Krankenschein (Hausarzt) vs. Sozialmedizinische gutachterliche Stellungnahme, JC meint ich könne trotzdem in Maßnahmen oder 1-€-Jobs ???

immerzu

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Hallo Leser,

folgendes Problem:

Ich bin seit längerer Zeit durch meinen Hausarzt krankgeschrieben. Habe nun (fast) alle Fachärzte in meiner Stadt durch, aber keiner von denen konnte mir (medizinisch) helfen. Die dritte Amtsärztliche Untersuchung hatte ich nun auch hinter mir und nach Wochen des Wartens kam dann ein Termin beim JC "zur Besprechung meiner beruflichen Situation". Krankenscheine liegen/ lagen dem JC jeweils pünktlich (ohne Unterbrechung) vor. Das Gutachten kommt zu dem Schluss, ich sei "vollschichtig einsetzbar" (wurde mir nebenbei mitgeteilt).

Also fragt mich der FM, was ich mir so arbeitstechnisch vorstellen könnte. Ich war verwundert und antwortete, nichts (kann ich mir vorstellen). Es geht mir gesundheitlich schlecht und ich fühle mich nicht in der Lage Arbeiten durchzuführen oder an Maßnahmen teilzunehmen. Nach der Aussage des FM bedeute es nicht, dass der Krankenschein mich von allen Arbeiten ausschließen würde.

Uff.

Der FM bezieht sich auf das Gutachten, ich beziehe mich auf die Krankschreibung durch meinen Hausarzt.

Ich wollte nun einen schriftlichen Nachweis über das Gesagte des FM haben, was ich nicht bekam. Was ich bekommen könnte, wäre ein Verwaltungsakt (in dem vermutlich drinnen steht, dass ich an einer Maßnahme oder was auch immer, teilnehmen soll).

Wie sollte ich mich nun weiter verhalten. Das Gutachten, erstellt durch eine Ärztin, welche für den Amtsärztlichen Dienst arbeitet, beurteile ich als fehlerhaft und inhaltlich nicht korrekt, da auf viele Erkrankungen nicht eingegangen wird, andere nicht entsprechend dargestellt werden oder gar nicht erwähnt werden. Allerdings habe ich (bis jetzt) nur den Teil B des Gutachtens zu Gesicht bekommen und nicht auch den Teil A. Sollte ich eine Löschung dieses Gutachtens beim Amtsärztlichen Dienst "erzwingen"? Den VA abwarten und Widerspruch dagegen einlegen?



Vielen Dank für Hilfe.



Grüße von einem (jetzt) vollkommen verwirrten Hartzer...
 

ZynHH

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Dann hol dir doch mal vom äD das Komplette Gutachten, also Teil A und Teil B.

Der äD entscheidet überhaupt nicht darüber ob du AU bist oder nicht, sondern ob du Einschränkungen in der Vermittelbarkeit hast, wenn du nicht AU bist.

Dein Hausarzt entscheidet darüber, ob du AU bist, nicht ob du erwerbsmäßig eingeschränkt vermittelbar bist.

Wenn dein Arzt dich AU schreibt, bist du arbeitsunfähig und kannst für die Dauer der AU nicht vermittelt werden oder an Massnahmen teilnehmen.
Wenn dein jc sb die AU anzweifeln möchte, muss er den MDK einschalten.
 

immerzu

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Dann hol dir doch mal vom äD das Komplette Gutachten, also Teil A und Teil B.
Das werde ich machen!

Der äD entscheidet überhaupt nicht darüber ob du AU bist oder nicht, sondern ob du Einschränkungen in der Vermittelbarkeit hast, wenn du nicht AU bist.
Davon war ich bis dahin auch ausgegangen, aber der FM meint es wohl anders und ich werde dann (von Ihm) einen VA erhalten.


Dein Hausarzt entscheidet darüber, ob du AU bist, nicht ob du erwerbsmäßig eingeschränkt vermittelbar bist.
Dito.

...
Wenn dein jc sb die AU anzweifeln möchte, muss er den MDK einschalten.
Ich wurde bisher nur (immer) vom Amtsärztlichen Dienst des Arbeitsamtes eingeladen.



Danke.
 

immerzu

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Fordere doch mal das Verbiss Sitzungsprotokoll über den Besuch nachweislich an. Also am besten schriftlich.
Werde ich machen, per Einschreiben.

p.s.

