Krankenversicherung - Rauswurf - 22 Jahre - Wohnhaft bei Eltern - weder ALGI oder ALGII (1 Betrachter)

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ardakop

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Hallo,

meine Schwester ist 22 Jahre alt, wohnt bei unseren Eltern in der Wohnung und hat einen Brief der Krankenkasse erhalten mit bitte einen Nachweis zu erbringen was Sie gerade macht (Schule, Ausbildung,Bildungswerk...) denn ansonsten droht der Rauswurf.

Unsere Mutter ist in diesem Haushalt alleine ErwerbstĂ€tig, unser Vater erhĂ€lt eine kleine FrĂŒhrente. Ich bin nicht mehr Wohnhaft bei den Eltern. Meine Schwester hat diverse LernschwĂ€chen, gerade so einen Hauptschulabschluss in einer Schule in Fulda fĂŒr Menschen erlangt wo massive SchwĂ€chen haben, lebte eine Weile in Riedstadt weil aggressiv, wehrt sich gegen jede Maßnahme oder aber Ausbildung in einem Bildungswerk und ist kein leichter Vermittlungsfall. Ausziehen kommt nicht infrage, ob Sie alleine klar kommen wĂŒrde ist eine andere Frage... Aber GlĂŒcklich verliebt ist Sie :)

Sie erhĂ€lt weder ALGI da noch nie ErwerbstĂ€tig noch ALGII da bei Eltern Wohnhaft, Mutter arbeitet, Vater Rente sprich Geld genug ist zum Leben da. Nach meinen Berechnungen wĂŒrde Sie es nicht erhalten solange Sie nicht 25 ist und somit eine eigene Bedarfsgemeinschaft.

Frage ist wie können wir Sie versichern wenn die Krankenkasse Sie rauswerfen wird ? Welche Möglichkeiten gibt es ?
Weder Arbeitsamt noch Jobcenter wollen oder können helfen.
 

Anna B.

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AW: Krankenversicherung - Rauswurf - 22 Jahre - Wohnhaft bei Eltern - weder ALGI oder AL

Hallo,

frag doch direkt bei der Krankenkasse!

Wenn jemand das 22.Lebensjahr vollendet hat, dann entfÀllt die kostenlose Mitversicherung bei einem Elternteil.
Es sei denn, man geht noch zur Schule oder Uni.

Da dieses hier nicht der Fall ist, gibt es die Möglichkeit der freiwilligen Weiterversicherung..
als "Stellenlose" zum Mindestbeitrag, der irgendwo bei 130 - 150 Euro im Monat liegt.

Alternativ wĂ€re auch die Aufnahme einer TĂ€tigkeit in einer Werkstatt fĂŒr Behinderte eine Möglichkeit, um VErsicherungspflicht zu erlangen und auch dann KV-versichert zu sein.
Es wĂŒrde sogar von einem fiktiven Bruttobetrag um rund 2000 Euro monatlich Beitrag zur Rentenversicherung eingezahlt werden.

Vielleicht wĂ€re mal so ein Schnuppertag in einer solchen Werkstatt etwas fĂŒr sie?...sie könnte ja auch die TĂ€tigkeit einer Telefonistin, oder BĂŒrohilfskraft oder in der KĂŒche ĂŒbernehmen.
Sie muß allerdings bereit sein, was zu tun. Da sollten dann auch die Eltern Sorge tragen, dass sie in die richtige Richtung gelenkt wird.

Oder halt freiwillige Weiterversicherung in der KV..und dann ist sie erst mal krankenversichert..aber das löst das Problem auf Dauer auch nicht...
Es muß ihr klar gemacht werden, dass sie ja auch Ă€lter wird und sie auch fĂŒr die Zukunft vorsorgen muß.

