Kriegszustand mit SB seit heute vormittag, Donnerstag neuer Termin, vorliegende AU (1 Betrachter)

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BiancaBerlin

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(Mit AU im Titel meinte ich "Arbeitsunfähigkeit", nicht "Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung". Der Platz hatte nur nicht mehr gereicht.)

Vorab: Ich weiß, zu dem Thema Reise-, Gehunfähigkeitsbescheinigungen und was sich das JobCenter noch so alles an Schikanen einfallen läßt, gibt es hier schon ganz viele (hilfreiche) Threads. Ich habe auch schon angefangen, mich in das Thema einzulesen, benötige aber trotzdem noch einen schnellen Rat in einem speziellen Fall, da mir auch meine Beistand mir dazu geraten hat.

Hier ein wenig zur Vorgeschichte: https://www.elo-forum.org/berlin-brandenburg/96239-begleitung-termin-donnerstag-august-jobcenter-tempelhof-gesucht.html

Ich habe also für kommenden Donnerstag eine Einladung bekommen. Bei diesem Termin soll ich die neue EGV unterschreiben, die ich heute ausgedruckt bekommen habe.

Seit Wochen kämpfe ich jedoch mit einem Problem mit meinem linken Knie, was schon seit vielen Jahren besteht. Bisher kam ich ganz gut zurecht, wenn ich bestimmte Belastungen vermieden habe. Mein Arzt meinte, solange ich damit zurechtkomme, müßte kein Eingriff gemacht werden. Ende Juni hat diese Strategie leider nicht mehr gereicht, das Problem hat sich verschlimmert - es scheint in irgendeiner Form chronisch geworden zu sein -, und ich habe einen Termin für den 17. August (lange Wartezeit!) bekommen.

Mit Humpeln etc. komme ich soweit zurecht und wollte auch eine Krankschreibung vermeiden, um meine Gewerbetätigkeit (viel von zuhause am Computer) nicht zu gefärden.

Nach dem, was heute gelaufen ist (siehe obigen Link zum Thread), sehe ich aber eigentlich nicht ein, mich für ihre Terrormethoden zu quälen. Da ich bereits schon lange in Behandlung bin, wäre es somit kein Problem, mir morgen für die nächste Zeit eine Krankschreibung geben zu lassen. Das würde vielleicht auch im Hinblick auf diese Zeitarbeitsbörse Sinn machen, die am Mittwoch ansteht.

Eigentlich mag ich diese Strategie nicht, mich durch Krankschreibungen aus der Affäre zu ziehen und würde nur im Notfall darauf zurückgreifen. Außerdem wäre für meine Sachbearbeiterin durch den zeitlichen Zusammenhang mit unserem Gespräch der Fall klar. :icon_rolleyes:

Was ist also eine kluge Vorgehensweise? Bitte schreibt mir, was Ihr tun würdet. :icon_kinn: Danke.
 

Paolo_Pinkel

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AW: Kriegszustand mit SB seit heute vormittag, Donnerstag neuer Termin, vorliegende A

Zum Thema AU + Meldetermin ein Auszug aus dem aktuellen "Münder"
Einen wichtigen Grund kann auch eine plötzliche Erkrankung oder sonst krankheitsbedingte Unvermögen, die Meldetermine wahrzunehmen (SG Berlin 4.6.2007 - S 37 AS 10804/07 ER), bilden.[...]Eine tatsächlich vorliegende und durch Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung belegte Erkrankung soll nach Rechtsprechung nicht ausreichen, wenn begründete Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die bescheinigte Arbeitsunfähigkeit nicht gleichzeitig die Unfähigkeit zur Wahrnehmung des Meldetermins begründet (LSG RP 23.7.2009 - L 5 AS 131/08 info also 2010, 34); dem ist allenfalls bei greifbaren Anhaltspunkten für einen missbräuchlich ausgestellte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zuzustimmen.
Quelle: Berlit in LPK-SGB II, 4. Aufl., § 32, Rz 15
Bist du also AU, dann bleibst du zuhause, solange dir das JC nicht nachweisen kann, dass deine AU missbräuchlich erstellt wurde.

BiancaBerlin;1196942 Ich habe also für kommenden Donnerstag eine Einladung bekommen. Bei diesem Termin soll ich die neue EGV unterschreiben meinte:
Natürlich musst du die nicht unterschreiben. Außerdem ist ein Beistand besonders bei dieser absehbaren Konfrontation ein Muss.


