Krankenkasse lehnt AU ab, Gutachten vom MdK - Hilfe gesucht

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Hallo zusammen,

ich habe folgendes Problem:
Ich war aufgrund einer OP gut 1 Jahr krankgeschrieben, bezog auch Krankengeld und bekam letztendlich die Aufforderung zur stationären Reha, der ich auch nachgekommen bin. Meine AU endete am Tag VOR der Reha -mein Arzt sagte es könnte sonst Probleme mit dem Kostenträger geben.
Wenn man Nicht-AU reingeht kommt man nach meiner Recherche auch immer Nicht-AU raus, so auch bei mir.
Nun bin ich nach der Reha wieder zu meinem Arzt gegangen, der mich weiterhin krank schrieb, erst ca. 3 Wochen danach nochmal 3. Nachdem die zweite AU bei der KK war, wurde das Krankengeld gestrichen mit der Begründung es müsse vom MdK geprüft werden, die AUs würden nicht anerkannt. Die zweite AU wurde als Korrektur zwecks Arbeitsaufnahme um etwa 1 Woche verkürzt.
Der MdK bestätigt die Ablehnung der KK jetzt, ich habe Widerspruch eingelegt mit dem Zusatz, dass ich eine Erklärung nachreiche.
Jetzt die Frage: Wie kann ich sowas begründen? Es geht für mich um viel Geld, zumal die KK sonst für den Zeitraum auch ihre Gebühren auf mich umwälzen will, da ich in der Zeit auch nicht arbeitslos gemeldet war, weil ich eben davon ausging, dass meine AU gilt.
 

Doppeloma

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Hallo InteressierterLeser, :welcome:

Ich war aufgrund einer OP gut 1 Jahr krankgeschrieben, bezog auch Krankengeld und bekam letztendlich die Aufforderung zur stationären Reha, der ich auch nachgekommen bin. Meine AU endete am Tag VOR der Reha -mein Arzt sagte es könnte sonst Probleme mit dem Kostenträger geben.

Das war bereits der erste Fehler, warum soll dein Arzt Ärger mit (welchem?) Kostenträger bekommen wenn er dich weiter AU schreibt, weil er dich auch für AU hält ???

Man darf ja durchaus MIT AU-Bescheinigung in eine Reha-Klinik kommen, die wird dann eben nahtlos anschließend weitergeführt ... jedenfalls wenn der behandelnde Arzt genug "AR***" in der Hose hat und macht, was für seinen Patienten nötig ist.

Wenn man Nicht-AU reingeht kommt man nach meiner Recherche auch immer Nicht-AU raus, so auch bei mir.

Ganz so ist das nicht unbedingt, auch wenn man AU in Reha geht kann die Reha-Klinik als "Arbeits-Fähig" entlassen, schließlich wollen die Erfolge in die Reha-Berichte schreiben können.

Das freut dann die KK und noch mehr die DRV als Kostenträger für die Reha.

AU-Entlassung ist ja nicht gerade eine Erfolgsmeldung, schon gar nicht wenn du (angeblich) als gesund in diese Reha-Klinik angereist bist ... dann hat die Reha dich ja (wahrscheinlich) "krank" gemacht ... :icon_evil:

Liegt dir (oder deinem Arzt) denn der Reha-Bericht schon vor oder hast du den vielleicht sogar direkt an die KK schicken lassen ???
Du hattest ja zumindest auch die Bescheinigung der Klinik (für die KK), dass du als Arbeits-FÄHIG entlassen wurdest?

Nun bin ich nach der Reha wieder zu meinem Arzt gegangen, der mich weiterhin krank schrieb, erst ca. 3 Wochen danach nochmal 3.

Hat er dir eine Folgebescheinigung ausgestellt (mit dem ersten Beginn-Datum) oder eine "Erstbescheinigung" ab Tag nach Reha-Ende ???

Hat sich die KK seit der Reha schon mal bei dir gemeldet, du hast ja die erste Bescheinigung bestimmt schon zur KK geschickt, in der Regel wollen die IMMER den Reha-Bericht haben ?
Warum gehst du erst nach 3 Wochen wieder zum Arzt, du solltest doch schon wissen, dass Krankengeld immer rückwirkend gezahlt wird, für den zuletzt bescheinigten Zeitraum.

Nachdem die zweite AU bei der KK war, wurde das Krankengeld gestrichen mit der Begründung es müsse vom MdK geprüft werden, die AUs würden nicht anerkannt.