Macht es Sinn (jetzt schon) eine Fachaufsichtsbeschwerde gegen den FM zu starten, oder auch eine Dienstaufsichtsbeschwerde? Sollte ich warten, bis tatsächlich ein VA in meinem Briefkasten liegt? Ich meine, die Behauptungen des FM waren schon heftig bzgl. der Krankschreibung etc. ...
 

HermineL

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Wie schon zuvor gesagt stellt der ÄD prognostisch das Leistungsvermögen für die nächsten 6 Monate fest. Nicht mehr und nicht weniger.
Ob du arbeitsfähig bist oder nicht entscheidet dein behandelnder Arzt. Du stehst mit der AU der Vermittlung derzeit nicht zur Verfügung
ob dem SB dies passt oder nicht. Wenn er Zweifel an der AU hat muss er den MDK einschalten den nur der könnte eine AU aufheben.

Davon war ich bis dahin auch ausgegangen, aber der FM meint es wohl anders und ich werde dann (von Ihm) einen VA erhalten.
Dann lasse ihn machen. Gegen einen VA kannst du Rechtsmittel einlegen.

Macht es Sinn (jetzt schon) eine Fachaufsichtsbeschwerde gegen den FM zu starten, oder auch eine Dienstaufsichtsbeschwerde? Sollte ich warten, bis tatsächlich ein VA in meinem Briefkasten liegt? Ich meine, die Behauptungen des FM waren schon heftig bzgl. der Krankschreibung etc. ...
Die Behauptungen sind bisher nur Schall und Rauch. Was der bei dem Termin geblubbert hat ist nur heiße Luft gewesen. Solange da nichts
schriftliches kommt gibt es auch nichts was du unternehmen müsstest. Eine FA mach zum einen jetzt noch keinen Sinn und nach meiner Meinung
nach generell nicht denn selbst wenn du nachweisen (hattest du einen Beistand?) könntest was der SB geblubbert hat kann dieser das simpel
damit abwehren das er sagt er hätte sich da einfach vertan.

Also Füße still halten und abwarten was kommt, wenn überhaupt etwas kommt.
 

immerzu

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Eine FA mach zum einen jetzt noch keinen Sinn und nach meiner Meinung
nach generell nicht denn selbst wenn du nachweisen (hattest du einen Beistand?) könntest was der SB geblubbert hat kann dieser das simpel
damit abwehren das er sagt er hätte sich da einfach vertan.

Also Füße still halten und abwarten was kommt, wenn überhaupt etwas kommt.
Nachdem ich (eine sehr kurze) Nacht darüber geschlafen habe, sehe ich das auch so. (Nichts desto trotz unverschämt von diesem FM.)
Solange ich keinen Bescheid etc. von ihm bekomme, Füsse still ...

Danke für eure Hilfe bis hierhin.

Werde mich sicher wieder melden, sollte tatsächlich ein VA in dieser Angelegenheit eintrudeln.
 

immerzu

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Nun habe ich einen EGV per VA vorliegen, welche ich mal unten anhänge. Vllt hat jemand eine Meinung zu diesem Schreiben. Wie gesagt, das Problem welches ich damit habe ist, dass ich schon längere Zeit arbeitsunfähig geschrieben bin.

Aber dieser Punkt stösst mir doll auf:

3. Ziele
-Heranführung an den Arbeitsmarkt
-Verbesserung bzw. Erhaltung der Erwerbsfähigkeit

-Prüfung der Arbeitsfähigkeit über Teilnahme an Maßnahme.


Meine AU wird, finde ich keinen Arzt der sich meiner annimmt, auch noch länger andauern.

Das Gutachten des Ärztlichen Dienstes liegt mir auch vor. Teil A und Teil B. Dieses Gutachten werde ich anfechten, da es meinen gesundheitlichen Zustand nicht etsprechend wiedergibt. Aber zuvor werde ich noch Rücksprache mit den (Fach)Ärzten halten.

Sollte ich nun zuerst gegen diesen VA Widerspruch einlegen? Was meint ihr?

