Krankenkasse fordert die Einverständniserklärung zur Übermittlung des Rehaentlassungsberichts

saurbier

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Hallo HomesickAlien,

Großartig begründet wird in dem Bescheid nichts. Da steht nur "Nach unseren Feststellungen ist Ihre Erwerbsfähigkeit nicht erheblich gefährdet oder gemindert, weil sie in der Lage sind, eine Beschäftigung als ...... weiterhin auszuführen."
Nun ja, solche eine Begründung gibt natürlich nichts her und öffnet der DRV Tür und Tor.

Eigentlich sollte im Reh-Abschlussbericht ja auf den Seiten Nr.1 und Nr. 1a ja ausgeführt sein, wie es um deine Erwerbsfähigkeit steht. Erst ab Seite Nr. 2 wird da genauer auf den gesammten Reha-Ablauf sowie die medizinische Beurteilung näher eingegangen. Da stehen dann auch ggf. Empfehlungen der Ärzte drin.

Nun gut, wenn du Mitglied im VdK bist, dann kannst du ruhig mal schauen ob deine VdK-Vertretung kompetente Anwälte hat, das ist leider nicht überall der Fall.

Du mußt dir aber im klaren sein, wenn du im VdK bist oder gar eine Rechtsschutzversicherung hast, vom Gericht keinen Beratungsschein erhälst (kostenlose Anwaltsberatung), eben weil du einen "kostenlosen" Zugang zu anwaltliche Hilfe hast.

Wenn du jetzt mit dem Gedanken spielst ggf. eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen, nun dann bringt dir das leider nichts mehr, denn die leisten zumeist erst nach 3 bis 6 Monate Vertragslaufzeit und zudem darf da kein Verfahren anhängig oder in Vorbereitung sein. Das wird ansonsten gleich mal ausgeschlossen.

Vielleicht wäre es ja ein möglicher Weg über die AfA an eine Umschulung zu kommen, einen Versuch wäre es allemale wert.


Grüße saurbier
 

HomesickAlien

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Eigentlich sollte im Reh-Abschlussbericht ja auf den Seiten Nr.1 und Nr. 1a ja ausgeführt sein, wie es um deine Erwerbsfähigkeit steht. Erst ab Seite Nr. 2 wird da genauer auf den gesammten Reha-Ablauf sowie die medizinische Beurteilung näher eingegangen. Da stehen dann auch ggf. Empfehlungen der Ärzte drin.
Ich denke das ist genau das was mir das Genick bricht. Da steht:

"Unter Berücksichtigung der oben genannten Faktoren entlassen wir die Patientin zum jetzigen Zeitpunkt noch als arbeitsunfähig. Kurzfristig erwarten wir einen Leistungsumfang von 3 bis 6 Stunden täglich für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit und 6 Stunden und mehr täglich auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.
Wir empfehlen die Prüfung der LTA mit dem Ziel eine Umschulung zu ermöglichen."

Klar dass sich die DRV auf den Teil in roter Schrift stürzt.
Dabei hatte man mir in der Klinik versprochen den Bericht so zu schreiben, dass das mit den LTA kein Problem sein würde und man hatte vollkommen verstanden warum ich nicht an den alten Arbeitsplatz zurück kann.
Tja nun.......
 

saurbier

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Hallo HomesichAlien,

sorry, aber da befindest du dich jetzt im Irrtum.

Die DRV stürzt sich nicht auf das in roter schrift, denn das würde ja bedeuten du könntest deinen Beruf nur noch als Teil-EMR ausführen, nein man geht einfach davon aus, daß du für den allgemeinen Arbeitsmarkt 6 und mehr Std./tägl. Leistungsfähig bist. Das bedeutet das du jede Arbeit machen kannst, halt außer deinen jetzigen Beruf und das bewertet die DRV als lediglich minimale Einschränkung für die es nichts geben muß.

Genau damit bist du nun kein Fall für eine Teil-EMR noch (ich gehe davon aus das du ja nicht vor 1961 geb. bist) für eine BU-Rente.

Also darfst du dich jetzt bei der AfA melden.