Das fällt denen ja "früh" auf, dass du nach der Reha noch weiter AU gewesen bist und nun auch wieder Krankengeld haben möchtest, für die Reha warst du ja raus und hast "Übergangsgeld" von der DRV bekommen.

Die zweite AU wurde als Korrektur zwecks Arbeitsaufnahme um etwa 1 Woche verkürzt.

Hast du das alles schriftlich bekommen mit den zutreffenden Rechtsgrundlagen, wie wird das denn genau begründet ?

Der MdK bestätigt die Ablehnung der KK jetzt, ich habe Widerspruch eingelegt mit dem Zusatz, dass ich eine Erklärung nachreiche.

Welche Erklärung willst du denn nachreichen können, dein Arzt MUSS jetzt zügig einen medizinischen Widerspruch schreiben und das direkt an den MDK leiten.

Das Gutachten (was die aktuelle Ansicht der KK bestätigen soll) dazu soll er bitte gleich mit anfordern und eine persönliche "Begutachtung" beim MDK einfordern.

Die Einstellung von Krankengeld nach "MDK-Aktenlage" ist gar nicht zulässig aber das interessiert die KK nicht unbedingt, zumal man sich bei dir auf die "positive" Reha-Entlassung berufen wird.

Welche "Aktenlage" der MDK dafür überhaupt haben kann weiß nur dein Arzt oder du selber, eine Reha-Entlassung als Arbeits-Fähig ist allerdings wirklich ein Problem auch für deinen Arzt.

Denn der MDK kann ihm tatsächlich untersagen, dich weiter AU zu schreiben (aber erst für die Zukunft), wenn die Reha-Klinik meinte du bist gesund.
Ob er da bereit ist sich mit dem MDK für dich "anzulegen" vermag ich nicht zu beurteilen.

Jetzt die Frage: Wie kann ich sowas begründen?

Du gar nicht, dein Arzt muss das medizinisch gut begründen können, weiß der von deiner AF-Entlassung aus der Reha-Klinik ?

Es geht für mich um viel Geld, zumal die KK sonst für den Zeitraum auch ihre Gebühren auf mich umwälzen will, da ich in der Zeit auch nicht arbeitslos gemeldet war, weil ich eben davon ausging, dass meine AU gilt.

Was für "Gebühren" meinst du bitte, du hättest dich (vermutlich) mal (direkt nach der Reha) mit der KK in Verbindung setzen solle, dass du leider entgegen der Klinik-Meinung weiter AU geschrieben wirst.

Die KK hat dich zu dem Zweck in die Reha geschickt, dass sie anschließend nicht mehr weiter zahlen braucht und dein Entlassungsstatus hat das zunächst mal bestätigt.

Da sollte man besser nicht 3 Wochen lang "davon ausgehen", dass die einfach wieder zahlen werden, wenn du doch lt. Reha nun gesund sein sollst ...

Was hast du denn für Schreiben dazu von der KK bekommen und hast du schon mit deinem Arzt darüber gesprochen ???

Du solltest dich auf jeden Fall umgehend bei der AfA melden, damit du irgendwo Geld bekommen könntest, bis das mit der KK mal geklärt ist.

MfG Doppeloma
 

InteressierterLeser

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Ich kenne mich leider nicht so mit dem Forum aus wie du mit den Zitaten, darum werde ich deine Fragen mal schrittweise abarbeiten

Der Arzt meinte -offensichtlich aus Unwissenheit- dass die Kostenträger untereinander Probleme bekämen, nicht er als Arzt.

Mir und auch dem Arzt liegt der Rehabericht vor, den bekam ich aber nicht zur Entlassung, die Reha hat das direkt an Arzt und KK geschickt, ich musste extra eine Kopie vom Arzt machen lassen.

Ich war einen Tag nachdem ich aus der Reha kam beim Arzt, vielleicht klang das missverständlich. Die 3 Wochen sind die Länge der AU die ich an diesem Tag bekam. Das war eine Erstbescheinigung, da ich ja vor der Reha aus obigen Gründen die Endbescheinigung bekam.

Ich vermute 1 AU nach Reha hat die KK abgewartet um zu sehen ob noch eine kommt. Schien mir ein taktisches Verhalten zu sein.

Die AU wurde auf meinen Wunsch hin verkürzt, also eine neue AU mit Hinweis auf Korrektur zwecks Arbeitsaufnahme. Ich wollte nicht -weil ich es nicht besser wusste- das der neue Arbeitgeber etwas davon bemerkt, dass ich bis dahin AU war, und eben keine weiteren Probleme mit der KK.