[Quote]Nach dem, was heute gelaufen ist (siehe obigen Link zum Thread), sehe ich aber eigentlich nicht ein, mich für ihre Terrormethoden zu quälen. Da ich bereits schon lange in Behandlung bin, wäre es somit kein Problem, mir morgen für die nächste Zeit eine Krankschreibung geben zu lassen. Das würde vielleicht auch im Hinblick auf diese Zeitarbeitsbörse Sinn machen, die am Mittwoch ansteht.
Würde ich auch so sehen:icon_daumen:

Eigentlich mag ich diese Strategie nicht, mich durch Krankschreibungen aus der Affäre zu ziehen und würde nur im Notfall darauf zurückgreifen. Außerdem wäre für meine Sachbearbeiterin durch den zeitlichen Zusammenhang mit unserem Gespräch der Fall klar. :icon_rolleyes:
Was das arge Gesindel zu denken vermag sollte dir eigentlich mehr als egal sein. Du bist AU. PUNKT!

Was ist also eine kluge Vorgehensweise? Bitte schreibt mir, was Ihr tun würdet. :icon_kinn: Danke.
Gesundheit geht vor! Solange dir den SB nicht DEN Job vermittelt oder dir andere Reichtümer überreicht, würde ich mal schön zuhause bleiben.
 
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AW: Kriegszustand mit SB seit heute vormittag, Donnerstag neuer Termin, vorliegende A

(Mit AU im Titel meinte ich "Arbeitsunfähigkeit", nicht "Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung". Der Platz hatte nur nicht mehr gereicht.)

Vorab: Ich weiß, zu dem Thema Reise-, Gehunfähigkeitsbescheinigungen und was sich das JobCenter noch so alles an Schikanen einfallen läßt, gibt es hier schon ganz viele (hilfreiche) Threads. Ich habe auch schon angefangen, mich in das Thema einzulesen, benötige aber trotzdem noch einen schnellen Rat in einem speziellen Fall, da mir auch meine Beistand mir dazu geraten hat.

Hier ein wenig zur Vorgeschichte: https://www.elo-forum.org/berlin-brandenburg/96239-begleitung-termin-donnerstag-august-jobcenter-tempelhof-gesucht.html

Ich habe also für kommenden Donnerstag eine Einladung bekommen. Bei diesem Termin soll ich die neue EGV unterschreiben, die ich heute ausgedruckt bekommen habe.

Seit Wochen kämpfe ich jedoch mit einem Problem mit meinem linken Knie, was schon seit vielen Jahren besteht. Bisher kam ich ganz gut zurecht, wenn ich bestimmte Belastungen vermieden habe. Mein Arzt meinte, solange ich damit zurechtkomme, müßte kein Eingriff gemacht werden. Ende Juni hat diese Strategie leider nicht mehr gereicht, das Problem hat sich verschlimmert - es scheint in irgendeiner Form chronisch geworden zu sein -, und ich habe einen Termin für den 17. August (lange Wartezeit!) bekommen.

Mit Humpeln etc. komme ich soweit zurecht und wollte auch eine Krankschreibung vermeiden, um meine Gewerbetätigkeit (viel von zuhause am Computer) nicht zu gefärden.

Nach dem, was heute gelaufen ist (siehe obigen Link zum Thread), sehe ich aber eigentlich nicht ein, mich für ihre Terrormethoden zu quälen. Da ich bereits schon lange in Behandlung bin, wäre es somit kein Problem, mir morgen für die nächste Zeit eine Krankschreibung geben zu lassen. Das würde vielleicht auch im Hinblick auf diese Zeitarbeitsbörse Sinn machen, die am Mittwoch ansteht.

Eigentlich mag ich diese Strategie nicht, mich durch Krankschreibungen aus der Affäre zu ziehen und würde nur im Notfall darauf zurückgreifen. Außerdem wäre für meine Sachbearbeiterin durch den zeitlichen Zusammenhang mit unserem Gespräch der Fall klar. :icon_rolleyes:

Was ist also eine kluge Vorgehensweise? Bitte schreibt mir, was Ihr tun würdet. :icon_kinn: Danke.
Ich geh jetzt mal nur auf Deine Kniebeschwerden ein.

