Krankgeschrieben, Chefin taucht bei mir zuhause auf

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Bewerberin1984

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Guten Morgen,

ich bin gerade echt sauer. In einem anderen Thread hatte ich ja geschrieben, dass ich wegen mittelschwerer Depression aktuell seit Juli krankgeschrieben bin und mir kein Gehalt gezahlt wurde. Meine Krankschreibung habe ich natürlich pünktlich eingereicht etc.

Heute Morgen dann, ich stand gerade unter der Dusche, schellte es plötzlich um kurz nach halb 7 an der Tür. Ich ging davon aus, dass das mal wieder die Handwerker sind und hetzte triefnass zum Türspion um durchzugucken und sah meine Chefin. Sie hatte es nichtmal geschafft, oben an der Tür des Mehrfamilienhauses zu klingeln. Da diese wegen Handwerksarbeiten im Treppenhaus sowieso den ganzen Tag offen steht, ging sie einfach gleich durch zu meiner Wohnungstür. Ich bekam einen Riesen Schreck und sofort Schweißausbrüche und Herzrasen, dass ich einfach nicht geöffnet habe - zumal ich ja weder angezogen war noch sonstiges. Mit anderen Worten, ich habe mich quasi totgestellt und gewartet, bis sie wieder weg war.

Nun stellt sich mir natürlich dennoch die Frage, ob man einfach so bei seinem Mitarbeiter zuhause aufschlagen darf? Ich habe mal irgendwo gelesen, bei begründetem Verdacht auf krankfeiern wäre das rechtens, aber ist das wirklich so? Ich finde das offen gestanden schon ziemlich dreist und werde definitiv nicht mehr in dieses Unternehmen zurückgehen. Kein Arzt der Welt wird mich "auf Verdacht" oder weil ich halt "keinen Bock" habe so lang krankschreiben, und jetzt plötzlich sieht sie mich in der Pflicht, ihr zu beweisen, dass ich wirklich krank bin? Auf meine E-Mails und Anrufe hat sie wochenlang nicht reagiert und dann steht man morgens in aller Frühe unangemeldet bei mir vor der Wohnungstür?! Hätte ich sie reinlassen sollen / "müssen"? Ich hoffe, jemand kann mir einen Tip geben, ich bin gerade echt total durch den Wind.
 
Zuletzt bearbeitet:

avrschmitz

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Darf sie nicht. Details siehe hier

Reinlassen brauchst Du sie schon gar nicht.

Wenn sie Zweifel an DeinerAU hat, kann sie den MDK einschalten.

Du musst auch nicht erreichbar sein. Steht auch alles in dem obigen Link.

Als Anwältin sollte sie das alles wissen. Dafür braucht man kein Fachanwalt für Arbeitsrecht zu sein.
Aber man kann es mal versuchen, in der Hoffnung die Angestellten kennen ihre Rechte nicht.
 
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Gast
Wenn ein sehr gutes Verhältnis zum Arbeitgeber besteht, kann ja sein das man zusammen Frühstückt, was der Genesung förderlich sein könnte
sonst ist das schon eher als Versuch einer Nötigung anzusehen, da das Ziel ja sein wird Druck aufzubauen
Es ist auf jeden Fall nicht vorgesehen das Arbeitgeber persönlich vorbei schauen
Da kannst du getrost die Tür zulassen und sie ignorieren
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Seit wann sind Krankenbesuche verboten?
Verbreite hier keinen Unsinn.

Man braucht ja nicht öffnen, klar.

Für mich war es selbstverständlich, Mitarbeiter bei längerer Erkrankung zu besuchen.
In der Regel mit Vorankündigung und meist habe ich einen nahen Kollegen mitgenommen.

Es gibt eine Fürsorgepflicht.

Fragen nach „wie lange dauert es denn noch“ habe ich mir gespart.

Hätte ich sie reinlassen sollen / "müssen"?
Müssen nein.

Sollen?
Das kannst nur Du selber beantworten, wie Dein Verhältnis zum AG ist.
 

Bewerberin1984

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Darf sie nicht. Details siehe hier

Reinlassen brauchst Du sie schon gar nicht.

Wenn sie Zweifel an DeinerAU hat, kann sie den MDK einschalten.

Du musst auch nicht erreichbar sein. Steht auch alles in dem obigen Link.

Als Anwältin sollte sie das alles wissen. Dafür braucht man kein Fachanwalt für Arbeitsrecht zu sein.
Aber man kann es mal versuchen, in der Hoffnung die Angestellten kennen ihre Rechte nicht.

