Krankheit wird der ARGE offengelegt!

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Gute Stimme

Elo-User*in
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Hallo an alle!

Ich hoffe, ich poste das hier richtig als Thema.

Ich war heute zur ärztlichen Untersuchung angeordnet, von der Arge.

Die ganze Sache dauerte keine 5 Minuten. Da Behandlungen demnächst anstehen, soll es in 3 Monaten eine weitere Untersuchung geben.

Soweit so gut.

Nun fragte ich ob nur das der Arge gemeldet wird, dass ich halt momentan AU bin.

Ich war perplex, man sagte mir, es würde ein Bericht über meine Krankheit verfasst und der Arge gegeben. Sie wisse ohnehin schon, um was es geht, dass hätte sie irgendwie "mitbekommen"!

Von mir hat sie das in keinem Fall!

Ich hab hier im Forum viel über diese Thematik gelesen, und der Tenor war meines Erachtens dieser: Der Arge sollte nur erfahren ob die AU gerechtfertigt ist, wie lang sie andauern wird, aber nicht über die Art der Krankheit!

So hätte ich ja gleich zur Arge gehen können und dem SB alles offenlegen können, wozu dann der med. Dienst, sprich ein solche Untersuchung??

Liege ich da nun falsch?

VG

GS
 

Muzel

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Der Arge steht wie jeden Arbeitgeber nur zu, ob du AU bist oder nicht. Lass dir das Schreiben des medizinischen Dienstes geben, was an die Arge gegangen ist. Wenn darin deine Krankheit steht, dann schickst du dieses Schreiben dem Landesdatenschutzbeauftragten. Ich habe das genauso mit der BA gemacht.
 

Gute Stimme

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Danke!

So sehe ich das auch.

Wie soll ich denn jemals wieder mit einem Arbeitsvermittler der ARGE zusammenarbeiten, wenn da jeder aus meinen Akten meine Krankheiten ersehen kann.

Müssen die das denn aus meinen Akten löschen?

Ich habe eben schnell noch eine mail an den med. Dienst geschickt, um vielleicht noch zu verhindern das dieser Bericht mit den krankheitsbezogenen Daten so herausgeht, obschon ich das sofort, bei dem Termin gesagt hatte , das ich das nicht will. Das wurde aber so abgetan, das das ja nicht so schlimm wäre.

Dürfen die das denn veilleicht wegen der Schweigepflichtsentbindung, die ich ja geben musste?

VG

GS
 
E

ExitUser

Gast
Danke!

So sehe ich das auch.

Wie soll ich denn jemals wieder mit einem Arbeitsvermittler der ARGE zusammenarbeiten, wenn da jeder aus meinen Akten meine Krankheiten ersehen kann.

Müssen die das denn aus meinen Akten löschen?

Ich habe eben schnell noch eine mail an den med. Dienst geschickt, um vielleicht noch zu verhindern das dieser Bericht mit den krankheitsbezogenen Daten so herausgeht, obschon ich das sofort, bei dem Termin gesagt hatte , das ich das nicht will. Das wurde aber so abgetan, das das ja nicht so schlimm wäre.

Dürfen die das denn veilleicht wegen der Schweigepflichtsentbindung, die ich ja geben musste?

VG

GS

Du MUSST eine Schweigepflichtsentbindung nicht unterschreiben oder stand da irgendwas in der Einladung oder auf der Schweigepflichtsentbindung, daß Du diese unterschreiben musst? (mit Paragraph). Schau da bitte nochmal nach. Meiner Meinung ist dies freiwillig. Und wenn dann kann man hier auch widersprechen.

Ich würde sofort per Fax die Schweigepflichtsentbindung zurückziehen, also widerrufen (kann aber sein, daß dies nichts mehr bringt, weil das Gutachten bereits unterwegs ist an die ARGE).


 

Gute Stimme

Elo-User*in
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puhh, hab grad nachgeschaut.

Nein, ich habe lediglich eine Schweigepflichtsentbindung meines Hausarztes nur dem med.Dienst gegenüber erteilt. Das wurde zusammen mit diesen Gesundheitsfragebogen gefordert. Mit Erinnerungs-Bemerkung meiner Mitwirkungspflichten. Das ist schon länger her.

Wenn da drin gestanden hätte, das der med.Dienst das an den SB weitergeben dürfte, hätte ich das auch nicht unterschrieben..

Trotzdem ist der ARGE anscheinend bekannt woran ich leide.

Wie kann das nur sein?

Versteh ich nicht.

Und kann/muss das wieder gelöscht werden aus den Akten?

Kann man mit sowas zum Anwalt?

VG

GS
 
E

ExitUser

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Ich würde da mal (so ganz hinten rum - wenn Du verstehst was ich meine), meinen SB irgendwie um was Schriftliches bitten ... nenn einen Vorwand, irgendeinen.

