Krankmeldung gegen Bewerbungstraining (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Yuli

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Hi,
ich bin neu hier und habe wirklich keine Ahnung und darum ein paar grundsätzliche Fragen.

Kurz zu unserer Situation:
Ich bekomme eigentlich ALG I, aber wir sind gerade erst nach Deutschland gezogen und mein Mann spricht kein deutsch und arbeitet darum erst mal auch nicht. Da mein ALG I nicht für uns beide reicht, haben wir jetzt ALG II beantragt. Ahnungslos wie ich war, dachte ich, dass mein ALG zwar mit reingerechnet wird, sich für mcih aber sonst nichts ändert. Weit gefehlt... Mein Mann hat jetzt, wie erwartet und erhofft, einen Deutschkurs auf´s Auge gedrückt bekommen.
Für mich sieht es leider nicht ganz so gut aus. Ich habe eine 4-monatiges Bewerbungstraining bekommen. Eigentlich fände ich das nicht schlimm, aber ich habe zum einen über diese Bewerbungstrainings nur Horrorbeschichten gehört. Zum anderen ist der Grund, warum ich arbeitslos bin, einfach mal meine Schwangerschaft. Und da wird kein Bewerbungstraining was dran ändern (und schon gar keines, dass tief in meinen Mutterschutz rein geht). Der SB war wirklcih supernett und hat mir von Anfang an gesagt, ich soll weitere Bewerbungen vergessen und auf gar keinen Fall zur Maßnahme gehen, sondern mich krankschreiben lassen. Mal abgesehen davon, dass ich keinen Arzt hier habe (wie gesagt - gerade umgezogen) und einfach auch ganz schlecht darin bin, mich krankschreiben zu lassen, solange ich nicht im Sterben liege- können mir aus so einer Krankeschreibung irgendwelche Nachteile entstehen? Ich hatte erst überlegt, mir das ganze einfach mal anzuschauen und wenn es gar nicht geht, dann immer noch zum Arzt zu gehen. Aber zum einen macht mir die Schwangerschaft mehr und mehr Probleme und zum anderen ist ein Bewerbungstraining in meiner Situation so ziemlich das sinnloseste, was es gibt.

ALso - Krankeschreibung oder besser nicht?
 

Wutbuerger

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Hilfe .. 4 Monate ?? haste mal studiert welche "Bausteine das sein sollen ? " Oft genug besteht das im wesentlich aus AGH sprich Arbeitsgelegenheiten , Arbeiten auf Probe , Praktika etc --kannste doch dann eh vergessen ? Kommt vielleicht drauf an in welchem Monat du bist .
Aber in der Situation wird ja keiner ein Gutachten verlangen , ist doch abzusehen das die gesundheitl. Beeinträchtigung zeitlich begrenzt ist . Wenn das Kind auf der Welt ist steht dir dann Elternzeit zu wie Arbeitnehmern auch ? Den SB müßt man hauen -Also ich seh keine Nachteile von AU , ich meine die gibts bei 6 Monaten .Zu dem Punkt werden andere mehr wissen .
 
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ExitUser

Gast
Da kann ich Wutbuerger nur zustimmen.Ein Bewerbertraining von 4 Monaten..da stinkt irgendwas. Normalerweise geht sowas maximal 4-6 Wochen.
Seine Vermutung mit irgendwelchen Arbeitsgelegenheiten, Praktika etc ist daher gar nicht so abwegig, zumal sie in Verbindung mit einem Bewerbungstraining auch vollkommen schwachsinnig sind. Ein Praktikum ist nunmal dazu da,die erlernten Fähigkeiten zu vertiefen. Wie bitte soll eine Praktikumsstelle aussehen,bei der man die Kenntnisse aus einem Bewerbungstraining vertieft ? Vielmehr liegt die die Vermutung nahe,daß der regionalen Wirtschaft ein paar kostenlose Arbeitsplätze zugeschustert werden sollen und der Maßnahmeträger im unwahrscheinlichen Fall der Übernahme auch noch den Vermittlungsgutschein abgreift.

Der SB,der dir geraten hat,die Maßnahme nicht anzutreten..war das der selbe, der dir die Maßnahme überhaupt erst aufs Auge gedrückt hat ? In jedem Fall würde ich mir so eine Aussage von ihm schriftlich geben lassen.
 

