Krankmeldung läuft aus und wird nicht verlängert. Widerspruchsverfahren bei der Rentenversicherung läuft noch. Muss ich jetzt wieder Bewerbungen schreiben?

wheelie

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Na, dann hast Du erstmal Zeit gewonnen und kannst dann ja schauen, dass die weiteren Krankschreibungen dann wegen der PTBS sind, da ist es auch wesentlich einfacher für die Ärzte zu begründen- wenn Du irgendwas tust, dass es besser wird. Im Zweifelsfall Ergotherapie, daran ist oft leichter zu kommen als Psychotherapie und in vielen Gegenden gibt es auch mehr fitte Ergos als Psychologen... Sobald Du etwas unternimmst, dass es Dir besser geht, ist es für jeden Arzt zu verantworten, Dich so lange krank zu schreiben, wie es erforderlich ist. Aber es braucht auch dafür gute Ärzte, die genug darüber wissen.

Viel Glück.

Lg wheelie
 

Mutsch

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@wheelie
In Bezug auf Ergotherapie kann ich nur zustimmen. Ich gehe wöchentlich zur Ergo in der Tagesklinik wo ich 2018 für 9 Wochen Patient war.

Und das ist sehr zum Vorteil, weil man nicht solange alleine mit einem Problem klarkommen muss, weil man weiss das Gespräch mit dem Ergotherapeuten hilft.

Gruss Mutsch
 

franzi

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Ich habe selbst eine Ausbildung in Ergotherapie.
Bisher habe ich noch keinen Arzt gefunden, der mich wegen PTBS krankschreiben würde ...
 

wheelie

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dann solltest Du unbedingt verschärft suchen, solange du orthopädisch noch krank geschrieben bist. Wenn es bei Euch eine Traumaambulanz gibt, wäre eine Vorsprache da sicher hilfreich, ansonsten ein Krisendienst oder eine Beratungsstelle, die zu Deinem Trauma passt, oft wissen die auch etwas. Sozialpsychiatrischer Dienst könnte auch helfen, oder auch Flüchtlingsinitiativen, denn Geflüchtete haben mit dem Thema ja auch verstärkt zu tun.

Ohne einen Arzt, der wirklich hinter Dir steht, wird sonst alles schwierig bis unmöglich.

Helfen kann auch, alles mal aufzuschreiben, wie es Dich einschränkt, denn typisch für PTBS ist ja oft auch, dass man im entscheidenden Moment "die Hälfte vergisst", was natürlich nicht hilfreich ist, wenn einen jemand unterstützen soll.

Es gibt durchaus Mittel und Wege, aber das funktioniert nur, wenn Du Dich wirklich aktiv aufmachst. Je länger Du Dich durchhangelst, umso schlechter werden die Aussichten in jeglicher Hinsicht...

Lg wheelie
 

franzi

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Ich beschäftige mich mittlerweile seit 20 Jahren mit der Thematik. Damals wusste ich aber noch nicht, dass das Ding "PTBS" heißt.
Ich bin also schon sehr sehr lange aktiv und das hat mich auch viel Zeit, Kraft und Nerven gekostet. Weil direkte Hilfe wird einem nirgends angeboten. Man muss überall einzeln nachfragen, ob, was, wie, wann, wo etc.
Ich habe auch alles aufgeschrieben und sogar veröffentlicht. Bei der Traumaambulanz war ich ebenfalls schon.
Mir fehlt aber bisher immer noch a) ein Arzt, der sich mit Schmerzbehandlung wirklich auskennt und b) ein besserer Psychotherapeut als der, den ich derzeit habe.
Derzeit steht ja noch die Rückmeldung der DRV an, die mir eine Reha angeboten hatte.
 

wheelie

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Ich habe ähnlich lange gesucht, bis ich wirklich gute Hilfe fand. Das ist aber die Grundlage für alles- gesund werden genauso, wie die nötige Ruhe dafür zu haben.

