Krankmeldung läuft aus und wird nicht verlängert. Widerspruchsverfahren bei der Rentenversicherung läuft noch. Muss ich jetzt wieder Bewerbungen schreiben?

franzi

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Meine alte EGV ist inhaltlich nicht mehr zutreffend und somit nicht mehr gültig.
Eine neue wurde nicht gemacht wegen meinem Krankenstand (14 Monate).
Nun läuft der Krankenstand aus, mein Hausarzt sieht sich nicht mehr zuständig und daher erhalte ich keine Verlängerung der Krankmeldung mehr. Für ihn ist der Fall abgeschlossen. Er verwies mich ggf. an den Orthopäden bzw. an die Klinik-Ärzte (die können aber nicht krankschreiben).

Kontrolluntersuchung in der Klinik (postoperativ) Ende August. Bis dahin bin ich noch in der Genesungsphase, auf Gehhilfen angewiesen, bin aber ab 1. August nicht mehr krankgeschrieben.
Ich weiß jetzt noch nicht, ob die Genesung einen positiven Abschluss finden wird oder weitere Folgebehandlungen notwendig sein werden (ggf. eventuell eine 2. OP).

Wie ist nun ab 1. August mein Status hinsichtlich der Vermittelbarkeit?
Muss ich mich ab 1. August bei meinem SB als "gesund" zurückmelden?
Soll ich ab 1. August zum Orthopäden gehen?

Habe nach wie vor Schmerzen, kann das Bein nicht voll belasten, benötige weiterhin eine Gehhilfe.
 
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franzi

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Er hätte mich zumindest bis zur Kontrolluntersuchung Ende August noch weiter krankschreiben können. Will er aber nicht.
Ich sehe mich in dem aktuellen Zustand nicht als voll arbeitsfähig an. (Abgesehen davon habe ich gesundheitlich noch andere Baustellen, weswegen ich ja die EM-Rente beantragt habe).
Der Orthopäde, bei dem ich zuletzt war, ist übrigens nicht freundlich und wird mich garantiert nicht krankschreiben.
 

abcabc

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Wie ist nun ab 1. August mein Status hinsichtlich der Vermittelbarkeit?
Besser keine schlafenden Hunde wecken - also kein Kontakt mit dem JC aufnehmen und abwarten, bis die evtl. irgendwann mal wieder Zwangseinladen.

Kommt drauf an, was du willst. Möchtest du schnellstmöglich wieder arbeiten oder lieber erstmal Ruhe haben und gesund werden?
Prinzipiell kann dir nichts passieren, wenn du behauptest, regelmäßig nach Stellen gesucht zu haben aber wegen Corona nichts passendes gefunden zu haben. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, verschick einfach 2-3 Anti-ZAF Bewerbungen an Firmen, wo du nicht arbeiten willst im 80 Cent Umschlag gefaltet (nur Lebenslauf und 0815 Anschreiben), um ein paar Absagen zu sammeln. Zusagen und Einladungen landen einfach im Müll. So kannst du später behaupten, dass du dich natürlich fleißig beworben hast (5-10 Bewerbungen pro Monat), aber nur wenige Rückmeldungen erhalten hast. So lange du keine EGV hast, gibts kein Grund eine Tabelle zu führen und du kannst offiziell wieder vergessen, wo du dich beworben hast. Die Absagen sammelst du zu Hause und hebst sie als Beweismaterial auf, falls es mit dem JC eskalieren sollte --> so gewinnst du jeden Gerichtsprozess, wobei es eher unwahrscheinlich ist, dass es überhaupt soweit kommen wird.
 

franzi

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Gut, ich werde mich also nicht beim SB melden. Der sieht ja dann selbst, dass keine gelben Scheine mehr kommen ...
Wenn aber keine gelben Scheine mehr vorliegen, bin ich für den SB offiziell gesund und daher voll vermittelbar.

Einladung ins Jobcenter ist derzeit auch eher unwahrscheinlich.

Ich möchte a) erstmal die vollständige Genesung des Knies erreichen (was ja noch gar nicht absehbar ist) und
b) den Ausgang des Widerspruchsverfahrens der DRV abwarten.

