Krankenkasse verweigert plötzlich die Krankengeldweiterzahlung (1 Betrachter)

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Knoedels

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Hallo zusammen

vieleicht kann mir ja jemand zu diesem "besonderem" Problem etwas weiterhelfen ?
AN bekommt einen befristeten Arbeitsvertrag für ein Jahr.
Kurz vor Beendigung des Vertrages erkrankt AN an einem Rückenleiden und wird für wenige Tage krank geschrieben. Aufgrund dessen stellt ihn die Firma bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses von der Arbeit frei.
Einen Tag vor Beendigung des Vertrages kommt AN wegen einer anderen Erkrankung ins Krankenhaus für 3 Wochen.
AG zahlt weitere 6 Wochen Lohnfortzahlung und verweist weiter an die Krankenkasse.
Da AN inzwischen arbeitslos geworden ist, aber weiterhin krank geschrieben, meldet er sich arbeitslos ohne Bezug von Leistungen und die Krankenkasse zahlt weiterhin Krankengeld.
Nach 4 Monaten Krankengeldzahlung stellt die Krankenkasse ohne vorherige Mitteilung die Zahlungen ein.
Bei Nachfrage erteilt die Krankenkasse folgende Begründung :
AN ist fälschlicherweise Krankengeld gezahlt worden, weil beide Erkrankungen nichts miteinander zutun haben und die Krankenkasse aufgrund der ersten Erkrankung (Rückenleiden) bezahlt hat und nicht aufgrund der zweiten Erkrankung ( die man übersehen hätte) (psychische Erkrankung)
Mit einer psychischen Erkrankung wäre man grundsätzlich zwar krank, aber arbeitsfähig ???????????
Nun wird von der behandelnden Ärztin (Neurologin) ein Gutachten angefordert.
Zwischenzeitlich erhält der betroffene aber weiterhin keinerlei Leistungen mehr und kann weder seine Miete, noch Strom, noch seinen Lebensunterhalt bestreiten.
Krankenkasse erklärt, man habe das Gutachten noch nicht erhalten, Ärztin erklärt dies schon vor 2 Wochen eingereicht zu haben.
Arbeitsamt sagt : Keine Leistungen möglich ohne Einstellungsbescheid oder Versagensbescheid der Krankenkasse möglich - Krankenkasse verweist ans Arbeitsamt ......
Bringt demjenigen also wirklich nicht viel ?
Was also tun ? Kennt sich jemand aus ?
lg:icon_sleep:
 
E

ExitUser

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Hallo,

auf jeden Fall erst einmal schriftlich Widerspruch einlegen und nachweisbar an die KK zustellen.
Begründung wird nachgereicht.

Suche nach den Beiträgen vom User "Machts Sinn".
Er schreibt sehr viel zu unrechtmäßigen KG-Beendigungen.
Schau auch mal im Krankenkassenforum.

Die KK ist verpflichtet, bei Erkrankungen die während einer AU neu hinzukommen, das KG weiter zu zahlen.
Und eine KG-Einstellung ohne vorherige Information des Kranken geht ja auch schon mal gar nicht (Stichwort evtl.: Vertrauensschutz).

Grüße
Arbeitssuchend
 

optimistin

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Einen Tag vor Beendigung des Vertrages kommt AN wegen einer anderen Erkrankung ins Krankenhaus für 3 Wochen.
AG zahlt weitere 6 Wochen Lohnfortzahlung und verweist weiter an die Krankenkasse.
AG zahlt doch über das Arbeitsverhältniss hinaus nicht freiwillig 6 Wochen KG. Besteht hier eventuell eine Vertragsverlängerung?
Dies wäre erst mal zu klären.
KK muss dann weiterzahlen.
Ist AN beim AA arbeitssuchend gemeldet und hat Antrag für Leistungen gestellt?

AN ist fälschlicherweise Krankengeld gezahlt worden, weil beide Erkrankungen nichts miteinander zutun haben und die Krankenkasse aufgrund der ersten Erkrankung (Rückenleiden) bezahlt hat und nicht aufgrund der zweiten Erkrankung ( die man übersehen hätte) (psychische Erkrankung)
Mit einer psychischen Erkrankung wäre man grundsätzlich zwar krank, aber arbeitsfähig ???????????
Die erste Erkrankung hat nichts mit der 2. zu tun. Stimmt.
ABER die 2. Erkrankung dauert länger wie 6 Wochen, also Zahlung durch KK weiter.
 

Holger01

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...
Bei Nachfrage erteilt die Krankenkasse folgende Begründung :
...
Falls die Begründung telefonisch erteilt wurde, bitte nicht abspeisen lassen und auf einen schriftlichen Bescheid zur Leistungseinstellung bestehen.
Dann hast du was in der Hand und kannst richtig dagegen angehen.
 

Knoedels

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Dank eurer Hinweise und Erklärungen haben wir gestern der KK Druck machen können und sein Krankengeld wird schnellstmöglich angewiesen.
Herzlichen Dank an alle.
lg
 
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