Ich habe die MdK Akte bereits, diese habe ich zusammen mit meinem Widerspruch angefordert. Das Schreiben ist relativ kurz gehalten, es wird sich hierin auf die arbeitsfähige Entlassung aus der Reha berufen. Da ich aktuell ja wieder arbeiten gehen, wäre eine persönliche Begutachtung sinnfrei, da akut kein Zweifel an meiner Arbeitsfähigkeit besteht.

Der Arzt weiß von der AF-Entlassung, hat der KK bereits vor Bestätigung des MdK einen Zweizeiler geschrieben, dass eine AU nicht anzuzweifeln ist.

Durch die abgelehnte AU habe ich nun quasi eine Versicherungslücke, für die ich selbst zahlen müsste. Ich war ja nicht beim Amt, wieso sollte ich auch davon ausgehen, dass eine KK eine AU nicht anerkennt, insbesondere da sie sich nicht sofort nach der Ersten gemeldet haben.

Mein Arzt kennt den Vorgang quasi bis zum Widerspruch (die Vorlage mit Bitte um Akteneinsicht habe ich im Netz gefunden), seitdem war ich noch nicht da. Nun steht halt die Erklärung im Raum, die -so wie ich Dich verstehe- nur vom Arzt selbst abgegeben werden kann mit medizinischer Begründung. Da der KK alle Diagnosen des Arztes bereits in Kopie vorliegen, frage ich mich nun, wie man das noch weiter begründen soll, eine neue Untersuchung wäre ebenso sinnfrei, da ich -wie schon geschildert- jetzt arbeite, also zweifelsfrei AF bin.
Es steht also Arztaussage gegen Arztaussage, eine Meinung vom Freitag vor Entlassung, die andere Dienstag oder Mittwoch unmittelbar nach Entlassung.

Soll ich meinen Arzt, der zwar nett ist aber sich sicherlich nicht stundenlang für sowas Zeit nimmt, nun bitten eine erneute Begründung zu schreiben (die der KK ja vorliegt), oder versuchen selbst eine Begründung zu schreiben (Erfolgsaussichten?)?

Ich bin echt ratlos wie man vorgehen soll um eine AU rückwirkend anerkennen zu lassen wenn einfach nach Aktenlage entschieden wird ohne mich zu sehen.

Danke für die Hilfe schonmal!

VG
 

Machts Sinn

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Es geht also um ca. 5 Wochen Krankengeld?
Und wenn die Krankenkasse sofort reagiert hätte,
hättest du stattdessen Arbeitslosengeld beziehen
können?
 

InteressierterLeser

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Es geht also um ca. 5 Wochen Krankengeld?
Und wenn die Krankenkasse sofort reagiert hätte,
hättest du stattdessen Arbeitslosengeld beziehen
können?

Gute 6 Wochen und ja, ich wäre für ALG1 berechtigt gewesen, wusste aber auch nicht, dass ich mich dort melden hätte sollen/müssen, weil ich eben von der Gültigkeit der AU ausgehen muss, bzw. auch nachdem mir gesagt wurde, dass diese nicht anerkannt würde, davon ausgegangen bin, dass die Stellungnahme meines Arztes als Begründung der Anerkennung ausreichen würde.
 

Doppeloma

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Hallo InteressierterLeser,

Ich kenne mich leider nicht so mit dem Forum aus wie du mit den Zitaten, darum werde ich deine Fragen mal schrittweise abarbeiten

Das sei dir verziehen, du hast dich ja offenbar schon kundig gemacht dazu. :bigsmile:

Der Arzt meinte -offensichtlich aus Unwissenheit- dass die Kostenträger untereinander Probleme bekämen, nicht er als Arzt.

Das ist doch keine Begründung, welche "Sorgen" macht er sich denn bitte um die Probleme der Kostenträger untereinander ???

Der hat DICH damit (zumindest zum Teil) in die aktuelle Schei**e geritten, hätte die AU niemals beenden dürfen, wenn ER dich noch nicht für "gesund hält" ...

Die KK stellt das Krankengeld trotzdem ein bei offiziellem Beginn der Reha, dafür machen die das schließlich, weil sie in der Zeit kein Krankengeld zahlen brauchen.
Du wärst aber zumindest offiziell AU in die Reha gekommen.

Mir und auch dem Arzt liegt der Rehabericht vor, den bekam ich aber nicht zur Entlassung, die Reha hat das direkt an Arzt und KK geschickt, ich musste extra eine Kopie vom Arzt machen lassen.

