Krankgeschrieben,Antrag auf Rente,Stufenweise Wiedereingliederung

58iger

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Hallo erstmal, habe mich gerade hier Angemeldet, wie mein Name schon sagt bin ich 58.

Nun zu meiner Frage bzw. Problem,

Seitdem Suizid meiner Frau in 2010 bin ich Psychich schwer Angeschlagen(sie lag Tot neben mir im Bett)
habe alles Verloren, Haus Versteigert usw. nur Schulden sind geblieben.
Ich habe einen GdB von 60 bin seit 2014 in Psychotherapie.Es läuft eine Klage über den VdK beim Sozialgericht wegen Rente Erwerbsminderung.
Seit Ende März diesen Jahres bin ich Krankgeschrieben,jetzt fordert die Krankenkasse eine stufenweise Wiedereingliederung durch Aktenlage MDK. Mein Hausarzt schreibt der Krankenkasse ein Attest daß eine Wiedereingliedrung zur Zeit nicht möglich ist.
An meine Arbeitsplatz kann ich nicht mehr zurück weil der Job mich noch Kränker macht, hatte deswegen auch meine Arbeitszeit seit Anfang 2015 auf 30 Stunden Reduziert.
Was kann ich machen?

MfG 58iger
 
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Du hattest einen Antrag bei der DRV, der abgelehnt wurde? Was hat der ärztliche Gutachter der DRV festgestellt bzgl. Deiner Erwerbsfähigkeit?
 

Anna B.

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bei der Wiedereingliederung müssen alle Beteiligten damit einverstanden sein:

der beh. Arzt, (oder des MDK) der Patient, der AG, sowie die KK...

wenn nur einer dagegen ist, dann wird eine Wiedereingliederung nicht durchgeführt...bzw. macht keinen Sinn...

wie steht der AG dazu? ist der denn damit einverstanden? der kann ohne Nennung von Gründen diese Wiedereingliederung ablehnen...
außerdem muß eigentlich auch dein beh. Arzt damit einverstanden sein...er muß den therapeutischen Effekt sehen.

was steht denn genau in dem Gutachten des MDK? hast du dir das schon angefordert?
 

58iger

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Du hattest einen Antrag bei der DRV, der abgelehnt wurde? Was hat der ärztliche Gutachter der DRV festgestellt bzgl. Deiner Erwerbsfähigkeit?
Ich wäre voll Erwerbsfähig,allerdings war das kein Arzt der was mit Psychologie zu tun hat.
 

58iger

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Mein AG verzichtet gerne darauf, mein Arzt stimmt dem auch nicht zu.
Meine Psyche wurde in dem Gutachten nur am Rande erwähnt.
Ich wäre in der Lage voll zu Arbeiten.
 

Doppeloma

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Hallo 58iger,

Seitdem Suizid meiner Frau in 2010 bin ich Psychich schwer Angeschlagen(sie lag
Tot neben mir im Bett) habe alles Verloren, Haus Versteigert usw. nur
Schulden sind geblieben.
Das tut mir wirklich sehr leid für dich, aber gegen die Schulden (wenn sie immer noch vorhanden sind) kannst du in PI gehen, da wird dir eine EM-Rente auch nicht raus helfen können ... :icon_evil:

Ich habe einen GdB von 60 bin seit 2014 in Psychotherapie.Es läuft eine Klage über den VdK beim Sozialgericht wegen Rente Erwerbsminderung.
Wie hast du denn deinen Antrag auf EM-Rente begründet (wann wurde der gestellt?), deine Erlebnisse sind sicher nicht leicht zu verarbeiten aber für sich genommen noch kein Grund EM-Rente zu bekommen, zumal du (wenn ich das richtig orte) noch immer (Vollzeit) im Arbeitsleben gestanden hast als der Antrag gestellt wurde ... :confused:

Deine psychischen Probleme hätten sicher schon viel eher in Behandlung gehört ... bist du auch mal in medizinischer (psychosomatischer) Reha gewesen, das ist eigentlich eher die "Aktion" der KK dich dazu aufzufordern.

Seit Ende März diesen Jahres bin ich Krankgeschrieben,jetzt fordert die Krankenkasse eine stufenweise Wiedereingliederung durch Aktenlage MDK. Mein Hausarzt schreibt der Krankenkasse ein Attest daß eine Wiedereingliedrung zur Zeit nicht möglich ist.
Man nimmt deinen Zustand (bei deiner KK) offenbar nicht sehr ernst (ich nehme doch an die sind informiert, dass ein Verfahren wegen EM-Rente läuft ?), es ist allerdings inzwischen üblich sehr bald zu versuchen die Krankengeld-Bezieher wieder los zu werden.

