Krankenversicherung nach dem Auslaufen von ALG1 und neuem Job 5 Wochen danach

Felix39

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Hallo zusammen, ich würde mich freuen wenn ihr mir bei meinem etwas speziellem Problem weiterhelfen könnt. Ich beschreibe es so kurz wie möglich:

Ich beziehe derzeit noch ALG1, das aber am 26.9.18 ausläuft. Eine neue Anstellung habe ich zwar sicher, allerdings erst zum 1.11.18. Somit liegt leider etwas mehr als ein Monat zwischen ALG1-Ende und der neuen Stelle, und ich mache mir Sorgen wegen dem Krankenversicherungsbeitrag in dieser Zeit (übergangsweise ALG2 ist für mich keine Option). Diese als freiwillig Versicherter zu zahlen, ist ja ganz schön happig.

Jetzt habe ich gelesen, dass nach § 19 Abs. 2 SGB V der Versicherungsschutz übergangsweise noch ein Monat nach Ende (des ALG1-Bezugs) erhalten bleibt. Damit fehlen mir aber immer noch ein paar Tage :frown:
Schlimmer noch: Ich müsste nicht nur die paar Tage, die über dem einen Monat liegen, selber zahlen, sondern den gesamten Zeitraum vom 27.9. bis 31.10. Wenn das nicht stimmt, bitte korrigieren.

Also was tun, um irgendwie die Anspruchsdauer um eine Woche zu verlängern?

Durch Krankmeldung kann man die Anspruchsdauer nicht verlängern (Erst wenn ab 6 Wochen Krankengeld gezahlt würde).

Am naheliegensten wäre irgendeine kurze Aushilfsbeschäftigung, aber für (exakt!) den kurzen Zeitraum Ende September finde ich da leider nichts.

Andere Idee wäre irgendeine kurze "Maßnahme"-Weiterbildung. Inwiefern verlängert sich dadurch die Anspruchsdauer? Und vor allem: Reicht es für den Krankenversicherungsübergang aus, wenn die Maßnahme in der ALG1-Bezugsdauer beginnt und dann Anfang Oktober endet?


Ganz lieben Dank für Eure Antworten!
 

vidar

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Moin @Felix39, :welcome:

Es ist zwar deine Entscheidung!? Ich aber würde trotzdem beim JC vorstellig werden, um den Finanzbedarf und die Krankenversicherung bis zum Start deiner neuen Beschäftigung gesichert zu haben. Ich kann mir zumindest nicht vorstellen, dass du innerhalb dieser (nur) 5 Wochen H4-Bezugsdauer mit Problemen durch das JC zu rechnen hättest.

Eine zeitlich kurze Maßnahme, hier von 5 Wochen, erhöht nicht deine ALG-1 Bezugsdauer. Selbst wenn es überhaupt eine derartige kurze Maßnahmen überhaupt geben würde, wäre das JC ab dem 30.09.2018 sowieso für dich zuständig. Helfen könnte dir ggf. eine befristete Teilzeitbeschäftigung, die dann aber auch sozialversicherungspflichtig sein müsste. Mit einer 450 € Beschäftigung dürfte mMn das Problem der Krankenversicherung nicht gelöst werden.

Sollten also bei dir keine schwerwiegende Gründe gegen einen Leistungsbezug von H4 vorliegen, nimm deine Rechte war, und fordere, selbst für diesen nur geringen Zeitraum, deinen Leistungsanspruch beim JC ein.
 

franky0815

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Jetzt habe ich gelesen, dass nach § 19 Abs. 2 SGB V der Versicherungsschutz übergangsweise noch ein Monat nach Ende (des ALG1-Bezugs) erhalten bleibt. Damit fehlen mir aber immer noch ein paar Tage :frown:
Schlimmer noch: Ich müsste nicht nur die paar Tage, die über dem einen Monat liegen, selber zahlen, sondern den gesamten Zeitraum vom 27.9. bis 31.10. Wenn das nicht stimmt, bitte korrigieren.
Ich würde mich an deiner stelle bei deiner KK direkt erkundigen, die sagen dir was sache ist und was es kostet, die Gesetzliche kostet momentan 180,67€ monatlich.
 