Direkt bei der Entlassung bekommt man den ja auch noch nicht, der muss ja erst geschrieben werden.
Wer den kompletten Bericht dann bekommen soll, entscheidest du mit deiner Unterschrift, dafür wird dir in der Reha-Klinik ein Formular vorgelegt, sonst bekommt das nämlich Niemand (nur de DRV als Kostenträger).

Auch dein Arzt hat nur Anspruch darauf wenn DU das in der Klinik erlaubt und unterschrieben hast, auf (mindestens) die Kopie hast du als Patient einen Rechtanspruch.

Man bekommt aber IMMER (und sofort bei der Entlassung) eine Entlassungs-Bescheinigung wo die Klinik (zur Abgabe bei der KK) schreibt, dass du von / bis dort gewesen bist und ob die Entlassung Arbeits-FÄHIG oder Arbeits-UNFÄHIG erfolgt (aus Sicht der Klinik am Entlassungstag).

Ich war einen Tag nachdem ich aus der Reha kam beim Arzt, vielleicht klang das missverständlich. Die 3 Wochen sind die Länge der AU die ich an diesem Tag bekam. Das war eine Erstbescheinigung, da ich ja vor der Reha aus obigen Gründen die Endbescheinigung bekam.

Das habe ich schon richtig verstanden, ich wollte aber wissen, ob du diese Entlassungs-Bescheinigung an deine KK gegeben hast (wenn ja wann und auf welchem Wege, also Post oder persönlich ?) und ob dein Arzt auch wusste, dass dich die Klinik Arbeits-FÄHIG entlassen hatte ???

Da waren die Probleme für dich nämlich absehbar, wenn er dich "ganz neu" (mit Erstbescheinigung) wieder AU schreibt, es wäre besser gewesen wenigstens die bisherige AU einfach fortsetzen zu können, weil dich die Reha eben NICHT gesund (und Arbeits-Fähig) gemacht hat.

Ich vermute 1 AU nach Reha hat die KK abgewartet um zu sehen ob noch eine kommt. Schien mir ein taktisches Verhalten zu sein.

Da "vermutest" du teilweise falsch, denn nach der 1. Bescheinigung (direkt nach der Reha) bekommst du ja noch gar kein Krankengeld überwiesen, du brauchst dafür erst die nächste Bescheinigung und dann wird (normalerweise) für den Zeitraum gezahlt (zwischen 1. und 2. Bescheinigung).

Krankengeld wird auch rückwirkend gezahlt und beim ersten Arztbesuch (nach der Reha) gab es ja noch keinen "rückwirkenden" AU-Zeitraum mit KG-Anspruch ... den gab es ja erst bei der nächsten Verlängerung (für die abgelaufenen 3 Wochen seit Ende der Reha).

Dass man dir nicht rechtzeitig mitgeteilt hat, dass du kein Krankengeld mehr bekommen sollst, ist natürlich der KK "anzulasten" aber du weißt ja auch nicht genau, wann die den Reha-Bericht bekommen haben, um sich daraus ihre Meinung zu bilden (oder vom MDK bilden zu lassen) ???

Die AU wurde auf meinen Wunsch hin verkürzt, also eine neue AU mit Hinweis auf Korrektur zwecks Arbeitsaufnahme. Ich wollte nicht -weil ich es nicht besser wusste- das der neue Arbeitgeber etwas davon bemerkt, dass ich bis dahin AU war, und eben keine weiteren Probleme mit der KK.

Du hast also bereits eine neue Stelle gefunden, dass ist doch sehr positiv und bis zu welchem Tag ist nun die KK noch bereit dir Krankengeld zu zahlen, ab Ende der Reha ???

So ganz blickt man da noch nicht durch bei dir ... :icon_evil:

Ein AG erfährt nicht ob du noch AU bist oder nicht, natürlich darfst du nicht gleichzeitig Lohn und Krankengeld beziehen ... aber das hast du ja schon geregelt.

Die AfA wird dir aber (bei bestehendem Krankengeld-Anspruch) auch kein ALGI zahlen wollen, wenn du dich dort meldest weil du (für die Krankentage) noch Geld haben möchtest.

Ich habe die MdK Akte bereits, diese habe ich zusammen mit meinem Widerspruch angefordert. Das Schreiben ist relativ kurz gehalten, es wird sich hierin auf die arbeitsfähige Entlassung aus der Reha berufen.

