Krankschreibung bei chronischer Erkrankung möglich?

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franzi

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Ich leide seit mehreren Jahren an einer chronischen Ischialgie, d. h., das Problem tritt immer wieder auf.
Heilung gibt es nicht, bin austherapiert.

Manchmal geht es mir besser, manchmal schlechter.
In den Phasen, in denen es mir schlecht geht, bin ich nicht arbeitsfähig (starke Schmerzen, Probleme beim Gehen, Sturzgefahr, kein längeres Sitzen möglich etc.).
Diese dauern manchmal Wochen, im schlimmsten Fall sogar bis zu 3 Monate am Stück.

Bisher habe ich in diesen Phasen nie eine Krankschreibung erhalten. Das war auch nicht so wichtig, wegen Erwerbslosigkeit.

Aber nun, wegen bevorstehender Eingliederung in den Arbeitsmarkt, stellt sich die Frage, wie komme ich an eine Krankmeldung, falls ich wieder akute Schmerzen habe?
Mein Hausarzt schreibt mich nicht krank (höchstens mal für 3 Tage), mein Facharzt auch nicht. Bei dem bekomme ich nur Rezepte für Physiotherapie, Schmerzmittel oder Spritzen.

Wenn ich hier lese, dass manche monatelang oder sogar jahrelang krankgeschrieben sind, frage ich mich, für welche Krankheitsbilder das gilt und ob das bei meinem Fall nicht auch möglich wäre.
 

Bitas

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Hallo,

du musst dir einen Arzt suchen der hinter dir steht und Rückrad hat.
Ich habe mir auch einen neuen Hausarzt suchen müssen weil meiner mich hängen lassen hat.
Ich bin von HA zu HA gelaufen und habe meine Geschichte erzählt und offen und erhrlich gesagt das ich AU`s brauche.
Bei dem dritten HA hat es geklappt.
 

Birgit63

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Ich leide auch unter der chronischen Ischialgie. Auch mein Facharzt schreibt mich nicht krank. Er sagt, da muss ich durch. Mein Arbeitgeber hat mir einen elektrisch höhenverstellenbaren Schreibtisch gesponsort. Das verschafft mir enorme Erleichterung, da ich wechselnd stehend oder sitzend arbeiten kann. Wenn es gar nicht geht, muss ich drei Tage zu Hause bleiben. So lange dürfen wir ohne AU zu Hause bleiben. Allerdings geht es mir durch Physio und viel Bewegung (ich gehe viel spazieren und schwimmen, das lockert die Muskeln) schon längere Zeit richtig gut. Was mir nicht bekommt, ist viel rumzusitzen.
 
G

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Ich habe mehere chronische Krankheiten. Eine davon belastet mich so sehr, dass ich seit über 2 Jahren dauerhaft AU geschrieben bin. Es handelt sich dabei um vestibuläre Migräne. Die AU wird von meiner Hausärztin immer für 4 Wochen verlängert.
 

eloole

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Die "Krankmeldung" heißt offiziell ja Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.
Wie du selber schreibst, war dir bisher im Falle einer Erkrankung diese AU nicht so wichtig, da du ja auch erwerblos, ohne Arbeit warst.
Vielleicht hat wegen der Erwerblosigkeit auch dein Arzt eine AUB für nicht notwendig erachtet.
Meine auch mal gelesen zu haben, dass diese AUB eben genau die tatsächliche Tätigkeit abzielt.
Möglicherweise ändert sich das "Verhalten" deines Arztes in Bezug auf die AUB, wenn du wieder in Arbeit bist.
 

das-wuermchen

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Hallo!

Ich bin auch mehrfach chronisch krank.

Als ich im Kindergarten gearbeitet hatte, als Mann (!) und meine Mutter und ich uns Salmonellen in ner Gaststätte eingefangen hatten, selbe Hausärztin, wurde sie wegen Salmonellen krankgeschrieben, bei mir hat meine Hausärztin nicht untersucht. Sie schob es auf meine Autoimmunerkrankung. Da fiel echt viel vor - am Ende sagte ihr meine Meinung, wie ich mich hier fühlte, was die eine Arzthelferin immer mit mir macht, schon fast mit heuleriger Stimme, denn jedes Mal Angst zu haben von ner Schwester erniedrigt zu werden, da hatte ich irgendwann keine Kraft mehr zu.

Ich ließ mich operieren, leider ging da so viel in der UNI ... schief, inkl. falscher Aufklärung. Organ fehlt, künstl. Ausgang etc.
20 Nach-OPs ... dann sagte ich: Es reicht! Wenn nicht mal eine kurzfristige Besserung zu erreichen ist. Ich gehe nicht mehr zum Arzt, denn wenn ich mich operieren lasse, habe ich Schmerzen, das Risiko der OP, der Narkose und es schädigt die Muskeln, ohne hab ich auch Schmerzen. 6 bis 9 Monate dauerte bei mir die Wundheilung, weil die zu schnell war und binnen von 1-2 Tagen wucherten, es bildet sich also eine Art Tumor, sprich "wildes Fleisch". Dann heilt es nicht mehr und der Körper stellt irgendwann den Versuch ein. Man hielt mir ein Klümpchen (Kampfstoff) an die Stelle, um das wegzuätzen, örtl. Betäubungen bekommen immer nur die Anderen irgendwie. Dem Arzt fiel das Klümpchen ins Waschbecken, das gleich bsss.. durchgefressen und ein Loch im Fußboden. Also, ich sage Kampfstoff hierzu! Das war Wahnsinn! Mir kullerten sofort die Tränen, der Kopf war feuerrot! Darf man als Mann nicht auch weinen?