Amethrin

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dir entstehen keine Nachteile, aber ist ein starkes Stück, was der Typ macht.
Trotzdem, jetzt ist nicht die Zeit für dich, zu kämpfen, daher AU. Denk ans Kind und ab zum Arzt. Der ist bestimmt nett, angesichts der Schwangerschaft :icon_smile:
 

Yuli

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Danke erstmal für die Antworten.

Der SB meinte zu mir, er MÜSSE JEDEN, der neu ALG II beantragt in eine Maßnahme stecken und darum das Bewerbungstraining. Ich war über die Länge auch überrascht und habe nachgefragt, was da alles gemacht wird. Er meinte, er wisse es nicht (!!!) und ich solle beim Maßnahmenträger nachfragen. In der Zuweisung steht dazu auch nur blabla (Bewerbungscoaching, Aufarbeitung des Bewerbungsprofils etc.). Er meinte, dass ich im Rahmen der Maßnahme die Möglichkeit hätte, ein Praktikum zu machen. Das ist etwas, was ich eigentlich schon längst machen wollte, weil ich gerade ein Aufbaustudium (Fernuni) mache und mir nach Abschluss die Arbeitserfahrung in dem Bereich fehlen wird. Mit ALG I war das aber nicht möglich. ABer inzwischen sehe ich ein, dass das nichts wird, weil die Vorlaufzeit für ein für mich sinnvolles Praktikum mindestens 6 Monate beträgt und außerdem bin ich inzwischen im 6. Monat schwanger - mit Zwillingen. Ich wollte nur sicher sein, dass mir niemand einen Strick draus dreht, wenn ich einen Tag vor Beginn der Maßnahme "plötzlich" arbeitsunfähig bin.

Und dann ärgert mich die ganze Sache wegen ihrer totalen SINNLOSIGKEIT einfach ungemein. Wenn der SB nicht so nett gewesen wäre, würde ich schriftliche Anfragen stellen, wie genau denn meine berufliche Eingliederung mit so einer Maßnahme erfolgen soll. Ich bin echt fassungslos, dass für sowas Geld rausgeschmissen wird... :icon_eek:
 

flowerpowe

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Hallo

über Sinnlosigkeit von Maßnahmen wirst du dir bei ALG2 bald keine Gedanken mehr machen, glaub mir;-)))
Da heisst es nach einiger Zeit nur noch wundern........

Und - keine Angst, lass dich krankschreiben, da KANN dir keiner einen Strick draus drehen, erst recht nicht bei Schwangerschaft, da ist einem doch ständig übel morgens, oder....:icon_kinn::icon_kinn::biggrin:
 

Yuli

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Ich hänge meine nächste Frage jetzt einfach hier noch mit ran: Ich habe jetzt meine AU-Bescheinigung vom Arzt. An wen geht die? Arbeitsagentur? JC? An den einen mit Kopie an den anderen? Muss ich den MT informieren (Maßnahme soll am 17. beginnen)?

Ist vielleicht eine blöde Frage, aber ich will einfach sicher gehen, dass der Wisch nicht auf dem falschen Tisch landet und die uns Stress machen.

Danke!
 

Hartzianer

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Hallo Yuli,

die AU musst Du dem SB vorlegen/zukommen lassen, der Dir die Maßnahme "verordnet" hat.

LG
 

Anna B.

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Hallo,

aber bitte nur den Teil, auf dem steht...für den Arbeitgeber....

bitte nicht den Teil mit den Diagnosen...die gehen an die KK...

im übrigen müßte auch die Afa einen Teil erhalten...also den Teil für den AG kopieren....Kopie an JC, Original an Afa..

denn die zahlen dann nur für 6 Wochen das ALG I weiter...danach bekommst du Krankengeld von der KK...

ich hab das jetzt so verstanden, dass du auch noch ALG I beziehst?

dann mach das, wie ich geschrieben habe...
 

Yuli

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Danke für die Antworten. Ich habe es jetzt so gemacht, wie Anna B. vorgeschlagen hat - Original an Arbeitsagentur (als Einschreiben) und Kopie an JC. Einfach, weil ich zur Zeit ALG I bekomme und ALG II noch gar nicht bewilligt wurde (ich soll trotzdem am Montag zur Maßnahme, während mein Mann seinen Sprachkurs noch nicht anfangen darf).
 
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