Und es fehlt Dir vor allem erst einmal ein Arzt, der Dich krank schreibt und in Deinem weiteren Weg unterstützt, das ist doch der Schlüssel zu allem...
 

franzi

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Das war ein Arzt, der auf die Diagnostizierung von Traumen spezialisiert ist.
Der hat aber nur eine Vermittler-Rolle. Die Ärzte in den Traumaambulanzen schreiben nicht krank sondern erstellen Befundberichte und geben nur Empfehlungen für die weitere Behandlung aus.
Das ist also lediglich ein Zwischenschritt. Aber immerhin ein Schritt in die richtige Richtung.

Richtig, ich brauche einen Arzt sowie einen Therapeuten, die (im Idealfall) Hand in Hand arbeiten und beide meinen Weg unterstützen, vor allem die Problematik mal in ihrem gesamten Ausmaß erkennen (Zumindest kann ich jetzt den Befundbericht vorlegen, den ich bisher nicht hatte).

Dass ich wegen PTBS eine Krankschreibung bekomme, erachte ich als wenig wahrscheinlich. Als Argument wird man anführen, dass ich bisher ja auch ganz gut zurechtgekommen bin ... (wie ich das bewältigt habe all die Jahre, das interessiert keinen).
Der müsste also zu allererst empathisch sein.
Und so einen mal finden ... :rolleyes:

Ruhe hatte ich bisher keine. Das übliche Getrieben-Sein, das viele hier kennen ... Außerdem träume ich seit Jahren von einem Urlaub. Mal wegfahren können ...
 
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wheelie

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Moin,

hast Du in der Traumaambulanz mal gefragt, wie es weiter gehen soll, wohin Du Dich konkret wenden sollst? Ich kenne das von den Ambulanzen, zu denen ich aus verschiedenen Gründen Kontakt hatte, nur so, dass sie weiter empfohlen haben.

Leg Deine eigenen Zweifel zur Seite, die stehen Dir vermutlich nur im Wege, und versuch Dich aufzumachen hin zu einem Leben, das am Ende lebenswerter sein kann- aber nur, wenn Du die ersten Schritte wirklich mit Überzeugung tust!

Jemand der Ahnung davon hat, wird Dir garantiert nicht mit solchen Argumenten kommen, das sind meistens "alte" Dinge, die in einem selber ablaufen, und durch das eigene Verhalten von den Menschen unterstützt werden, die keine Ahnung von der Thematik haben. Deshalb ist es ja so wichtig, sich da immer und immer wieder die passende Hilfe zu suchen, und nicht nach Gründen, warum das nicht geht
 

franzi

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Ich habe keine Zweifel. Im Moment gibt es nur ein paar organisatorische Probleme. Werde am Montag nochmal dort anrufen. Von meiner Seite aus steht nichts im Wege.
 

wheelie

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Wenn ich höre PTBS, finde keinen Arzt und insgesamt lese, was Du hier so schreibst, denke ich schon, dass Du Dich aufgrund der Folgen der PTBS so verhälst, dass Dich eben nicht jeder Arzt krank schreibt. Keinesfalls denke ich, dass Du das absichtlich machst, aber alte Muster können verdammt stark sein, und haben die fiese Eigenschaft, dass sie einem selber nicht bewußt sind.

Oft kann helfen, das wie es einem wirklich geht, in ruhigen Minuten wirklich zu Papier zu bringen, und das dem Arzt vorzulegen, zu dem Du dann als nächstes gehst, um Dich krank schreiben zu lassen, dass einmal die Tragweite des Ganzen verstanden wird. Ein Trick, den viele mit PTBS nutzen, um eben die alten Muster auszutricksen. Am besten noch dazu schreiben, dass in gewissen Situationen eben alle Energie darauf verwendet wird, zu funktionieren, man selber das aber nicht beeinflussen kann. Und Du genau das eben ändern möchtest, bevor Du ganz komplett, auch körperlich, zusammenbrichst, und deshalb dringend die AU und noch dringender eine Traumatherapie brauchst. Irgendwie so.

Vielleicht kannst Du damit jetzt etwas anfangen, oder es bringt Dich für Deine konkrete Situation auf die richtige Spur.
 

