Krankenversicherungspauschale beim Wohngeld (1 Betrachter)

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Liska

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Hallo allerseits.

Mein Partner und ich beziehen als Studenten Wohngeld. Bei der Wohngeldberechnung wird eine 10%-Pauschale für die Krankenversicherungskosten angesetzt und vom Brutto abgezogen, ungeachtet der tatsächlichen Kosten. Andererseits werden bei der Berechnung des zum Wohngelderhalt "notwendigen" Einkommens (80% des jeweiligen ALG II-Regelsatzes + Miete inkl. Wohngeld) wiederum die tatsächlichen Krankenversicherungskosten berücksichtigt, so dass ich offiziell über mehr Geld verfüge, als mir tatsächlich zur Verfügung steht.
Dabei machen meine Krankenversicherungskosten als Studentin zwischen 13 und 23% meines Einkommens aus (schwankendes Einkommen), da ich mich nicht über meinen Job versichern darf, wobei die Krankenversicherung tatsächlich <10% meines Einkommens entspräche. Die (leider private) Krankenversicherung meines ebenfalls studierenden, nicht erwerbstätigen Partners kostet gar 32% seines Einkommens.

Besteht irgendeine Möglichkeit, die tatsächlichen Kosten berücksichtigen zu lassen?

Vermutlich gibt es keinen anderen Weg als die Nutzung der Pauschale, ansonsten wären 10% wohl das Minimum. Da wir aber einen erheblichen Teil des uns vermeintlich zur Verfügung stehenden Geldes für die Krankenversicherung draufzahlen müssen und bei der Wohngeldneuberechnung wieder einmal Probleme haben werden, die "Plausibilitätsgrenze" zu erreichen, um nicht auch das Wohngeld noch zu verlieren, möchte ich sichergehen und daher hier nachfragen, ob da jemand mehr weiß.

Habe mir das gerade noch mal durch den Kopf gehen lassen - bedeutet diese Handhabung nicht, dass ich aufgrund des Umstands, dass nur 10% berücksichtigt werden, aber die tatsächlich anfallenden Kosten vom Einkommen zwecks Plausibilitätsprüfung abgezogen werden, ab einer gewissen Höhe des Krankenversicherungsbeitrags (insbesondere als junger Mensch hat man sich die private Krankenversicherung selten ausgesucht) kein Wohngeld mehr erhalten kann? Mal vorausgesetzt, dass man tickt wie ich, ein extrem geringes Einkommen also nicht zum Studienabbruch und Bezug von ALG II führt und man notfalls auch stromlos lebt und sein Essen aus fremderleuts Mülltone zieht, ehe man sein Studium abbricht, womit ALG II langfristig wegfällt.

Vielen Dank!
 
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Caye

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Besteht irgendeine Möglichkeit, die tatsächlichen Kosten berücksichtigen zu lassen?
Nö.

Habe mir das gerade noch mal durch den Kopf gehen lassen - bedeutet diese Handhabung nicht, dass ich aufgrund des Umstands, dass nur 10% berücksichtigt werden, aber die tatsächlich anfallenden Kosten vom Einkommen zwecks Plausibilitätsprüfung abgezogen werden, ab einer gewissen Höhe des Krankenversicherungsbeitrags (insbesondere als junger Mensch hat man sich die private Krankenversicherung selten ausgesucht) kein Wohngeld mehr erhalten kann?
Jepp, so isses. Allerdings kann man sich das mit der PKV schon aussuchen - die Konsequenzen sind nur für Studienanfänger kaum zu überblicken.
 

Liska

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Na ja, bei meinem Partner war es so, dass er schon keinen Anspruch auf Leistungen wie Bafög mehr hatte, als er sein Studium aufnahm, und eine Familienversicherung in der GKV war nicht möglich - die Freiwilligkeit seiner Wahl war also zumindest fragwürdig. Über die Beihilfe war eine Krankenversicherung ohne gravierende Eigenkosten möglich. Leider etablierte sich dann im Verlaufe des Studiums, dass er nicht ganz gesund ist...

Auch ist unschön, dass andere im Haushalt lebende Personen "reingezogen" werden, wenn einer hohe Krankenversicherungsbeiträge zu zahlen hat...

Ich wittere Klagebedarf, aber man kann sich wohl nicht mit allem aufhalten :rolleyes:
 

Caye

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Er hätte sich studentisch in der GKV versichern können, wenn er noch U30 war/ist. Wäre vermutlich nicht teurer geworden. Aber der Zug ist abgefahren, wenn man sich einmal von der studentischen KV-Pflicht befreien lässt, dann bleibt es so.
 

Liska

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Ach so, ich wusste nicht, dass die Beihilfe auch gezahlt wird, wenn das Kind sich in der GKV versichert.
Zum Master kann man wechseln, oder muss man da erst einen Tag oder so exmatrikuliert sein?
 

Caye

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Ne, die Beihilfe hat damit nix zu tun. Es gibt einfach so einen studentischen Tarif bei den GKVen. Der kostet etwa die Hälfte des regulären niedrigsten Tarifes - Waren zu meiner Zeit um die 80€, ist inzwischen sicher etwas mehr, aber dürfte nichtweit in den dreistelligen Bereich gehen.

Wechseln wird nichts. Selbst wenn dein Freund sich für 20 Jahre exmatrikuliert und dann nochmal Vollzeit studieren wollte, müsste er sich privat versichern.
 

Liska

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Ja, ich dachte nur, dass seine Eltern die staatliche Unterstützung in Form von Beihilfe nur erhielten, wenn er Mitglied in der PKV bleibt. Kenne mich damit aber auch gar nicht aus...

Hm, ich habe noch mal recherchiert und dabei gefunden, dass Exmatrikulation und ggf. mehrmonatiger Nichstudentenstatus (wie ich es verstehe, für die Dauer der Kündigungsfrist) die Option beinhalten, in die GKV zu wechseln, wenn man denn rechtzeitig kündigt. Und dann sei die gesetzliche Versicherung dauerhaft, auch in einem Aufbau- oder Zweitstudium möglich...

Falls ich nicht verlinken darf, bitte löschen: Als Student in der PKV: Was passiert nach dem Studium (Praktikum oder Jobsuche nach Exmatrikulation)? - Krankenkasse-Vergleich.de
 

Caye

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Oh, okay. Meine letzte Info war, dass das nie wieder geht. Das liest sich da aber anders (und meine Infos sind locker 10 Jahre alt). Es scheint jedenfalls nicht ganz trivial zu sein. Ich überlege gerade, wer einen da beraten und den Wechsel begleiten kann... Auf die Versicherungen würde ich da wohl eher nicht zählen.
 
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