Danke für die Antwort, das wusste ich so jetzt nicht.
Der Witz ist halt, meine AU kam von einem Facharzt für Psychiatrie.. man kann also 1 und 1 zusammenzählen, um zu wissen, dass ich offensichtlich psychische Probleme habe.
Was also dachte sie bei mir vorzufinden, wenn sie mich besucht? Aufgeritzte Unterarme? Mein Arzt hat mir auch explizit gesagt, ich solle / dürfe alles tun, was einer Genesung zuträglich ist.
Klar dass ich nicht ins Restaurant gehe, Partys feiere oder im Freibad rumhänge, aber ich bin eben viel mit meinem Hund an der frischen Luft, was mir persönlich sehr gut tut und einkaufen muss man ja auch mal.
Von demher, selbst wenn mich einer ihrer Mitarbeiter bei einer dieser beiden Aktivitäten gesehen haben sollte, frage ich mich, inwiefern sie mir das anlasten wollen würde.
Ist ja nicht so, dass ich mit Magen-Darm-Grippe bei Burger King sitze.. oh mann.
 

avrschmitz

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Seit wann sind Krankenbesuche verboten?
Es geht nicht um Krankenbesuche sondern Kontrolle. Lies Dir den anderen Thread der TE durch. Dort hat sie geschrieben, dass die AGin das Gehalt für letzten Monat nicht gezahlt hat. Weitere Details in dem dortigen Thread.

Mein Arzt hat mir auch explizit gesagt, ich solle / dürfe alles tun, was einer Genesung zuträglich ist.
Exakt das steht in dem obigen Link.
 

Bewerberin1984

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Wenn ein sehr gutes Verhältnis zum Arbeitgeber besteht, kann ja sein das man zusammen Frühstückt, was der Genesung förderlich sein könnte
sonst ist das schon eher als Versuch einer Nötigung anzusehen, da das Ziel ja sein wird Druck aufzubauen
Es ist auf jeden Fall nicht vorgesehen das Arbeitgeber persönlich vorbei schauen
Da kannst du getrost die Tür zulassen und sie ignorieren

Da kann ich definitiv verneinen. ;) Das Verhältnis war nie gut. Ich wurde dort fachfremd eingestellt, man hat mir das Blaue vom Himmel versprochen, Weiterbildungen, anspruchsvolles Aufgabengebiet, blablubb. Ich tat dort den ganzen Tag nichts anderes, als Beschriftungen von Akten zu radieren. Ab und an mal Botengänge für die Mitarbeiter ("Geh uns mal ein Eis holen!").
Von demher habe ich starke Zweifel, dass sie wirklich an meiner Gesundheit interessiert sind, sondern vielmehr daran, dass jetzt keiner mehr für die anspruchslosen Hilfsarbeiten da ist, auf die sie alle selber keine Lust haben.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Es geht nicht um Krankenbesuche sondern Kontrolle. Lies Dir den anderen Thread der TE durch. Dort hat sie geschrieben, dass die AGin das Gehalt für letzten Monat nicht gezahlt hat. Weitere Details in dem dortigen Thread.
Uninteressant.

AG besucht AN. Punkt.
Was Du denkst oder meinst zu denken ist irrelevant.

Hier ging es um die Frage, ob AG Zuhause während AU an der Türe stehen darf.

Die Frage ist eindeutig mit Ja zu beantworten.

Dass hier der AG evtl. andere Dinge als die Fürsorgepflicht im Sinne hat, glaube ich auch.
Ist aber für die grundsätzliche Fragestellung erstmal nicht von Relevanz.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Zum Glück muss ich mich mit Deinem Quatsch nicht befassen.
Interessante Argumentation, wenn man nicht mehr sachlich fundiert diskutieren kann.

Mir geht es allerdings darum, dem TE keine vermeintliche Rechtssicherheit aufgrund irgendwelcher Laien wie Du einer bist, vorzugaukeln.

Du kannst mir glauben, dass ich das Thema auch aus der Praxis zu genüge kenne.

Hausjuristen hatten wir ebenfalls genug, wo man auch schon mal zurückgepfiffen wurde.

Back to topic: wenn einem der Besuch nicht passt, bleibt die Türe zu oder wenn man sich belästigt oder kontrolliert fühlt, teilt man das dem AG entsprechend mit.

Incl. Aufforderung das zu unterlassen.

Ob das alles zum jeweiligen AV passt, ist sehr individuell und muss jeder selber entscheiden.
 

Bewerberin1984

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Ist doch nett von der Chefin. Wenn sie sich gar nicht melden, heißt es wieder, man gehe denen am Hintern vorbei.

Ich hätte es mir nicht verkneifen können sie rein zu lassen, taktisch gut zu positionieren, und nach meinem ausstehenden Gehalt zu fragen.

Das hätte ich vielleicht grade so ohne hochroten Kopf und stammelnd geschafft, wenn ich darauf vorbereitet gewesen wäre, dass sie plötzlich vor der Tür steht.
Aber so? Keine Chance. Im Briefkasten ist nix, gerade nachgeschaut. ;)
 

avrschmitz

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Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Verstehe ich.

Letztendlich ist es einfach:

- AG darf Dich besuchen
- Du darfst die Türe geschlossen lassen

Aber ich würde versuchen, da jetzt nicht weiter zu grübeln.

Aber das begreift der Eine oder andere hier nicht
Es geht um rechtliche Beurteilungen.
Was ich mir denke, ist nicht so weit entfernt von Deiner Meinung.

Wenn sie sich gar nicht melden, heißt es wieder, man gehe denen am Hintern vorbei.
Das Empfinden ist auch bei jedem Mitarbeiter anders, selbst wenn man nichts Böses im Schilde führt.

