Krankenversicherungsschutz als Rentenantragstellerin

Feuerdorn

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Hallo zusammen,

in den Tiefen des Forums habe ich nichts gefunden, deshalb mal eine Frage an Euch.

Ich habe Post von der KK bekommen und soll "einmalig" Summe XY zahlen.

Genau steht da:

Meine Mitgliedschaft als Rentenanstragsteller bei der KK

Sehr geehrte Frau Feuerdorn,

sie haben einen Rentenantrag gestellt. Gerne informieren wir sie heute über ihren weiteren Krankenversicherungsschutz.
Bis zum 21.11.2014 waren Sie aufgrund des Bezuges von KG krankenversichert. Vom 22.11.2014 bis 30.11.2014 bestand eine Krankenversicherung als Rentenantragstellerin.

Die Zeit als Rentenantragstellering ist grundsätzlich beitragspflicht.

Für die Monate, in den die Krankenversicherung der Rentner nicht durchgehend besteht, berechnen wir ihren Beitrag selbstverständlich nur anteilig. Für die Zeit vom 22.11.2014 bis 30.11.2014 sind deshalb einmalig (Summe XY) zu zahlen.

Dann kommen zwei Absätze wie das berechnet wurde und wann ich das zu zahlen hätte.

Sodele, also, die Zeit vom 22.11.2014 bis 30.11.2014 war ich zwar Krankgeschrieben, doch die KK ist durch einen externen Gutachter der Meinung, dass ich vollschichtig arbeiten gehen kann und das ich mich Arbeitssuchend melden soll.
Nur haben die mir das nicht mitgeteilt, erfahren habe ich das durch meine Anwältin erst am 28.11.2014 und das war ein Freitag. Ich konnte nicht mehr reagieren und mich bei der AfA Arbeitssuchend melden, deshalb die eine Woche "ohne Krankenversicherung", wobei ich ja der Ansicht bin/war, dass eine Nachversicherungspflicht besteht.
Was passiert denn, wenn ich "nicht" zahle? Ich hatte in dieser Zeit doch auch kein Einkommen, die eine Woche wurde mir von niemanden "Rückwirkend" in irgendeiner Form bezahlt. Wie wollen die von jemand Geld holen, wenn der nichts hat?
Und was hat mein Rentenantrag mit der KK zu tun, noch habe ich doch gar keinen Bescheid :icon_frown:
Fragen über Fragen :rolleyes:
 

Doppeloma

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Hallo Feuerdorn,

Sodele, also, die Zeit vom 22.11.2014 bis 30.11.2014 war ich zwar Krankgeschrieben, doch die KK ist durch einen externen Gutachter der Meinung, dass ich vollschichtig arbeiten gehen kann und das ich mich Arbeitssuchend melden soll.
Nur haben die mir das nicht mitgeteilt, erfahren habe ich das durch meine Anwältin erst am 28.11.2014 und das war ein Freitag. Ich konnte nicht mehr reagieren und mich bei der AfA Arbeitssuchend melden, deshalb die eine Woche "ohne Krankenversicherung", wobei ich ja der Ansicht bin/war, dass eine Nachversicherungspflicht besteht.
soweit ist deine Ansicht richtig, aber nur wenn für solche "Lücken" dann später auch ein Leistungsträger zahlen wird ... ansonsten bist du verpflichtet die Zahlungen selbst zu leisten, bis mal über die EM-Rente entschieden wurde.

Was passiert denn, wenn ich "nicht" zahle? Ich hatte in dieser Zeit doch auch kein Einkommen, die eine Woche wurde mir von niemanden "Rückwirkend" in irgendeiner Form bezahlt. Wie wollen die von jemand Geld holen, wenn der nichts hat?
Zur Not ziehen die alle rechtlich möglichen Register (Mahnung/ Mahnbescheid/Kontopfändung/Gerichtsvollzieher /EV-Abgabe, such dir was aus) ... es besteht nun mal Versicherungspflicht in der KK in D und woher du das nimmst ohne Einkommen ist denen dabei ziemlich egal.

Ich musste damals auch 10 Tage selber bezahlen (wie viel soll es denn sein bei dir ???), das bekam ich dann (von der KK) zurück, als mir die Rente rückwirkend (über diesen Zeitpunkt hinaus) bewilligt wurde ...
Wir hatten erst nachfolgend für den Monat nach ALGI das Hartz 4 beantragt, weil ich denen von meinem ALGI-Rest nichts abgeben wollte ...

Und was hat mein Rentenantrag mit der KK zu tun, noch habe ich doch gar keinen Bescheid :icon_frown:
Ne Menge, denn seit der Antragstellung bist du bereits "vorläufig" in der KK der Rentner (KvdR) versichert und wenn dafür sonst keiner die Beiträge zahlt musst du das selber tun (KK/AfA/Familienversicherung beim Partner z.B.) und in dieser Lücke hat eben kein Anderer gezahlt.

Kommt es später noch zu einer Berentung für diese Zeit, dann bekommst du den Beitrag erstattet aber zunächst musst du den Fehlbetrag ausgleichen, ich nehme jedenfalls an, dass es dir nicht anders möglich sein wird da wieder Ruhe rein zu bringen, bis es mal soweit ist ... :icon_evil:

Zumindest solltest du eine Regelung "gütlich" versuchen, vielleicht lässt man sich auf "Stundung" ein, bis die Rente mal durch ist, denn deren Fehler wirst du auch schlecht beweisen können ...

Tut mir leid aber so sind die Regeln ab Antragstellung auf EM-Rente, darum weiß die KK ja auch eher als du selber wenn sich da was tut, egal ob positiv oder negativ ...

