Krankenkasse stellt Zahlungen ein

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TumadieMoerchen

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Hallo,
Bin mit meinen Nerven jetzt am Ende. Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.
Die Krankenkasse hat mir ein Schreiben zugeschickt indem sie die Einstellung der KG-Zahlungen ab 25.09.09 mitteilt. Ihr medizinischer Dienst habe dies nach Aktenlage entschieden. Ich soll zum Arbeitsamt gehen. Ich wäre für leichte Tätigkeiten geeignet.

Ich bin nach wie vor von 2 Ärzten krankgeschrieben und die Anfrage der Krankenkasse auf Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit wurde von beiden Ärzten in der AU mit "nicht absehbar" bezeichnet. Es folgt vermutlich noch eine weitere op.

Also bin ich heute direkt zum VDK meines Vertrauens. Der hat sofort Widerspruch eingelegt per Fax und Post. Sie fordern zur Begründung des Widerspruchs das Aktengutachten an.

Da mein ALG1 leider zum 1.02.2009 ausgelaufen ist musste ich also zur Arge
und Hartz 4 beantragen damit ich für alle Fälle erstmal weiter krankenversichert bin.

Mich hat nie ein Arzt des MDK aufgrund dieses Gutachtens angeschaut.
Mein Hausarzt bezeichnet meinen Gesundheitszustand als "Sie sind ein Fall für die Rente"

meine fragen:

1. Ist das Vorgehen des VDK so richtig? kann man nicht direkt eine einstweilige anordnung zur Weiterzahlung loslassen?
2. Wenn dem Widerspruch stattgegeben wird, werde ich in den vorherigen Stand zurückversetzt? Ich hatte ein sehr gutes KG durch einen sehr guten Verdienst vor meiner Erkrankung.
3. Kann ich selber auch nochmal eine Widerspruch an die Krankenkasse senden oder ist das eher nicht gut?Ich muss Ihnen den letzten Krankengeldbescheid sowieso noch zusenden.
4. Muss ich ab 25.09.09 wieder die gelben Folgebescheinigungen beim Arzt holen?

Ich bin heut so frustriert, hab unter Schmerzen Stunden auf den Ämtern gesessen und kann bald nicht mehr.


LG Mike
 

AsbachUralt

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zu 1

.Ja,der MDK entscheidet gerne mal nach Aktenlage.Auf Deinem Schreiben müßte ja auch eine Widerspruchs Belehrung angegeben sein.
Der VDK hat genau das Richtige getan.Jetzt mußt Du abwarten,wahrscheinlich erhälst Du dann einen Termin zur persönlichen Begutachtung beim MDK.

zu 2.Ja

zu 3.Nicht nötig

zu 4.Ja
 

TumadieMoerchen

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Hallo Asbach Uralt, danke für die Antwort.
Ich darf nun wegen der Krankenkasse Hartz4 beantragen!
Ich versteh das auch garnicht. Erwirbt man im Bezug des Krankengeldes von jetzt 9Monaten keinen Anspruch auf ALG1 mehr? Die Krankenkasse zahlt doch die Arbeitslosenversicherung.Bin seit 9.109 ohne unterbrechung krank. das alg1 lief zum 1.2.09 aus.
 

Arania

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Nach § 142 Abs.1 SGB III ruht der Anspruch auf Arbeitslosengeld während der Zeit, in der der Arbeitslose Krankengeld zuerkannt wurde.
Der bestehende Anspruch auf Gewährung von Arbeitslosengeld ruht kraft Gesetzes.
Das Ruhen eines Anspruches bedeutet, dass der Anspruch (STAMMRECHT) besteht, jedoch die Geltendmachung von Einzelansprüchen, d.h. die von Zahlungsansprüchen während des Ruhens ausgeschlossen ist

Arbeitslosengeld nach Krankengeld? Sozialrecht frag-einen-anwalt.de
 

AsbachUralt

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Hallo Asbach Uralt, danke für die Antwort.
Ich darf nun wegen der Krankenkasse Hartz4 beantragen!
Ich versteh das auch garnicht. Erwirbt man im Bezug des Krankengeldes von jetzt 9Monaten keinen Anspruch auf ALG1 mehr? Die Krankenkasse zahlt doch die Arbeitslosenversicherung.Bin seit 9.109 ohne unterbrechung krank. das alg1 lief zum 1.2.09 aus.

