Krankheitsbedinge Sachbearbeiter-(Erst)Kontakt-Verhinderung

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Otto27

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Angenommen man hat alg1-Antrag gestellt, bekommt dann irgendwann Einladung vom Arbeitsvermittler-Sachbearbeiter (also der wo dann Beurteilung über dich vornimmt und aufgrund dessen dann EGV erstellt usw.) und krankheitsbedingt ist man an diesen Terminen (also auch Erst-Termin) aber immer krank (z. B. weil man Angststörung oder Depression entwickelt hat).

Ohne direkten persönlichen Kontakt, kann der Sachbearbeiter ja nicht wirklich ein EGV erstellen und mit seiner "Vermittlungsarbeit" (also deine Daten an ZAFs weitergeben^^) beginnen, oder? Und selbstverständlich würdest du auch gerne zum Termin gehen, aber leider schaffst du es gesundheitlich einfach nicht und dein Arzt hat dich nun mal krankgeschrieben. Was hätte das dann für Folgen, was könnte dann passieren?

PS: Ich frage für einen Freund
 

Kerstin_K

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Es wird sicher auch darauf ankommen, ob man durchgehend krankgeschrieben ist (Dann fliegt man nach 6 Wochen aus dem Bezug, wenn es sich nicht um ALG nach Aussteuerung aus dem Krankengeld handelt.) oder immer nur genau für den Tag des Termines. Letzteres geht einmal durch, auch noch ein zweites mal, aber irgendwann wird sic die AfA fragen, ob man hier nur durch AU versucht, die Termine zu umgehen.
 

Nena

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Angenommen, die AfA würde Kundendaten an Unternehmen weiterleiten, hätte die Kundin dem vorher zugestimmt.

Angenommen, eine Vereinbarung wird nur von einer Person geschlossen, dann kann es keine Vereinbarung zwischen zwei Parteien (=keine EinV) sein.
 

Otto27

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Letzteres geht einmal durch, auch noch ein zweites mal, aber irgendwann wird sic die AfA fragen, ob man hier nur durch AU versucht, die Termine zu umgehen.
Ok, kann schon verstehen, dass die AfA dann auf solche Gedanken kommt, nur was können sie dagegen machen? Und vollkommen ausgeschlossen ist es ja jetzt auch nicht, das mein Freund da halt z. B. eine "AfA-Angststörung" entwickelt (weil er z. B. auch so viele negative Berichte über Amtsmissbrauch usw. gelesen hat, gerade kürzlich hat er z. B. gelesen, dass 70% aller Sanktionen zu unrecht vergeben werden..) , in der Nacht vorm Termin z. B. auch nie schlafen kann und am Termin-Tag (auch wegen Schlafmangel) einfach so fertig ist, dass er sich dafür psychisch leider nicht in der Lage sieht den Termin anzunehmen und wenn das dann auch so vom Arzt bestätigt wird...
 

Gaddezwerg

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Ok, kann schon verstehen, dass die AfA dann auf solche Gedanken kommt, nur was können sie dagegen machen?

Sie können eine Einladung mit Fortwirkung im Krankheitsfall schicken. Dann muss dein Freund sich am ersten Tag nach Ablauf der AU von sich aus bei der AfA persönlich melden.

Auch ein Schutz vor Vermittlungsvorschlägen ist eine AU nicht, da er ja nur temporär nicht arbeitsfähig ist und nicht erwerbsunfähig.
 

Otto27

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Ok, habe auch noch mal darüber nachgedacht und vermutlich ists wirklich besser auf Total-Konfrontation gleich am Anfang erst mal zu verzichten und stattdessen einfach immer freundlich bleiben (viel schleimen^^) und hoffen so dann erst mal keine unnötige Maßnahmen (und sinnlos-Vermittlungen) reingedrückt zu bekommen und wenns doch nicht klappt, dann kann man ja immer noch zu den bekannten Notwehr-Verteidigungsmaßnahmen greifen. Werde das so an meinen Freund weitergeben, im Grunde möchte er ja auch arbeiten, er hat nur keine Lust mehr Zeitarbeits-Sklave zu sein, mit unnötigen ZAF-Vorstellungsgesprächs-Einladungen überfallen zu werden und dann sinnlos Lebenszeit zu verschwenden um das alles abzuwehren...
 
G

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Gast
Angenommen Dein Freund wäre immer zu den SB-Terminen AU, und würde taggenau "Angststörungen und Depressionen" vor dem SB-Termin entwickeln, dann würde ich dir beruhigend mitteilen, dass bei deinem Freund erfreulicherweise keine Angststörungen und keine Depressionen vorliegen, da dies keine Krankheiten sind, die nur einen Tag andauern.
 

ela1953

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Ist der Antrag denn schon genehmigt?Denn: Wenn man ab Antragstellung von ALG I krank ist, bekommt man kein ALG I.
Weil man steht dann der Arbeitsvermittlung nicht zur Verfügung.
 

