Krankenversicherung zwischen Arbeitslosigkeit und neuer Arbeit? (2 Betrachter)

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schwanenritter

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Tach,

ich war bis zum 20. März arbeitslos und bin seit 10. April wieder in Arbeit. Dazwischen hatte ich keine Einkünfte, ich habe von Erspartem gelebt. Nun möchte meine Krankenkasse wissen, wo ich in der Zwischenzeit krankenversichert war. Verstehe ich nicht, ich war doch beim Arbeitsamt bis Ende März versichert, und der neue Arbeitgeber hat mich rückwirkend zum 01. April versichert. Oder nicht? Meine Sachbearbeiterin beim Arbeitsamt hat meine Auffassung bestätigt, sagt aber auch, dass sie keine Expertin für Krankenversicherung sei.

Deshalb: wer weiß Näheres?
 

BerndB

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Tach,

ich war bis zum 20. März arbeitslos
Falls gemeint ist, dass bis 20.03.2017 Alg gezahlt wurde, dann hat die AfA auch nur bis 20.03.2017 die KV übernommen.

und bin seit 10. April wieder in Arbeit. ... Verstehe ich nicht, ... und der neue Arbeitgeber hat mich rückwirkend zum 01. April versichert.
Wieso sollte er, wenn du nicht gearbeitet hast.

Du warst vermutlich vom 21.03.-09.04.2017 nicht krankenversichert. Die von dir angesprochene Regelung gilt m. W. bei der RV. Auch dort wurden Beiträge bis 20.03. und dann ab 10.04.2017 gezahlt, die jeweiligen Monate gelten in der Rentenversicherung aber als belegt. So mein Wissenstand aus eigener Erfahrung aus meinem Rentenverlauf.

Ob die 4-wöchige Nachversicherung in der KV für deinen Fall gilt, ist mir nicht bekannt. Falls hier keine genauere Aussage kommt, evtl. beim Krankenkassenforum.de probieren.
 

Kerstin_K

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Die Nachversicherung ist ja nur als Ueberbrueckung gedacht, z. B. Waehrend der Antragsbearbeitung. Die Beitrage werden dann ja nachgezahlt.
 

axellino

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Was hat es damit auf sich, mit dieser Nachversicherung? Davon sprach nämlich auch meine Sachbearbeiterin beim Arbeitsamt.
§ 19 Absatz 2 SGB V

(2) 1Endet die Mitgliedschaft Versicherungspflichtiger, besteht Anspruch auf Leistungen längstens für einen Monat nach dem Ende der Mitgliedschaft, solange keine Erwerbstätigkeit ausgeübt wird. 2Eine Versicherung nach § 10 hat Vorrang vor dem Leistungsanspruch nach Satz 1.
Es gibt den sogenannten nachgehenden Leistungsanspruch gem. § 19 SGB V, danach ist man 4 Wochen "nachversichert".
 
Zuletzt bearbeitet:

schwanenritter

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Es gibt den sogenannten nachgehenden Leistungsanspruch gem. § 19 SGB V, danach ist man 4 Wochen "nachversichert".
Das bedeutet also, wenn ich ab dem 20. März kein Alg mehr erhalten habe, war ich bis zum 19. April "nachversichert". Von dieser Frist habe ich bis zum 10. April Gebrauch gemacht, ab dann war ich ja wieder pflichtversichert.
 

Doppeloma

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Hallo schwanenritter,

Das bedeutet also, wenn ich ab dem 20. März kein Alg mehr erhalten habe, war ich bis zum 19. April "nachversichert".
Theoretisch ja aber es hat ja nachträglich Niemand die Beiträge für diesen Zeitraum gezahlt ...
Das ist mit der "Überbrückung" (durch die Nachversicherung) gemeint, wenn es z.B. beim Übergang Krankenkasse / AfA etwas dauert, bis dann "nahtlos" die Beiträge von der AfA gezahlt werden.

Oder eben bis dein AG dich (nahtlos) nach dem ALGI bei der KK gemeldet hat ... diese Meldungen erfolgen meist erst zum Monats-Ende aber eben erst ab dem Tag deiner Beschäftigung rückwirkend.

Von dieser Frist habe ich bis zum 10. April Gebrauch gemacht, ab dann war ich ja wieder pflichtversichert.
Für diese Lücke übernimmt aber auch jetzt nachträglich Niemand die Beiträge, die AfA hat ihre Leistungen mit dem 19.03. eingestellt, also hat da auch die KV geendet.