Danke für Hilfe.
2019_09_xx_EGV_Seite_1.jpg
2019_09_xx_EGV_Seite_2.jpg
2019_09_xx_EGV_Seite_3.jpg
2019_09_xx_EGV_Seite_4.jpg
 

grün_fink

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Normalerweise hat die ärztliche Behandlung nichts in der EGV verloren.
Andererseits, würde ich den Arzt fragen, was er davon hält, sowohl vom Gutachten als auch davon, dass dem JC eine Maßnahme als Pflicht auferlegt bei jemandem mit AU.

Warte mal, was die anderen noch dazu schreiben
 

ZynHH

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Prüfung der Arbeitsfähigkeit über Teilnahme an Maßnahme.
Das kann nur dein Arzt feststellen, ob du arbeitsfähig oder eben arbeitsunfähig bist.

Du könntest in einer Massnahme nur versuchen raus zufinden, für welche Erwerbstätigkeit du mit deinen Einschränkungen lt. äD-Gutachten noch einsetzbar bist.

Edit: Unter Punkt 5 ist darauf hingewiesen worden, das du nach Rücksprache mit deinen Ärzten an einer Maßnahme teilnehmen kannst oder nicht.

Da wir das Gutachten nicht kennen, wissen wir nun nicht, ob der äD dich für Erwerbsfähig eingestuft hat oder nicht.


Das hat aber nichts mit Arbeitsfähigkeit oder Arbeitsunfähigkeit zu tun. Das ist auch keine Erwerbsfähigkeitsprüfung, da diese ja vom äD bereits ausgeführt wurde.

Selbstverständlich wird deine Arbeitsunfähigkeit beachtet und wenn du AU bist, kannst du nicht an Maßnahmen teilnehmen.
 

immerzu

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Das kann nur dein Arzt feststellen, ob du arbeitsfähig oder eben arbeitsunfähig bist.

Richtig. So sehe ich das auch.

Du könntest in einer Massnahme nur versuchen raus zufinden, für welche Erwerbstätigkeit du mit deinen Einschränkungen lt. äD-Gutachten noch einsetzbar bist.
Das ist das Problem. Ich denke, dass mein gesundheitlicher Zustand dann zum Problem wird. Allein schon an einer Maßnahme tagtäglich teil zunehmen wäre für mich aus ges. Gründen ein Problem.


Edit: Unter Punkt 5 ist darauf hingewiesen worden, das du nach Rücksprache mit deinen Ärzten an einer Maßnahme teilnehmen kannst oder nicht.
Rücksprache mit meinen Ärzten werde ich selbstverständlich nehmen.

Da wir das Gutachten nicht kennen, wissen wir nun nicht, ob der äD dich für Erwerbsfähig eingestuft hat oder nicht.
Der ÄD hat mich als "vollschichtig arbeitsfähig" eingestuft/ festgelegt. Ein weiteres Problem was ich mit dem ärztlichen Gutachten habe und beim nächsten Termin mit meinen Ärzten besprechen muss.

Das hat aber nichts mit Arbeitsfähigkeit oder Arbeitsunfähigkeit zu tun. Das ist auch keine Erwerbsfähigkeitsprüfung, da diese ja vom äD bereits ausgeführt wurde.
?

Selbstverständlich wird deine Arbeitsunfähigkeit beachtet und wenn du AU bist, kannst du nicht an Maßnahmen teilnehmen.
So hab ich es JETZT aus dem VA auch rausgelesen, nur zum Termin hat der FM es anders zu mir gesagt, mit dem Sinn, das ich arbeitsfähig sei, da durch den ÄD festgestellt... Der FM hat also meine AU-Bescheinigung (die ihm vorlag) ignoriert. Meinte, dass eine AU nicht "jede Beschäftigung" ausschließe.
 
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immerzu

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Das ist der falsche Ausdruck, den dein SB auch falsch übernommen hat.
Erwerbsfähig wäre der richtige Ausdruck. Eine Arbeitsfähigkeit wird durch den äD überhaupt nicht festgestellt.
Kompliziert. In dem Gutachten steht es so:

2019-09-30_13-32-17.jpg
 

ZynHH

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Meinte, dass eine AU nicht "jede Beschäftigung" ausschließe.
Dazu gibt es in der Tat unterschiedliche Beschreibungen.

