Krankschreibung am ersten Tag einzureichen? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Heinzelmann

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Nur eine kurze Frage: ich bin in einer Maßnahme und lt. Vertrag steht dort, dass ich im Krankheitsfall die AU am ersten Tag einzureichen habe. Wenn ich jetzt aber so krank bin, dass ich nicht außer Haus und nur Briefe schicken kann, wie um alles in der Welt soll ich das machen? Die Frage bezieht sich auch auf Arbeitsverträge, da soll es sowas ja auch geben.
 

ZynHH

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Du schickst sie halt am ersten Tag a
Ich würde sie telefonisch avisieren.:wink:

Oder wenn du hast, dann zusätzlich per Fax.

Postalisch reicht aber, da du keinen Einfluss auf die Postlaufzeiten hast.
 

Kerstin_K

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Ich kenne das eigentlich nur so, dass man die AU nicht schon am ersten Tag vorlegen muss, sondern dass sie ab dem ersten Tag gueltig sein muss.
 

Volker66

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Heinzelmann

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Wenn es z.B in einem Arbeitsvertrag oder Teilnehmervertrag so steht, Du das unterschrieben hast, dann ist das leider so...........

Oft ist aber gemeint, wie Kerstin_K es schon geschrieben hat, dass ab dem ersten Tag der AU eine Krankschreibung vorhanden sein muss.

Hier mal was dazu zum Nachlesen:

https://www.lawblog.de/index.php/archives/2012/11/14/arbeitgeber-darf-au-schon-am-ersten-tag-verlangen/
.
Das steht wörtlich so im Vertrag, dass die AU beim Träger am ersten Tag einzureichen ist. In der Maßnahme gibts reichlich Leute, die (sinnvollerweise) öfter mal fehlen, ich glaube, das soll eine Abschreckung sein. Die Sozialarbeiter dort übernehmen sogar die Hausbesuche für das JC, sind die nicht nett :icon_kotz:
 
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Ich schließe mich @Kerstin_K an.

Zu differenzieren ist, ab wann die AU gilt und wann sie dem AG vorzulegen ist.
Der AN muss den AG unverzüglich davon in Kenntnis setzen, dass er weiterhin oder überhaupt AU ist.
Das kann telefonisch erfolgen. Damit hat er seine Pflichten gem. EntgFG § 5 erfüllt.

Es gebietet schon die Logik, dass jemand der krank ist, nicht am selben Tag zum AG muss, um die Urkunde (AU) vorzulegen. Was, wenn der Arbeitsplatz 50 km entfernt ist?
Daher geht es nur um den Nachweis, dass ab dem 1. Fehltag eine AU vorlag.
Die AU selbst kann man mit der Post schicken.
 

Heinzelmann

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Ich schließe mich @Kerstin_K an.

Zu differenzieren ist, ab wann die AU gilt und wann sie dem AG vorzulegen ist.
Der AN muss den AG unverzüglich davon in Kenntnis setzen, dass er weiterhin oder überhaupt AU ist.
Das kann telefonisch erfolgen. Damit hat er seine Pflichten gem. EntgFG § 5 erfüllt.

Es gebietet schon die Logik, dass jemand der krank ist, nicht am selben Tag zum AG muss, um die Urkunde (AU) vorzulegen. Was, wenn der Arbeitsplatz 50 km entfernt ist?
Daher geht es nur um den Nachweis, dass ab dem 1. Fehltag eine AU vorlag.
Die AU selbst kann man mit der Post schicken.
Wie ich im letzten Beitrag schrieb, steht im Vertrag, dass die am ersten Tag beim MT einzureichen ist
 

ZynHH

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Wie ich im letzten Beitrag schrieb, steht im Vertrag, dass die am ersten Tag beim MT einzureichen ist
Sonderwünsche erfüllen wir sofort, unmögliches gestern.....

Du hast deine Antworten doch erhalten. Das kann da hundertmal stehen, was nicht geht, geht nicht. Anrufen, dann per Post versenden.

PS: warum hast du das nicht vor der Unterschrift gefragt?
 

DonOs

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Die Sozialarbeiter dort übernehmen sogar die Hausbesuche für das JC, sind die nicht nett :icon_kotz:

Kannst du das bitte etwas näher erkläutern? Die Leute vom Maßnahme-Träger machen Hausbesuche bei den Teilnehmern? Das Jobcenter hat kein Recht ein Hausbesuch abzustatten, ein Träger erst Recht nicht.
 