Damit liegen sie aber vollkommen richtig, darum mein Hinweis oben, dass du mal mit der KK (direkt nach der Reha) hättest klären sollen, wie die zu deiner neuen AU stehen werden und ob du mit Zahlungen überhaupt rechnen darfst. :sorry:

Da ich aktuell ja wieder arbeiten gehen, wäre eine persönliche Begutachtung sinnfrei, da akut kein Zweifel an meiner Arbeitsfähigkeit besteht.

Das ist natürlich richtig, da wurden leider auf Allen Seiten sehr viele Fehler gemacht die du nun "ausbaden" musst, denn ich sehe keine echte Möglichkeit, dass man dir Krankengeld für den gesamten Zeitraum nach der Reha nachzahlen wird.

Was dir nun konkret die KK dazu mitgeteilt hat ("wir zahlen bis Tag X und dann nicht mehr") das ist uns ja nicht bekannt, eine Zahlunglücke (zwischen KG-Ende und dem Beginn deiner neuen Arbeit) wirst du nun wohl selbst "überbrücken" müssen.

Für diese Tage (oder Wochen ?) verlangt die KK natürlich auch ihre Beiträge von dir, ich denke nicht, dass die AfA dafür nun noch "einspringen" wird, denn arbeitslos bist du ja nun auch nicht mehr.

Der Arzt weiß von der AF-Entlassung, hat der KK bereits vor Bestätigung des MdK einen Zweizeiler geschrieben, dass eine AU nicht anzuzweifeln ist.

Die KK interessiert das aber nicht sonderlich, das ist beim MDK (dort sitzen die Ärzte, nicht bei der KK) medizinisch zu begründen warum konkret deine AU nicht angezweifelt werden darf, ich denke nicht, dass dafür ein "Zweizeiler" ausreichend sein kann.

Durch die abgelehnte AU habe ich nun quasi eine Versicherungslücke, für die ich selbst zahlen müsste.

Korrekt erkannt und das wirst du nun leider auch als "Lehrgeld" zahlen müssen, wenn du die Sache bald aus der Welt haben willst.

Ich war ja nicht beim Amt, wieso sollte ich auch davon ausgehen, dass eine KK eine AU nicht anerkennt, insbesondere da sie sich nicht sofort nach der Ersten gemeldet haben.

Nach der ersten AU brauchten die sich ja auch noch nicht melden, wie ich dir oben schon erklärt habe, man sollte in Geldsachen besser nicht "von irgendwas ausgehen wollen", da ist es klüger mal frühzeitig konkret nachzufragen, ob man mit seinen Annahmen auch richtig liegt.

Nach einer AF-Reha-Entlassung sieht sich die KK nicht mehr in der Pflicht, ohne besondere (beim MDK nachgewiesene) medizinische Gründe wieder zahlen zu müssen. :icon_evil:

Mein Arzt kennt den Vorgang quasi bis zum Widerspruch (die Vorlage mit Bitte um Akteneinsicht habe ich im Netz gefunden), seitdem war ich noch nicht da.

Wenn du vom MDK bereits die Akte und die Bestätigung hast, dass die AF-Reha-Entlassung der Grund war und man dich aktuell sowieso nicht mehr dazu untersuchen wird( weil du ja wieder arbeitest), dann kann sich dein Arzt medizinische Begründungen wohl inzwischen auch sparen.

Nun steht halt die Erklärung im Raum, die -so wie ich Dich verstehe- nur vom Arzt selbst abgegeben werden kann mit medizinischer Begründung.

Da wusste ja hier noch Keiner, dass du inzwischen wieder arbeitest, man kann hier NUR die Informationen bearbeiten, die auch von dir schon gekommen sind ...
Hellsehen können wir hier auch nicht. :icon_evil:

Da der KK alle Diagnosen des Arztes bereits in Kopie vorliegen, frage ich mich nun, wie man das noch weiter begründen soll, eine neue Untersuchung wäre ebenso sinnfrei, da ich -wie schon geschildert- jetzt arbeite, also zweifelsfrei AF bin.

Medizinische Unterlagen gehören NUR DIREKT zum MDK, die KK selbst hat keinen Anspruch darauf aber das nur nebenbei, mit der Schlussfolgerung liegt doch der MDK aktuell vollkommen richtig ...
Diagnosen alleine beschreiben aber auch nicht, wie du dich damit gerade wirklich fühlst gesundheitlich. :icon_evil:

Es steht also Arztaussage gegen Arztaussage, eine Meinung vom Freitag vor Entlassung, die andere Dienstag oder Mittwoch unmittelbar nach Entlassung.