Ab dem 10.04. wirst du von deinem AG bei der K-Versicherung gemeldet, warum soll das rückwirkend zum 01.04. gelten, der AG zahlt doch erst ab Arbeitsaufnahme Beiträge aus deinem Lohn für dich.

Das mit der "Rückwirkung" auf den 01. des Antragsmonats hat was mit ALGII / Hartz 4 zu tun, für ein Arbeitsverhältnis gilt das nicht. :icon_evil:

Darum möchte die KK jetzt wissen was du vom 20.03. bis 09.04. vielleicht gemacht hast wo vielleicht noch die (bisher fehlenden) Beiträge kommen könnten, ansonsten musst du diese Beiträge selbst zahlen, es sei denn du kannst (ersatzweise) in die Familienversicherung beim Ehepartner (so vorhanden und auch gesetzlich versichert).

Ich musste damals auch 10 Tage K-Versicherung selber zahlen, weil ich am 19. eines Monats aus dem ALGI raus war und erst zum nächsten 01. ALG II beantragen wollte (um die Restzahlung ALG I vor Anrechnung beim JC zu bewahren), sonst hat das ja Niemand gemacht, da nützt auch die "Nachversicherung" nichts. :icon_evil:

Ich bekam das Geld später von der KK zurück weil meine EM-Rente dann in diese Zeit zurück bewilligt wurde, die DRV hat dann also die Beiträge noch nachträglich gezahlt /mit der KK verechnet, darum bekam ich diese Beiträge dann erstattet.

Die Nachversicherung ersetzt nicht komplett die Beitragspflicht, die sorgt nur dafür, dass du auch weiter zum Arzt gehen kannst, wenn es mal dauern sollte mit der Anmeldung.

Vermutlich hat es auch deswegen gedauert mit der Nachfrage von der KK weil dein AG dich jetzt angemeldet hatte (mit Versicherungs-Beginn zum 10.04.) und die entstandene "Beitrags-Lücke" dadurch erst aufgefallen ist.

Du wirst sehr bald die Rechnung bekommen und die Daten für die Einzahlung, denn EINER muss die Beiträge zahlen und das wirst wohl aktuell nur noch du selbst sein können.

Für die 10 Tage musste ich damals rund 50 € zahlen.

Es steht nicht ganz ohne Grund auf den Aufhebungsbescheiden der Leistungsträger, dass man ab Aufhebung NICHT mehr krankenversichert ist und sich darum kümmern und seine KK kontaktieren sollte. :icon_evil:

Um die DRV musst du dir keine Gedanken machen, noch gibt es keine Pflicht rentenversichert zu sein wenn man gerade in keinem versicherungspflichtigen Arbeits- oder Leistungsverhältnis ist ...

MfG Doppeloma
 

Wolle58

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Hallo schwanenritter,

geh zu deiner Krankenkasse und sage Ihnen was Sache ist

dann weist Du es genau.

LG
Wolle
 

taeufer

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Zwischenzeitlich nicht krankenversichert zu sein, ist doch gar nicht mehr möglich. Wenn alles korrekt gemeldet wurde, muss doch eine Mitgliedschaft bei einer KK bestanden haben. Wenn die KK nicht gewechselt wurde, muss es ja dieselbe sein. Bin auf jeden Fall sehr interessiert, wie die Sache ausgeht.
 

franky0815

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natürlich bleibt man mitglied der kk, allerdings laufen beitragsschulden auf wenn weder amt noch arbeitgeber die beiträge zahlen, die 20 tage wird der te selbst zahlen müssen.
 

schwanenritter

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die 20 tage wird der te selbst zahlen müssen.
Zu früh gefreut, wird er nicht. Nachdem ich der Krankenkasse das mitgeteilt hatte, was sie ohnehin schon wussten, nämlich arbeitslos bis zu einem Datum und in Arbeit ab einem anderen Datum, teilten sie mir gar nichts mehr mit. Auf Nachfrage ließen sie sich dann dazu herab mir zu erklären, es sei kein Beitrag nachzuzahlen, weil diese Frist in die 4-Wochen-Frist fallen würde. Gut, dass wir mal drüber gesprochen haben.
 
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