Kerstin_K

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Ein Minijob ist zwar nicht sozialversicherungspflichtig, bringt aber eventuell das Geld fuer die Versicherung rein.
 

vidar

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Ein Minijob ist zwar nicht sozialversicherungspflichtig, bringt aber eventuell das Geld fuer die Versicherung rein.
Genau, könnte sogar für die spätere Rente wichtig sein, sofern man sich hier nicht von der Beitragszahlung befreien lässt. Bei einer anschließenden H4-Sozialleistungsbezug wird jedoch zumindest die Zeit (ohne Auswirkung auf die künftige Rentenhöhe) automatisch mit berücksichtigt.
 

Felix39

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Danke für eure Antworten, weiß den jemand, ob mich auch ein kurzzeitiger Minijob in den neuen Monat "retten" würde? Ich befürchte leider, das das nichts helfen wird, da dieser nicht versicherungspflichtig ist, oder? Ein >450-Job ist so kurzfristig leider kaum zu finden.
 

Doppeloma

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Hallo Felix39,

Durch Krankmeldung kann man die Anspruchsdauer nicht verlängern (Erst wenn ab 6 Wochen Krankengeld gezahlt würde).
Wer sagt das ???

Nach § 146 SGB III gilt zwar die Leistungsfortzahlung bis zu 6 Wochen aber wenn das ALGI vorher abläuft, wäre die KK eben auch eher dran zu zahlen.

Das nur mal als rein rechtlichen Hinweis, nicht als Verhaltens-Vorschlag. :icon_evil:
Aber wenn du noch krank wirst vor Ablauf des ALGI, dann ist das eben (leider) so ... :idea:

Ansonsten wirst du die Beiträge selber zahlen müssen.

MfG Doppeloma
 

Felix39

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Nach § 146 SGB III gilt zwar die Leistungsfortzahlung bis zu 6 Wochen aber wenn das ALGI vorher abläuft, wäre die KK eben auch eher dran zu zahlen.
Ich verstehe nicht recht was du meinst. Mein ALG1 läuft ja am 26.9. aus. Wenn ich jetzt vom, sagen wir, 25.9. bis 2.10. krank geschrieben wäre, wäre ich dann auch bis zum 2.10. durch die Agentur für Arbeit weiterhin pflichtversichert?
 

Doppeloma

Super-Moderation
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Hallo Felix39,

Ich verstehe nicht recht was du meinst. Mein ALG1 läuft ja am 26.9. aus.
Das ist mir nicht entgangen, ich habe dir doch geschrieben was passiert wenn du vorher noch krank werden solltest und dass es keine 6 Wochen (Anspruch auf ALGI) mehr geben muss, um trotzdem anschließend Krankengeld zu bekommen ...

Wenn ich jetzt vom, sagen wir, 25.9. bis 2.10. krank geschrieben wäre, wäre ich dann auch bis zum 2.10. durch die Agentur für Arbeit weiterhin pflichtversichert?
Nein, bist du nicht und du solltest die KK auch nicht mit der "Nase darauf stoßen", dass du dich zur "Überbrückung" einer Durstsrecke AU schreiben lässt, also besser NICHT erst am letzten ALGI - Tag ... die AU bei AfA UND KK einreichen.

Wenn deine Krankheit (ohne Lücke fortlaufend ärztlich bescheinigt) dann bis Ende Oktober andauern sollte, dann bist du ab dem 27.09. über die KK und das Krankengeld auch gleichzeitig krankenversichert.

Ansonsten tritt dann erst ab Ende der bescheinigten AU die gesetzliche Nachversicherung in Kraft und endet (im besten Falle) direkt mit deiner Arbeitsaufnahme am 01.11.
Sollte deine Genesung bis dahin dauern kannst / solltest du die AU zur Arbeitsaufnahme dann beenden lassen ... noch deutlicher geht ja nun kaum noch ... :idea:

Die AfA wird dich fristgerecht bei der KK abmelden (die AfA will deine AU dann auch ab dem 27.09. nicht mehr haben) und die KK wird das vielleicht auch nicht besonders "gut" finden, aber zunächst wird sie zahlen müssen wenn du nachweislich weiter AU-krank bist.

MfG Doppeloma
 
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