Beim nächsten Hausarzt musste ich alle 2 Tag hin - was für ein Blödsinn, wenn die Heilung so lange dauert und der nur raufschaut. Ich wechselte zu einem anderen Hausarzt, da komme ich nie unter 20 Minuten raus. Der schreibt mich für 4-5 Wochen krank, ich bekomme vorne bei den Schwestern mein Tilidin oder wenn ich nicht rein muss, auch nur den Krankenschein. 5 Wochen, wenn da mal Feiertage, Praxisurlaub dazwischen kommen.

Ich formuliere bei meinem Hausarzt, was ich brauche. Entscheiden tut er ja. In ner KfZ-Werkstatt sagte ich: Hmm. Das, was sie jetzt gemacht haben, war es ja nicht. Könnte es vielleicht die Benzinpumpe oder Sonde sowieso sein? Du musst echt sagen, was du hast! Das ist echt krank! Der Meister war Inhaber, saß neben mir im Auto und sagte: Ja. Sie haben Recht! - Bezahlen musste ich trotzdem den anderen Mist.

Bei meinem jetzigen Hausarzt musste ich es ansprechen, dass das Jobcenter eine Krankschreibung benötigt. Aber er wehrt sich. Es gibt nicht viele Ärzte hier, er hat allerdings die meisten Patienten. Bereits 3 Male sollte er mehrere 10.000 Euro an die Krankenkasse Strafe zahlen, weil sein Budget im Juli/August aufgebraucht war und er trotzdem die Leute behandelte. Im ländlichen Gebiet da verteilt sich das nicht sooo mit den schweren Krankheiten. Ach! Fällt mir grade ein! Meine Hausärztin, die ich oben erwähnt hatte, sagte mal: Noch so einen Patienten und ich kann mich erschießen! Eine Ärztin sagte mal zu mir, weil ich um ne Betäubung bat: Ich darf ihnen so viele Schmerzen zufügen, wie ich will, ich darf sie nur nicht verletzen. Das war in einer anderen UNI-Klinik.

Wenn du keine Krankschreibung hast, bist du für den Arbeitsmarkt verfügbar. Mittlerweile genügt auch keine bei normalen Kranken mehr, wenn du eine Einladung erhältst und nicht kommen kannst. Dann wirst du vom Rechsstaat bestraft. In so einem Fall benötigt man eine zusätzliche Bestätigung vom Arzt, dass man so krank war, dass man dort nicht hin konnte. Bei Lähmungen, Depressionen, Durchfall 40x am Tag etc. ein sehr zermürbender Vorgang, der aber so gewollt ist.

Ich bin jetzt beinahe 10 Jahre ununterbrochen krankgeschrieben. Ich unterbrach mal, wenn ich nicht mehr zum Arzt wollte bzw. mich wegen einer Arzthelferin nicht mehr hin traute oder wenn ich es mit dem Arbeitsmarkt nochmal versuchen wollte. Du kannst nur ehrlich sein und hoffen, dass dir niemand einen Strick draus dreht, ist meine Erfahrung.
 

qwertz123

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Ich habe mehere chronische Krankheiten. Eine davon belastet mich so sehr, dass ich seit über 2 Jahren dauerhaft AU geschrieben bin. Es handelt sich dabei um vestibuläre Migräne. Die AU wird von meiner Hausärztin immer für 4 Wochen verlängert.

Macht die Krankenkasse das mit? Da gibgs doch auch irgendwie eine Höchstdauer? Danach muss man sich an andere Stellen (Rente, Sozialamt etc...) wenden.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
Momentan als ALG1 melde ich mich nicht krank, kuriere gerade eine schwere Erkältung (und das bei dieser Wärme) aus.
Da ich aber hier höchstwahrscheinlich nicht in das Krankengeld rutsche besteht kein Grund.
Hätte ich einen Terminvorladung vom Amt oder müßte ich gar arbeiten wäre ich AU krank geschrieben.
 
G

Gelöschtes Mitglied 63723

Gast
Macht die Krankenkasse das mit? Da gibgs doch auch irgendwie eine Höchstdauer? Danach muss man sich an andere Stellen (Rente, Sozialamt etc...) wenden.


