Krankschreibung Jobcenter aufgrund von Depressionen (2 Betrachter)

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Survivor186

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Hallo liebe Mitglieder.

Ich bin zur Zeit psychisch erkrankt (Depressionen sowie Zwangsstörungen).

Ich hätte morgen einen Termin beim Jobcenter bin aktuell auch beim Psychologen die Therapie startet aber erst im Juni.

Morgen habe ich auch einen Termin beim Hausarzt der mich dann höchstwahrscheinlich krankschreiben wird.

Können mir dadurch Probleme entstehen, dass ich länger krankgeschrieben bin ?

Muss ich Termine beim JC trotzdem wahrnehmen?

Muss ich dem Sachbearbeiter sagen warum ich krank bin ?

Würde mich über Antworten freuen
 
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Caramell

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AW: Krankschreibung Jobcenter

Wenn der Hausarzt Dich krank schreibt, dann den Krankenschein zum JC bringen und dem Empfang bestätigen lassen.
Da Du schon länger krank bist, wäre es günstig gewesen sich eher krnak schreiben zu lassen.
Da die Erkrankung ja längeer dauert bitte darauf achen, das man durchgängig krnak geschrieben ist, daas vemeidet Stress mit dem JC und einem selber mit den Arztterminen.

Den Sachbearbeiter würde ich nciht sagen, wamit Du krank bist.

Probleme mit der langen Krankschreinung kann es geben, muss aber nicht. Das ist von JC zu JC unterschiedlich.

Ich bin der Meinung wenn man krank ist, brauch man nicht zum JC gehen, den man ist ja nicht vermittelbar. Aber einige JC verlangen da auch, die unzulässige Wegeunfähigkeitsbescheinigung (WUB).
 

Survivor186

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Danke für die Antwort.

Also die Diagnose wurde erst vor einem Monat vom Psychologen gestellt, da ich erst jetzt Termine beim Psychologen bekommen habe. Therapie beginnt im Juni.

Ich werde der Hausärztin sagen, ob sie mich schonmal für die 3 Monate krankschreiben kann. Leider war meine Hausärztin im Urlaub und habe vor 2 Wochen für morgen erst einen Termin bekommen.

Kommt das jetzt blöd, dass das genau an dem Tag ist wo ich zum Jobcenter müsste? Also die Krankschreibung. Theoretisch brauchte ich ja auch keine Krankschreibung für die Zeit davor.


Oder wie lange soll ich mich krankschreiben lassen am besten ?
 

Zeitkind

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Morgen habe ich auch einen Termin beim Hausarzt der mich dann höchstwahrscheinlich krankschreiben wird.
Muss ich Termine beim JC trotzdem wahrnehmen?
Während der AU nicht. Dennoch wäre es von Vorteil, das JC vorher zumindest zu informieren,
daß Du den Termin aus wichtigem Grund nicht nachkommen kannst.
Können mir dadurch Probleme entstehen, dass ich länger krankgeschrieben bin?
Rechtlich gesehen, nein. Ggf. mußt Du Dich gegen die unberechtigte Forderung einer WUB wehren.
Muss ich dem Sachbearbeiter sagen warum ich krank bin ?
Nein. Zweifelt er an Deiner AU, hat er die Möglichkeit, Dich begutachten zu lassen.
Oder wie lange soll ich mich krankschreiben lassen am besten?
Diese Entscheidung obliegt einzig dem untersuchenden Arzt. :icon_wink:
 

Survivor186

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Danke für die Antwort.

Wollte mich eh vorher telefonisch melden und falls das nicht klappt per E-Mail. Wollte dann sagen, dass ich krankgeschrieben bin und ich den Krankenschein einreichen werde.

Soll ich das am Telefon schon sagen, dass ich AU bin oder einfach aus wichtigem Grund?

Die Frage mit der Länge der AU war deswegen, ob es besser ist sich immer für 4 Wochen krankschreiben zu lassen oder für mehrere Monate? Wenn der Sachbearbeiter ja sieht, dass ich mehrere Monate ausfalle kann er ja vielleicht versuchen mich extra unter Druck zu setzen und wenn er sieht, dass es kürzer ist wird er vielleicht etwas Ruhe geben. Wollt halt nur wissen ob da jemand mit Erfahrung hat also mit längerer Krankschreibung.