Natürlich kann ich Bewerbungen schreiben - trotz Corona- und Urlaubszeit. Wer nimmt mich aber als frisch Operierter mit Gehhilfe?
Dann stellt sich noch die Frage, ob ich mir damit selbst einen Nachteil dadurch zufügen würde, wenn ich mich fleißig bewerbe ... Das passt ja nicht zum EM-Antrag.
Soll ich in den Bewerbungen erwähnen, dass ich gerade eine OP hinter mir habe?
 

abcabc

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Geht doch nur darum Absagen zu sammeln. Deshalb ja Anti-ZAF Version im 80 Cent Briefumschlag..... Zusagen und Einladungen einfach wegschmeißen - kann nichts passieren, so lange das keine VVs vom JC sind.
Die DRV erfährt doch nichts davon. Das JC erfährt auch nur davon, wenn es "eskaliert". Ansonsten bleibt das bei dir zu Hause im Ordner abgeheftet und niemand erfährt davon. ;)
Wobei das eigentlich schon übertrieben ist, extra Beweismaterial zu generieren, da eigentlich nichts passieren kann, wenn du einfach nur behauptest regelmäßig vergeblich nach Stellen gesuch zu haben. Kann ja niemans prüfen, ob du da monatlich 10-20h gesucht hast oder nichtmal 1 Sekunde. Bloß auf keinen Fall gegenüber dem JC "zugeben", dass du garnichts gemacht hast um einen Job zu finden...
 

franzi

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Es geht letztlich derzeit nur um die Überbrückung der 3 Wochen bis zu dem Kontroll-Termin in der Klinik. Da muss ich sehen, wie die Ärzte die Lage einschätzen, ob evtl nochmal ein MRT gemacht werden muss etc ...
Wenn dann keine weitgehende Besserung erreicht ist, müsste ich anschließend doch zum Facharzt, damit der mich weiter krank schreibt. Ich hätte dann allerdings eine Krankschreibungs-Lücke über die 3 Wochen.
 

abcabc

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Wenn das nur um 3 Wochen geht, dann ist das vollkommen egal. Einfach die Zeit genießen....
Dachte es geht jetzt um viele Monate bis Jahre - da wären ein paar Beweise durch "simulierte" Bewerbungen nicht verkehrt. Aber bei 3 Wochen interessiert das niemanden und es kann nichts passiern.
 

franzi

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Wie ich schon sagte, ich müsste dann erstmal einen Facharzt finden, der bereit ist, mich weiter krankzuschreiben. Und das ist leider sehr schwierig.
Die Ärzte, die ich bisher kenne, und bei denen ich schon war, waren dazu nicht bereit, trotz vorliegender Krankheit.
Dadurch kann sich das Problem durchaus in die Länge ziehen.
Irgendwann wird dann auch die DRV erfahren, dass ich nicht mehr krankgeschrieben bin ...

Als aller erstes solltest du dir mal vernünftige Ärzte suchen.
Die muss man erstmal finden. (Und ich suche schon 20 Jahre!)
 
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hansklein

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Falls das JC dir Angebote schicken sollte, mit RFB, in der Zeit, kannst du dem JC mitteilen, das du derzeit nur eingeschränkt vermittelbar wärest und Widerspruch gegen die DRV läuft. Wenn das JC das anzweifelt, müssten die den ärztlichen Dienst beauftragen, festzustellen, was du angeblich machen kannst und was nicht.

So wie ich deine Lage verstehe, sehen die Ärzte das so, das du irgendeine Arbeit machen könntest? Ich oers. Hätte nachgehakt, was ich nach deren Meinung machen kann und was nicht.
 

franzi

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Das JC weiß ja, dass der Widerspruch gegen die DRV noch nicht abgeschlossen ist. Es ist nur die Frage, ob man in diesem "Zustand" vermittelbar ist oder nicht und ob man sich daher aktiv bewerben muss.
Die nächste Frage, die sich stellt, ist, wenn man mir in nächster Zeit eine neue EGV vorlegt, wie kann / soll die inhaltlich aussehen?
(Falls ich eine bekomme, werde ich dies natürlich hier im Forum posten.)
 

Luna007

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Mit Gehstützen bist du nichtarbeitsfähig. Was hat der operierende Arzt zur Benutzungsdauer gesagt?
Hast du Physiotherapie verordnet bekommen?
 