Susanne42

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Noch mal zu deiner orthopädischen Sache: bekommst du nicht langsam selbst Zweifel, das dein Knie nicht vielleicht doch schon recht belastbar ist? Wenn ALLE Orthopäden das so sagen?
und für deine psychischen Befunde muss der Psychiater dich krankschreiben, nicht der Orthopäde.
 

Kerstin_K

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Ich glaube, Orthopäden sind gerne etwas knauserig mit den Krankschreibungen.

Ich erinnere mich da an den Fall einer Nachbarin. Die Dame ist selber Physiotherapeutin und arbeitet in einer geriatrischen Rehaeinrichtung. Sie hstte eine Knöchelverletzung und der Orthopäde meinte dann ach einiger Zeit, er würe sie jetzt nicht weiter krankschreiben, sie könne wieer arbeiten. SIe konnte aber den Fuss noch nicht wieder voll belasten. Das bestätigte er auch, trotzdem sei sie arbeitsfähig. die Frau hielt das füre unverantwortlich. Wenn sie selber nicht sicher sehet und dan Patienten beim Gehen, Treppensteigen usw. unterstützen soll. Mit dem Mann war nicht zu reden. SIe ist dann zum Hasarzt gegengen und der hat sie für weitere 2 Wochen krankgeschrieben, erst dann war sie sicher genug, um wieder arbeiten zu können.
 

franzi

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@Kerstin_K: Genauso sieht es bei mir derzeit aus.
Zusätzlich kamen nun am Samstag Abend weitere Komplikationen hinzu. Habe massive Schwellungen an den Füßen und kann kaum noch auftreten.
War in der Notfallambulanz. Der Bereitschaftsarzt war völlig ratlos und schickte mich wieder nach Hause.
Werde heute zum Hausarzt gehen ...
Die Diagnose ist mir nun bekannt. Es handelt sich um ein Angioödem. Sowas kann auch lebensbedrohlich sein und ist eigentlich eine typische Notfall-Diagnose, die der Bereitschaftsarzt kennen müsste.
 
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Krautkopf

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Franzi, ein Angioödem ist eine sich rasch entwickelnde, schmerzlose, selten juckende Schwellung. Es kann Anzeichen einer Anaphylaxie sein, nur das wäre ein Notfall. Damit verbunden wären Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle und Atemnot sowie massiver Blutdruck-Abfall.
Du kannst auch mal einem Arzt glauben. Nicht alle sind dumm und wollen Dir schaden.
 

ABSW

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Hier bei der Knie-Op stimmt doch einiges nicht.
1. Schwellungen nach einer Knie-OP zwischen Hüfte und Fuss sind ganz normal. Da braucht man keinen Arzt am Wochenende aufsuchen.
2. Das wird eigentlich vor der Entlassung besprochen.
3. im Rahmen des "Entlassmanagement" bekommt man auch eine AU-für die nächsten 7 Tage
4. Auch erforderliche Therapien, Medikamente usw. verschrieben.
5. geregelt ist dies alles im § 39 Abs. 1a SGB V
6. Im Entlassungsbericht steht auch wie die weitere Behandlung zu erfolgen hat, entweder für den Hausarzt oder für den Orthopäden.
6. AHB - Maßnahme usw.


Hilfreich gegen die Schwellungen sind Quarkwickel
 

grün_fink

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Was machen denn die Füße derzeit, deutlich besser?

Ferndiagnosen stellen, kann wohl kein Mensch.
Ich jedoch kann mir vorstellen, dass bei Temperaturen von fast 35° und niedrigem Luftdruck mit Tendenz stark nach unten so starke Schwellungen auftreten können, dass man sich kurz nach einer OP mindestens stark sorgt, und das ganze schon auch schmerzhaft ist.
Ob da Quarkwickel helfen oder man noch raus geht, Quark einzukaufen oder mit lädierten Beinen immer so viel nasse Sachen schleppt....

