Krankenkasse - Zuzahlungen fällig ohne Einkommen ? (1 Betrachter)

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redfly

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Hallo liebe Leser,

ein Bekannter von mir hat ein riesen Problem. Er lebt mit einer Frau in einer eheähnlichen Gemeinschaft, sie arbeitet er nicht. Einen Anspruch auf ALG II hat er nicht, da sie zuviel verdient. Er muss praktisch vom Einkommen seiner Lebensgefährtin die Krankenversicherung bezahlen und ist freiwillig versichert.

Jetzt kommt der Hammer, obwohl er ja gar kein Einkommen hat, soll er 2 %, und das sind fast 500 € (vom Einkommen seiner Lebensgefährtin) an Zuzahlungen leisten bis er befreit wird.

Auf der einen Seite (Bedarfsgemeinschaften bei Hartz IV § 62 SGB V) will die gesetzliche KV nichts von sog. Bedarfsgemeinschaften wissen, aber bei Versicherten ohne eigenes Einkommen wird der Partner mit berücksichtigt.


Ist das alles nur ein böser Traum ???



Vielen Dank für die Hilfe


mfg ft60user
 

Schnuckel

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Mhm..aber ist er jetzt überhaupt nicht mehr beim Amt gemeldet? Wenn er dort gemeldet ist..ob er nun Geld kriegt oder nicht, so muss das Amt doch die Kosten für die Kranken- und Pflegeversicherung zahlen, oder?
Hat er einen Eingliederungsvertrag unterschrieben?
Und was hat die Krankenversicherung mit dem Gehalt der Freundin zu tun?
Für mich hört sich das nicht richtig an.
Da würde er sich ja besser stehen, wenn er sich irgendwo ne Besenkammer mietet um der eheähnlichen Gemeinschaft zu entgehen.
So kann man Beziehungen auch kaputt bekommen. Toller Staat.
 

Arania

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2% muss jeder zahlen, auch wenn man ALG II oder Sozialhilfe bekommt, man zahlt nur 1% als anerkannter chronisch Kranker
 

nontestatum

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soll er 2 %, und das sind fast 500 € (vom Einkommen seiner Lebensgefährtin) an Zuzahlungen leisten bis er befreit wird.
Also: wenn er vom Amt keine Leistungen bezieht und nicht über die ARGE krankenversichert ist, muss er sich krankenversichern. Das ist ab dem 01.04.2007 Pflicht (Gesundheitsreform).

Wenn er seit dem 1.4.2007 Lücken in der Krankenversicherung aufzuweisen hat, also nicht krankenversichert war, muss er Krankenversicherungsbeiträge für diese Zeit nachentrichten.

Ich vermute daher, dass besagte 500 Teuronen durch die Nachversicherungsbeiträge verursacht werden. Im übrigen würde ich erwarten, dass er monatlich einen Beitrag von ca. 140 € zahlen wird, solange er NULL Einkommen hat.

https://www.die-gesundheitsreform.de/gesundheitssystem/themen_az/fragen_antworten/versicherungsschutz/list_versicherungsschutz.html
 

Hexe45

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Hm aber so ganz sicher wär ich mir da nicht.
Den genau genommen bleiben 2% von 0€ 0€.
Denn seine Lebensgefährtin wird man juristisch nicht zwingen können die Beiträge zu zahlen.
Und wenn sie njet sagt, sagt sie njet.
Liebe Grüße
Hexe
 

Arania

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das ist richtig, aber dann ist er halt nicht versichert und muss dann wegen der Pflichtversicherung nachzahlen wenn er wieder in die KK geht
 
D

dragonflyer

Gast
Also betreffs Belastungsgrenze mit Zuzahlungen, da läuft absolut was falsch!!Spinnt die KV?? Das ist absolut gesetzeswidrig.

Die dürfen betreffs Zuzahlungen nicht nach dem Einkommen der Partnerin gehen, da die nicht verheiratet sind.Auch wenn sie seine Krankenversicherung zahlt.

Was aber richtig wäre, auch wenn Einkommen 0€ ist, müßte er zumindest an Zuzahlungen genauso viel zahlen wie ein Hartz4-Empfänger. Das müßten um die 82€ sein im Jahr.

Ich bin über das Wochenende weg, aber Sonntag suche ich die § und Rundschreiben der Spitzenverbände der Krankenkassen raus.Damit der Bekannte von Dir das seiner KV um die Ohren hauen kann. :icon_pfeiff::icon_wink:
 
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