Ansonsten dringend das GesprÀch mit der KK suchen.
In dem Brief wird nicht stehen, dass sie rausgeworfen wird, sondern das der Versicherungsschutz endet, wenn kein Nachweis erbracht wird.
Es wird auch drutner stehen, dass bei Fragen selbstverstÀndlich ein BeratungsgesprÀch stattfinden kann.
also Termin mit KK abmachen oder einfach mal mit dem Schrieb dort auftauchen..
 

doppelhexe

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AW: Krankenversicherung - Rauswurf - 22 Jahre - Wohnhaft bei Eltern - weder ALGI oder AL

sie muss sich freiwillig in der gesetzl. krankenversicherung versichern und im mom einen betrag von ca. 160€ monatlich zahlen.

tut sie das nicht ist sie erstens nicht KV-versichert und zweitens laufen schulden auf, da versicherungspflicht besteht.
 

ardakop

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AW: Krankenversicherung - Rauswurf - 22 Jahre - Wohnhaft bei Eltern - weder ALGI oder AL

okey das gebe ich so mal weiter.
Ja sehr sehr schwierig, sie interessiert sich fĂŒr nichts, ist ĂŒbertrieben frech hat eine große klappe aber nichts dahinter. Eigentlich koennte sie voll einfach als frau etwas bekommen trotz ihrer schwaechen. Bloed ist sie nicht, vllt. Schauspielerisch begabt...
Gibts nicht die moeglichkeit ihr zwangsweise eine unterkunft zu geben um mal langsam das biest ins wahre leben zu fĂŒhren.

Weil bis tief in die nacht abfeiern und lange schlafen ist nicht. Nach einem rauswurf hatte mutti ein warmes herz und hat sie wieder aufgenommen. Sie wollte sich bessern aber alles nur leere versprechungen.

Quasi rauswurf, zwangsunterkunft oder whg, dann kdu sowie regelsatz inkl. Versicherung. SpÀtestens wenn sie merkt 400 ist kein geld wird sie arbeiten gehen wenigstens auf 450.

Sonst werden es drei jahre privat durch mutti um ab 25 jahre sie zum amt zu schicken wg. Eigene bedarfsgemeinschaft
 

Helga40

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AW: Krankenversicherung - Rauswurf - 22 Jahre - Wohnhaft bei Eltern - weder ALGI oder AL

Du wirst wohl nicht korrigieren können, was deine Eltern in der Erziehung falsch gemacht haben. Wie soll das gehen?
 

Bitas

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AW: Krankenversicherung - Rauswurf - 22 Jahre - Wohnhaft bei Eltern - weder ALGI oder AL

Die einzigen die was an der Situation Ă€ndern könntenist sind Deine Eltern, aber solange sie wie ne Glucke an der Tochter hĂ€ngen, wird alles so bleiben wie es ist.......die Tochter tut mir leid, nicht die Eltern, weil die Eltern die Tochter nicht erwachsen werden lassen.....vor die TĂŒr setzen.....
Ist nur meine Meinung und ist nicht allgemein GĂŒltig.
 
E

ExitUser

Gast
AW: Krankenversicherung - Rauswurf - 22 Jahre - Wohnhaft bei Eltern - weder ALGI oder AL

Gibts nicht die moeglichkeit ihr zwangsweise eine unterkunft zu geben um mal langsam das biest ins wahre leben zu fĂŒhren.
Betreutes Wohnen vielleicht, wenn sie behindert ist. Das wĂŒrde das Sozialamt ĂŒbernehmen. Da gibt es so eine Art WG's mit Betreuung oder aber auch ambulante Betreuung in der eigenen Wohnung. Sie muss das wollen, sonst macht es keinen Sinn. Ist die ErwerbsfĂ€higkeit ĂŒberhaupt schon begutachtet worden?
 
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ardakop

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AW: Krankenversicherung - Rauswurf - 22 Jahre - Wohnhaft bei Eltern - weder ALGI oder AL

wegen erziehung ich denke da ist alles top. ich kann von mir behaupten gute erziehung genossen zu haben und auch vom menschen her gut zu sein.
ich bin batman und meine schwester der joker :) das wollte ich zum ausdruck bringen
um zurĂŒck aufs thema zu kommen wird uns wohl nix ĂŒbrig bleiben privat in zahlung zu treten oder sie muss ausziehen ^^

aber eine frage habe ich noch was wĂ€re wenn sie den regelsatz nicht bekommt, wir den antrag stellen, ablehnung erhalten weil zuviel einkommen der eltern, mĂŒsste das jobcenter sie dann wenigstens zwangsversichern ?
 