Ich würde gerne wieder arbeiten wollen und mich bewerben aber ich bin zur Zeit einfach nur am Ende ....
 

humble

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Die Frage mit der Länge der AU war deswegen, ob es besser ist sich immer für 4 Wochen krankschreiben zu lassen oder für mehrere Monate? Wenn der Sachbearbeiter ja sieht, dass ich mehrere Monate ausfalle kann er ja vielleicht versuchen mich extra unter Druck zu setzen und wenn er sieht, dass es kürzer ist wird er vielleicht etwas Ruhe geben. Wollt halt nur wissen ob da jemand mit Erfahrung hat also mit längerer Krankschreibung.
Ich bin seit Juli 2017 durchgängig AUB. Kannst Dich über meine Geschichte und den Kampf mit dem jc hier einlesen.

AUB sind eher 2-4 Wochen üblich. Der HS soll Dich ja auch regelmäßig sehen, gerade wenn die Therapie erst solange hin ist. Zwischen den Folgebescheinigungen dürfen keine Lücken entstehen. Den kleinen Durchschlag für den Arbeitgeber gibst man beim jc nachweislich ab, am besten auch per protokolliertem Fax. Nach paar Wochen/Monaten hat man darin dann Routine.

Über den gesundheitlichen Zustand redet man mit keinem beim jc. Das geht die gar nichts an. Haben die nach paar Monaten Zweifel bzw. wollen den Umfang der Arbeitsfähigkeit bestimmen lassen, können die einen zum ärztlichen Dienst zur Begutachtung schicken.

Meldeaufforderungen kommst man nicht nach, besonders in so einem gesundheitlichem Zustand. Sollten dann Forderungen nach WUB kommen, muss man selbst entscheiden, ob man sich auf den Kampf mit dem jc und ev. gerichtliches Vorgehen einlassen will. Ansonsten kann der AUB-ausstellende HS einen Zweizeiler schreiben, dass der Patient am besagten Datum nicht im Stande war, einen Gesprächs-/Meldetermin wahrzunehmen.

Unter Druck setzten zu lassen braucht man sich nicht. Schließlich hat man eigentlich keinen Kontakt zum jc während AUB, auch keine Bewerbungen. Auf Schreiben antwortet man nachweislich und gut ist.

Viel Erfolg bei der Genesung :welcome:
 

Survivor186

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Danke für die Antwort.

War heute beim Hausarzt und er hat mich für 4 Wochen krankgeschrieben. Soll jetzt immer im Abstand von 4 Wochen zum Hausarzt wie du schon gesagt hast.

Werde dann morgen persönlich am Schalter den Krankenschein abgeben und die Kopie abstempeln lassen.

Habe auch heute angerufen beim JC um mich krankzumelden ist aber keiner drangegangen also weiss der Sachbeabeiter noch nicht, dass ich krank war beim Termin.

Der Hausarzt hat auch gesagt, dass ich klarstellen soll, dass ich über längere Zeit krankgeschrieben werde.

Alles okay so ?
 

humble

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Ob Du länger oder kurzfristig AU bist, geht die auch nichts an. Kannst Du ja auch nicht selbst einschätzen. So wenig Infos und nur die Nötigsten geben.

Solltest Du die Meldetermine Dank AUB nicht wahrnehmen wollen, was ja gerade bei psychischer Belastung Sinn macht, dann könnte nach einer WUB verlangt werden. Hier wäre eine persönliche Abgabe der jeweiligen AUB ein zweischneidiges Schwert für Dich, da dann von dort argumentiert werden kann, Du konntest doch das jc besuchen.