Ich bin im ALG II Bezug und im Moment um die EM-Rente vor Gericht am kämpfen.
Die KK hat noch nie angefragt.
Und das JC lässt mich in Ruhe, weil sie über die Klage gegen die DRV Bescheid weiß.
Krankengeld steht mir ja sowieso nicht zu, deshalb sagt meine KK wohl auch nichts.
 

franzi

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Ich verstehe auch nicht, dass manche sich lange Zeit krankschreiben lassen können und gleichzeitig im ALG II-Bezug bleiben können.
Wird das nicht irgendwann bei der KK gemeldet, und die muss dann die Erwerbsfähigkeit überprüfen?
 

Doppeloma

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Hallo franzi,

Bisher habe ich in diesen Phasen nie eine Krankschreibung erhalten. Das war auch nicht so wichtig, wegen Erwerbslosigkeit.

Das ist bereits grundfalsch, denn ohne reguläre AU-Bescheinigung wirst du überall (also auch bei deinem JC) als gesund und Vermittlungsfähig angesehen, es hat sich aber (leider) bei vielen Ärzten schon "eingebürgert", dass Arbeitslose angeblich keine AU-Bescheinigung brauchen "weil sie ja sowieso zu Hause sind und nicht arbeiten gehen".

Spätestens wenn man in Hartz 4 angekommen ist sehen das sogar viele ambulante Ärzte inzwischen als "überflüssig" an, bei akuter Krankheit eine AU-Bescheinigung auszustellen wie sich das gehören würde.
NUR damit kannst du aber irgendwelche Bewerbungs-Forderungen oder die Teilnahme an Maßnahmen beim JC rechtssicher ablehnen / abwehren ...

Aber nun, wegen bevorstehender Eingliederung in den Arbeitsmarkt, stellt sich die Frage, wie komme ich an eine Krankmeldung, falls ich wieder akute Schmerzen habe?
Mein Hausarzt schreibt mich nicht krank (höchstens mal für 3 Tage), mein Facharzt auch nicht. Bei dem bekomme ich nur Rezepte für Physiotherapie, Schmerzmittel oder Spritzen.

Dann solltest du mal (bei deinem Hausarzt) die Gründe dafür erforschen warum er meint, dass du nicht offiziell "Arbeits-UNFÄHIG" (mit entsprechender Bescheinigung) bist wenn du wegen deiner Gesundheitsprobleme (schon rein theoretisch) gar nicht arbeiten oder an irgendwelchen Maßnahmen aktiv teilnehmen könntest ???

Fachärzte behandeln meist nur parallel mit und schreiben eher selten langfristiger AU, mein Männe war auch zuletzt von der Hausärztin fast 5 Jahre (durchgehend) AU geschrieben.

Trotzdem war er auch regelmäßig beim Orthopäden / Schmerztherapeuten / Kardiologen / Lungenfacharzt usw. in Behandlung, weil er eben viele verschiedene chronische Krankheiten hatte und es kam leider immer wieder was dazu ...

Manche der Fachärzte wussten gar nichts über seine AU und es interessierte sie auch nicht sonderlich ob er AU geschrieben ist oder nicht ... die Berichte / Befunde gingen immer alle zum Hausarzt und das "Gesamtbild" erforderte diese fortlaufende AU, die von unserer Ärztin auch niemals "in Frage" gestellt wurde.

Denn sie interessierte sich NUR für seinen tatsächlichen Gesundheits-Zustand und NICHT dafür, ob er gerade einen Job hatte oder arbeitslos war oder von welchem Geld wir gerade so leben mussten.
Die KK macht nur so lange gerne mal Theater wie Krankengeld zu zahlen ist, nach der "Aussteuerung" interessiert die das auch nicht mehr, wie lange welcher Arzt noch weiter AU schreiben wird.

Das kann ich auch aus meiner eigenen Erfahrung nur bestätigen, ich war fast 4 Jahre durchgehend AU geschrieben und eher "zufällig" vom Facharzt (Psychiater) weil der nun mal besser geeignet war für meine Probleme.
Ansonsten hätte ich die AU sicher auch von unserer Hausärztin bekommen, wahrscheinlich auch von meinem Kardiologen weil ich ja eine große Herz-OP hinter mir hatte (er brauchte es nicht weil ja eine AU-Bescheinigung von einem Arzt völlig genügt) und das alles irgendwie miteinander zu tun hatte.

Ihm war es jedenfalls auch sehr wichtig, wie es mir gesundheitlich geht und NICHT, ob ich gerade Geld vom Amt bekomme und "sowieso zu Hause bin" ...
Wer Ärzte hat die so denken, der braucht wohl sonst keine "Feinde" weiter ... :sorry:

Wenn ich hier lese, dass manche monatelang oder sogar jahrelang krankgeschrieben sind, frage ich mich, für welche Krankheitsbilder das gilt und ob das bei meinem Fall nicht auch möglich wäre.