Bei mir selber war am Nachmittag auch nur Füße hochlegen angesagt und etwas "Füßewacken" (wegen Schwellungen an einem Fuß), und ich bin nicht frisch operiert, sondern vor Jahren. Das ist bei mir immer so bei solchen Wetterverhältnissen, und bei normaler Sommerwärme nicht ganz so schlimm.
 

wheelie

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Genau diese Art Vorwürfe und hinterfragen braucht es in der Situation so gar nicht, das ist niemals hilfreich und bei ptbs noch 1000 mal mehr nicht! Genau dieses einsteigen auf vermeintliche Widersprüche, dieses hinterfragen von nebenschauplätzen und dergleichen mehr vergräbt die eigentlichen Probleme nur tiefer.

Ich wünsche dir weiter, franzi, dass du einen weg zu Hilfe findest. Und dass du merkst, wer dir helfen kann dabei, und deine Kraft nicht bei denen lässt, die dir nicht helfen können....

LG wheelie
 

saurbier

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Ich hab am 23. 07. infolge eines Unfalles eine OP meines li. Unterschenkels hinter mir. Da sind beide Knochen kaputt und einer wurde genagelt. Seit der OP ist derUnterschenkel infolge des Traumas stark angeschwollen und ich bekomme dagegen Medikamente.

Tage oder Wochen später eine Schwellung des Fusses nach einer Knie OP erscheint sehr merkwürdig.

Grüsse saurbier
 

ABSW

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Hallo saurbier,

gute Besserung .

Zu franzi:

doch es kann die Schwellung bis zum Fuß geben.

Hatte selbst vor 2 Jahren eine Knie-OP
Aber bei ihr sind mir zu viele Unstimmigkeiten.

Ratschläge nimmt sie grundsätzlich nicht an.

Nach einer Knie-OP benötigt man eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Arzt.

Eine AHB wurde nicht veranlasst.

Gruß
 

franzi

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@ABSW Bei mir gibt es weder "Unstimmigkeiten" noch geht die Schwellung bis zum Fuß. Bitte lesen, was ich konkret geschrieben habe!
Außerdem nehme ich Ratschläge durchaus an, soferne sie sinnvoll sind.
Deine Kommentare helfen mir aber leider nicht weiter.
Manchmal habe ich den Eindruck, dass du meine Beiträge nicht genau liest.
Meine Knie-OP war anders als deine. Das kann also nicht verallgemeinert werden. Jede Knie-OP ist anders. Die von dir genannten Punkte treffen daher auf mich nicht bzw. nur teilweise zu.
In meinem Fall gab es weder eine AHB noch eine 7-Tage-Krankschreibung.

@Krautkopf: Auch deinem Kommentar kann ich inhaltlich nicht folgen, weil er nicht zu meinem Beitrag passt.
Gleiches gilt für @Susanne42.
 

Luna007

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Was ich nicht verstehe: dein bisheriger Orthopäde hat dir doch zu der OP geraten. Warum gibt es jetzt diese Schwierigkeiten mit ihm?
 

ABSW

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Traurig, dass man es nicht bemerken will.
Ja natürlich war deine Knie-OP anders.


Sagt dir das Krankenhaus-Entlassmanagement natürlich nichts.
Dies ist gesetzlich geregelt.

Genügend Unstimmigkeiten gibt es bei dir.
Kein Arzt will dich krank schreiben. Aber das liegt natürlich nicht an dir, sondern
an den unfähigen Ärzten.
 

franzi

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Was ich nicht verstehe: dein bisheriger Orthopäde hat dir doch zu der OP geraten. Warum gibt es jetzt diese Schwierigkeiten mit ihm?
Der bisherige Orthopäde hatte mir nicht zur OP geraten. Er behandelte mich, als ob ich ein Simulant sei und meinte, ich müsse von alleine möglichst bald genesen. Dass das so nicht läuft, war mir sonnenklar, daher habe ich alles selbst in die Wege geleitet, von den Voruntersuchungen bis zum OP-Termin.
Anhand der MRT-Bilder war die Diagnose zweifelsfrei belegbar.
Eine Begleitung oder Unterstützung durch ihn während des gesamten Prozederes bis zur OP und danach konnte ich von ihm nicht erwarten. Daher habe ich nun den Orthopäden gewechselt.
 
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