• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Kredit für Ausbildung und anrechenbares Vermögen

Status
Nicht offen für weitere Antworten.

Otto

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
9 Jan 2006
Beiträge
40
Gefällt mir
0
#1
Ein Bekannter hat über die KfW einen Kredit für eine Fortbildung bekommen (Meisterbafög). dieses Geld befindet sich noch auf seinem Konto da der Lehrgangsteil noch nicht begonnen hat.

Frage:

Wird das Geld als anrechenbares Vermögen bei ALGII angerechnet?
Was ist, wenn das Geld bis zum Ende der Fortbildung nicht abgerufen wird, wird dann das Geld mit dem Kredit verechnet? Der Kredit muß ja nach der Fortbildung in monatlichen Raten zurückbezahlt werden.

Was wäre z.B. wenn der Betroffene ca. 5000 Euro eigenes Geld (über dem zugestandenen) mehr auf dem Konto hat, von dem er nach Abschluß der Ausbildung den Kredit zurückzahlen will?

Würde das Geld angerechnet und müßte verbraucht werden oder kann es zur Tilgung eingesetzt werden ohne das die ARGE Zugriff auf dieses Geld hätte?

Müßte es vorher verschwinden oder wie soll er sonst mit Hartz IV den Kredit zurückzahlen?

Ich weiß, es ist bestimmt kein ganz einfacher Fall aber die Realität ist ja nun nicht immer einfach. Wäre trotzdem für Ratschläge dankbar.
 

galeia

Elo-User/in

Mitglied seit
28 Sep 2005
Beiträge
4
Gefällt mir
0
#2
Zum Meister-BaföG aus den Hinweisen der BA:

"Das so genannte „Meister-BAföG“ wird nach den Vorschriften des Aufstiegsfortbildungsgesetzes (AFBG) gezahlt. Es setzt sich aus einem Maßnahme- und einem Unterhaltsbeitrag zusammen. Der Maßnahmebeitrag (Lehrgangs- und Prüfungsgebühren) wird in voller Höhe, der Unterhaltsbeitrag teilweise als Darlehen gezahlt. Al-lein Erziehende können darüber hinaus einen monatlichen Zu-schuss zu den notwendigen Kosten der Kinderbetreuung erhalten. Der Maßnahmebeitrag und der Zuschuss zu den Kosten der Kin-derbetreuung sind zweckbestimmt. Die Zahlung von Alg II ist daneben gerechtfertigt; eine Berücksichtigung als Einkommen scheidet nach § 11 Abs. 3 Nr. 1 a aus"

Im übrigen finde ich die Frage etwas verwirrend?? Jemand hat also seinen Meister gemacht und in der Zeit ALG2 bezogen, dabei das Meister-BaföG nicht verbraucht und zusätzlich noch 5000 € angehäuft??? Merkwürdig....
 

Otto

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
9 Jan 2006
Beiträge
40
Gefällt mir
0
#3
Meisterbafög nicht merkwürdig

Vielleicht habe ich mich etwas unverständlich ausgedrückt.
Der Kollege erhält kein Geld für die Fortbildung von der BA und macht seinen Meister im Abendkurs. Begonnen hat er damit bevor er arbeitslos wurde. (Lehrgangsdauer ca. 3 Jahre Abendschule) Die Gelder für die Schulkosten (Meisterbafög, nur Lehrgangskosten) bekam er von der KfW und Arbeitslosengeld nach dem Verlust der Arbeitsstelle. Da die Lehrgangskosten immer nur abschnittsweise anfallen, das Geld aber schon auf dem Konto ist ergibt sich folgender Sachverhalt:

30 Jahre x 200 Euro = 6000 Euro Schonvermögen
Zahlung Kfw inkl Zuschuss (32%) 5900 Euro
Rückzahlung nach Abschluss 68%

Den Kredit hat er nur genommen weil er sonst auf den Zuschuss (32%) hätte verzichten müssen.

Die 5000 Euro über dem Schonvermögen sind bereits vorher für die Rückzahlung des Kredites angespart worden.

Die Frage lautete kann er den Kredit bei ALGII bezüglich Schonvermögen gegenrechnen?
 

hellucifer

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
24 Dez 2005
Beiträge
1.768
Gefällt mir
456
#4
Wo macht dein Bekannter den Lehrgang?

Ich würde der ARGE gar nicht mitteilen, dass ich einen Kredit von der KfW bekommen habe. Erst einmal: der ist zweckbestimmt. Und in diesem Fall sogar dazu, die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.

Sprich mal mit dem Bildungsträger, ob du nicht einen Abtretungsvertrag mit ihm abschließen kannst. Sollte der Bildungsträger den Lehrgang nicht mehr durchführen oder du den Lehrgang abbrechen wollen, so zahlst du dein KfW-Darlehen wieder zurück an die KfW (bzw. dein Bekannter).

Was das momentane Guthaben auf dem Konto betrifft, von dem Du sagst, es würde den Vermögensfreibetrag übersteigen, rate ich Dir Folgendes: Eröffne ein Sparbuch und zahl das Geld von der KfW-Bank dort ein. Von dem Sparbuch würde ich der ARGE auch nichts erzählen. Wenn du gefragt wirst, warum du dazu keine Angaben gemacht hast, dann antworte darauf, dass das Geld auf dem Sparbuch für Deinen Meisterbrief gedacht ist und dass die das einen Scheißdreck angeht.

Schließlich werden alle Qualifizierungsmaßnahmen, die Arbeitslose weiterhelfen würden, mit aller Regelmäßigkeit aus Kostengründen abgelehnt und von der ARGE nicht übernommen. - In diesem Fall machst du (bzw. dein Bekannter) sogar Schulden, um deine (seine) Chancen zu verbessern. Da sollte die ARGE eigentlich vor Freude Luftsprünge machen und keinen Zirkus veranstalten.

Viel Glück beim Meistermachen!
 

zulu

Elo-User/in

Mitglied seit
1 Sep 2005
Beiträge
115
Gefällt mir
6
#5
Inhaltlich gebe ich hellucifer recht: der ArGe gar nichts sagen.
Und wenn sie darauf kommen, dann bitte nicht "Scheissdreck" sagen, sondern: das sind doch zweckbestimmte Einnahmen, das wird doch gemäss SGB II § 11 (3) 1 a. gar nicht angerechnet? Oder bin ich da falsch informiert worden?
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
Oben Unten