Wenn ich hier immer öfter lese wie fahrlässig viele ambulante Ärzte inzwischen mit der Gesundheit ihrer Patienten umgehen und AU-Bescheinigungen (besonders in Hartz 4) für Arbeitslose schon zum "Sonderfall" gemacht werden, dann zeugt das nur davon, dass die Menschen, besonders auch die kranken (und dazu arbeitslosen) Menschen nur noch ALLEN (leider auch Ärzten) immer lästiger werden ... :icon_dampf:

Damit sie ihre eigene "Unlust" nicht zugeben müssen wird dann gerne (angeblicher) Ärger mit KK oder MDK "vorgeschoben", das macht "Eindruck auf den Patienten" ... "der arme Arzt kann also auch nicht dafür", dass er so "herzlos" (eher wohl verantwortungslos) ist und bei echter Notwendigkeit trotzdem keine AU ausstellen will, obwohl die erforderlich wäre. :icon_laber:

Das gilt für ALLE Krankheitsbilder, wer rein medizinisch gesehen Arbeits-UNFÄHIG ist deswegen, hat auch Anspruch das vom Arzt bescheinigt zu bekommen, ganz egal wie oft und wie lange das letztlich dauern könnte ... daran ändert auch der aktuelle "soziale Status" (und wo das Geld gerade herkommt) GAR NICHTS ... :icon_evil:

Ich verstehe auch nicht, dass manche sich lange Zeit krankschreiben lassen können und gleichzeitig im ALG II-Bezug bleiben können.

Dann befasse dich mal mit § 44a SGB II und überlege mal wie viele (Langzeitkranke) Antragsteller z. B. jahrelang auf Entscheidungen der DRV (oder auch später am Sozial-Gericht) zu ihrer tatsächlichen Erwerbsfähigkeit warten müssen ...


Wenn alles mit rechten Dingen zugeht bei dieser Feststellung, ist man bis dahin gesetzlich gesehen generell für mindestens 3 Stunden Erwerbsfähig (eine laufende oder zeitweise AU ändert daran NICHTS) und hat Anspruch auf ALGII.
Nicht immer (eher selten) schließt sich die DRV bei der Prüfung (durch DRV-eigene Gutachter) den sogenannten "Gutachten" von AfA oder JC an, und erklärt den Betroffenen wirklich für Erwerbsgemindert.

Der DRV ist die Entstehung (und der eigentliche Hintergedanke der JC dabei) dieser sogenannten "amtsärztlichen Einschätzungen der Erwerbsfähigkeit" (oft genug nach reiner Aktenlage) auch nicht ganz "verborgen" geblieben über die Jahre, was auch mit dazu führt, dass EM-Renten-Anträge vorrangig erst mal abgelehnt werden (bis zu 60 % aktuell).

Wenn noch nicht mal eine häufige / längere AU-Zeit bei der KK hinterlegt ist (dafür gibt es ja diesen AU-Teil für die Abgabe bei der KK) gilt man für die Behörden offiziell als GESUND und wer (angeblich) fast immer GESUND ist, muss auch weiter ALG II bekommen ... der braucht keine EM-Rente von der DRV und hat auch keinen Anspruch auf Leistungen aus dem SGB XII.

Wird das nicht irgendwann bei der KK gemeldet, und die muss dann die Erwerbsfähigkeit überprüfen?

Wenn KEINE AU ausgestellt wird (vom behandelnden Arzt) dann wird auch NICHTS "an die KK gemeldet" und für die (vorerst) abschließende Prüfung der Erwerbsfähigkeit (die dann für ALLE anderen Behörden verbindlich wird nach § 44 a SGB II) ist absolut NUR die Rentenkasse zuständig.

Mit dieser Entscheidung hat die KK gar nichts zu tun, die können nur während der Krankengeld-Zahlungen Druck machen (auf Ärzte und Patienten) und fordern dann häufig einen Antrag auf Reha bei der DRV zu stellen, denn auch dazu hat (meist) nicht die KK zu entscheiden ... die kann nur diese Antragstellung fordern.

Arbeits-UNFÄHIGKEIT (nach KK-Recht) gilt als vorübergehender Zustand und bedeutet noch lange nicht auch Erwerbsgemindert (nach dem Rentenrecht) zu sein ... :icon_evil:

Ist das Krankengeld dann (mit der Aussteuerung) abgelaufen, interessiert es die KK gar nicht mehr wie lange man noch weiter AU geschrieben wird und von welchem Arzt ... die Ärzte haben dann also auch KEINE Probleme mehr deswegen mit der KK zu "befürchten" weil sie einen Arbeitslosen längere Zeit AU schreiben ...
Das wurde uns von unseren Ärzten jedenfalls nie erzählt und ist eine "faule Ausrede", um sich nicht intensiver um dich kümmern zu müssen, damit wenigstens Verschlechterungen chronischer Erkrankungen möglichst noch verzögert werden könnten.

In der Regel genügt es dann (nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld) die AU-Bescheinigung alle 4 - 6 Wochen beim Arzt verlängern zu lassen und mal über den aktuellen Stand zu sprechen, "akut-Besuche" waren bei unseren Ärzten sowieso nie ein Problem und viele Medikamenten-Therapien sollten ja auch regelmäßig (z. B. durch Blutuntersuchungen) "überwacht" werden.