Ich hatte (vom VDK) noch nicht mal den Ablehnungsbescheid zugeschickt bekommen, da haben die mich schon angeschrieben und wollten wissen. ob ich Widerspruch einlegen werde ... :icon_kinn:

MfG Doppeloma
 

Feuerdorn

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Hallo Feuerdorn,



... es besteht nun mal Versicherungspflicht in der KK in D und woher du das nimmst ohne Einkommen ist denen dabei ziemlich egal.



MfG Doppeloma
:dank: erst einmal für deine Antwort.

Wenn in D die Versicherungspflicht herrscht, WAS macht denn die KK mit den Menschen die auf der STraße leben, die vielleicht durch JC ihre Grundsicherung bekommen, aber ansonsten nichts oder gar die Menschen, die nur auf der Straße leben und auch mal ins KH kommen, wie holt sich den die KK da ihre Versichtung, wenn das Pflicht ist?

Es ist nicht viel, waren ja gerade mal 5 Tage, ich soll 45€ zahlen. Ich werde mich mal doof stellen (fällt mir manchmal nicht schwer) und mal schauen, was die sagen :icon_hihi::wink:
 

Doppeloma

Super-Moderation
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Hallo Feuerdorn,

Wenn in D die Versicherungspflicht herrscht, WAS macht denn die KK mit den Menschen die auf der STraße leben, die vielleicht durch JC ihre Grundsicherung bekommen,
Kann dir ja voll nachfühlen, dass dich das frustriert aber ich kann es auch nicht ändern und dir nur beantworten, wie nun mal die Rechtslage dazu aussieht ...
Wer noch irgendwie Geld vom Amt bekommt ist darüber (meines Wissens) auch mindestens Krankenversichert ... :icon_kinn:

aber ansonsten nichts oder gar die Menschen, die nur auf der Straße leben und auch mal ins KH kommen, wie holt sich den die KK da ihre Versichtung, wenn das Pflicht ist?
dann werden sie "notversorgt" sonst wäre es unterlassenen Hilfeleistung und ansonsten so schnell wie möglich wieder vor die Türe gesetzt ... oder sie vegetieren eben ohne ärztliche Versorgung mit ihren diversen Krankheiten auf der Straße herum.

Es gibt öfter mal Beiträge dazu im TV, dass sich Ärzte (ohne Bezahlung) um solche Menschen kümmern, z. B. regelmäßig "Schlafplätze" von Obdachlosen aufsuchen und sich anbieten zu helfen, Einige wollen das dann immer noch nicht und Andere sind sehr dankbar, dass ihre größten Gesundheitsprobleme da ein wenig behandelt werden ...

Ich persönlich finde es schlimm, dass in einem so reichen Land auch Menschen so unwürdig leben müssen, allerdings kann ich nicht immer nachvollziehen wie es dazu mal gekommen ist und habe nicht vor mein Restleben nur damit zu belasten, dass es diese Situationen eben auch gibt ...

Wenn es mir /uns dreckig ging mussten wir auch immer zusehen wie wir das alleine auf die Reihe bekommen, da hat uns auch Keiner bedauert ... das kann nicht der Maßstab für mein eigenes Leben werden und sein ständig nur daran zu denken, dass doch andere noch viel schlimmer dran sind ... in diese Lage kann man schnell kommen, das ist mir auch bewusst aber nur selten ist man daran total "unschuldig" ... wer nicht zum Amt geht /gehen will um seine Rechte dort einzufordern, dem ist dann auch irgendwie nicht mehr zu helfen ...

Dass es nicht überall so gemacht und geregelt wird wie es sein sollte ist eine ganz andere Frage ... aber "rein theoretisch" muss Niemand in D ohne Geld und Versicherung auf der Straße "leben" ... wenn man sich dieser Bürokratie und dem Kampf um das zustehende Geld einfach nicht aussetzen will ... dann bekommt man eben auch nichts ...

Ich denke nicht, dass es im Moment Argumente hergeben kann, deine KK zu besänftigen wenn du denen diese Fragen stellst ... die wollen von dir ihre Beiträge haben für diese fehlenden Tage und "der Rest der bösen Welt" ist denen dabei vermutlich ziemlich egal ... :icon_kinn:

MfG Doppeloma
 

saurbier

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Hallo Feuerdorn,

sorry, aber irgendwie steig ich da jetzt nicht durch, denn mich irritieren die zeitlichen Abläufe ungemein.

Du warst bis zum 30.11.2014 Krank geschrieben und hast von der KV aber nur bis zum 21.11.2014 KG erhalten - richtig?

Dann gab es eine Begutachtung - ich gehe mal davon aus das dies über den MdK erfolgte, wonach man dich wieder für Arbeitsfähig hielt.

Wann erfolgte dann die ominöse Begutachtung, nach dem 21.11. oder schon vor dem 21.11. .

Also aus meiner eigenen Erfahrung heraus, setzt die KV immer Termine welche die Postbearbeitungs- und Laufzeiten berücksichtigen.

Auch wird man seitens des MdK Arztes bei der Begutachtung über das Ergebnis informiert, zumindest haben bei mir die Ärzte dies immer am Ende der Untersuchung gesagt wie es weiter geht.

Mich verwundert jetzt aber noch viel mehr, warum deine Anwältin über die Aufhebung des KG erfahren hat und nicht du.

Mag dies vielleicht daran liegen, dass du bereits mit deiner Anwältin mit der KV im Streit/Kampf liegst und die Anwältin deshalb der Postempfänger ist.

Nun ja, dann würde mich nicht wundern, wenn du von entsprechenden Schreiben erst so spät Kenntnis erlangst.

Ich gehe ja mal davon aus, dass deine Anwältin sicherlich gegen die Aufhebung des KG bezüglich der Arbeitsfähigkeitsprognose rechtliche Schritte unternommen hat, oder.


Gruss saurbier
 
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