Bei Arbeitslosen nach dem SGB III liegt AU vor, wenn sie krankheitsbedingt nicht mehr in der Lage sind, leichte Arbeiten in dem zeitlichen Umfang zu verrichten, für den sie sich der Arbeitsvermittlung zur Verfügung gestellt haben. (BSG-Urteil vom 07.12.2004, Az.: B 1 KR 5/03 R bzw. BSG-Urteil vom 04.04.2006, Az.: B 1 KR 21/05 R, § 2 Abs. 3 AU-Richtlinie). Bezugspunkt ist demnach ausschließlich der zeitliche Vermittlungsumfang, für den sich der Versicherte zur Verfügung gestellt hat.

Bei arbeitslosen Schwangeren, die aus schwangerschaftsbedingten Gründen ein eingeschränktes Leistungsvermögen aufweisen, bestehen besondere Regelungen. Sind sie nicht in der Lage, ohne Gefährdung für sich oder das ungeborene Kind leichte Arbeiten in einem zeitlichen Umfang von mindestens 15 Stunden wöchentlich auszuüben, gelten sie als arbeitsunfähig (BSG-Urteile vom 30.11.2011 – B 11 AL 37/10 – und – B 11 AL 7/11 – , sowie vom 22.02.2012 – B - 11 AL 26/10 R). Kann eine mindestens 15-stündige Tätigkeit trotz Vorliegens eines individuellen Beschäftigungsverbots nach MuSchG ausgeübt werden, besteht Verfüg- bzw. Vermittelbarkeit über die Agentur für Arbeit.

Bei erwerbsfähigen Leistungsberechtigten nach dem SGB II liegt AU vor, wenn sie krankheitsbedingt nicht in der Lage sind, mindestens drei Stunden täglich zu arbeiten oder an einer Eingliederungsmaßnahme teilzunehmen (§ 2 Abs. 3a AU-Richtlinie).
Quelle https://www.mds-ev.de/fileadmin/dok...Begutachtungsgrundlagen_GKV/BGA-AU_170515.PDF

Inwieweit hier der MDK deine AU überprüfen müsste, oder dein Arzt als Arbeitsmediziner tätig werden soll, kann ich dir auch nicht sagen.
 

grün_fink

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Für mich hätte die Meinung des behandelnden Arztes oberste Priorität.
Wobei der sich auch fragen wird, welche Maßnahme konkret dem JC so vorschwebt.
 

immerzu

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Das ist eine Betrachtung der Erwerbsfähigkeit und nicht der Arbeitsfähigkeit.

Also beim nächsten Termin mit meinem Hausarzt drüber sprechen. Der MDK wurde bis jetzt bei mir noch nicht tätig.
Ich melde mich nach dem nächsten (ca. in zwei Wochen) Arztgespräch wieder...
[automerge]1569844354[/automerge]
Für mich hätte die Meinung des behandelnden Arztes oberste Priorität.
Wobei der sich auch fragen wird, welche Maßnahme konkret dem JC so vorschwebt.
Bin auch gepannt, was der behandelnde Arzt dazu sagen wird.
 
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HermineL

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Du könntest in einer Massnahme nur versuchen raus zufinden, für welche Erwerbstätigkeit du mit deinen Einschränkungen lt. äD-Gutachten noch einsetzbar bist.
Nicht zielführend. Solange eine AU vorliegt steht der TE weder der Vermittlung zur Verfügung und genauso wenig steht der TE für Maßnahmen zur Verfügung.
Laut TE wird er weiter AU sein:
Meine AU wird, finde ich keinen Arzt der sich meiner annimmt, auch noch länger andauern.


Der ÄD hat mich als "vollschichtig arbeitsfähig" eingestuft/ festgelegt.
Das hat er nicht denn das darf er gar nicht. Über die Arbeitsfähigkeit entscheidet nur dein Arzt. Das JC könnte höchstens die AU anzweifeln und den Medizinischen Dienst der Krankenkasse (MDK) mit der Überprüfung der AU beauftragen. Der MDK ist der einzige der die AU aufheben könnte oder aber auch bestätigen kann. Selbst wenn er sie aufhebt kann dein Arzt dagegen immer noch in Widerspruch gehen.


Ein weiteres Problem was ich mit dem ärztlichen Gutachten habe und beim nächsten Termin mit meinen Ärzten besprechen muss.
Wozu willst du das Gutachten des ÄD mit deinen Ärzten besprechen ?
Das hat überhaupt keine Relevanz für die und führt mitunter nur dazu das die dich dann nicht mehr krankschreiben wollen. Dieses Gutachten hat nur intern für die AFA Relevanz um prognostisch deine Leistungsfähigkeit zu überprüfen und für sonst niemanden.