Das da etwas von LTA Empfehlung steht ist schön, nur leider interessiert sich die DRV eher selten was in den Reha-Abschlussberichten steht. Genau das steht natürlich im Widerspruch zu deren eigenen Aussagen zur Bedeutung des Reha-Abschlussberichtes, denn der stellt nach den eigenen Vorgaben der DRV immerhin ein sozialmedizinisches Gutachten dar.

Schon daran kann man erkennen wie verlogen die DRV selbst agiert.

Nochmals, versprechen tun dir viele Leute sehr viel, nur leider können wir hier wieder lesen, was dann im Endefekt daraus wird - nämlich nichts -. Das läuft bei den Gutachtern doch auch nicht anderes, die erzählen einen gegenüber, ja man sei Kaputt und würde das auch so schreiben, nur wenn man dann später das Gutachten mal anfordert (weil man es für die Klage braucht) wundert man sich was da so alles niedergeschrieben wurde.

Merke dir, keiner spielt dir gegenüber mit offenen Karten, weder bei der DRV, noch der AfA. Da zählt nur das was du wirklich schriftlich in den Händen hast.

Ich kann dir dazu aus eigener leidlicher Erfahrung sagen, daß selbst eine schriftliche Zusage eines SB mir beim LSG nicht geholfen hat, denn der Richter sagte trocken - na das kann doch jeder geschrieben haben -. Selbst wenn das jeder geschrieben hätte, es war dennoch eine schriftliche Zusage auf dem Briefpapier der DRV, aber das hat das Gericht nicht interessiert. Du siehst, niemanden kann man trauen.

Aktuell kannst du nur hoffen, daß der äD-Gutachter dich dennoch für so gesundheitlich eingeschränkt beurteilt, das du bestenfalls über die AfA an eine LTA kommst. Dabei solltest du dich dann aber fragen was du willst, eine Umschulung oder andere Leistungen (ggf. Lohnzuschüsse, Arbeitshilfsmittel etc.) wenn du dir einen neuen Arbeitsplatz gesucht haben solltest.


Grüße saurbier
 

HomesickAlien

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Irgendwie hab ich das Gefühl, dass es sich gar nicht zu kämpfen lohnt. Entweder man funktioniert, oder man hat halt Pech gehabt. :(

Das bedeutet das du jede Arbeit machen kannst, halt außer deinen jetzigen Beruf und das bewertet die DRV als lediglich minimale Einschränkung für die es nichts geben muß.
In dem Ablehnungsbescheid steht aber ja explizit drin, dass ich gefälligst in meinen alten Job zurück soll.
Ach naja, wer blickt da schon noch durch. Ich glaub ich geb's auf. :cautious:
 

Kerstin_K

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Ansonsten bleibt mir dann eben noch die Rehaabteilung des Arbeitsamtes, die nach meiner Aussteuerung für mich zuständig sein müsste. Die könnten die Umschulung ja eigentlich auch finanzieren.....was wahrscheinlich wieder ein naiv optimistischer Gedanke von mir ist.
Das wird nichts. Wenn Du die erforderlichen Beitragszeiten bei der DRV hast, dann ist die DRV als Kostenträger zuständig. Selbst, wenn du den Antrag bei der AfA sellst, wird der an die DRV weitereleitet.
 
Zuletzt bearbeitet:

HomesickAlien

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Ok. Also bleiben mir genau gar keine Optionen.
Ich war ehrlich gesagt schon lange nicht mehr so entmutigt und am Boden zerstört wie jetzt.
 

HomesickAlien

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Hallo ihr,

mal wieder ein kleines Update von mir.
Mein Widerspruch bezüglich der abgelehnten LTA läuft, auch wenn ich mir da keine großen Hoffnungen mache.