Ich kann es meist nicht nachvollziehen wenn man für "austherapiert" erklärt wurde und meint nun nicht mehr zum Arzt zu müssen, weil es sowieso nicht mehr "besser" werden kann ...
Es geht aber besonders bei JEDER chronischen Krankheit meist auch darum, dass es möglichst nicht zu schnell noch schlimmer wird, auch das ist Therapie und Behandlung, die ein guter Arzt nicht "aus den Augen verlieren sollte" ... nur weil eine Besserung nicht mehr wahrscheinlich ist.

MfG Doppeloma
 

das-wuermchen

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Ja, geprüft wird vom medizinischen Dienst des Jobcenters.
Da ich so sehr viele Belastungen habe und ich nicht immer drüber reden kann, nicht schreiben, Arthrose oder ich kann nicht sitzen etc., bat ich darum eingeladen zu werden. Weder füllte ich etwas aus, noch wurde ich angehört, noch wurde ich untersucht - der Gutachter des Jobcenters befand mich für arbeitsfähig. Nun weißt du, wie man so lange in diesem grausamen System drine bleiben kann.

Mir passiert: Ich war arbeitslos und nach ner OP krankgeschrieben. Ich hatte um 7 Uhr als Erster den Termin. Im Raum saßen Patienten, die hatten das Gleiche, waren auch zu Hause, krankgeschrieben also, hatten aber das Glück noch arbeiten gehen zu dürfen. Die 5 Leute kamen alle vor mir dran! Äh... ich bin krankgeschrieben und hab Zeit, der ist krankgeschrieben mit der gleichen Krankheit und hat Zeit... Nach 2 Stunden war ich noch nicht dran. Es gibt in Deutschland echt soooo viele Klassen von Menschen!

Und Arbeitslosigkeit ist ein Instrument der Beherrscherklasse, um Angst zu verbreiten und Macht auszuüben. Eine Angstherrschaft.
 

HermineL

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Ich kann @Doppeloma nur in allen Punkten zustimmen.

Ich selbe klage gegen die DRV jetzt im zweiten Jahr und bin mit einer kurzen Unterbrechung durchgehend seit Oktober 2013 krankgeschrieben. Seitdem ich vor 2 Jahren ausgesteuert wurde schreibt mein Doc mich generell immer direkt für 3 Monate AU. Probleme bereitet das keine.

Der Versuch mich ins SGB XII abzuschieben ist direkt gescheitert da man dort das Gutachten des ÄD gem. § 44a SGB II eben nicht anerkannt hat und auf einer Feststellung der Erwerbsunfähigkeit durch die DRV besteht. Somit ist das JC mind. bis zum Abschluss des Klageverfahrens oder einer vorzeitigen EMR-Bewilligung in der Leistungspflicht. Auch wenn das noch Jahre dauert.

Ist das Krankengeld dann (mit der Aussteuerung) abgelaufen, interessiert es die KK gar nicht mehr wie lange man noch weiter AU geschrieben wird und von welchem Arzt ... die Ärzte haben dann also auch KEINE Probleme mehr deswegen mit der KK zu "befürchten" weil sie einen Arbeitslosen längere Zeit AU schreiben ...
So ist es. Die sind nur interessiert daran solange sie zahlen müssen. Allerdings führt das auch unter Umständen zu Problemen wie ich gerade feststellen musste. Ich brauchte einen AUD Belege für die DRV. Dort muss die KK alle AU Zeiten mit Diagnosen sowie Krankenhausaufenthalten angeben. Auf meinem AUD-Beleg haben sie das aber nur bis zur Aussteuerung gemacht. Lt. deren Auffassung wären sie danach nicht mehr dazu verpflichtet was freilich nicht stimmt ( § 292 SGB V i.V. § 284 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 SGB V + § 288 SGB V).

Alleine an dem AUD-Beleg den die DRV auch zwingend bei einem EMR-Antrag haben will kannst du schon erkennen wie wichtig es ist sich AU schreiben zu lassen. Wenn du die ganze Zeit nicht AU geschrieben warst wird die DRV damit argumentieren das du ja gar nicht krank bist und den EMR-Antrag direkt ablehnen.
 

saurbier

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Ich kann Doppeloma da nur voll zustimmen.

Problem und viele Medikamenten-Therapien sollten ja auch regelmäßig (z. B. durch Blutuntersuchungen) "überwacht" werden.

Wie ich inzwischen erfahren durfte ist es offensichtlich ja auch so, daß die früher jährlichen ärztlichen Checkups bei chronischen Patienten inzwischen nicht mehr von der KK bezahlt werden. Mir legte man diesbezüglich seitens meiner jetzt neuen Hausärztin ans Herz, ob ich nicht dem hausarztmodell zustimmen mögen, denn dann darf mal noch alle "zwei" Jahre das Blutbild etc. machen, ansonsten würde die KK dies nur noch alle drei Jahre bezahlen.

Aber hallo, unsereins mit starken Medikamenten soll jetzt also jedes Jahr eine Laboruntersuchung aus eigener Tasche bezahlen um mögliche Schädigungen rechtzeitig vorbeugen zu können, ja was ist das für eine Logik.