Das ist der falsche Ausdruck, den dein SB auch falsch übernommen hat.
Erwerbsfähig wäre der richtige Ausdruck. Eine Arbeitsfähigkeit wird durch den äD überhaupt nicht festgestellt.
Das ist genauso falsch. Die Erwerbsfähigkeit stellt kein ÄD fest sondern nur die DRV. Der ÄD hat die Leistungsfähigkeit prognostisch für die nächsten 6 Monate festgestellt.


Das ist eine Betrachtung der Erwerbsfähigkeit und nicht der Arbeitsfähigkeit.
Nöö, der Leistungsfähigkeit und nicht der Erwerbsfähigkeit.


Für mich hätte die Meinung des behandelnden Arztes oberste Priorität.
Wobei der sich auch fragen wird, welche Maßnahme konkret dem JC so vorschwebt.
Aus welchem Grund sollte der TE dem Doc davon erzählen. Dass geht den doch gar nichts an und der hat damit überhaupt nichts zu tun.

Also beim nächsten Termin mit meinem Hausarzt drüber sprechen.
Bin auch gepannt, was der behandelnde Arzt dazu sagen wird.
Wofür in Gottes Namen ?
Das geht deinen Doc doch gar nichts an und ist vollkommen uninteressant. Lasse den da raus, Wenn du dort damit ankommst kann es dir passieren das der dich nicht mehr AU schreibt.

Gegen den VA kannst du Widerspruch einlegen weil eine EGV nur mit "erwerbsfähigen" Leistungsempfängern abgeschlossen werden kann.
 

immerzu

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...

Gegen den VA kannst du Widerspruch einlegen weil eine EGV nur mit "erwerbsfähigen" Leistungsempfängern abgeschlossen werden kann.

Ich soll doch angeblich "erwerbsfähig" sein, nur momentan arbeitsunfähig. Erwerbsunfähig und arbeitsunfähig sind doch verschiedene Dinge. Oder nicht?

Jetzt wird es langsam unübersichtlich (für mich)!
2019-09-30_15-28-13.jpg
 

ZynHH

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Nöö, der Leistungsfähigkeit und nicht der Erwerbsfähigkeit
Dann ist die Untersuchung durch den äD grundsätzlich unzureichend um festzustellen ob eine EGV mit einem LB abzuschliessen ist.
Also müsste, wenn eine EGV nur mit Erwerbsfähigen LB abgeschlossen werden soll, immer eine Begutachtung durch die DRV stattfinden....
 

immerzu

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Dann ist die Untersuchung durch den äD grundsätzlich unzureichend um festzustellen ob eine EGV mit einem LB abzuschliessen ist.
Also müsste, wenn eine EGV nur mit Erwerbsfähigen LB abgeschlossen werden soll, immer eine Begutachtung durch die DRV stattfinden....
So stehts auf der Einladung zum Termin für die "Überprüfung" durch den ÄD geschrieben:

"Bitte bringen Sie Ihre Einladung zum Termin mit.

Erneute Einschaltung des Fachdienstes zur Prüfung Ihrer Erwerbsfähigkeit"
 

HermineL

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Ich soll doch angeblich "erwerbsfähig" sein, nur momentan arbeitsunfähig. Erwerbsunfähig und arbeitsunfähig sind doch verschiedene Dinge. Oder nicht?
Wichtig ist das mit unterscheidet zwischen der aktuellen Erwerbsfähigkeit (auch Leistungsfähigkeit genannt), der abschließend festgestellten Erwerbsfähigkeit und der Arbeitsunfähigkeit. Erwerbsfähig heißt nicht Arbeitsfähig und Arbeitsunfähig heißt nicht Erwerbsunfähig.

Arbeitsunfähigkeit = Stellt der behandelnder Arzt fest und schreibt die eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Hat ein AG oder JC/Afa an der AU Zweifel so können sie den Medizinischen Dienst der Krankenkasse (kurz MDK) mit der Überprüfung beauftragen.