Wie kommst du denn darauf, die Reha-Klinik (deren Ärzte) kann nur für den Tag der Entlassung beurteilen ob du AU oder AF bist aus deren (aktueller) Sicht ... das kann schon Stunden später anders sein und von einem anderen Arzt auch anders festgestellt werden.

Krasses Beispiel, du brichst dir auf dem Heimweg ein Bein und wirst deswegen direkt wieder AU geschrieben ... das konnte der Reha - Arzt aber noch nicht wissen als er dich Arbeits-FÄHIG entlassen hat.
Beispiel Ende

Soll ich meinen Arzt, der zwar nett ist aber sich sicherlich nicht stundenlang für sowas Zeit nimmt, nun bitten eine erneute Begründung zu schreiben (die der KK ja vorliegt), oder versuchen selbst eine Begründung zu schreiben (Erfolgsaussichten?)?

Aktuell gehe ich mal nicht davon aus, dass dich das noch irgendwie weiter bringen könnte, der MDK kann nur medizinisch beurteilen, was auch aktuell noch vorhanden wäre.
Bist du nun gesund und gehst arbeiten ist kaum noch zu beweisen, was davor (seit Ende der Reha) gewesen ist, dass du (noch) nicht arbeiten konntest. :icon_evil:

Was er dazu an die KK geschrieben hatte (deiner Info nach) ist medizinisch gesehen eigentlich bedeutungslos dafür gewesen.

Ich bin echt ratlos wie man vorgehen soll um eine AU rückwirkend anerkennen zu lassen wenn einfach nach Aktenlage entschieden wird ohne mich zu sehen.

Es ist sehr schwer dir dazu noch was raten zu können, weil wichtige Informationen dazu fehlen und wir sind hier auch keine Ärzte die das medizinisch beurteilen könnten, ob deine (erneute) AU nach der Reha wirklich noch medizinisch notwendig gewesen ist.

Zunächst mal geht auch die KK davon aus, dass man gesund ist wenn die Reha als Arbeits-FÄHIG entlassen hat und das übernimmt dann auch der MDK aus dem Reha-Bericht.

Andere Informationen dazu gab es ja zumindest von dir und deinem Arzt nicht, die AU-Bescheinigung alleine ist dann eben kein ausreichender Beweis mehr, dass die auch noch nötig war.

Ohne genaue Kenntnis der KK-Schreiben ist nicht zu beurteilen ab wann die KK das hätte genauer hinterfragen müssen, du kannst dich ja mal bei einer übergeordneten Stelle dazu beschweren aber sonst fällt zumindest mir nicht mehr viel dazu ein.

Ich persönlich hätte mich jedenfalls nicht "blind" darauf verlassen, dass die schon zahlen werden, wenn ich (entgegen der Reha-Aussage) eine neue AU-Bescheinigung einreiche.

Um welchen konkreten Zeitraum es nun wirklich geht (KG-Lücke von / bis) ist ja auch noch nicht bekannt ... du schreibst ja, dass Krankengeld wurde (vorzeitig) eingestellt, aber nicht ab wann nun genau ???
Und ab wann gilt jetzt dein Arbeitsvertrag, damit ist ja diese Zahlungslücke bereits als beendet anzusehen, ab Arbeits-Aufnahme gilt ja schon die Versicherung über deinen AG.

Trotzdem wünsche ich dir viel Erfolg an deinem neuen Arbeitsplatz :icon_daumen:

MfG Doppeloma
 

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Hallo Doppeloma,

danke für deine Antwort. Ich werde morgen nochmal ausführlicher darauf eingehen, wenn ich am PC bin.
Also der einzige Strohhalm den ich bisher sehen könnte, wäre

Wie kommst du denn darauf, die Reha-Klinik (deren Ärzte) kann nur für den Tag der Entlassung beurteilen ob du AU oder AF bist aus deren (aktueller) Sicht ... das kann schon Stunden später anders sein und von einem anderen Arzt auch anders festgestellt werden.

weil der Arzt es eben nach dem Wochenende in der Reha, an dem auch keine Therapien stattfanden, anders eingeschätzt hat als der Reha-Arzt.
Das KG fehlt mir nach Ende der Reha bis Beginn AF, ca. 6 Wochen also.

Morgen mehr dazu.