Helga40

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AW: Krankenversicherung - Rauswurf - 22 Jahre - Wohnhaft bei Eltern - weder ALGI oder AL

Nein, das ist nicht Aufgabe des JC. Es gĂ€be nur einen Zuschuss zu den Kosten der KV BeitrĂ€ge, wenn das Familieneinkommen so knapp ĂŒber dem ALG2 ist, dass durch die BeitrĂ€ge zur freiwilligen Versicherung der Bedarf nicht gedeckt wĂ€re.

Dass innerhalb einer Familie sich die Kinder unterschiedlich entwickeln, ist kein Indiz dafĂŒr, dass die Eltern korrekt erzogen haben und eine schlechte Entwicklung dann nur an dem "Schwarzen Schaf" liegt. Eltern erziehen nĂ€mlich durchaus unterschiedlich.
 

bobby99

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AW: Krankenversicherung - Rauswurf - 22 Jahre - Wohnhaft bei Eltern - weder ALGI oder AL

Ohne Beantragung von ALG2 keine Krankenversicherung (ohne Einkommen)!!!

Mehr kann man da nicht zu sagen.......
 

ardakop

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AW: Krankenversicherung - Rauswurf - 22 Jahre - Wohnhaft bei Eltern - weder ALGI oder AL

haben demnĂ€chst fĂŒr meine 22. jaehrige schwester eine wohnungsbesichtigung. wir möchten gerne erfahren ob sie die wohnung bezahlt bekommt bei zuschlag also ĂŒbernahme der vollen kosten (kdu-glaube so heisst es).

desweiteren ob sie dann ihre eigene bedarfsgemeinschaft ist sobald sie nicht mehr im eltern haus wohnt. ebenso ob dann bezug von alg2 oder sozialhilfe möglich ist ohne das die eltern etwas offen legen mĂŒssen. derzeit zahlt mutter die krankenversicherung privat.

vater frĂŒhrentner, mutter arbeitet. ich selber bin ĂŒber 25. wohne alleine.
 

RoxyMusic

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https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__22.html

§ 22 Bedarfe fĂŒr Unterkunft und Heizung
"(5) Sofern Personen, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, umziehen, werden Bedarfe fĂŒr Unterkunft und Heizung fĂŒr die Zeit nach einem Umzug bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres nur anerkannt, wenn der kommunale TrĂ€ger dies vor Abschluss des Vertrages ĂŒber die Unterkunft zugesichert hat. Der kommunale TrĂ€ger ist zur Zusicherung verpflichtet, wenn
1. die oder der Betroffene aus schwerwiegenden sozialen GrĂŒnden nicht auf die Wohnung der Eltern oder eines Elternteils verwiesen werden kann, ..."

Auch wenn die Eltern eine entsprechende schriftliche ErklĂ€rung abgeben wĂŒrden, bliebe noch immer die grundsĂ€tzliche Negativhaltung der Schwester: "wehrt sich gegen jede Maßnahme oder aber Ausbildung in einem Bildungswerk und ist kein leichter Vermittlungsfall." Sollte sie diese Einstellung beibehalten, wĂ€ren Sanktionen vorprogrammiert.
 

Doppeloma

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AW: Krankenversicherung - Rauswurf - 22 Jahre - Wohnhaft bei Eltern - weder ALGI oder AL

Hallo ardakop,

haben demnĂ€chst fĂŒr meine 22. jaehrige schwester eine wohnungsbesichtigung. wir möchten gerne erfahren ob sie die wohnung bezahlt bekommt bei zuschlag also ĂŒbernahme der vollen kosten (kdu-glaube so heisst es).
Ja so heißt es (KdU) aber wie schon beschrieben wurde, darf sie (U 25) ohne ernsthafte GrĂŒnde gar nicht einfach ausziehen und sich eine eigene Wohnung nehmen, die dann der Staat bezahlen soll. :icon_evil:

"Null-Bock" und "lieber feiern" dĂŒrfte dafĂŒr nicht ausreichend sein beim Amt, in der Regel sind Eltern schon lt. BGB bis zum Abschluss einer Erstausbildung unterhaltspflichtig und das JC MUSS einverstanden sein, ehe der Mietvertrag unterschrieben wird.