Aktuelle Erwerbsunfähigkeit (Leistungsfähigkeit / 6 Monate) = Der ärztliche Dienst der Bundesagentur für Arbeit (ÄD) stellt prognostisch die Erwerbsfähigkeit/Leistungsfähigkeit für die nächsten 6 Monate fest. Der ÄD kann weder eine AU aufheben noch kann er die Erwerbsfähigkeit abschließend feststellen. Dieses Gutachten hat für andere Leistungsträger keine bindende Wirkung. Auch für den behandelnden Arzt ist die vollkommen uninteressant. Dem Gutachten können andere Leistungsträger begründet widersprechen was dazu führt das die AFA dann zwingend die DRV mit der abschließenden Feststellung der Erwerbsfähigkeit beauftragen muss.

Abschließende Feststellung der Erwerbsfähigkeit = Die abschließende Feststellung der Erwerbsfähigkeit kann einzig der Sozial-Medizinische Dienst der Rentenversicherung (SMD) feststellen. Diese Feststellung ist bindend für andere Leistungsträger.

Stellt der ÄD nun fest das der TE prognostisch für die nächsten 6 Monate erwerbsfähig/leistungsfähig ist könnte das JC/Afa eine Eingliederungsvereinbarung mit dem TE abschließen was aktuell ja versucht wird. Dies gelingt aber dann nicht wenn der TE weiterhin eine Arbeitsunfähigkeitbescheinigung hat weil das Gutachten des ÄD diese nicht aufheben kann. Solange er AU ist steht er wiederum weder der Vermittlung noch für Maßnahmen zur Verfügung.
Will das JC dennoch eine EGV abschließen bleibt Ihr nichts anderes übrig als entweder die AU anzuzweifeln und den MDK mit der Überprüfung der AU zu beauftragen oder direkt die DRV mit der abschließenden Feststellung der Erwerbsfähigkeit zu beauftragen. Sollte das JC den MDK beauftragen und der die AU bestätigen bleibt dem JC nur die Möglichkeit die DRV einzuschalten oder zu warten bis der TE gesund ist.

Dann ist die Untersuchung durch den äD grundsätzlich unzureichend um festzustellen ob eine EGV mit einem LB abzuschliessen ist.
Nein nicht grundsätzlich (siehe oben). Wenn der TE angibt das er Einschränkungen hat kann die AFA dies mit dem ÄD überprüfen und wenn der zu dem Schluß kommt das man dopch leistungsfähig ist dann kann eine EGV abgeschlossen werden.

Ich hoffe das ist einigermaßen verständlich rüber gekommen. Wenn nicht kann ja jemand anders versuchen das simpler zu vermitteln.
 

immerzu

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Vielleicht sollte erst einmal sortiert werden, wer was feststellt. Zur Auswahl der "Feststeller":

- Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK)
- Ärztlicher Dienst der Agentur für Arbeit
- Hausarzt
- ggf. Facharzt


Was wird / soll festgestellt werden:

- Leistungsfähigkeit/ Leistungsunfähigkeit
- Erwärbsfähigkeit/ Erwärbsunfähigkeit
- Arbeitsfähigkeit/ Arbeitsunfähigkeit

Hab ich was vergessen?
[automerge]1569852015[/automerge]
...
Will das JC dennoch eine EGV abschließen bleibt Ihr nichts anderes übrig als entweder die AU anzuzweifeln und den MDK mit der Überprüfung der AU zu beauftragen oder direkt die DRV mit der abschließenden Feststellung der Erwerbsfähigkeit zu beauftragen
...

Nun hat aber der FM mir die EGV per Verwaltungsakt zukommen lassen...
 
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ZynHH

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Dann ist zumindest der Satz : Nur mit erwerbsfähigen LB kann eine EGV abgeschlossen werden, schlicht falsch.
Es müsste also heissen : Wenn der äD den LB für 6 Monate für leistungsfähig hält, kann mit ihm für die Dauer von 6 Monaten eine EGV abgeschlossen werden.

Ich finde das langsam hirnrissig und kaum noch nachvollziehbar.

Danke für deine Unterstützung.
 

immerzu

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Dann ist zumindest der Satz : Nur mit erwerbsfähigen LB kann eine EGV abgeschlossen werden, schlicht falsch.
Es müsste also heissen : Wenn der äD den LB für 6 Monate für leistungsfähig hält, kann mit ihm für die Dauer von 6 Monaten eine EGV abgeschlossen werden.

Ich finde das langsam hirnrissig und kaum noch nachvollziehbar.

Danke für deine Unterstützung.
Jetzt wird's wirklich verwirrend.
 
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