Die KK selbst kann eine Widereingliederung nur dann "vorschlagen" wenn der MDK (Med. Dienst der KK) dazu eine Stellungnahme abgegeben hat, wurdest du denn jemals vom MDK untersucht, um einen Arzt (für die KK) feststellen zu lassen, ob das aktuell überhaupt gehen würde.

Dein Arzt sollte sich mit dem MDK kontaktieren und diese Stellungnahme (in deinem Auftrag und mit deinem Einverständnis) einfordern, die SB der KK haben keine medizinische Ausbildung, um beurteilen zu können wann ein AU-Geschriebener wieder beginnen könnte zu arbeiten ... :icon_evil:

Mit denen brauchst du dich darüber auch nicht unterhalten.
Wie dir bereits geschrieben wurde hängt an so einer Wiedereingliederung mehr dran als die KK aktuell meint, denn das muss vorbereitet werden und neben deinem Einverständnis muss auch dein AG zustimmen und dein behandelnder Arzt erst Recht.

Hast du dazu was schriftlich bekommen, magst du das mal anonymisieren und einstellen, damit man das mal selber nachlesen kann ... nicht alles was die KK so verlangen ist auch in der Form erlaubt ...

Für einen Antrag auf EM-Rente ist aber schon etwas mehr nötig als die Meinung deines Hausarztes und eine psychische Problem-Situation, die noch in Behandlung ist, deine sonstigen (finanziellen) Probleme bewirken keinen Anspruch auf EM-Rente.

An meine Arbeitsplatz kann ich nicht mehr zurück weil der Job mich noch Kränker macht, hatte deswegen auch meine Arbeitszeit seit Anfang 2015 auf 30 Stunden Reduziert.
Damit hast du dir keinen Gefallen getan, sondern nur deine finanziellen Ansprüche (auf Lohnersatz-Leistungen) selber reduziert, wenn man krank ist und deswegen nicht arbeiten kann, dann lässt man sich AU schreiben und verkürzt nicht die Arbeitszeit, in der irrigen Hoffnung "dann wird es schon irgendwie funktionieren" ...

Gerade bei KK und auch DRV solltest du dich sehr zurück halten den AG (den aktuellen Arbeitsplatz) dafür "verantwortlich" zu machen, dass es dir so schlecht geht, man wird dich darauf hinweisen, dass es noch andere AG am "allgemeinen Arbeitsmarkt" gibt und man sich dann einen anderen Job suchen sollte, wenn es am alten Arbeitsplatz absolut nicht mehr geht.

Was dir (vielleicht) im Moment als "wichtiger Grund" für weitere AU und (hoffentlich) EM-Rente erscheint ist es für die Zuständigen Behörden (KK / DRV) ganz und gar nicht ... :icon_evil:
Die fragen nicht danach ob du Schwierigkeiten haben wirst eine andere Arbeit zu finden, aus vielen bekannten Gründen (Arbeitsmarktlage/Alter/Krankheit), die sehen die "Lösung" des Problems dann im Arbeitsplatz-Wechsel, damit entfällt (aus Sicht der KK zumindest) der Grund für die Weiterführung der AU.

Die DRV interessiert das im Bezug auf dein EM-Rentenverfahren ohnehin nicht, schlechte Aussichten am aktuellen Arbeitsmarkt, höheres Lebensalter und gewisse gesundheitliche Einschränkungen sehen die NICHT als Grund an eine EM-Rente zahlen zu müssen.

Ich wäre voll Erwerbsfähig,allerdings war das kein Arzt der was mit Psychologie zu tun hat.
Weswegen bist du denn konkret AU geschrieben (oder mit welcher Gesundheits-Problematik begründet hast du den Renten-Antrag gestellt ?) und wurde vom Gericht auch schon ein Gutachter beauftragt ... da sollte dann darauf geachtet werden, dass es ein Psychiater sein sollte (Psychologen werden dafür eher nicht beauftragt) ...

Auch dein GdB hat darauf keinen besonderen Einfluss, es gibt Menschen mit GdB 100 die Vollzeit arbeiten können an einem geeigneten Arbeitsplatz, damit kannst du höchstens früher in Rente gehen (Rente für Schwerbehinderte) allerdings auch erst ab 60 plus X Jahren.

Die Abschläge (bis zu 10,8 %) wären zu "verschmerzen", denn die hast du bei Bewilligung einer EM-Rente auch zu erwarten.