Schon die DRV beschwert sich bei meiner Hausärztin, daß ich nicht in dauerhafter Behandlung/Kontrolle bei meinem Orthopäden bin, gleichwohl hier ja ausschließlich der Hausarzt die Überweisungen veranlaßt sofern er dies für erforderlich hält.

Ich frag mich da echt, wohin das noch führen soll.

Im übrigen gilt "noch" hat jeder Hausarzt eine notwendige AU auszustellen, wenn man aktuell bzw. auf längere Sicht keiner Erwerbsfähigkeit nachgehen kann und dies auch beim Bezug von ALG-II. Einziger Unterschied zum regulären Arbeitnehmer ist lt. der AU-Richtlinie eben, daß hier kein Berufsschutz mehr gegeben ist, eben weil man ja nicht im Voraus weiss in welche Tätigkeit man ggf. vermittelt wird.


Grüße saurbier
 

HermineL

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Mir legte man diesbezüglich seitens meiner jetzt neuen Hausärztin ans Herz, ob ich nicht dem hausarztmodell zustimmen mögen, denn dann darf mal noch alle "zwei" Jahre das Blutbild etc. machen, ansonsten würde die KK dies nur noch alle drei Jahre bezahlen.
Das mit dem Hausarztmodell habe ich einmal gemacht und nie wieder. Für jeden Facharztbesuch brauchst du dann eine Überweisung was ich eher als hinderlich empfinde.

Das mi8t dem Blutbild war mir neu. Naja bei mir läuft das wohl etwas anders da ich mind. einmal im Monat ein kleines Blutbild und alle drei Monate ein großes machen muss da ich auf Grund meiner Herzkrankheit und der starken Schmerzmedis eine engmaschige Blutwertekontrolle benötige.

Schon die DRV beschwert sich bei meiner Hausärztin, dass ich nicht in dauerhafter Behandlung/Kontrolle bei meinem Orthopäden bin,
Ähnliches hatte ich ja bei der Erstbeantragung des GDB. Das Versorgungsamt wollte ja keine Befunde akzeptieren die älter als ein halbes Jahr waren. Wohlgemerkt auch bei irreversibel Erkrankungen wie z.B. kaputte Knie. Das habe ich der KK mitgeteilt und nachgefragt ob sie die erneuten Untersuchungen übernehmen. Die KK hat dann ihrerseits dem Versorgungsamt diesen Zahn gezogen.

Was eine AU bei einer chronischen Erkrankung betrifft so sollte man sich in jedem Fall nicht vom Arzt abspeisen lassen und diesen notfalls auch wechseln. Allerdings kann man sich von dem Arzt auch eine Bescheinigung nach § 62 SGB V austellen lassen die belegt das man chronisch erkrankt ist. Dies wird meist zwar nur bei der Zuzahlungsbefreiung genutzt ist aber auch für andere Zwecke nutzbar. Sieht so aus: Muster 55
Ich habe gleiche mehrere davon ;)
 

Steinzeit

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hallo,

vielleicht hängt es auch von den erkrankungen ab, ob man für längere zeit oder dauerhaft au geschrieben wird?

austherapiert finde ich keine passende bezeichnung! wobei ich weiß, was du meinst. austherapiert kommt eigentlich aus der krebstherapie....endstadium.

hast du schon so viele therapien hinter dir?
schmerztherapie, prt spritzen usw.?
in meinen schlimmsten zeiten war ich alle 6 monate zur mm schmerztherapie, aufgrund massiver rückenschmerzen und anderer beschwerde. allerdings keine ischialgie.

meine hausärztin hat mich immer gleich für 4 wochen krankgeschrieben. sie hat mich solange krankgeschrieben, bis die emr durch war.

vielleicht wäre mal ein wechsel deines hausarztes fällig...

gute besserung!
 

franzi

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Ich habe eine lange Karriere als chronischer Schmerzpatient hinter mir. Längere Krankschreibungen habe ich aber nie erhalten.
Ich habe jetzt den dritten Hausarzt, mit dem bin ich nicht zufrieden. Werde demnächst wechseln.
 

Doppeloma

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Hallo saurbier,

Wie ich inzwischen erfahren durfte ist es offensichtlich ja auch so, daß die früher jährlichen ärztlichen Checkups bei chronischen Patienten inzwischen nicht mehr von der KK bezahlt werden. Mir legte man diesbezüglich seitens meiner jetzt neuen Hausärztin ans Herz, ob ich nicht dem hausarztmodell zustimmen mögen, denn dann darf mal noch alle "zwei" Jahre das Blutbild etc. machen, ansonsten würde die KK dies nur noch alle drei Jahre bezahlen.

Kann ich so alles nicht nachvollziehen, unser Hausarzt zapft generell mindestens 1 Mal im Jahr Blut ab (Donnerstag ist es wieder soweit), denn meine Internistin möchte immer einen aktuellen Blut-Befund haben wenn ich dort zur Kontrolle komme und bei Bedarf auch öfter, bisher mussten wir das noch nie selber bezahlen.