VG
 

Machts Sinn

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Moin IL,

§ 4 Abs. 4 AU-RL bestimmt:

Sofern – abweichend von der Feststellung im Entlassungsbericht der
Rehabilitationseinrichtung – weiterhin Arbeitsunfähigkeit attestiert wird,
ist dies zu begründen.


https://www.g-ba.de/downloads/62-492-1300/AU-RL_2016-10-20_iK-2016-12-24.pdf

Dein Arzt hat dies mit dem sog. "Zweizeiler" doch getan. Also hat er sich etwas
gedacht. Am besten du fragst erst mal ihn, was er zu deinem finanziellen Schaden
meint und ob er dich gegen MDK und Krankenkasse unterstützt. Es ist nicht aus-
geschlossen, dass die Kasse zumindest zum Teil einzustehen und Krankengeld
zu gewähren hat oder hätte.

Die Frage ist wohl eher: willst du dir das zumuten?
 

InteressierterLeser

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Hallo InteressierterLeser,

Das sei dir verziehen, du hast dich ja offenbar schon kundig gemacht dazu. :bigsmile:

Das ist doch keine Begründung, welche "Sorgen" macht er sich denn bitte um die Probleme der Kostenträger untereinander ???

Der hat DICH damit (zumindest zum Teil) in die aktuelle Schei**e geritten, hätte die AU niemals beenden dürfen, wenn ER dich noch nicht für "gesund hält" ...

Die KK stellt das Krankengeld trotzdem ein bei offiziellem Beginn der Reha, dafür machen die das schließlich, weil sie in der Zeit kein Krankengeld zahlen brauchen.
Du wärst aber zumindest offiziell AU in die Reha gekommen.

Das stimmt natürlich, hier bin ich extrem schlecht informiert worden und muss das nun ausbaden... Aber in der Regel weiß man sowas ja nicht, bzw. erst wenn so ein Sch... passiert

Direkt bei der Entlassung bekommt man den ja auch noch nicht, der muss ja erst geschrieben werden.
Wer den kompletten Bericht dann bekommen soll, entscheidest du mit deiner Unterschrift, dafür wird dir in der Reha-Klinik ein Formular vorgelegt, sonst bekommt das nämlich Niemand (nur de DRV als Kostenträger).

Auch dein Arzt hat nur Anspruch darauf wenn DU das in der Klinik erlaubt und unterschrieben hast, auf (mindestens) die Kopie hast du als Patient einen Rechtanspruch.

Man bekommt aber IMMER (und sofort bei der Entlassung) eine Entlassungs-Bescheinigung wo die Klinik (zur Abgabe bei der KK) schreibt, dass du von / bis dort gewesen bist und ob die Entlassung Arbeits-FÄHIG oder Arbeits-UNFÄHIG erfolgt (aus Sicht der Klinik am Entlassungstag).

Leider bekam ich garnichts mit, keinerlei Papiere in irgendeiner Form... Das ging alles direkt an den Arzt und die Krankenkasse, auch als ich mich in der Klinik erkundigt habe, sagte man mir, dass die Papiere zugeschickt würden. Ja, da habe ich während des Aufenthaltes auch unterschrieben, dass der Arzt die Papiere bekommt.

Das habe ich schon richtig verstanden, ich wollte aber wissen, ob du diese Entlassungs-Bescheinigung an deine KK gegeben hast (wenn ja wann und auf welchem Wege, also Post oder persönlich ?) und ob dein Arzt auch wusste, dass dich die Klinik Arbeits-FÄHIG entlassen hatte ???

Da waren die Probleme für dich nämlich absehbar, wenn er dich "ganz neu" (mit Erstbescheinigung) wieder AU schreibt, es wäre besser gewesen wenigstens die bisherige AU einfach fortsetzen zu können, weil dich die Reha eben NICHT gesund (und Arbeits-Fähig) gemacht hat.

Wie oben beschrieben, habe ich keine Papiere bekommen. Mein Arzt wusste aber aus den Papieren die er geschickt bekam, dass ich "arbeitsfähig" bin.

Da "vermutest" du teilweise falsch, denn nach der 1. Bescheinigung (direkt nach der Reha) bekommst du ja noch gar kein Krankengeld überwiesen, du brauchst dafür erst die nächste Bescheinigung und dann wird (normalerweise) für den Zeitraum gezahlt (zwischen 1. und 2. Bescheinigung).

Krankengeld wird auch rückwirkend gezahlt und beim ersten Arztbesuch (nach der Reha) gab es ja noch keinen "rückwirkenden" AU-Zeitraum mit KG-Anspruch ... den gab es ja erst bei der nächsten Verlängerung (für die abgelaufenen 3 Wochen seit Ende der Reha).