Kann deine Probleme zum großen Teil gut nachvollziehen, musste selbst fast 3 Jahre um die EM-Rente kämpfen, allerdings war ich zum Zeitpunkt der Antragstellung schon deutlich länger AU geschrieben, aus dem Krankengeld ausgesteuert (nach 1,5 Jahren) und inzwischen bei der AfA in der "Nahtlosigkeit" gelandet.

Nach knapp 4 Monaten hatte meine KK von mir gefordert eine psychosomatische Reha zu beantragen, sonst würde man das Krankengeld einstellen.
Die KK hatte aber etwas Pech, dass auch der MDK bereits (vorher) bestätigt hatte, dass ich an meinen vorhandenen Arbeitsplatz nicht mehr zurück kehren kann ... zur Kündigung konnte man mich aber nicht zwingen und so musste die KK weiter zahlen.

MfG Doppeloma
 

58iger

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Hallo Doppeloma, erstmal Danke für deine Antwort
Akkut bin ich wegen Deprresion AU (F32.9G)
Schreiben vom VdK an Sozialgericht---
Der am -- geborene Kläger ist aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage seinen Beruf als -- auszuüben.Diese Tätigkeit hat er bereits im Dezember 2015 auf 30 Std. pro Woche verringern müssen.
Auch die Beklagte verkennt nicht,dass er für seinen jetzigen Beruf quantitativ leistungsgemindert ist.
Diese Tätigkeit kann er nur noch drei bis unter sechs Stunden ausüben.
Jedoch sieht die Beklagte für leichte Tätigkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt noch ein vollschichtiges Leistungsvermögen in der Person des Klägers als vorhanden an.
Der Ansicht der Beklagten ist nicht zuzustimmen,da der Kläger auch für leichte Tätigkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vollschichtig nicht mehr leistungsfähig ist.
Im Vordegrund seiner Erkrankungen steht eine rezidivierende depressive Erkrankung,die erstmals im Jahr 2010 auftrat und seit Juli 2014 medikamentös behandelt wird.Der Kläger befindet sich in regelmäßiger Psychotherapie.
In orthopädischer Hinsicht stehen Verschleißerscheinungen der Hüfte und der Kniegelenke im Vordergrund.Es besteht eine Funktionseinschränkung der Innenrotationsfähigkeit der rechten Hüfte.
Der ablehnende Rentenbescheid der Beklagten in Gestalt des Widerspruchsbescheides ist aufzuheben,da entgegen der Auffassung der Beklagten die Vorraussetzungen für die Gewährung einer Versichertenrente wegen Erwerbsminderung vorliegen. Die Erwerbsfähigkeit des Klägers ist infolge von Krankheit und anderen Gebrechen soweit herabgesunken,dass er nicht mehr in der Lage ist,körperlich leichte Tätigkeiten des allgemeinen Arbeitsmarktes mehr als drei Stunden pro Tag zu verrichten.
Insofern er zurzeit wöchentlich 30 Std. arbeitet,geht die eindeutig zu Lasten seiner Gesundheit und ist überobligatorisch.
Wir behalten uns vor,zur Notwendigkeit von Beweiserhebungen nach § 106 SGG weiter vorzutragen,sobald uns die Befundberichte der Ärzte vollständig vorliegen.

Dass Schreiben vom VdK an daß Sozialgericht ist vom 18.07.2016,
den Antrag auf Rente habe ich in Absprache mit meiner Psychologin im Oktober 2014 gestellt.
In einer Reha war ich nocht nicht,auch nicht beim MDK
im September beginne ich eine Theraphie bei einem Psychiater.
Mit meinem AG habe ich mich Zerstritten, er wollte mir keine leichtere Tätigkeit geben(wäre aber für ihn einfach gewesen) ich habe aber noch einen Arbeitsvertrag.
Ich war jeden Tag total fertig wenn ich nach Hause kam so gegen 18.00 Uhr, bin dann schon um 19.00 Uhr ins Bett deshalb habe ich auf 30 Std.reduziert hat aber auch nicht geholfen(ja war dumm von mir)
War seit Antragstellung wegen Rente nur ab und an mal AU, erst jetzt seit März länger.
Der Stress auf der Arbeit(Zeitdruck) und die immer wiederkehrenden Erinnerungen(Träume) an den Tot meiner Frau haben mich fertig gemacht.(weis auch nicht warum sie daß gemacht hat,waren 32 Jahre Verh.)

MfG 58iger
 
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