Der eine freut sich über die Aufmerksamkeit, der andere ist genervt oder fühlt sich kontrolliert.
 

avrschmitz

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Es geht um rechtliche Beurteilungen.
Was ich mir denke, ist nicht so weit entfernt von Deiner Meinung
Prinzipiell hast Du mit dem "dürfen" recht. Aber wenn Du den anderen Thread liest, erkennt man das Problem und die Hintergründe des morgendlichen Besuchs.

Ich bin mir nur nicht sicher, ob @Bewerberin1984 jetzt vorbeugend reagieren sollte und der Chefin schreiben, sie möchte derartige Besuche wie heute morgen zukünftig unterlassen. Damit würde die TE in die Offensive gehen, falls behauptet wird sie wäre verreist oder sonstiges. Nur um irgendwelchem Stress vorzubeugen und der Anwältin den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Vielleicht können Dir andere noch was dazu sagen. Bin mir unschlüssig.
 

ZynHH

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Ich würde da garnichts weiter unternehmen.

Fall Fragen auftauchen sollten, hat man, aufgrund der Medikamente geschlafen und den Besuch trotz klingeln nicht wahrgenommen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

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Vielleicht kam ja die Chefin um das ausstehende Gehalt in bar zu begleichen?
 
E

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Gast
Wenn ein sehr gutes Verhältnis zum Arbeitgeber besteht, kann ja sein das man zusammen Frühstückt, was der Genesung förderlich sein könnte
Dann kommt man aber nicht unangekündigt.
In der Regel mit Vorankündigung und meist habe ich einen nahen Kollegen mitgenommen.
Eben, das macht dann einen ganz anderen Eindruck.
Klar dass ich nicht ins Restaurant gehe, Partys feiere oder im Freibad rumhänge,
Warum nicht, wenn dir genau das guttut? Ich sehe nicht, we sowas die Genesung bei Depressionen verhindern sollte.
("Geh uns mal ein Eis holen!").
DAs dürfte wohl kaum zu Deien Aufgaben gehörenn, oder bist du als Dienstmädchen eingestellt? Ich glaube nichtmal, dass du dabei unfallversichert bist.
Ich bin mir nur nicht sicher, ob @Bewerberin1984 jetzt vorbeugend reagieren sollte und der Chefin schreiben, sie möchte derartige Besuche wie heute morgen zukünftig unterlassen. Damit würde die TE in die Offensive gehen, falls behauptet wird sie wäre verreist oder sonstiges. Nur um irgendwelchem Stress vorzubeugen und der Anwältin den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Nö, das würde ich nicht achen. Damit würde man ja zugeben, dassman zu Hause war und nicht aufgemacht hat. Und selbst wenn sie verreist wäre, ist das nicht verboten. Sie hätte ja auch gerade beim Arzt sein können.

Wenn mn ein vernünftiges Verhältnis zum Chef hat, ist das alles kein Thema. Ichhatte auch schonmal die Situation, dass ich krankgeschrieben war und men Chef telefonisch nachfragte, ob da noch eine Folgekrankschreibung kommt. Sein Problem wr einfach, dass wir mitten im Jahresabschluss steckten. ein paar Tage konnten die Kollegen meine Arbeit mit übernehmen, aber wenn es länger gedauert hätte, hätt er Vertärkung aus einer anderen Abteilung organisieren müssen. Ich habe ihm dann mitgeteilt, dass ich das erst sagen kann, wenn die Laborergebnisse da sind (Es gab da einen Verdacht, der sich aber zum Glück nicht bestätigt hat.). Als die Entwarnung aus dem Labor kam, konnte ich wieder arbeiten.

WIr hatten jetzt aich eine Kollegin, die lange kramk war. Chefin wusste, was sie hat, aber sie hat es uns nicht gesagt, weil die Kollegin das nicht wolllte. Wir wussten nur von Anfang an, dass es wohl alnge dauern würde. Unser eam ist auf ganz Deutschland verteilt. Wir haben dann gesammelt und ihr einen Blumenstarauss und einen Restaurantgutschein geschickt. Chefin hat vorher nochmal bei ihr angerufen und abgesichert, dass sie zu Hause ist und nicht etwa im Kankenhaus. als de Kollegin jetzt zurückkam, hat sie sich im Teamcall bei allen bedankt, sie hatte sich riesig gefreut.

Ich kenne sogar einen Fall, da haben die Kollegen einen Einkaufsdienst für eine bettlägerige alleinstehende Kolegin organisiert. Fand ich auch klasse.
 

avrschmitz

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Nö, das würde ich nicht achen. Damit würde man ja zugeben, dassman zu Hause war und nicht aufgemacht hat. Und selbst wenn sie verreist wäre, ist das nicht verboten. Sie hätte ja auch gerade beim Arzt sein können.
Ich würde da garnichts weiter unternehmen.

Fall Fragen auftauchen sollten, hat man, aufgrund der Medikamente geschlafen und den Besuch trotz klingeln nicht wahrgenommen.
Vielleicht das Beste. Zudem darf TE um 06:30 Uhr noch schlafen. Wer rechnet um diese Uhrzeit mit Besuch.
 
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