Krankenversicherungspflicht ohne Einkommen, da ab 23 Jahre nicht mehr Familienversichert bin, bitte um Hinweise, wie kann ich vorgehen? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Manuel97

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Hallo, ich bin hier neu im Forum und habe eine Frage wozu ich im Internet einfach keine Antwort finde. Ich bitte euch mir irgendwie weiter zu helfen.

Ich bin zurzeit 22 und ohne jegliche Erwerbsarbeit und Einkommen. Ab 23 bin ich nicht mehr kostenlos Familienversichert. Bedeutet, ich muss für die Krankenversicherungskosten ab dem 23 Lebensjahr selber aufkommen OBWOHL ich überhaupt kein Einkommen habe. Oder ich müsste Hartz 4 beantragen aber das wird mit Sicherheit abgelehnt weil meine Eltern arbeiten und wir ein Einfamilienhaus haben und ich und meine Eltern somit keine Bedarfsgemeinschaft darstellen und der Hartz 4 Antrag somit abgelehnt wird weil laut Gesetz sind die Eltern in Lagen wie ich bzw. meine Eltern sich zurzeit befinden, mir gegenüber Unterhaltspflichtig bis 25. Also Hartz 4 vor dem 25 Lebensjahr kann ich knicken und will es auch nicht da ich so viel schlimmes darüber gelesen habe wie schlimm man als Hartz 4 Empfänger behandelt wird und zu alles gezwungen werden kann.

Ich könnte mich ja um Arbeit bemühen, aber ich habe genau 3 Probleme womit ich gar nicht in der Lage bin zur arbeiten bzw. mit Menschen draußen generell Kontakt zu haben. Ja, etwas Faulheit ist auch ein teil davon aber die anderen 2 Probleme sind viel schlimmer und diese Probleme sind mir so peinlich das ich das noch nichtmal Anonym im Internet sagen möchte. Meine eigentliche Frage ist ja aber auch was ganz anderes...

Mein Problem ist ja zurzeit die Krankenversicherungspflicht wenn ich 23 werde und somit selber zahlen muss ohne Einkommen. Dazu habe ich folgendes gefunden:

"Quelle - Vexcash:

Single ohne eigenes Einkommen

Wer kein eigenes Einkommen hat, keine Leistungen vom Staat bezieht und sich nicht über die Familienversicherung versichern kann, darf sich freiwillig gesetzlich versichern. Das gilt, wenn derjenige bereits Mitglied in einer GKV war und diese Tatsache nicht länger als drei Monate zurückliegt. Die Beiträge zur Krankenversicherung müssen selbst gezahlt werden. Ist das nicht möglich, sollte ein Antrag auf staatliche Unterstützung gestellt werden. Ist kein Einkommen vorhanden, geht die Krankenkasse von einem Vermögen aus und legt ein fiktives Einkommen für die Beitragsberechnung zugrunde. Aktuell nimmt die Krankenkasse ein fiktives Mindesteinkommen von 968,33 Euro an und fordert einen Beitrag zur Krankenversicherung (ohne Pflegeversicherung und Zusatzbeitrag) von mindestens 137,57 Euro."
Also mein Vater wird die 137€ ganz sicher nicht zahlen da er für alles im Haus zuständig ist. Meine Mutter verdient zu wenig um so ein Betrag im Monat zu bezahlen. Und ich habe kein Einkommen. Kann ich einen Antrag auf staatliche Unterstützung NUR für die Krankenversicherung stellen? Weil das ist ja in Deutschland Pflicht, ansonsten würde ich sogar darauf verzichten, besser als keine Schulden machen zu müssen aber ich kann das ja nicht da es Pflicht ist.

Kann ich wenigstens irgendwie nur Lebensmittelgutscheine beantragen damit diese Krankenversicherung bezahlt wird oder beim Sozialamt (kein Hartz 4) oder irgendwo Hilfe beantragen?

Ich habe so eine ähnliche Frage schonmal in einem anderen Forum gestellt und wurde extremst persönlich attackiert ohne das die Leute mich und meine Probleme überhaupt kennen. Meine eigentliche Frage wurde außer acht gelassen. Bitte Leute bitte kann mir irgendjemand helfen ich bitte euch!
 

