Kredit - Ratenzahlung ein Muss? (1 Betrachter)

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Hartz Fighter

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Hallo,

ich zahle einen betrieblichen Kredit in Raten ab, was vom JC als Ausgabe anerkannt wird. Nun müsste ich meine Ausgaben kurzfristig erhöhen, um eine drohende horrende Überzahlung zu verringern und das Vermögen klein zu halten. Kann ich den Restkredit in einem Rutsch abbezahlen und dies als "notwendige" Ausgabe geltend machen? Gibt es vielleicht gerichtliche Entscheidungen dazu?


Grüße,
Hartz Fighter
 
M

Mamato

Gast
Wenn die Tilgung bereits als Ausgabe anerkannt ist, müsste dies ja unabhängig davon sein, wie hoch die Rate ist.

Falls der Kreditgeber eine Bank ist:
Wenn du Sondertilgungen vereinbart hast, kannst du die Zahlung erhöhen, ohne eine Vorfälligkeitsentschädigung.
IdR meckert kein Gläubiger, wenn man plötzlich einen höheren Betrag tilgt.
Außer eben die Banken, die lassen sich das geren über diese Vorfälligkeitsentschädigung noch vergolden.
 

Koelschejong

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Du bist verpflichtet, Deine Ausgaben so minimal wie nur möglich zu halten. Ich bin mir ziemlich sicher, kein SG wird Dir "erlauben", Kredittilgungen über das absolut notwendige Minimum hoch zu schrauben, um Rückforderungen zu vermeiden.
 

Linuxfan

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Das müsste in deinem Kreditvertrag stehen ob eine Sonder-/Soforttilgung möglich ist.
 
M

Mamato

Gast
Du bist verpflichtet, Deine Ausgaben so minimal wie nur möglich zu halten. Ich bin mir ziemlich sicher, kein SG wird Dir "erlauben", Kredittilgungen über das absolut notwendige Minimum hoch zu schrauben, um Rückforderungen zu vermeiden.
Da ist einerseits etwas dran. Was ich auch nicht beachtet habe, wie hoch die Restschuld ist, weil er meinte, in einem Rutsch abbezahlen.

Eine mögliche Gegenargumentation könnte so aussehen?
Jeder normale Bürger würde eine Schuld schnellstmöglich tilgen, wenn er gerade finanziell leistungsfähig ist.
Auch kann dem Leistungsberechtigten nicht grundsätzlich unterstellt werden, dass ihm bewusst war, dass er dadurch Überzahlungen vermeidet.
Auch wenn diese Überzahlung vermieden wird, bleiben die Schulden ja erhalten und die Anerkennung als Ausgaben ziehen sich länger hin, wodurch er ja wiederum noch länger höhere Leistungen bekäme und dies für das JC im Prinzip eine Art zinslosen Kredit darstellt, bzw. höhere Kosten bedeutet.

Daher könnte es durchaus im Interesse des JC liegen, dass die Ausgaben sich schnellstmöglich verringern, damit der Leistungsanspruch insgesamt wieder sinkt. Zudem übernimmt quasi das JC die Schulden.


Für @Hartz Fighter verschiebt sich die Problematik letztlich nur, denn wenn er keine Ausgaben mehr absetzen kann, bekommt er dann eben 1 o. 2 Monate später weniger Leistungen.
 

Koelschejong

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JC und SG werden einer Tilgungssteigerung nicht zustimmen. Die denken nicht strategisch sondern nur für den Augenblick. Und im Augenblick hat er "gute" Einnahmen und die hat er zur sofortigen Verringerung des ALG II Bezugs einzusetzen.
 

doppelhexe

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JC und SG werden einer Tilgungssteigerung nicht zustimmen. Die denken nicht strategisch sondern nur für den Augenblick. Und im Augenblick hat er "gute" Einnahmen und die hat er zur sofortigen Verringerung des ALG II Bezugs einzusetzen.
eben, und was später ist, intressiert das jobcenter auch deshalb weniger, weil später TE auch aus dem bezug raus sein könnte...

ich denk auch, datt jibt ärjer... :icon_evil:
 

Hartz Fighter

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Hallo,

danke schön für die prompten Antworten!

Es geht um die sofortige Tilgung von rund 18 oder 19 Monatsraten. Der Kredit ist zum größten Teil auch bereits getilgt. Morgen Nachmittag habe ich das Gespräch mit der Kreditsachbearbeiterin bei der Bank wegen einer eventuellen Vorfälligkeitsentschädigung. Diese wäre gemäß Vertragsbedingungen zulässig, so wie auch die Tilgung auf einen Schlag laut Bedingungen zulässig ist. Aber eigentlich interessiert mich dieser Punkt gar nicht, da die Gesamtkosten mit der Vorfälligkeitsentschädigung ohnehin nicht höher ausfallen dürfen, als bei planmäßiger Tilgung (die Zinsen für die verbleibenden 1,5 Jahre fallen ja nicht mehr an - Details werden morgen geklärt).

JC und SG werden einer Tilgungssteigerung nicht zustimmen. Die denken nicht strategisch sondern nur für den Augenblick. Und im Augenblick hat er "gute" Einnahmen und die hat er zur sofortigen Verringerung des ALG II Bezugs einzusetzen.
In Bezug auf das SG würde ich doch gern was Konkreteres sehen, denn die Sache ist ja prinzipiell auslegungsfähig.
 

ZynHH

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ALG II ist grundsätzlich nicht dazu gedacht, Schulden zu bezahlen oder Vermögen aufzubauen.

Verstehe nicht, wo da die Auslegungssache sein soll.
 
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