Otto27

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Also genehmigt ist noch nix, wird auch noch länger dauern, da man das anscheinend erst einreichen kann, bzw. es erst genehmigt wird, wenn man alle Arbeitsbescheinigungen hat (wurde zumindest so gesagt) und das dauert bestimmt noch paar Wochen. Problem ist hier auch, es gibt vorher keine Garantie, vermutlich dauert AfA-Bearbeitung dann auch noch seine Zeit und wenns ganz doof kommt, erfährt der Freund dann im nächsten Monat, dass er jetzt erst mal eine Sperre hat. Das beste ist wohl, wenn er sicherheitshalber gleich parallel alg2 beantragt, oder?

PS: Das mit Krank sein ab Antragsstellung ist aber interessant, wußte ich vorher nicht und jetzt verstehe ich auch, wieso der Freund beim ersten AfA-Besuch 3 mal gefragt worden ist, ob er krank ist (und das scheinbar eine ganz wichtige Sache/Frage für das AfA war^^).
 
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Kerstin_K

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DAs gilt nicht für die Antragstellung, sondern für den Zeitpunkt der Arbeitslosmeldung. Weil dann wäre die Krankenkasse mit Krankengeld zuständig.
 

OldieButGoldie

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Wäre es ein Option mit einer Begleitung zum Amt zu gehen, um die Ängste etwas abzufedern?
Immerhin geht es darum, Nachteile abzuwenden.
Laut § 13 SGB X kann man auch jemanden bevollmächigen.
(1) Ein Beteiligter kann sich durch einen Bevollmächtigten vertreten lassen. Die Vollmacht ermächtigt zu allen das Verwaltungsverfahren betreffenden Verfahrenshandlungen, sofern sich aus ihrem Inhalt nicht etwas anderes ergibt. Der Bevollmächtigte hat auf Verlangen seine Vollmacht schriftlich nachzuweisen.

Ob das auch bei persönlichem Erscheinen greift, wie z. B. im Fall eines rechtlichen Betreuers, weiß ich nicht. Eigentlich ja, wenn er z. B. deinen Perso/Pass mitbringt und z.B. eine Meldebescheinigung, zur Not noch Geburtsurkunde? Als Vertreter einer BG muss man ja auch nicht alle Ausweise der BG Mitglieder mitbringen.
Ich habe mich mal von jemandem über den § 13 SGB X bevollmächtigen lassen. Das Amt hat sich dann grundsätzlich nur an mich gewandt und ich führte den kompletten Schriftverkehr.
 

OldieButGoldie

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Hiwr muss man aber bitte mal Beistand und Bevollmächtigten sauber voneinander trennen.
Es geht über diesen §§ beides. Ich habe den Text extra gepostet. Und geschrieben, dass es bei mir funktioniert hat.
Bald schreibe ich gar nichts mehr, :(
Man kann ja auch erst mal prüfen, ob ich Mist erzähle und dann konkret entgegnen.
Fände ich jedenfalls besser, als erst mal zu zweifeln, ohne Hinweis, was denn der Unterschied wäre.

Hier der Beweis:
3.9.2.
Zulassung von Bevollmächtigten und Beiständen
(1) Die/der WF kann sich gem. § 13 SGB X auch im Widerspruchs-
verfahren (Vorverfahren) vertreten lassen oder einen Beistand hinzu-
ziehen. Als Bevollmächtigte/Bevollmächtigter oder Beistand kommt
grundsätzlich jede natürliche prozessfähige Person in Betracht
. § 13
SGB X regelt als Sonderfall außergerichtlicher Dienstleistungen die
Vertretung gegenüber Behörden.
 
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Kerstin_K

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TRotzdem sind das 2 verschiedene Dinge, ob ich jemanden als Beistand mitnehme oder ich bevollmächtige ihn und er macht alles alleine.

Das kann man nicht einfach so in eine Topf schmeissen.
 

OldieButGoldie

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Wo habe ich was in einen Topf geworfen?

Laut § 13 SGB X kann man auch jemanden bevollmächigen.

Solltest du meine Frage ob eine Begleitung möglich wäre, als Rat einen Beistand mit zu nehmen interpretiert haben, dann war das ein Trugschluss.
Es ging mir um das Nehmen von Ängsten und da ist eine Begleitung einer vertrauten Person wichtig. Noch gibt es ja keine Probleme mit dem Amt, dass es dringend angezeigt wäre, einen Beistand mitzunehmen.

Bezüglich Bevollmächtigten sollte das im Kontext mit dem nachfolgenden Satz betrachtet werden, der da war
Ob das auch bei persönlichem Erscheinen greift, ....
Ich denke, das Missverständnis ist nun aus dem Weg geräumt.:peace:
 
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