Caye

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Hast du eine abgeschlossene Ausbildung?
Ich vermute nicht, was schade ist, das würde die Sache bzgl. Unterhalt deiner Eltern erheblich vereinfachen.

Ohne Ausbildung sind deine Eltern noch in der Unterhaltspflicht. Da ist es dann etwas komplizierter, sofern du dich nicht um eine Ausbildung bemühst, kann die Unterhaltspflicht wegfallen, sofern du aber zu krank bist, um eine Ausbildung aufzunehmen, wäre sie wieder da.
Das müsste bei euch im Zweifel das Familiengericht entscheiden und bis dahin würde das JC sich arg sträuben, dir irgendwas als Einzel-Bedarfsgemeinschaft zu zahlen. Mal ganz davon abgesehen, dass du U25 bist und bei deinen Eltern lebst.

Ob ihr gemeinsam Anspruch auf Leistungen habt, würde ich noch nicht ausschließen - Wohneigentum ist okay (in den meisten Fällen ist es auch angemessen, wenn ihr nicht grad in einer riesigen Villa wohnt, sollte das kein Problem sein), bzgl. des Einkommens müsstet ihr schauen... Aber das setzt die Kooperation deiner Eltern voraus.

Wenn für euch zu dritt kein Anspruch auf ALG II besteht, müssten deine Eltern dir die Versicherung zahlen (das sind übrigens um die 190€, da kommt die Pflegeversicherung mit rein).
Tun sie das nicht, wäre der nächste Schritt der, dass du deine Eltern auf Unterhalt verklagst und das Familiengericht dann entscheidet, ob noch eine Unterhaltspflicht besteht (wie gesagt, wenn deine Probleme, die dich abhalten, medizinischer Natur sind und als solche auch dokumentiert, also in Behandlung, sind, dürfte die Unterhaltspflicht noch bestehen).

Aber sowas will man wohl kaum, wenn man mit den Eltern zusammen lebt.
Ich nehme an, du hast mit den Eltern über die Krankenversicherung noch nicht gesprochen, bekommst da keine Unterstützung und das Verhältnis ist eh nicht der Knüller?

Dann wäre die Überlegung, die Versicherungsfrage jetzt als den Anlass zu nehmen, die Probleme anzugreifen. Ich hoffe mal nicht, dass du dir wünschst, für den Rest deines Lebens von deinen Eltern durchgefüttert zu werden...
Es gibt für die meisten Probleme ja zumindest Lösungsansätze.
Auch darin kann das Forum dir weiterhelfen, aber dazu müsstest du die Probleme zumindest grob umreißen.
 

Gaestin

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wenn Du eine Ausbildung hast, würde ich versuchen, etwas mit Home Office zu machen, wenn Du mit Menschen keinen Kontakt haben willst. Wenn Du keine hast, sind die Eltern unterhaltspflichtig. Aber erst mal hören, was Du gelernt hast und wie Du Dir die Zukunft vorstellst.
 

Manuel97

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wenn Du eine Ausbildung hast, würde ich versuchen, etwas mit Home Office zu machen, wenn Du mit Menschen keinen Kontakt haben willst. Wenn Du keine hast, sind die Eltern unterhaltspflichtig. Aber erst mal hören, was Du gelernt hast und wie Du Dir die Zukunft vorstellst.
Eine Ausbildung habe ich nicht doch bin Ausbildungssuchend gemeldet.
Wie lange sind denn meine Eltern eigentlich Unterhaltspflichtig? Hört das nicht bei 25 Jahren auf?
 

Manuel97

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Hast du eine abgeschlossene Ausbildung?
Ich vermute nicht, was schade ist, das würde die Sache bzgl. Unterhalt deiner Eltern erheblich vereinfachen.

Ohne Ausbildung sind deine Eltern noch in der Unterhaltspflicht. Da ist es dann etwas komplizierter, sofern du dich nicht um eine Ausbildung bemühst, kann die Unterhaltspflicht wegfallen, sofern du aber zu krank bist, um eine Ausbildung aufzunehmen, wäre sie wieder da.
Das müsste bei euch im Zweifel das Familiengericht entscheiden und bis dahin würde das JC sich arg sträuben, dir irgendwas als Einzel-Bedarfsgemeinschaft zu zahlen. Mal ganz davon abgesehen, dass du U25 bist und bei deinen Eltern lebst.