In meinem Falle wäre er sogar verpflichtet regelmäßige Blut-Kontrollen zu machen weil ich Marcumar-Patientin bin, aber bisher vertraut er auf meine Selbstmessungen.
Es sei denn ich würde da mit einem ernsten Problem aus meiner eigenen Messung kommen, was dann sogar SOFORT per Blutabnahme zu überprüfen wäre, denn es wäre wichtig festzustellen ob ein (von mir gemessener) stark abweichender Wert wirklich stimmt oder vielleicht nur ein Gerätedefekt vorliegt.

Das Hausarzt-Modell gibt es hier bei uns schon gar nicht mehr, "es habe sich nicht bewährt" und das kann ich auch nur bestätigen wenn man überall nur hört, dass der angebliche Austausch der Befunde mit dem Hausarzt sowieso meist nicht stattfindet.
Wäre für mich auch keine Option dieses "Modell", weil ich mir meine Ärzte lieber selber aussuchen möchte, sofern es eine Auswahl gibt ...

Schon die DRV beschwert sich bei meiner Hausärztin, daß ich nicht in dauerhafter Behandlung/Kontrolle bei meinem Orthopäden bin, gleichwohl hier ja ausschließlich der Hausarzt die Überweisungen veranlaßt sofern er dies für erforderlich hält.

Na-Ja, worüber sich die DRV so beschwert dürfte ziemlich irrelevant sein, noch entscheidest du selber welche Fachärzte du überhaupt aufsuchen möchtest und die Überweisungen die wir benötigen, die lassen wir uns gleich am Empfang ausstellen (genau wie die Rezepte) und fragen nicht erst um Erlaubnis beim Doktor ... und ob der das für nötig hält. :icon_evil:

Für Facharztbesuche sind hier generell Überweisungen erforderlich aber wir hatten auch noch nie Probleme damit, eine zu bekommen ... meist fordern wir dann dort gleich selber die Befunde ein (manchmal bekommen wir die sogar freiwillig direkt nach der Untersuchung :icon_klatsch:) und geben unserem Hausarzt dann selber eine Kopie.
Ansonsten kann es schon passieren, dass er endlos auf das Ergebnis warten darf oder gar nichts dazu erfährt, was nun beim Facharzt herausgekommen ist.

Kommt natürlich auch darauf an, ob er das unbedingt erfahren muss, auch ein Hausarzt muss nicht "Alles" wissen, nur weil er den Überweisungsschein ausgestellt hat. :icon_evil:

Einziger Unterschied zum regulären Arbeitnehmer ist lt. der AU-Richtlinie eben, daß hier kein Berufsschutz mehr gegeben ist, eben weil man ja nicht im Voraus weiss in welche Tätigkeit man ggf. vermittelt wird.

Nicht ganz, lt. AU-Richtlinie ist ein Hartz 4-Empfänger erst wirklich krank (also AU zu schreiben) wenn er weniger als 3 Stunden täglich was arbeiten könnte "am allgemeinen Arbeitsmarkt" ... für Bezieher von ALG I gibt es diese Einschränkung nicht.
Das sind eben (lt. dieser Richtlinie) auch noch die "besseren Arbeitslosen" ... (von denen wurde auch bei Absage wegen AU noch nie eine WUB verlangt obwohl die Meldetermine auch nach § 309 SGB III erfolgen).

Gesetzes-Charakter hat diese AU-Richtlinie allerdings auch nicht und man ist als Patient auch nicht verpflichtet sich beim Arzt als ALG II-Bezieher zu outen ... das wurde sogar von einigen Ärzten direkt kritisch angemerkt, als man diese Richtlinien gerade beschlossen hatte. :icon_kinn:

Wohin das noch alles führen kann, darüber möchte ich lieber gar nicht mehr nachdenken...

MfG Doppeloma
 

bLum

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Das ist so hrass, wie unterschiedlich das gehandhabt wird!
Da brauchen die Deutschen für jeden Furz eine Regelung, und dann machen doch alle was sie glauben mit dieser Regelung tun zu dürfen!
Ich verstehe die Welt langsam echt nicht mehr.

Zu der Sache AU und DRV:
ich weiß nicht woran es bei mir lag, dass die mich so problemlos in EM-Rente geschickt haben,
aber ich habe z.B. bei der Frage im Antrag nach "ab wann AU?" angegeben, dass ich es erstens manchmal nicht auf die Reihe bekomme, regelmäßig beim Arzt aufzutauchen, ich aber dafür regelmäßig in Therapie bin, und diese durchgehende Dauerkrankschreiberei ja auch nicht nur mir unnötige Kosten verursacht.
Ich brauche aber auch wirklich keine besonders engmaschigen Untersuchungstermine.
Und ja: mein Antrag sah witzig aus! Ich habe teilweise an den Rändern hoch geschrieben ^^
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
Da bin ich ja froh das ich nie Probleme mit meinen Hausärzten hatte AU zu bekommen.
War aber nur mal von April bis November als Längstes hintereinander krank geschrieben um dann mit dem Hamburger Modell zurückzukehren.
Etwa im August damals schrieb mich hierbei die Krankenkasse aus der Ferne gesund. Meine Ärztin kümmerte sich persönlich darum
das meine AU ohne Unterbrechung weiter lief. Sie faltete die SB telefonisch zusammen.
 

saurbier

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Hallo Doppeloma,

nun ja das Hausarztmodell kenne ich noch aus früheren Zeiten wo die Barmer es angeboten hat. Da mein Verhältnis zu meinem alten Hausarzt sehr gut war hab ich da auch mitgemacht, warum auch nicht wenn der Arzt nicht experimentiert sondern an Kollegen weiter leitet. Bei ihm gab es eine jährliche Kontrolle.