Ich habe auch seit ca. zwei Jahren Kniebeschwerden. (Humpeln, Schmerzen auch im Stillstand, komme nicht mehr recht aus der Hocke hoch ...)
Nach Untersuchungen steht der Verdacht "Bakerzyste" im Raum. Wird diese Woche per MRT abgeklärt.
Eine Bakerzyste tritt dann auf, wenn eine Schädigung (auch geringfügige) im Knie vorliegt (daher lasse ich das per MRT untersuchen).

Bloß nicht punktieren lassen oder operiern, falls es eine Bakerzyste sein sollte!
Kannst mich gerne per PN anschreiben, da das ja nicht Dein eigentliches Thema hier ist.

Gruß von Jivan
 

BiancaBerlin

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AW: Kriegszustand mit SB seit heute vormittag, Donnerstag neuer Termin, vorliegende A

Bloß nicht punktieren lassen oder operiern, falls es eine Bakerzyste sein sollte! Kannst mich gerne per PN anschreiben, da das ja nicht Dein eigentliches Thema hier ist.
Danke für Dein Angebot und die Warnungen. Ich melde mich, wenn meine Diagnose vorliegt. Sollte nach Meinung des Arztes eine OP notwendig sein, hole ich mir zuvor sowieso noch eine zweite Meinung ein.
 
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AW: Kriegszustand mit SB seit heute vormittag, Donnerstag neuer Termin, vorliegende A

Also wegen AU... sollte die nicht ausreichen für den SB, Erstattungsantrag für ein Attest machen.

Abgesehen davon ist die EGV ja noch nicht zwangsgegültigt worden.

Und Bewegungsaua im Knie (humpeln...) ist ja sehr wohl ein guter Grund, nicht zum Termin zu erscheinen, wenn man da hinlatschen muss.

Also du magst Do wirklich nicht hingehen, ja? Schade, wäre gerne mitgekommen.
 

Paolo_Pinkel

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AW: Kriegszustand mit SB seit heute vormittag, Donnerstag neuer Termin, vorliegende A

Also wegen AU... sollte die nicht ausreichen für den SB, Erstattungsantrag für ein Attest machen.
Wenn die nicht ausreicht MUSS das SBchen dir darlegen, warum es glaubt, dass du die AU missbrauchst. Kann er dies nicht, dann ist AU "wichtiger Grund". Kann er es wohl (was eher unwahrscheinlich ist), dann müssen natürlich die Kosten übernommen werden d.h., NICHT die lumpigen 5 Euro, sondern den Betrag, den der Arzt sich auch fragt. Spätestens danach sollte Ruhe sein.
 

BiancaBerlin

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AW: Kriegszustand mit SB seit heute vormittag, Donnerstag neuer Termin, vorliegende A

Also wegen AU... sollte die nicht ausreichen für den SB,
Nach dem, was ich hier im Forum gelesen habe, hat er dann eben Pech. Ich meine, er kann nicht einfach nach Belieben zusätzliche Bescheinigungen verlangen, denn dafür gibt es im SGBII keine Rechtsgrundlage.

Erstattungsantrag für ein Attest machen.
Ich denke, das werde ich trotzdem tun, damit man mir nicht vorwerfen kann, ich hätte die entsprechenden Anforderungen in der EGV - und sogar in der Einladung für Donnerstag! - ignoriert. Dann ist er bzw. sie erst einmal in Zugzwang. :icon_twisted:

Abgesehen davon ist die EGV ja noch nicht zwangsgegültigt worden.
Das ist richtig. Somit kann sie mir daraus keinen Strick drehen, aber die zusätzliche Bescheinigung wird ja auch in der Einladung angefordert. Ich habe sie spaßeshalber mal angehängt.

Und Bewegungsaua im Knie (humpeln...) ist ja sehr wohl ein guter Grund, nicht zum Termin zu erscheinen, wenn man da hinlatschen muss.
Logisch, aber zur Zeit stellt sie mich als Lügnerin hin, was ja durch die Anforderung dieser Reiseunfähigkeitsbescheinigung eindeutig ist. Eigentlich eine Frechheit. :icon_dampf:Wie wäre es mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde? :mad:

Also du magst Do wirklich nicht hingehen, ja? Schade, wäre gerne mitgekommen.
Das ist süß von Dir. :icon_hug: Ich weiß es sehr zu schätzen. Aber sag mal ernsthaft: Du würdest Dir am Donnerstag mindestens drei Stunden Zeit nehmen, Dich in diese Materie einarbeiten und das alles für ein Gespräch, welches sich vielleicht über kaum mehr als drei Sätze dauert. Da würdest Du Dich doch auch fragen, wofür Du das alles gemacht hast, oder? (Außer natürlich, um mich seelisch zu unterstützen. :icon_smile:)