Ob ihr gemeinsam Anspruch auf Leistungen habt, würde ich noch nicht ausschließen - Wohneigentum ist okay (in den meisten Fällen ist es auch angemessen, wenn ihr nicht grad in einer riesigen Villa wohnt, sollte das kein Problem sein), bzgl. des Einkommens müsstet ihr schauen... Aber das setzt die Kooperation deiner Eltern voraus.

Wenn für euch zu dritt kein Anspruch auf ALG II besteht, müssten deine Eltern dir die Versicherung zahlen (das sind übrigens um die 190€, da kommt die Pflegeversicherung mit rein).
Tun sie das nicht, wäre der nächste Schritt der, dass du deine Eltern auf Unterhalt verklagst und das Familiengericht dann entscheidet, ob noch eine Unterhaltspflicht besteht (wie gesagt, wenn deine Probleme, die dich abhalten, medizinischer Natur sind und als solche auch dokumentiert, also in Behandlung, sind, dürfte die Unterhaltspflicht noch bestehen).

Aber sowas will man wohl kaum, wenn man mit den Eltern zusammen lebt.
Ich nehme an, du hast mit den Eltern über die Krankenversicherung noch nicht gesprochen, bekommst da keine Unterstützung und das Verhältnis ist eh nicht der Knüller?

Dann wäre die Überlegung, die Versicherungsfrage jetzt als den Anlass zu nehmen, die Probleme anzugreifen. Ich hoffe mal nicht, dass du dir wünschst, für den Rest deines Lebens von deinen Eltern durchgefüttert zu werden...
Es gibt für die meisten Probleme ja zumindest Lösungsansätze.
Auch darin kann das Forum dir weiterhelfen, aber dazu müsstest du die Probleme zumindest grob umreißen.
Ich habe soeben erfahren das es gar keine Altersgrenze bei Unterhaltspflicht besteht wenn das "Kind" keine abgeschlossene Ausbildung hat oder nicht auf den eigenen Beinen stehen kann!
Was ist eigentlich wenn ich über 25 Jahre bin und einen Antrag auf Hartz 4 stelle? Kann dieser Antrag dann abgelehnt werden weil meine Eltern Unterhaltspflichtig sind?? Wie gesagt, wir haben ein Einfamilienhaus und alle Zuhause haben ausreichend an Einkommen nur ich habe nichts.

Wenn ich mal mit 25 Jahren ein Antrag auf Hartz 4 stelle, kann das dann mit der Begründung von Unterhaltspflicht der Eltern angelehnt werden? Ich dachte bei 25 Jahren gillt die Bedarfsgemeinschaft nicht mehr (wenn die Eltern nicht bedürftig sind aber ich schon)
 

Caye

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Die BG gilt ab 25 zwar nicht mehr, aber wenn du bis dahin keine Ausbildung abgeschlossen hast, könnte das JC auf die Idee kommen, bei deinen Eltern Unterhalt einzufordern.
Da du aber deinen Unterhaltsanspruch durch Nicht-Bemühen verwirkst, wird das JC das dann vermutlich nicht mehr unbedingt tun, da die Chance darauf, deine Eltern darauf festzunageln, mit dem Alter immer geringer wird.
Wenn du andrerseits Krankheit als Grund dafür geltend machst, könnte das die "Chance" auf Unterhalt wieder erhöhen.

Aber das alles löst dein Problem nicht.

In der aktuellen Situation wirst du kein ALG II bekommen und müsstest deine Eltern im Zweifel drauf verklagen, deine KV zu zahlen.
Spätestens dann ists wohl nicht mehr gesund, bei deinen Eltern zu leben.

Es gibt Alternativen, je nachdem, was deine Probleme sind.
Schulabschluss nachholen mit Bafög und Familienversicherung, Schwerbehinderung mit Kindergeld und Familienversicherung, Ausbildung im geschützten Rahmen (mit oder ohne Internat), Ausziehen...

Aber dir dazu was zu schreiben ist sinnfrei ohne Details.
 