Parallel dazu war ich nun bei der AfA, denn ich habe meinen Aussteuerungsbescheid von der KK enthalten - am 21.07. werde ich ausgesteuert.
Dank dieses Forums konnte ich einen Fehler vermeiden. Ich hätte nämlich beinahe den Gesundheitsfragebogen samt Schweigepflichtsentbindung für den ÄD abgegeben. Aber das würde bedeuten, dass vermutlich nach Aktenlage entschieden werden würde und das möchte ich nicht. Dafür ist meine Situation zu komplex.
Hoffe also, dass jetzt nicht alles auf Eis liegt wenn ich das nicht abgebe. Der SB hat mir natürlich gesagt, dass ich das unbedingt schnellstmöglich abgeben müsse, sonst könnte nichts bearbeitet werden. Das verunsichert mich, aber wird schon passen, oder? Ist ja schließlich freiwillig.

Beim Ausfüllen des Antrages auf ALG1 habe ich 2 Fehler gemacht, ich habe leider zu spät einen Leitfaden gefunden.
Bei dem Punkt "Krankschreibung bis" habe ich den 21.07. angegeben, obwohl ich ja nicht nach diesem Datum einfach wieder arbeitsfähig sein werde. Da habe ich mich auf den SB verlassen.
Auch bei dem Punkt mit der Frage, wieviele Stunden man sich vorstellen kann wieder zu arbeiten, habe ich was eingetragen - nämlich die Stundenzahl, von der ich mir erhoffe, dass ich sie irgendwann wieder werde leisten können (nicht Vollzeit).
Den Rest habe ich aber richtig gemacht. Uff.

Jetzt steht da ich solle auch eine aktuelle AU einreichen. Das möchte ich aber nicht, denn den Teil für den Arbeitgeber, auf dem keine Diagnosen stehen, habe ich ja nicht mehr, der ist beim Arbeitgeber. Die haben ja den Aussteuerungsbescheid der KK, das muss doch reichen, oder?

Ansonsten habe ich die Arbeitsbescheinigung an den Arbeitgeber geschickt und dann wollen sie noch einen Bescheid von der KK, in dem drinsteht, wieviel KG ich erhalten habe. Reicht da das Blatt, wo drauf steht, wieviel KG mir pro Tag gezahlt wird? Ich habe kein Formular für die KK bekommen.

Wäre lieb, wenn ihr meine Fragen kurz beantworten könntet. Ich lese schon ganz viel hier im Forum um mich selbst zu informieren, fühle mich aber von den vielen Infos oft erschlagen und verunsichert. :/

Liebe Grüße,

HA
 

Kerstin_K

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Beim Ausfüllen des Antrages auf ALG1 habe ich 2 Fehler gemacht, ich habe leider zu spät einen Leitfaden gefunden.
Bei dem Punkt "Krankschreibung bis" habe ich den 21.07. angegeben, obwohl ich ja nicht nach diesem Datum einfach wieder arbeitsfähig sein werde. Da habe ich mich auf den SB verlassen.
Das ist erstmal unkritisch. Du bist ja kein hellseher und könntest teheorethisch auch bis zum 21. wieder gesund werden.
Auch bei dem Punkt mit der Frage, wieviele Stunden man sich vorstellen kann wieder zu arbeiten, habe ich was eingetragen - nämlich die Stundenzahl, von der ich mir erhoffe, dass ich sie irgendwann wieder werde leisten können (nicht Vollzeit).
Das ist ein Problem. Wahrscheinkich bekommst Du jetzt weniger ALG I, nämlich herauntergerechnet auf die Stundenzahl, die du dort angegeben hast. Die steht aber das volle ALG zu, nach der stndenzahl, die du zuletzt gearbeit und engezahlt hast.
Jetzt steht da ich solle auch eine aktuelle AU einreichen. Das möchte ich aber nicht, denn den Teil für den Arbeitgeber, auf dem keine Diagnosen stehen, habe ich ja nicht mehr, der ist beim Arbeitgeber. Die haben ja den Aussteuerungsbescheid der KK, das muss doch reichen, oder?
Notfalls könnte man auf de Durchschlag dür Deine Unterlagen die Diagnosen schwärzen. Wir empfehlen aber, gar keine AU Bescheinigung bei der AfA abzugeben, weil man sonst riskiert, das nach 6 Wochen das ALG eingestellt wird. Eigentlich darf das zwar bei Aussteuerungsfällen nicht sein, aber es kommt doch immer wieder vor.
Ansonsten habe ich die Arbeitsbescheinigung an den Arbeitgeber geschickt und dann wollen sie noch einen Bescheid von der KK, in dem drinsteht, wieviel KG ich erhalten habe. Reicht da das Blatt, wo drauf steht, wieviel KG mir pro Tag gezahlt wird? Ich habe kein Formular für die KK bekommen.
Den Bescheid von der KK bekmst Du noch, aber den kann die KK erst ausstellen, wenn du tätsächlich ausgesteuert bist. Auch die KK kann ja nicht wissen, ob du nicht doch bis dain wieder gesund sein wirst.
 