Was sollte ich zu diesem "Machtwerk" von ihr auch sagen? Das Sinnvollste wird wirklich sein, es als Verwaltungsakt zu zu zerpflücken. Was meinen Gegenentwurf angeht, so wird sie ihn kaum eines Blickes würdigen, so wie sie gestern von sich eingenommen war. Ich meine, vielleicht habe ich ja etwas übersehen, was Sinn machen würde, es übermorgen anzusprechen. Würde Dir das etwas einfallen?
 

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BiancaBerlin

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AW: Kriegszustand mit SB seit heute vormittag, Donnerstag neuer Termin, vorliegende A

Wenn die nicht ausreicht MUSS das SBchen dir darlegen, warum es glaubt, dass du die AU missbrauchst. Kann er dies nicht, dann ist AU "wichtiger Grund". Kann er es wohl (was eher unwahrscheinlich ist), dann müssen natürlich die Kosten übernommen werden d.h., NICHT die lumpigen 5 Euro, sondern den Betrag, den der Arzt sich auch fragt. Spätestens danach sollte Ruhe sein.
Gibt es dazu vielleicht schon das eine oder andere Gerichtsurteil, auf das man sich im Ernstfall stützen könnte?
 

Paolo_Pinkel

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AW: Kriegszustand mit SB seit heute vormittag, Donnerstag neuer Termin, vorliegende A

Gibt es dazu vielleicht schon das eine oder andere Gerichtsurteil, auf das man sich im Ernstfall stützen könnte?
Diesbezüglich hatte ich bereits aus dem aktuellen "Münder" zitiert, wo sich wiederum auf die aktuellen Rechtsprechung berufen wird.
 

BiancaBerlin

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AW: Kriegszustand mit SB seit heute vormittag, Donnerstag neuer Termin, vorliegende A

Diesbezüglich hatte ich bereits aus dem aktuellen "Münder" zitiert, wo sich wiederum auf die aktuellen Rechtsprechung berufen wird.
Ja, das ist korrekt. Ich war nur verwirrt, weil die Urteile schon von 2007 und 2009 sind und vielleicht durch neuen, unerfreulicheren Urteile quasi "überlagert" wurden?! :confused:
 

Paolo_Pinkel

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AW: Kriegszustand mit SB seit heute vormittag, Donnerstag neuer Termin, vorliegende A

Ja, das ist korrekt. Ich war nur verwirrt, weil die Urteile schon von 2007 und 2009 sind und vielleicht durch neuen, unerfreulicheren Urteile quasi "überlagert" wurden?! :confused:
Beim Münder handelt es sich um die aktuelle 4. Aufl. Gäbe es etwas aktuelleres, dann hätte das auch den Weg in das Buch geschafft. Zumindest sind mir keine aktuelleren Urteile bekannt.
 

BiancaBerlin

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AW: Kriegszustand mit SB seit heute vormittag, Donnerstag neuer Termin, vorliegende A

Okay, ich habe jetzt meine Antwort auf die Einladung für den Meldetermin am kommenden Donnerstag fertig:

Sehr geehrte Frau [...],

wie es sich bereits seit längeren angekündigt hatte, haben sich meine in unserem gestrigen Gespräch bereits angesprochenen gesundheitlichen Beschwerden leider abermals verschlimmert, so daß seit heute eine vierzehntätige, ärztlich bestätigte Arbeitsunfähigkeit eingetreten ist. Die Bescheinigung darüber werde ich Ihnen zeitnah zukommen lassen, voraussichtlich per Fax.

Da für die in Ihrer Einladung geforderte "Wegeunfähigkeitsbescheinigung" keinerlei Rechtsgrundlage im Sozialgesetzbuch vorhanden ist und somit nicht pauschal gefordert werden darf, ersuche ich Sie um schriftliche Begründung Ihrer Forderung bis 21. August 2012. Sollte bis zu diesem Termin keine Begründung erfolgt sein, werde ich gemäß der anliegenden Rechtsfolgenbelehrung schriftlich Widerspruch wegen nicht gesetzeskonformer Passagen in Ihrem Einladungstext einlegen.