Wenn Du Glück hast und der SB doof ist, dann bekommst es vielleicht ... und dann hast ihn am Wickel und könntest darauf reagieren.

Gesagtes zählt wie immer NULL ....
 

Muzel

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Rätselraten nützt nichts. Du brauchst die sozialmedizinische Stellungnahme.
 

tunga

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Ich bin schon 2x zum Amtsarzt zitiert worden.
Habe NIE eine Schweigepflichtsentbindung irgendjemandem gegeben, weder meinem HA, noch dem med.Dienst des AA-hatte meine Unterlagen (soweit nötig) dabei und zur Einsichtsnahme vorgelegt.
Und trotzdem las mir mein SB beidesmal genau vor, was ich denn habe und wie es mit der Arbeitsfähigkeit sei. :icon_eek:
SB ist auch verpflichtet Dir eine Kopie des Gutachtens zu geben, so wurde mir beim med. Dienst bestätigt. Kannst es aber auch unter Vorlage des Ausweises direkt dort abholen.
 

Muzel

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Tunga! Wurdest du wegen der fehlenden Befunde zum Amtsarzt geladen? Ich wollte das vermeiden und habe deshalb den RV-Träger entbunden. Das hat mir den Besuch beim "netten Arge-Doc" erspart.
 

Gute Stimme

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Dann muss man das so hinnehmen? :icon_kotz:

ich habe hier irgendwo doch gelesen, dass irrealevante Daten wie zB. Handynummern auch aus den Akten gelöscht werden müssen, auf Veranlassung...

ok ich verstehe, ich kann es nicht beweisen, dass da was oder gar alles bekannt ist, nur weil der Amtachzt gesagt hat, die haben das schon mitbekommen, da habe ich nichts in der Hand..

Hintenrum das ist nicht meine Art, dazu bin ich leider zu doof...

Auf nur "gesagtes" wird bestimmt auch kein Anwalt tätig... Mist...

Eigentlich könnten sie diese Gesundheitskarte doch nun einführen, ist ja eh alles für jeden offen, da hätte ich die meinen SB gegeben, und der hätte sich alles für die Akten ausdrucken können ... tzä
 

penelope

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Ich würde da mal (so ganz hinten rum - wenn Du verstehst was ich meine), meinen SB irgendwie um was Schriftliches bitten ... nenn einen Vorwand, irgendeinen.

Wenn Du Glück hast und der SB doof ist, dann bekommst es vielleicht ... und dann hast ihn am Wickel und könntest darauf reagieren.

Gesagtes zählt wie immer NULL ....

kurze Frage dazu Muci:icon_smile:

wenn die SB was bekommen hat, müsste es doch in den Akten sein, wo Gute Stimme sich doch Einblick verschaffen kann:confused:
 

tunga

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Tunga! Wurdest du wegen der fehlenden Befunde zum Amtsarzt geladen? Ich wollte das vermeiden und habe deshalb den RV-Träger entbunden. Das hat mir den Besuch beim "netten Arge-Doc" erspart.

Nein - ich wurde aufgrund meiner Aussage beim SB, dass ich gesundheitliche Probleme habe, zum Amtsarzt von ihm `vermittelt´.
 

Muzel

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Hallo Tunga! Genauso war es bei mir auch. Ich habe der SB gesagt, dass ich gesundheitliche Probleme habe (logo, ich bin schwer behindert). Da hat die "gute Dame" mir so gleich einen Gesundheitsfragebogen in die Hand gedrückt. Die medizinische Stellungnahme des BA-Arztes erging dann per Aktenlage. Ich möchte nun eigentlich wissen, ob du dem Doc die Hand schütteln durftest?
 

Gute Stimme

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Ich hatte diesem "med. Dienst" am Tag der Untersuchung noch schnell eine mail geschrieben, und denen mitgeteilt, dass ich das nicht möchte und echt erschüttert bin, dass da meine Krankheit offengelegt werden soll.

Habe nach 5 Tagen doch noch eine Antwort bekommen.

Die sind nun der Meinung, dass.... (Zitat :) "... in der ärztlichen Stellungnahme Aussagen getroffen werden müssen, die eine längerfristige Arbeitsunfähigkeit begründen..."


Das ist doch nicht zulässig ???


VG


GS
 

Helga Ulla

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Hier wird wohl der Datenbeauftragte des Bundeslandes eingeschaltet werden müssen.
Des weiteren würde ich mal bei der Ärztkammer nach fragen, unter welchem Verband diese Ärzte laufen, und dort beschweren.
 

Muzel

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Es kommt darauf an, ob der Arge-Arzt ein Beamter ist oder nicht. Für beamtete Ärzte geht das Beamtengesetz vor. Die Ärztekammer kümmert sich nur um private Ärzte.
 
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