Heinzelmann

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Sonderwünsche erfüllen wir sofort, unmögliches gestern.....

Du hast deine Antworten doch erhalten. Das kann da hundertmal stehen, was nicht geht, geht nicht. Anrufen, dann per Post versenden.

PS: warum hast du das nicht vor der Unterschrift gefragt?
Weil mir das nicht eingefallen ist. Normal steht das auch in dem Wisch, den man unterschreiben soll, aber bei den dutzenden Blättern, die man dort bekommt, übersieht man mal was. Es betrifft mich auch nicht selber, da ich noch nicht krank war, ich frage nur interessehalber.

Meine Frage war ja nur, ob das überhaupt rechtens ist. Volker schrieb, dass ich Pech hätte, wenn ichs unterschrieben hab. Laut Infos aus seinem Link ist es das wohl. Ohne irgendeine andere gesetzliche Grundlage ist die Frage mitnichten geklärt, ich verlass mich ungern auf Meinungen, und Logik hat im Zusammenhang mit dem JC und MT sowieso keine Bedeutung.

Kannst du das bitte etwas näher erkläutern? Die Leute vom Maßnahme-Träger machen Hausbesuche bei den Teilnehmern? Das Jobcenter hat kein Recht ein Hausbesuch abzustatten, ein Träger erst Recht nicht.
Also, wenn jemand langfristig fehlt, gehen die Sozialpädagogen auf Dienstreise zum Wohnort des Teilnehmers. Was genau die damit bezwecken wollen, ist mir unbegreiflich, man muss ja weder mit denen Reden und schon gar nicht muss man die ins Haus lassen. Tja und das hat wohl vorher das JC gemacht. Davon widerrum habe ich aber noch nie gehört.
 

Onkel Tom

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Moin.

Zu den "unerwünschten" Hausbesuchen des Masnahmenträgers :

Steht diesbezüglich etwas in den Teilnahmevereinbarungen ?

Wenn ja und überhaupt, wäre ein annonymisierter Upload der "Vertragsunterlagen"
sowie die entsprechende EGV(-VA) sehr sinnvoll, um zu schauen, ob diese
derzeit gültigen Willensbekundungen dem BGB stand halten..

Ich habe Verständnis dafür, das Mensch in unangenehmen Situationen Dinge
unterzeichnet, die man schon ein Tach später bereuen kann..

Manchmal lassen sich jedoch Folgen solcher Ereignisse kicken. Anbei kommt
es darauf an, was wie genau formuliert ist..
Hin und Wieder lassen sich "EGV und Vereinbarungen" fristlos kündigen..
 

Heinzelmann

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Moin.

Zu den "unerwünschten" Hausbesuchen des Masnahmenträgers :

Steht diesbezüglich etwas in den Teilnahmevereinbarungen ?

Wenn ja und überhaupt, wäre ein annonymisierter Upload der "Vertragsunterlagen"
sowie die entsprechende EGV(-VA) sehr sinnvoll, um zu schauen, ob diese
derzeit gültigen Willensbekundungen dem BGB stand halten..
Das weiß ich grad nicht, ich werde mal nachschauen im Vertrag. Ich schau mal, ob ich den hochladen kann, geht dann aber nur per Handycam und ein Datenkabel habe ich leider nicht, jedenfalls kein originales. Mal sehen, ob ich das irgendwie hinkriege
 

#HIV#

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Wie ich im letzten Beitrag schrieb, steht im Vertrag, dass die am ersten Tag beim MT einzureichen ist
Im Vertrag kann auch stehen, dass du täglich vor dem Schlafen gehen 1000 Liegestüzte machst. Trotzdem gibt es keinen Grund dazu, das auch zu machen. Du schickst die Krankmeldung ganz normal per Post und wenn SIe dort ankommt kommt sie dort an. Da auf der Krankmeldung das Datum steht WANN du Krank warst, ist es völlig egal. Was will der MT denn machen? Sanktionen kann er deshalb in 100 Jahren nicht verhängen.

Hört auf diese Idioten größer zu machen als sie in Wirklichkeit sind!
 