Dass man dir nicht rechtzeitig mitgeteilt hat, dass du kein Krankengeld mehr bekommen sollst, ist natürlich der KK "anzulasten" aber du weißt ja auch nicht genau, wann die den Reha-Bericht bekommen haben, um sich daraus ihre Meinung zu bilden (oder vom MDK bilden zu lassen) ???


Du hast also bereits eine neue Stelle gefunden, dass ist doch sehr positiv und bis zu welchem Tag ist nun die KK noch bereit dir Krankengeld zu zahlen, ab Ende der Reha ???

Du hast natürlich recht, das würde rückwirkend bezahlt... Also Übergangsgeld bekam ich, aber ab Reha-Ende bis Anfang neue Stelle, ca. 6 Wochen fehlt mir eben das Geld und auch der Versicherungsschutz.

So ganz blickt man da noch nicht durch bei dir ... :icon_evil:

Das war schon immer meine Spezialität :icon_mrgreen:

Ein AG erfährt nicht ob du noch AU bist oder nicht, natürlich darfst du nicht gleichzeitig Lohn und Krankengeld beziehen ... aber das hast du ja schon geregelt.

Die AfA wird dir aber (bei bestehendem Krankengeld-Anspruch) auch kein ALGI zahlen wollen, wenn du dich dort meldest weil du (für die Krankentage) noch Geld haben möchtest.

Das war mir eben nicht so ganz klar, ich hatte ein bisschen Bedenken, dass das rauskommen könnte, darum war mir das der sichere Weg.

Damit liegen sie aber vollkommen richtig, darum mein Hinweis oben, dass du mal mit der KK (direkt nach der Reha) hättest klären sollen, wie die zu deiner neuen AU stehen werden und ob du mit Zahlungen überhaupt rechnen darfst. :sorry:

Leider ist man am Ende immer schlauer... Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, passt mal wieder.

Das ist natürlich richtig, da wurden leider auf Allen Seiten sehr viele Fehler gemacht die du nun "ausbaden" musst, denn ich sehe keine echte Möglichkeit, dass man dir Krankengeld für den gesamten Zeitraum nach der Reha nachzahlen wird.

Was dir nun konkret die KK dazu mitgeteilt hat ("wir zahlen bis Tag X und dann nicht mehr") das ist uns ja nicht bekannt, eine Zahlunglücke (zwischen KG-Ende und dem Beginn deiner neuen Arbeit) wirst du nun wohl selbst "überbrücken" müssen.

Für diese Tage (oder Wochen ?) verlangt die KK natürlich auch ihre Beiträge von dir, ich denke nicht, dass die AfA dafür nun noch "einspringen" wird, denn arbeitslos bist du ja nun auch nicht mehr.

Wie bereits gesagt, mir wurde nicht gesagt, dass kein KG mehr gezahlt wird, sondern das die AU nicht anerkannt wird, das bedeutet ja automatisch, dass man auch kein KG mehr bekommen würde. Vielleicht muss ich das am Ende selber ausbaden, aber kampflos würde ich das nicht aufgeben.

Die KK interessiert das aber nicht sonderlich, das ist beim MDK (dort sitzen die Ärzte, nicht bei der KK) medizinisch zu begründen warum konkret deine AU nicht angezweifelt werden darf, ich denke nicht, dass dafür ein "Zweizeiler" ausreichend sein kann.

Korrekt erkannt und das wirst du nun leider auch als "Lehrgeld" zahlen müssen, wenn du die Sache bald aus der Welt haben willst.

Der Zweizeiler ist hier ja im Zusammenhang mit den gesammelten Werken der Diagnosen bei der KK eingegangen, darum sollte das eigentlich genügen. Mir fehlt auch das Verständnis, welche Begründung noch gefordert werden sollte.


Wie kommst du denn darauf, die Reha-Klinik (deren Ärzte) kann nur für den Tag der Entlassung beurteilen ob du AU oder AF bist aus deren (aktueller) Sicht ... das kann schon Stunden später anders sein und von einem anderen Arzt auch anders festgestellt werden.

Krasses Beispiel, du brichst dir auf dem Heimweg ein Bein und wirst deswegen direkt wieder AU geschrieben ... das konnte der Reha - Arzt aber noch nicht wissen als er dich Arbeits-FÄHIG entlassen hat.
Beispiel Ende

Ich denke ich werde das nochmal mit meinem Arzt abklären, aber das scheint mir zumindest ein vernünftiger Lösungsansatz zu sein.
Es bleibt mir nichts anderes übrig als alles zu versuchen, weil ich weder das Geld habe um die Versicherungslücke zu zahlen, noch auf das KG verzichten kann...
 

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Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

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