HomesickAlien

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Danke für die schnelle Antwort, Kerstin. :)

Das ist ein Problem. Wahrscheinkich bekommst Du jetzt weniger ALG I, nämlich herauntergerechnet auf die Stundenzahl, die du dort angegeben hast. Die steht aber das volle ALG zu, nach der stndenzahl, die du zuletzt gearbeit und engezahlt hast.
Ha, na dann ist es ja gut, dass ich mehr Stunden angegeben habe, als ich zuletzt gearbeitet habe, nämlich die Stundenzahl, die ich gerne irgendwann wieder arbeiten können möchte.

Ich hatte erst Vollzeit gearbeitet aber danach ein Jahr lang nur 26 Stunden, weil ich dachte, dass es mir dadurch vielleicht besser gehen würde und ich den Job doch noch länger aushalten könnte.
In dem Antrag habe ich jetzt 30 Stunden angegeben.

Die AU gebe ich jetzt erstmal nicht ab. Wenn sie die ganz unbedingt haben wollen, werden sie sich schon melden.

Stimmst du zu, dass ich den Gesundheitsfragebogen des ärztlichen Dienstes samt Schweigepflichtsentbindungen lieber nicht abgeben sollte?
 

saurbier

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Hallo HomesickAlien,

Ich hatte erst Vollzeit gearbeitet aber danach ein Jahr lang nur 26 Stunden, weil ich dachte, dass es mir dadurch vielleicht besser gehen würde und ich den Job doch noch länger aushalten könnte.
In dem Antrag habe ich jetzt 30 Stunden angegeben.
Nun dann ist es dennoch ein Fehler gewesen.

Möchtest du wirklich nur noch 30 Wochenstunden arbeiten, reicht dir das Geld zu leben und vor allem - was du ja nie vergessen darfst - für deine spätere Rente.

ich meine du hättest deine Arbeitszeit gar nicht erst freiwillig kürzen dürfen. Du mußt immer sagen das du Vollzeit arbeiten willst, so wie es der äD zuläßt, das ist dein Recht.

Selbst falls dir die DRV jetzt eine LTA als z.B. Umschulung/Fortbildung anbieten sollte, macht sie das ja nicht damit du nur reduziert wieder arbeiten kannst. Auch bei denen sitzt im Hinterkopf eine Vollzeitbeschäftigung, schon alleine weil die dadurch ja wieder kräftige Beiträge erhalten würden.

Dein Problem ist aktuell mal, daß du zwar für deinen jetzigen Beruf gesundheitlich ggf. schlechte Karten hast, allerdings für eine Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eben viel zu gesund bist. Da steht es dann echt in den Sternen ob die DRV überhaupt dazu bereit ist, die Kosten für eine teure Umschulung zu übernehmen. Leider bedeutet ja LTA keineswegs Umschulung/Fortbildung, daß kann auch eine Lohnsubvention sein oder gar Hilfsmittel für eine Arbeitsplatzausgestaltung, da hat die DRV viele Möglichkeiten - leider, leider.


Grüße saurbier
 

Kerstin_K

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Stimmst du zu, dass ich den Gesundheitsfragebogen des ärztlichen Dienstes samt Schweigepflichtsentbindungen lieber nicht abgeben sollte?
Da bin ich zwiegespalten. Die "Gutachten" der AfA haben ja meistens kaum den Namen verdient. Sicher ist beides freiwillig, ich würde baer an deiner Stelle wohl eher den Gesundheitsfragebogen soweit ausfüllen, soweit ich das im Hinblick auf mein Krankheitsbid für sinnvoll halte und statt Schweigepflichtentsbindungen zu erteilen, eher einige aussagekräftige Befunde zusammenstellen.

