Krankmeldung per Einschreiben. Was zählt ?

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LuckyLuke

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Hallo @ All,

ein Kumpel von mir ist aufgrund einer Erkältung vom Arzt aus Krank geschrieben worden. Da die Krankmeldung spätestens am nächsten Tag dem Arbeitgeber vorliegen muss (vertraglich so geregelt) hat er diese am selben Tag noch per Einschreiben-Übergabe weggeschickt. (Beleg vorhanden) Als er nun den Sendungsstatus nachschauen wollte, stelle er fest das 2 Tage später eine Zustellung versucht wurde aber der Empfänger (also die Firma) angeblich nicht angetroffen wurde und benachrichtigt wurde.

Da die Firma am Montag nicht arbeitet wäre frühestens eine Abholung der Sendung durch die Firma am Mittwoch möglich.

Wie sieht das jetzt aus ? Reicht der Beleg über die Absendung oder hat mein Kumpel jetzt wenn es hart auf hart kommt die A... Karte ??? Was wäre wenn die Sendung vom Arbeitgeber garnicht erst abgeholt wird und zurück kommt ???

Wäre euch über Antworten sehr dankbar.

Danke im vorraus und einen guten Rutsch.
 
E

ExitUser

Gast
Wie sieht das jetzt aus ? Reicht der Beleg über die Absendung oder hat mein Kumpel jetzt wenn es hart auf hart kommt die A... Karte ??? Was wäre wenn die Sendung vom Arbeitgeber garnicht erst abgeholt wird und zurück kommt ???
Das ist dann das Problem des Arbeitgebers. Dein Kumpel kann per Beleg nachweisen, dass er die Krankmeldung rechtzeitig abgesendet hat.
Ich hoffe, er hat auch telefonisch bescheid gesagt (sollte aber selbstverständlich sein)
Das ist nicht nur selbstverständlich, er ist arbeitsrechtlich verpflichtet, unverzüglich dem Arbeitgeber die Erkrankung mitzuteilen. Das heißt, er muss sich morgens telefonisch krank melden. Sollte er das versäumt haben, hat er dann ein Problem.
 
E

ExitUser

Gast
Das ist nicht nur selbstverständlich, er ist arbeitsrechtlich verpflichtet, unverzüglich dem Arbeitgeber die Erkrankung mitzuteilen. Das heißt, er muss sich morgens telefonisch krank melden. Sollte er das versäumt haben, hat er dann ein Problem.
Ah. Danke für den Hinweis. Was machen Leute die kein Telefon haben? Wenn man so schlecht besammen ist, und keine Möglichkeit hat von einer Telefonzelle aus anzurufen?
 

Arania

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Das man als Arbeitnehmer eben erreichbar sein muss und sich einen Anschluss auch leisten kann, zumindest ein Handy, das weiss man, es kann schliesslich immer mal etwas passieren
Möchtest Du mir wirklich erzählen das da jemand auf alle Kommunikationsmittel verzichtet?
 

LuckyLuke

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Es ist nun so eingetroffen wie brfürchtet. Krankmeldung wurde per Übergabe-Einschreiben an den Arbeitgeber geschickt und nicht abgeholt so das die Krankmeldung zurück kam. Arbeitgeber wurde aber telefonisch und auch per Mail über die AU informiert. Es liegt noch keine Dezemberabrechnung vor und es ist auch für Dezember noch kein Cent geflossen. Was kann mein Kumpel nun tun oder wie verhält man sich in dieser Situation am besten ??? Ehrlich gesagt hat mein Kumpel von diesem Arbeitgeber schon die Schn.... voll.

Gruß
 

Arania

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Ein ÜBERGABE- Einschreiben wird demjenigen zur Unterschrift in die Hand gedrückt der es bekommen soll, das muss also nicht abgeholt werden, das andere wäre ein Einwurfeinschreiben das unterzeichnet der Briefträger und schmeisst es in den Postkasten, beides gilt als angekommen
 
E

ExitUser

Gast
Ein ÜBERGABE- Einschreiben wird demjenigen zur Unterschrift in die Hand gedrückt der es bekommen soll, das muss also nicht abgeholt werden, das andere wäre ein Einwurfeinschreiben das unterzeichnet der Briefträger und schmeisst es in den Postkasten, beides gilt als angekommen

Das Problem dürfte entstehen, wenn das Übergabeeinschreiben nicht übergeben werden kann, weil der Postbote niemanden antrifft. Dann hinterläßt er eine Benachrichtigungskarte (sofern er es nicht vergißt), das Einschreiben wird eine Woche lang beim Postamt zur Abholung aufbewahrt und geht nach Ablauf der Lagerfrist an den Empfänger zurück.

Diese Benachrichtung ist allerdings keine Zustellung und das Schreiben gilt als nicht zugegangen.

Wenn der Empfänger es innerhalb der einen Woche nicht abholt, ist es endgültig nicht zugegangen. Die Nichtabholung muß der Empfänger nur gegen sich gelten lassen, wenn er weiß oder wissen konnte, daß eine wichtige Mitteilung auf ihn wartet. Das müßte man im Streitfall allerdings erstmal beweisen.

Manchmal ist ein Einwurfeinschreiben doch die bessere Alternative.
 

Arania

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Der BGH gelangte zu der Entscheidung, daß der Hinweiszettel, der vom Postboten in den Kasten geworfen wurde, noch keinen Zugang des eigentlichen Einschreibens darstellt.

Weiterhin ist man aber der Ansicht, daß der Empfänger, wenn er mit dem Zugang von rechtserheblichen Schriftstücken rechnen muß, sicherstellen muß, daß ihn Nachrichten auch erreichen, d.h. sich hin und wieder zur Post begeben und die Benachrichtigungskaren vorlegen muß.

Auf der anderen Seite hat auch der Absender alles erfoderliche und zumutbare zu unternehmen, damit die Willenserklärung den Empfänger auch erreicht. Die Rechtsprechung verlangt daher, daß der Absender unverzüglich (d. h. ohne schuldhaftes Zögern) einen zweiten Zustellversuch unternimmt.

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