Manuel97

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@Caye
Aus dem Haus werde ich auf Dauer nicht rauskommen können, die Grüne dafür möchte ich hier nicht nennen da das Risiko besteht das mein Vater durch Internet Recherche verdacht schöpfen könnte, dass ich hinter diesen Beiträgen stecke und das wäre richtig peinlich. Ich kann meine Persönlichen Probleme die mich im alltag behindern per PN an dich schreiben falls sowas hier im Forum möglich ist.

Ich möchte noch erwähnen das ich schon einmal eine Ausbildung begonnen hatte, ich wurde daraufhin im Probezeit gekündigt weil ich sehr langsam arbeite. Ich bin generell ein sehr langsamer Mensch auch in der Schule damals war ich IMMER der letzte bei Klassenarbeiten der abgegeben hat wenn ich überhaupt dazu kam, die Lehrer haben sich damals auch immer bei mir beschwert. Allein für einfache alltägliche Sachen wie für das Duschen brauche ich ca. 1-2 stunden! Aber für sowas wird mich kein Arzt der Welt als Erwerbsunfähig beurteilen. Ich habe noch 2 tieflegendere Gründe die ich allerdings wie Erwähnt gerne per PN an euch mitteilen würde aus Angst das hier von meinem Vater eines Tagen mitgelesen wird, wenn er sich im Internet über meine Lage schlau machen möchte. Ich hoffe Ihr versteht das.
 

Caye

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PNs kannst du erst ab einer bestimmten Zahl Beiträge hier im Forum schreiben, die hast du vermutlich noch nicht.
Lass uns mal den Rest hier schonmal klären, dann sollte das hinhauen.

Bzgl. deiner Langsamkeit wäre eine geschützte Ausbildung in einem Berufsbildungswerk vielleicht was für dich.
In welchem Bereich war deine erste Ausbildung denn bzw. in welchen Bereichen bist du interessiert?
BBWs bilden besonders viel im Büro-/IT-Bereich, im Gartenbau und in der Hauswirtschaft aus.
Je nachdem, was du für einen Schulabschluss hast und was du leisten kannst, wäre das eine ganz normale Ausbildung oder eine vereinfachte Helfer-Ausbildung.

So richtig das Gelbe vom Ei für die späteren Jobchancen ist das natürlich nicht, aber allemal besser als gar keine Ausbildung.

Du hast Recht, wegen der Langsamkeit allein bist du höchstwahrscheinlich nicht erwerbsunfähig. Dennoch wäre es interessant, ob da bei dir mal "durchdiagnostiziert" wurde, was dahinter steckt. Selbst wenn dabei keine Lernbehinderung herauskommt (was natürlich für dich wünschenswert wäre), wäre so medizinisch dokumentiert, dass du langsamer bist als der "Normal-Mensch".

Da es natürlich nicht an jeder Ecke BBWs gibt, würde eine solche Ausbildung evtl. beinhalten, in ein Internat zu ziehen. Da solltest du schauen, ob zumindest das eine Option wäre, ansonsten bist du örtlich natürlich arg gebunden.
Darüber können wir gern später per PN noch im Detail schreiben, nur schonmal als Denkanstoß für dich, auch zu überlegen, ob das eine Möglichkeit wäre.

Wie genau der Zugang zum BBW funktioniert habe ich nicht ganz auf dem Schirm. Du müsstest über die Meldung als Ausbildungssuchend ja einen Berater o.ä. bei der Agentur für Arbeit haben, am ehesten muss man das dort klären.
Man kann aber sicher auch ein interessantes BBW raussuchen, das direkt kontaktieren und sich dort helfen lassen.

Für den Zugang kann es vermutlich schon ausreichen, dass du mit 22 noch keine anderweitige Ausbildung gefunden hast und sogar schon eine verloren hast. Idealerweise hast du dazu maximal einen mittelprächtigen Schulabschluss. Richtig hilfreich wäre halt eine ärztliche Dokumentation deiner Langsamkeit und evtl. anderer Probleme (je mehr du davon hast, desto besser).

Wenn dich die Option BBW interessiert, findet sich hier sicher noch jemand, der genauer weiß, wie man in so eine Ausbildung reinkommt.
 
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