdB) automatisch im Regelsatz.
 
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hanni

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Ohne Prozent.
Der GdB wird nicht in Prozent angegeben.

Ob sich das irgendwann mal rumspricht?:rolleyes:
Bei der Gelegenheit mal die Signatur aktualisieren, ist peinlich, hm?
 

hartaber4

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Dann gibt es wohl noch weitere Mehrbedarfe von 17% für Kennzeichen G o.ä. - da bin ich allerdings nicht bewandert.

*wusch
die LilaSpinne:icon_sleep:


Nicht im SGB II, nur im SGB XII (siehe Bedingungen aus Abs.1) :


§ 30 Abs.1 SGB XII Mehrbedarf

(1) Für Personen, die 1.die Altersgrenze nach § 41 Abs. 2 erreicht haben oder
2.die Altersgrenze nach § 41 Abs. 2 noch nicht erreicht haben und voll erwerbsgemindert nach dem Sechsten Buch sind,
und durch einen Bescheid der nach § 69 Abs. 4 des Neunten Buches zuständigen Behörde oder einen Ausweis nach § 69 Abs. 5 des Neunten Buches die Feststellung des Merkzeichens G nachweisen, wird ein Mehrbedarf von 17 vom Hundert der maßgebenden Regelbedarfsstufe anerkannt, soweit nicht im Einzelfall ein abweichender Bedarf besteht.
 

hartaber4

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Bei SGB XII ist der Mehrbedarf bei Schwerbehinderung (ab 50% GdB) automatisch im Regelsatz.

Das wäre schön...... entspricht aber eher nicht der Realität.

Ferner wird ein Mehrbedarf eher nicht im Regelsatz auftauchen..... weil diese Bedarfe auch im Gesetz als "zusätzliche Bedarfe" bezeichnet werden.

Sie decken eben nicht einen Regelbedarf...sondern einen zusätzlichen Bedarf.
 
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ExitUser

Gast
Ohne Prozent.
Der GdB wird nicht in Prozent angegeben.

Ob sich das irgendwann mal rumspricht?:rolleyes:
Bei der Gelegenheit mal die Signatur aktualisieren, ist peinlich, hm?

Meine Signatur kann für ander peinlich sein, aber nicht für mich!

Wenn jemand nicht weiterkommt, soll er sich Hilfe holen. Das ist keine Schwäche sondern eine Stärke!
 

hartaber4

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Meine Signatur kann für ander peinlich sein, aber nicht für mich!

Wenn jemand nicht weiterkommt, soll er sich Hilfe holen. Das ist keine Schwäche sondern eine Stärke!

Habe Hanni (und Nanni) auf ignore... deshalb so mal für dich:

Ausgangspunkt des für GdS und GdB gleichermaßen geltenden versorgungsrechtlichen Bewertungssystems sind die "Mindestvomhundertsätze" (nach neuerem Sprachgebrauch : Mindestgrade).

Quelle:

Dau (Richter am BSG) in dem LPK-SGB-IX zu § 69 in Rn 19


"Mindestvomhundertsatz" kann man glaube ich ohne große Bedenken auch mit % gleichsetzen.... wer natürlich gern Haare spaltet.... mag sich darüber aufregen.

Hier auch unbedingt über den Begriff "Hartz-IV" aufregen....denn es heißt ja korrekt SGB II oder noch korrekter Grundsicherung für Arbeitsuchende oder noch viel korrekter

Sozialgesetzbuch (SGB) Zweites Buch (II) -
Grundsicherung für Arbeitsuchende - (Artikel 1
des Gesetzes vom 24. Dezember 2003, BGBl. I S.
2954)

oder noch besser:

"Das Zweite Buch Sozialgesetzbuch – Grundsicherung für Arbeitsuchende – in der Fassung der Bekanntmachung
vom 13. Mai 2011 (BGBl. I S. 850, 2094), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 7. Mai 2013 (BGBl. I S.
1167) geändert worden ist"

 
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