Durch den Bezug von 78 Wochen Krankengeld entsteht ein neuer Anspruch auf ALG I für 8 Monate.
Restanspruch + neuer Anspruch ergibt höchstmöglichen Gesamtanspruch, bezogen auf das Alter.
Die Anwartschaftszeit haben Sie erfüllt, wenn Sie in den letzten zwei Jahren vor der Arbeitslosmeldung und der eingetretenen Arbeitslosigkeit, der so genannten Rahmenfrist, mindestens zwölf Monate (das sind 360 Kalendertage, weil der Monat zu 30 Tagen gerechnet wird) in einem Versicherungspflichtverhältnis
(zum Beispiel Beschäftigung, gegebenenfalls Krankengeldbezug und andere) gestanden haben.
Zeiten zur Erfüllung der Anwartschaftszeit
Auch durch folgende Zeiten kann die Anwartschaftszeit erfüllt werden:
Zeiten, für die wegen des Bezuges von Mutterschaftsgeld, Krankengeld, Versorgungskrankengeld, Verletztengeld, Übergangsgeld wegen medizinischer Rehabilitation oder Krankentagegeld eines Unternehmens der privaten Krankenversicherung Beiträge zur Bundesagentur für Arbeit zu zahlen waren,



https://tinyurl.com/3yrp6k
 
L

lupe

Gast
Hi, soweit ich weiß...wenn Du Dein volles ALG I vor Krankheit nicht ausgeschöpft hast, hast Du bis zu 4 Jahre danach Anspruch auf den Rest Deines alten ALG I. Inwieweit eine Einzahlung durch die KK in ALG I aufstockend wirkt, weiß ich nicht.
 

TumadieMoerchen

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Hi, soweit ich weiß...wenn Du Dein volles ALG I vor Krankheit nicht ausgeschöpft hast, hast Du bis zu 4 Jahre danach Anspruch auf den Rest Deines alten ALG I. Inwieweit eine Einzahlung durch die KK in ALG I aufstockend wirkt, weiß ich nicht.


Hallo und danke für die antworten. Das Arbeitsamt meint vom 9.1.09 bis zum 1.2.09 wo das Krankengeld auslief bestünde wie bei normalem Arbeitgeber Lohnfortzahlung. Deshalb wäre es ausgeschöpft.
Das Arbeitsamt hat auch bezahlt bis zum 1.2.09

Die Krankenkasse hat danach 8Monate lang Krankengeld bezahlt und auch die Arbeitslosenversicherung bezahlt.

Fakt ist jedenfalls das mein Arzt der Meinung ist ich sei längst ein Fall für die Rente, die Krankenkasse nach Aktenlage mich arbeitsfähig schreibt und die Zahlungen einfach einstellt.
Die Kasse schrieb mir mein Arzt könnte ja ein Zweitgutachten beantragen.

Ich verstehe zum einen nicht warum man mich nicht direkt zum MDK vorläd und erstmal einfach nach Aktenlage einstellt.
Weiterhin frage ich mich ob der MDK bei einem tatsächlichen Zweitgutachten
wirklich nach dem Gesundheitszustand urteilt oder einfach der Kasse wieder nach dem Munde spricht.
Hätte ich in diesem Fall eigentlich noch Möglichkeiten?

Ich bin jetzt fix und fertig und hab keinen Plan wie es weitergeht.
Wenn ich von Hartz 4 leben muss, muss ich als erstes meinen Mitbewohner rauswerfen (er wird ja anteilsmässig die halbe Miete angerechnet). Er hilft mir sehr viel.
Meine Wohnung kann ich jedenfalls so auf keinen Fall mehr halten und umziehen kann ich durch meinen Gesundheitszustand ja auch nicht.

Auf jeden Fall habe ich mich eben trotz Schmerzen zum Wahllokal geschleppt und meine Meinung in Form meines Stimmzettels abgegeben.
Obs was hilft bezweifle ich............
 

TumadieMoerchen

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Es kommt Bewegung rein bei der Krankenkasse

Fakt ist jedenfalls das mein Arzt der Meinung ist ich sei längst ein Fall für die Rente, die Krankenkasse nach Aktenlage mich arbeitsfähig schreibt und die Zahlungen einfach einstellt.
D.

Nachdem ich die Krankenkasse nochmals angeschrieben habe, zum einen weil mir 2 Tage auf der letzten Auszahlung fehlten und zum anderen um nochmals klarzustellen, dass ich bereit bin eine eintweilige anordnung beim sozialgericht zu stellen, klingelte heute mein Telefon.

Zunächst beschwerte sich die Dame über meinen bösen Brief (hatte mitgeteilt das ich Beschwerde bei Versicherungsamt eingelegt habe und die Presse informieren werde) und teilte mir mit, die Krankenkasse erwäge eine zweite medizinische Untersuchung bevor sie endgültig entscheidet.

Ich teilte der Dame kurz mit, dass mir das egal sei. Sollte zum Fristablauf 15.10.09 keine Zahlungen erfolgen werde ich eine e.A. beim Sozialgericht beantragen unabhängig von dem Widerspruch den der VDK bearbeitet.

Ich teilte ihr ausserdem noch mit, dass sie künftig nicht mehr anrufen soll sondern den Postweg wählen soll. Ich möchte nur noch schriftlich verkehren.

Etwas pikiert sagte sie "na gut dann schreib ich ihnen das" und legte auf.

.........so langsam geht mir die Hutschnur hoch.
 
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