Letztens geht es doch beim äD nur um folgendes: Ist dein Restleistungsvermögen über oder unter 15 Stunden wöchentlich? Wenn es drimter ist, wirst Du aufgefordert einen Rentanantrag zu stellen. Liegt es über drei Stunden, dann uss der äD berteilen, was du noch machen kannst, und welche Belastungen auszuschliessen sind. Diagnistisch geht beim äD sowieso nichts , dazu haben die gar nicht die Ausstattung. Von daher stellt sich die Frage, was du dir von einer persönlichen Untersuchung versprichst.
 

HomesickAlien

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@saurbier

Möchtest du wirklich nur noch 30 Wochenstunden arbeiten, reicht dir das Geld zu leben und vor allem - was du ja nie vergessen darfst - für deine spätere Rente.

ich meine du hättest deine Arbeitszeit gar nicht erst freiwillig kürzen dürfen. Du musst immer sagen das du Vollzeit arbeiten willst, so wie es der äD zuläßt, das ist dein Recht.
Ich möchte aber tatsächlich nie wieder Vollzeit arbeiten. Mal davon abgesehen, dass ich damit immer wieder an meine Belastbarkeitsgrenzen kommen werde, finde ich, dass bei einer 40-Stunden-Woche viel zu viel Lebenszeit draufgeht.
Ich brauche nicht viel Geld zum Leben, das was ich bei den 26 Wochenstunden verdient habe, hat mir dicke gereicht.
Das Thema Rente muss ich dabei verdrängen, klar. Aber von der gesetzlichen Rente verspreche ich mir ohnehin nicht viel. Dann lebe ich lieber jetzt zufriedener und gesünder.

@KerstinL

Von daher stellt sich die Frage, was du dir von einer persönlichen Untersuchung versprichst.
Ach weiß nicht, dachte einfach, wenn ich mit jemandem persönlich rede, kann mein Gegenüber die Situation besser beurteilen. Aber ich seh schon, das wird ohnehin alles wieder niemanden interessieren.

Kann ich die Schweigepflichtsentbindung einfach zeitlich begrenzt, zum Beispiel auf 2 Wochen ausstellen? Dann müsste ich jetzt nicht zu allen möglichen Ärzten rennen für die Befunde. Sollen sie sich halt holen was sie brauchen, aber das müssen sie dann halt innerhalb von 2 Wochen tun.
 

Kerstin_K

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Kann ich die Schweigepflichtsentbindung einfach zeitlich begrenzt, zum Beispiel auf 2 Wochen ausstellen? Dann müsste ich jetzt nicht zu allen möglichen Ärzten rennen für die Befunde. Sollen sie sich halt holen was sie brauchen, aber das müssen sie dann halt innerhalb von 2 Wochen tun.
DAs ist kein Problem, das sollte man sowieso machen, denn die Standard-SPEs sind volle drei Jahre gültig.
 

HomesickAlien

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Hallo zusammen,

heute habe ich nun endlich was von der Afa gehört - leider nichts Gutes.

Nochmal kurz die Zusammenfassung: Bin seit Ende Juli von der Krankenkasse ausgesteuert und habe daher ALG1 beantragt. Da ich weiterhin krankgeschrieben bin käme bei mir die Nahtlosigkeitsregelung zum Tragen.

Nun habe ich folgendes Schreiben erhalten:

"(.....) aufgrund Ihrer Erkrankung war es erforderlich, Ihr gesundheitliches Leistungsvermögen vom Agentur-ärztlichen Dienst feststellen zu lassen. Das Gutachten liegt mir nun vor. Danach sind die Voraussetzungen zur Anwendung der Nahtlosigkeitsregelung nicht erfüllt. Zur Besprechung des weiteren Vorgehens werden Sie mit gesondertem Schreiben eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch in der Agentur für Arbeit erhalten. Bitte beachten Sie: Auch wenn Ihr Arzt Sie weiterhin wegen der zuletzt ausgeübten Tätigkeit arbeitsunfähig geschrieben hat, sind Sie verpflichtet, Einladungen der Agentur für Arbeit Folge zu leisten. Ab sofort müssen Sie alle Arbeitsunfähigkeiten mitteilen und durch ärztliche Bescheinigungen nachweisen (§ 311 Drittes Buch Sozialgesetzbuch)."