Antihartzer19

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ich müsste dann erstmal einen Facharzt finden,
krank schreiben kann und darf Dich jeder FWW-Arzt

ob man in diesem "Zustand" vermittelbar ist
Das sollte aktuell Deine geringste Sorge sein


Die nächste Frage, die sich stellt, ist, wenn man mir in nächster Zeit eine neue EGV vorlegt, wie kann / soll die inhaltlich aussehen?
Vertage es bis es Dir in einem persönlichen Gespräch vorgelegt würde
 

franzi

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Mit Gehstützen bist du nichtarbeitsfähig. Was hat der operierende Arzt zur Benutzungsdauer gesagt?
Hast du Physiotherapie verordnet bekommen?
Offiziell soll man schon nach einer Woche ohne Gehstützen gehen, was bei mir aber nicht möglich ist.
Ja, Physiotherapie läuft gerade an.

DAs kommt auf die Arbeit an.
Darauf nimmt ja, wie wir wissen, das JC keine Rücksicht.

krank schreiben kann und darf Dich jeder FWW-Arzt
as sollte aktuell Deine geringste Sorge sein
ertage es bis es Dir in einem persönlichen Gespräch vorgelegt würde
Ja, ist nur die Frage, ob ich einen Arzt finde, der bereit dazu ist.
Was vom JC kommt, muss ich ohnehin abwarten ...
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator...:

franzi

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So, habe jetzt einen Termin bei einem fremden Orthopäden ausgemacht, für Freitag, und kurz geschildert, worum es geht.
Die Assistentin war doch etwas verwundert, warum der Hausarzt sich so verhält. Ich soll die aktuellen Befunde mitbringen.
Vielleicht hat er schon Ärger mit der KK bekommen wegen der langen Krankschreibung ...
Ob der Neue mich nun weiter krankschreibt, bleibt abzuwarten ...
 

franzi

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Ja, in der Theorie ist es so, in der Praxis wird aber mit Brachialgewalt vorgegangen und bei VVs achtet auch keiner darauf, ob der Stellenvorschlag zum Bewerber passt. Man muss sich überall zur Wehr setzen, sonst geht man unter ...
 

bondul

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Die Ärzte, die ich bisher kenne, und bei denen ich schon war, waren dazu nicht bereit, trotz vorliegender Krankheit.
Wenn ich in deinen vergangenen Fäden ein bisschen quer lese, bekomme ich den Eindruck, dass du in deinem Leben ausschließlich die falschen Ärzte konsultiert hast, nicht einer hat jemals richtig diagnostiziert und behandelt.

Vielleicht täuscht dieser Eindruck jedoch, nur ... warum sieht kein Arzt eine Veranlassung, dir Arbeitsunfähigkeit zu bescheinigen - vielleicht aus dem Grund, dass du gar nicht (mehr) arbeitsunfähig bist?? :unsure:

lg, bondul
 
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franzi

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Vielleicht liegt es daran, dass sich viele Ärzte nicht mit PTBS auskennen und ich erst sehr spät, nach mehr als 20 Jahren, die richtige Diagnose erhalten habe.
Als ich meinem Hausarzt diesen neuen Befund vorlegte, rümpfte er die Nase, und legte das Blatt schnell zu der Akte, wollte es gar nicht im Detail lesen ...
Es ist offenbar immer noch ein Tabu-Thema, wenn man einen Patienten vor sich sitzen hat, der Gewalt- und Missbrauchserfahrung hinter sich hat. Man ist peinlich berührt, weiß nicht, wie man damit umgehen soll.
Es ist auch eine mangelnde fachliche Ausbildung, dass viele Ärzte nur die körperlichen Erkrankungen sehen und das Psychische völlig ausklammern.
 

Helga40

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Das erklärt doch höchstens, dass er nicht wegen PTBS krank schreiben will. Aktuell ist aber doch wohl der Zustand nach OP akut. Und auch da scheint er ja der Meinung zu sein, dass du ohne Gehstützen zurecht kommen müsstest und arbeitsfähig bist.
 

Karl Schmidt

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Ja, in der Theorie ist es so, in der Praxis wird aber mit Brachialgewalt vorgegangen und bei VVs achtet auch keiner darauf, ob der Stellenvorschlag zum Bewerber passt. Man muss sich überall zur Wehr setzen, sonst geht man unter ...
Ich war mal lange wegen Fuß OP krank geschrieben. Meine Vermittlerin beim JC sah darin kein Problem. Man könnte ja den Fuß hochlegen. Daß ich mit einem frisch operierten Fuß und Krücken und Verbandsschuh z.B. nicht Zug fahren wollte, war ihr ein Rätsel. Ich wäre mit dem Fuß auch nicht arbeiten gegangen, bevor er verheilt war, wenn ich Arbeit gehabt hätte.
 
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