Ergänzend möchte ich noch hinzufügen: Das von Ihnen in der Einladung vom gestrigen Tage zitierte Urteil des Bundessozialgerichts vom 9. November 2010 stützt sich auf die Interpretation einer Einzelfallentscheidung und ist somit weder allgemeinverbindlich für alle betroffenen Erkrankten noch geltendes Recht.

Des weiteren ergibt sich allein aus meinem Krankheitsbild bereits die Unfähigkeit zur bzw. Unzumutbarkeit der Terminwahrnehmung. Dementsprechend ist Ihr Ersuchen nach einer von Ihnen genannten "Wegeunfähigkeitsbescheinigung" unbegründet und somit gegenstandslos.

Mit freundlichen Grüßen, Bianca [...]

In dieser habe ich meine Notizen verarbeitet, die ich aus verschiedenen Threads hier gewonnen habe. Vielen Dank an alle, deren Hinweise ich hierfür verwenden konnte. :icon_smile: Was meint Ihr zu meinem Entwurf? Kann ich ihn so abschicken?
 

BiancaBerlin

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AW: Kriegszustand mit SB seit heute vormittag, Donnerstag neuer Termin, vorliegende A

Zumindest sind mir keine aktuelleren Urteile bekannt.
Hm, meine Sachbearbeiterin hat ein Urteil des Bundessozialgerichts vom 9. Nocember 2010 zitiert: "Arbeitsunfähigkeit ist nicht in jedem Einzelfall gleichbedeutend mit einer krankheitsbedingten Unfähigkeit, zu einem Meldetermin zu erscheinen."
 

Paolo_Pinkel

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AW: Kriegszustand mit SB seit heute vormittag, Donnerstag neuer Termin, vorliegende A

Hm, meine Sachbearbeiterin hat ein Urteil des Bundessozialgerichts vom 9. Nocember 2010 zitiert: "Arbeitsunfähigkeit ist nicht in jedem Einzelfall gleichbedeutend mit einer krankheitsbedingten Unfähigkeit, zu einem Meldetermin zu erscheinen."
Hast du auch den Volltext dazu gelesen? SBchen zitieren gerne nur den für Sie nutzbringenden Teil und verkennen aber den Rest. Fakt ist, dass das Gesetz keine solchen Fantasiebescheinigungen verlangt.
 

BiancaBerlin

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AW: Kriegszustand mit SB seit heute vormittag, Donnerstag neuer Termin, vorliegende A

Hast du auch den Volltext dazu gelesen? SBchen zitieren gerne nur den für Sie nutzbringenden Teil und verkennen aber den Rest. Fakt ist, dass das Gesetz keine solchen Fantasiebescheinigungen verlangt.
Ja, ich habe schon versucht, mich durch dieses Juristendeutsch durchzukämpfen. Klar, daß sie den für sie eher ungünstigeren Teil verschweigen. :icon_motz:Blöd nur, daß einige Hilfebedürftige nachforschen, gell? :icon_wink:
 

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AW: Kriegszustand mit SB seit heute vormittag, Donnerstag neuer Termin, vorliegende A

"Arbeitsunfähigkeit ist nicht in jedem Einzelfall gleichbedeutend mit einer krankheitsbedingten Unfähigkeit, zu einem Meldetermin zu erscheinen."
Das Gegenstück zum Einzelfall ist der Normal-/Regelfall. In diesen Kontext muss man das Zitat setzen.

In besagtem Teil des Urteils wird begründet, warum in ganz bestimmten Ausnahmefällen eine Abweichung von § 309 SGB III angezeigt sein kann.

Löst man den Satz aus diesem Kontext heraus, müsste man, damit der Sinn nicht verlorengeht, sinngemäß zitieren mit:

"Arbeitsunfähigkeit ist in der Regel, aber nicht in jedem Einzelfall gleichbedeutend mit einer krankheitsbedingten Unfähigkeit, zu einem Meldetermin zu erscheinen."

Diejenigen, die sich speziell auf diesen Satz beziehen und bewusst den Kontext ausblenden (wie insbes. das Amt für Armut und Schikane), missbrauchen und instrumentalisieren das BSG-Urteil.
 