Als ich jetzt bei seiner Nachfolgerin aufschlug, nun da sagte man mir das es vorbei sein mit der jährlichen Kontrolle, nun gibt es die nur noch alle "drei" Jahre, oder eben nur über das Hausarztmodell noch jährlich. Ich kann mich da leider nur auf die Aussage beziehen, denn bei der KK hab ich diesbezüglich noch nicht angefragt. Das ganze kann natürlich auch Bauernfängerei sein, aber hier in NRW sieht es danach so aus.

Klar bei dir mit Marcumar ist das was ganz anderes, da müssen die Werte engmaschig kontrolliert werden, war bei meiner Mama ja auch so und bei meinem Vermieter sieht es nicht anders aus.

Bei mir sollte man das auch für Notwendig erachten, denn mit Diabetes - auch im Anfangsstadium - ist auch nicht zu spassen und das kam 2017 ja nur durch eine Kontrolluntersuchung des Blutbildes heraus. Für mich irgendwie alles nicht mehr nachvollziehbar.

Ja wohin das führt kann ich mir schon ausmahlen - wer was will soll zahlen - zur Not eben mit seinen Daten.

Und ja, ich hab immer eine notwendige Überweisung zum Facharzt bekommen, nur da sind eben die enormen Wartelisten und mal ehrlich, warum soll ich mich dort alle 2 mal im Jahr hinsetzen, wenn ich nichts hab wo mir der Arzt noch helfen kann, nur weil die DRV aktuelle Berichte will. Es gibt keine Heilung bei Osteochondrose bzw. Spondylarthrose, daß ist eine schleichende fortlaufende Erkrankung und das weiß jeder gute Orthopäde, deshalb hat mich meiner ja auch gerne an den Schmerztherapeuten überwiesen. Schon spassig, Ende der 90iger Jahre hat der Gerichtsgutachter ausgeführt das mein Beschwerdebild absolut glaubhaft und medizinisch nachvollziehbar ist. Warum wohl sonst hat das KH 2013 nach der Hüft-OP im Abschlussbericht vermerkt, daß man mich über die Möglichkeit von persistierenden Beschwerden bzw. einer späteren Schmerzprogrediezn hingewiesen hat.

Das man ALG-II Bezieher und ALG-I Bezieher bei den AU´s unterscheidet ist eh Irre, denn für mich bedeutet eine AU das ich keiner Arbeit nachgehen kann - weder 6 Std. noch 3 Std. - einfach gar nicht. Aber so tickt eben der deutsche Michel.

Apropo deutscher Michel, ich hab mich gestern bei der AfA - wegen dem Auslaufen der Arbeitsmarktrente - gemeldet und war doch echt erstaunt wie freundlich die Mitarbeiter da inzwischen sind. Man staune nicht schlecht, meine Unterlagen aus 2012 sowie 2014 befinden sich noch alle komplett im Computersystem. Der junge Mann bei der Antragsannahme schüttelte nur den Kopf als er die Angaben im Computer durch sah. Ü60 SchwerB und dazu Teil-EMR dazu noch fast 10 Jahre aus dem Beruf raus, was bitte sollen wir da noch machen.


@HermineL

Nun ja, ich hab dem Hausarztmodell schon meinem alten Hausarzt zugestimmt, ich fand es nicht nachteilig. Das aber mag durchaus vom Vertrauen zum Arzt abhängig sein und mein Alter stand voll hinter mir, nun ja er hat meine Leidensgeschichte ja hautnah verfolgen können. Bei seiner Nachfolgerin muß sich das erst noch zeigen, mir scheint der fehlt der direkte zugang ein wenig, was wohl daran liegen mag das sie noch nicht die Jahre auf dem Buckel hat, denn sie war bis vor 4 Jahren noch im KH in der Herzabt. und ist nebenbei auch noch als Notärztin tätig. Da fehlt vielleicht noch der direkte Blick eines Hausarztes mit all seinen Facetten.

Mich hat es auch umgehauen das es nur noch alle Jahre eine Laboruntersuchung gibt.

Das mit den chronisch Kranken nun ja, ich hab da seinerzeit auch jedes Jahr ein neues Formular unterschreiben lassen müssen. Zur Zeit brauch ich es nicht, denn bis auf mein BTM ist alles kostenfrei (erstaunlicher Weise obwohl ich doch einige Medikamente bekomme), also komm ich nicht über die 1% Regelung rüber, kann da sogar noch die eine oder andere Pysio machen.


Grüße saurbier
 
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