Da verkennst du völlig die Situation und die Rechtslage, es "reicht" ja offenbar finanziell obwohl die Krankenversicherung nun selbst bezahlt wird, fĂŒr persönliche "Extras" wird sie ihren PoPo bewegen und sich selber Geld verdienen mĂŒssen, wenn die Eltern (außer Zimmer/ Essen und notwendige Bekleidung) NIX ĂŒber haben ...

desweiteren ob sie dann ihre eigene bedarfsgemeinschaft ist sobald sie nicht mehr im eltern haus wohnt.
Sie bekommt KEIN Geld vom JC, wenn sie einfach auszieht, weil U 25 nur in schwerwiegenden AusnahmefĂ€llen (nachgewisene hĂ€usliche Gewalt z.B.) einen eigenen Anspruch aus dem SGB II hat als "Einzel-BG", das ist nicht als Erziehungsmaßnahme geplant. :icon_evil:

Ich glaube auch kaum, dass sie ohne eigenes Einkommen (oder schriftliche BestĂ€tigung der MietĂŒbernahme durch das JC) einen Mietvertrag bekommen wird, es sei denn die Eltern (oder du) ĂŒbernehmen die Garantie fĂŒr die Zahlungen der Miete.

ebenso ob dann bezug von alg2 oder sozialhilfe möglich ist ohne das die eltern etwas offen legen mĂŒssen. derzeit zahlt mutter die krankenversicherung privat.
Wovon trĂ€umst du denn sonst noch so, Sozial-HILFE bekommen nur Menschen bei denen bereits medizinisch festgestellt wurde, dass sie NICHT arbeiten gehen können (aus rein gesundheitlichen GrĂŒnden), fĂŒr ErwerbsfĂ€hige (auch mit gewissen EinschrĂ€nkungen) wurde extra das SGB II "erfunden", damit die nicht direkt in die Sozial-HILFE kommen sollen.

Wie schon beschrieben mĂŒssen die Eltern in beiden FĂ€llen ALLES offen legen wenn deine Schwester aktuell Sozial-Leistungen in Anspruch nehmen möchte, weil sie gesetzlich noch zum Unterhalt verpflichtet sind.

In der Sozial-HILFE bleibt das auch so wenn sie Ü 25 ist, sie sollte mal langsam "aufwachen" und was fĂŒr ihre berufliche Zukunft und ein regelmĂ€ĂŸiges Einkommen tun ... in einer Ausbildung wĂ€re sie auch wieder selbst versichert und bekommt meist sogar regelmĂ€ĂŸig Geld ...

vater frĂŒhrentner, mutter arbeitet. ich selber bin ĂŒber 25. wohne alleine.
Du hast damit im Prinzip NICHTS zu tun, das ist eine Angelegenheit zwischen Eltern und Kindern, Geschwister sind gesetzlich gesehen NICHT fĂŒreinander verantwortlich zu machen und an deiner Stelle solltest du dich auch nicht vor ihren "Karren spannen lassen" ... :icon_evil:

Es kann ja mit 22 nicht das vordergrĂŒndige Ziel sein, sich irgendwie mit Sozial-Leistungen "ĂŒber Wasser zu halten", weil man fĂŒr was VernĂŒnftiges noch keine Lust hat ... sorry aber so kommt das rĂŒber und so lange sie dabei weiter "unterstĂŒtzt" wird, ist das (fĂŒr sie) eine sehr einfache Lösung.

Alle machen sich Gedanken um ihr Leben, nur sie selber nicht ... zur Not gibt es ja staatliche Sozial-Leistungen ...
Du willst ihr helfen aber du versuchst es auch mit den falschen Mitteln ... sie ist aber NICHT wirklich "in Not" und nur dafĂŒr sind diese Mittel vorgesehen.

MfG Doppeloma
 

ardakop

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Danke fĂŒr eure Antworten, ich gebe das mal so weiter.
 
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