BiancaBerlin

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AW: Kriegszustand mit SB seit heute vormittag, Donnerstag neuer Termin, vorliegende A

[...]Diejenigen, die sich speziell auf diesen Satz beziehen und bewusst den Kontext ausblenden (wie insbes. das Amt für Armut und Schikane), missbrauchen und instrumentalisieren das BSG-Urteil.
Danke für Deine Einschätzung. So sehe ich das auch. Bisher kam noch nichts weiter von meiner Sachbearbeiterin, obwohl ich zur Zeit auf einiges Unerfreuliche gefaßt bin. :icon_rolleyes: Nun wurde gerade heute meine AU auf vorerst eine Woche verlängert, was sie bestimmt nicht unbedingt freuen wird. :biggrin:
 
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AW: Kriegszustand mit SB seit heute vormittag, Donnerstag neuer Termin, vorliegende A

Hm, meine Sachbearbeiterin hat ein Urteil des Bundessozialgerichts vom 9. Nocember 2010 zitiert: "Arbeitsunfähigkeit ist nicht in jedem Einzelfall gleichbedeutend mit einer krankheitsbedingten Unfähigkeit, zu einem Meldetermin zu erscheinen."
_______________________________________________________________

Das machen sie anscheinend alle gerade in Berlin, der gleiche Käse stand in meiner... Bin trotz AU hingegangen... habe aber auf Grund meiner Erkrankung darauf hingewiesen, das ich keine EVG ect. unterschreiben werde..Nach einigem hin und her und Androhung eines VV.(ich, machen Sie das ruhig, ich kenne meine Rechte).bin ich dann gegangen... Bis heute ist da nichts gekommen...

Bin gespannt wie es bei dir weitergeht...
 
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AW: Kriegszustand mit SB seit heute vormittag, Donnerstag neuer Termin, vorliegende A

Da ich bereits schon lange in Behandlung bin, wäre es somit kein Problem, mir morgen für die nächste Zeit eine Krankschreibung geben zu lassen. Das würde vielleicht auch im Hinblick auf diese Zeitarbeitsbörse Sinn machen, die am Mittwoch ansteht.

Eigentlich mag ich diese Strategie nicht, mich durch Krankschreibungen aus der Affäre zu ziehen und würde nur im Notfall darauf zurückgreifen. Außerdem wäre für meine Sachbearbeiterin durch den zeitlichen Zusammenhang mit unserem Gespräch der Fall klar. :icon_rolleyes:

Was ist also eine kluge Vorgehensweise? Bitte schreibt mir, was Ihr tun würdet. :icon_kinn: Danke.

Ähh? Du hast chronische Schmerzen - möchtest aber aus Rücksicht vor dem SB
(der evtl. faulheit unterstellen will) keine AU besorgen?

- Das ist ein sc hei ss Plan!

Vom SB hast du 0,0 Mitleid zu erwarten!
Es wird nur darauf soekuliert das du ohne AU nicht erscheinst oder das Du dich auf andere Art und Weise verweigerst.

- Vermittlung gibt es nicht!
- Nur Bla Bla Gesprächstermine!

Vergiss die idioten und geh zum Arzt!
Wenn es sein muss auch jede Woche wieder!


Dann hast Du auch Zeit um nach einen Job zu suchen. Und vergammelst nicht Deine Zeit bei Kriminellen Zeitarbeitsbörsen oder in Schwachsinnigen Massnahmen!
 

BiancaBerlin

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AW: Kriegszustand mit SB seit heute vormittag, Donnerstag neuer Termin, vorliegende A

Okay, verstehe. - Seit vorhin habe ich sowieso andere Probleme: Die Leistungsabteilung hat mitgeteilt, daß ich "aufgrund eines höheren Einkommens" in ca. zwei Wochen aus dem Leistungsbezug falle, weswegen die Leistungen vorläufig gemäß §§40 ff. SGB II in Verbindung mit §§328 ff. SGB III ab 1. September 2012 eingestellt werden! :eek:

Es ist zwar korrekt, daß ich im letzten Monat aufgrund der Beendigung eines längeren Projekts eine größere Zahlung eines Auftraggebers erhalten habe. Aber daß ich deswegen aus dem Leistungsbezug falle, hat meine SB frei erfunden, natürlich, um mir Schwierigkeiten zu machen. :icon_dampf:

Klar kann ich dem nun widersprechen, aber so wie ich das einschätze, wird sich das JobCenter tot stellen. Wahrscheinlich läuft es auf eine EA hinaus, oder? :icon_sad:

Ich frage am besten gleich mal im Unterforum "Existenzgründung und Selbstständigkeit" nach, wie ich am besten mit dem Schreiben umgehen soll.
 
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