Onkel Tom

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Mir persönlich geht es nicht darum irgendwelche beknackten Masnahmen größer
zu machen, wie sie sind. Das Masnahmenträger auch mit viel heißer Luft arbeiten,
um ihre Opfer bei Laune zu halten, ist mir bekannt..

Ich sehe hier "Teilnehmer", die sich auf Dinge einlassen sollen, die so und in der
Form durch "beauftragte Dritte" jeglicher Rechtsgrundlage entbehrt..
Wie die glauben, mit ihrem Terror an Erwerbslose auf der sicheren Seite zu sein
möchte ich gern genauer wissen..

Die Wahrscheinlichkeit, das sanktioniert wird, halte ich auch für gering, weil sie
an jemanden geraten könnten, der die Verhältnisse mal richtig aufmischt.
 

Heinzelmann

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Im Vertrag kann auch stehen, dass du täglich vor dem Schlafen gehen 1000 Liegestüzte machst. Trotzdem gibt es keinen Grund dazu, das auch zu machen. Du schickst die Krankmeldung ganz normal per Post und wenn SIe dort ankommt kommt sie dort an. Da auf der Krankmeldung das Datum steht WANN du Krank warst, ist es völlig egal. Was will der MT denn machen? Sanktionen kann er deshalb in 100 Jahren nicht verhängen.

Hört auf diese Idioten größer zu machen als sie in Wirklichkeit sind!
Das war ja die Frage, ob das rechtens ist, und die wurde teilweise auch beantwortet, weil ich dazu nun immernoch keine Rechtsgrundlage habe. Wird durch solche Vertragsbestimmungen denn irgendein Gesetz ausgehebelt?

Mir persönlich geht es nicht darum irgendwelche beknackten Masnahmen größer
zu machen, wie sie sind. Das Masnahmenträger auch mit viel heißer Luft arbeiten,
um ihre Opfer bei Laune zu halten, ist mir bekannt..

Ich sehe hier "Teilnehmer", die sich auf Dinge einlassen sollen, die so und in der
Form durch "beauftragte Dritte" jeglicher Rechtsgrundlage entbehrt..
Wie die glauben, mit ihrem Terror an Erwerbslose auf der sicheren Seite zu sein
möchte ich gern genauer wissen..

Die Wahrscheinlichkeit, das sanktioniert wird, halte ich auch für gering, weil sie
an jemanden geraten könnten, der die Verhältnisse mal richtig aufmischt.
Manchmal geraten die eben auch an Menschen, die keine Nerven mehr für Rechtsstreits haben und lieber ne Sanktion riskieren :icon_frown:
 

Onkel Tom

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Jo, Du bringst es genau auf dem Punkt..

Ich zweifel genau so an der Rechtsmäßigkeit. Von daher könnte mein Schreibtisch
wieder Spannung gebrauchen..

Schön, das ich bald die letzten 10 Jahre meiner Arschamtakte in "Normales" und
"Streitfälle" sortieren darf. Sinn liegt darin, bereits funktionsgeprüfte Abwehrmethoden
für Betroffene zugänglich zu machen..

Villeicht lässt sich gegen die "aufsuchende Betreuung" was wuppen..

Huch, ich bekomme wieder Lust gegen die Erwerbslosenindustrie :biggrin:

P.s. Gibt es bei Euch eine Erwerbsloseninitiative ?
 
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ExitUser

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Das war ja die Frage, ob das rechtens ist, und die wurde teilweise auch beantwortet, weil ich dazu nun immernoch keine Rechtsgrundlage habe.
Seltsam, egal in welchem Thread, meine rechtlichen Hinweise werden sehr gerne überlesen. Nutzt denn niemand die FunktionZum 1. ungelesenen/neuen Beitrag auf der Übersichtsseite oder S1. des Threads?

curcuma meinte:
Damit hat er seine Pflichten gem. EntgFG § 5 erfüllt
 

Onkel Tom

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Sorry Curcuma.

Meine Zweifel bestehen nicht bei dem Detail Meldepflichten zur AU und
schließe mich den standardisierten gesetzlichen Regelungen an..

Zusatzvereinbarungen wie hier geschehen, sollten jedoch im Vorfeld
nichtig gemacht werden, um anbei zur Normalisierung zurück zu kommen.

Mich interessiert halt das Detail "Verfolgungsbetreuung", was hier mal
ebend nebenbei aufs Trapez kommt und der Schikane um AU bei weitem
übertrifft.

:wink:
 
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