Das ist betreffend die WUB genau die Krux und die Feinheiten in der eigenen Argumentation, warum man eine WUB nicht abgibt. Nur weil Du ein Gespräch "über die berufliche Zukunft" nicht wahrnehmen kannst (dazu fähig bist), bedeutet nicht, dass Du bettlägerig wärst und gar nicht mehr aus dem Haus kommst. Würde der HS Dir eine solche WUB ausstellen, wäre es eine Gefälligkeits-AUB und zweifelhaft, da Du ja nicht "Wegeunfähig" bist.

Dieser Argumentation ist mein zuständiges Sozialgericht in meinem Eilverfahren gefolgt und hat beim jc "angeregt" bis zum fertigen Gutachten des ä.D. von weiteren Einladungen und Sanktionen abzusehen. Das jc hat sich dem angeschlossen.

Edit: Die Screenshots eingefügt. Daran kann man gut sehen, dass eine vernünftige Argumentation auch vor den SG bestand hat. Mein HS hat lediglich an das SG geschrieben, ich wäre aus gesundheitlichen Gründen nicht im Stande, die Meldetermine wahrzunehmen. Keine Schweigepflichtentbindungen oder Befunde nötig. Kämpfen lohnt sich :biggrin:
 

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Sowhat

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Ich habe heute auch wieder eine Vorladung bekommen obwohl ich Anfang der Woche meine fortlaufende AU per Einschreiben ans JC geschickt habe. Muss trotzdem hin oder WUB und die schreibt mein Psychiater mir nicht und der Hausarzt auch nicht.
Hatte ja schon eine vor zwei Wochen, die dann eine Stunde vorher abgesagt wurde weil SB verhindert war. War also trotzdem dort mit Beistand, denn allein packe ich das nicht.
Die neue Einladung ist nun sehr kurzfristig und ich kann nur hoffen, dass man einen Beistand für mich findet in der kurzen Zeit.
Kann nun dieser neue SB entscheiden, dass ich gesund bin weil ich da ja erscheinen kann? ich habe grosse Angst das man mich jetzt trotz AU alle paar Wochen vorlädt. Laut der Arbeitslosenberatung hier in der Stadt, kann man da nichts gegen machen.
Aber ich kriege ja nicht mal die Fahrtkosten erstattet, weil ich mit meinem eigenen PKW (sehr alt) komme. Kann wegen Panikattacken nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Aber die Kosten für den Parkschein (ohne kann man da nirgendwo parken) schlagen da schon zu Buche.
Ich bin sehr verzweifelt.
Bin Ü50 schwerbehindert und psychisch sehr angeschlagen.
 

Sowhat

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Ich habe heute auch wieder eine Vorladung bekommen obwohl ich Anfang der Woche meine fortlaufende AU per Einschreiben ans JC geschickt habe. Muss trotzdem hin oder WUB und die schreibt mein Psychiater mir nicht und der Hausarzt auch nicht.
Hatte ja schon eine vor zwei Wochen, die dann eine Stunde vorher abgesagt wurde weil SB verhindert war. War also trotzdem dort mit Beistand, denn allein packe ich das nicht.
Die neue Einladung ist nun sehr kurzfristig und ich kann nur hoffen, dass man einen Beistand für mich findet in der kurzen Zeit.
Kann nun dieser neue SB entscheiden, dass ich gesund bin, weil ich da fit genug bin, um da zu erscheinen? Ich habe grosse Angst das man mich jetzt trotz AU alle paar Wochen vorlädt. Laut der Arbeitslosenberatung hier in der Stadt, kann man da nichts gegen machen. Man wird sonst Sanktioniert und bis man das dann wieder eingeklagt hat können Jahre vergehen, wenn man überhaupt recht bekommt. Ich habe weder die Kraft noch den finanziellen Spielraum.
Aber ich kriege ja nicht mal die Fahrtkosten erstattet, weil ich mit meinem eigenen PKW (sehr alt) komme. Kann wegen Panikattacken nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Aber die Kosten für den Parkschein (ohne kann man da nirgendwo parken) schlagen da schon zu Buche. Aber man bekommt hier nur die Fahrkarte für Öffentliche Verkehrsmittel erstattet.
Ich bin sehr verzweifelt.
Bin Ü50 schwerbehindert und psychisch sehr angeschlagen.
 
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