Ich stehe mal wieder ratlos da. Warum sind die Voraussetzungen nicht erfüllt?
Wie geht es jetzt weiter?
Und muss ich jetzt die AU-Bescheinigungen tatsächlich beim Amt vorlegen?Genau morgen habe ich einen Termin bei meinem Arzt für die nächste AU.

Uff.....ich dachte es geht jetzt, wo ich den Stress mit der Krankenkasse los bin, mal halbwegs komplikationsfrei weiter.....

Kann mir jemand Tipps zum weiteren Vorgehen geben? Wie soll ich mich am besten verhalten?
Habe mal wieder Angst irgendwelche fatalen Fehler zu begehen, aus denen mir dann ein Strick gedreht werden könnte......

Vielen Dank im Voraus und einen schönen Abend euch!
 

Kerstin_K

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Du legst bitte keine Au Bescheinigungen der AfA vor.

Geh zum Termin, hoer dir alles an und unterschreibe nichts.

Teil B des Gutachtens kann dir dein SB geben, Teil A solltest du direkt beim ärztlichen Dienst anfordern.
 

HomesickAlien

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Alles klar, das hilft mir schon mal weiter.
Danke dir!

Ich habe übrigens einen GdB von 30 erhalten. Ich weiß, der nützt mir nicht viel. Aber immerhin hab ich mal ein Schreiben erhalten, in dem nichts von "Ablehnung" steht. Es sind die kleinen Dinge...... ;)
 

saurbier

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Hallo HomesickAlien,

nun ja es kommt gar nicht so selten vor das der äD keine Nahtlosigkeit feststellt, wie manche denken.

Das ändert sich auch nicht wenn man von diesem persönlich untersucht würde, denn wie alle diese Gutachter arbeiten sie ja im Sinne ihres Auftraggebers. Wer da z.B. nicht einen Reha-Bescheid hat, aus dem man eine volle EMR entnehmen kann, dann gibt es meist auch keine Nahtlosigkeit.

Aber das muß auch nicht nachteilig sein, denn jetzt stehst du halt mit deinem Restleistungsvermögen nach diesem Gutachten der AfA Vermittlung zur Verfügung. Je nach dem wie das ausfällt (wird dir ja im nächsten Termin vom SB eröffnet) wird es auch nicht zu einer Vermittlung kommen, zumal du ja vorerst mal noch auf § 140 SGB III zurück greifen kannst (zumutbare Arbeit).

Bei mir hat der äD damals (2012) auch keine Nahtlosigkeit festgestellt, allerdings war ich zuvor bereits BU und deshalb auch nur noch halbtags beschäftigt. Einen passenden Arbeitsplatz für mich zu finden war für die SB aufgrund meines Berufes auch nicht drin und mein bisheriger Arbeitgeber war zu dem Zeitpunkt auch nicht bereit mich zu beschäftigen (aus Gründen der BG). Das paßte der AfA überhaupt nicht, aber ändern konnte sie dennoch nichts, also zahlte sie mir bis zur vollen EMR ALG-I.

Nun solltest du erst einmal abwarten was beim Termin mit der SB raus kommt, dannach können wir schauen wie es weiter geht.

Wie gesagt, nur nichts vor Ort unterschreiben, alles mit nach Hause nehmen und in Ruhe durchlesen.


Grüße saurbier
 

HomesickAlien

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Hallo saurbier,

vielen Dank für deine Antwort. Ich werde mich jetzt auch erstmal nicht verrückt machen, sondern den Termin abwarten.

Und ja, ich werde nichts direkt vor Ort unterschreiben.
Ich muss lernen mich nicht immer bequatschen zu lassen. Denke das krieg ich hin. :)
 

Fabiola

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Du legst bitte keine AU Bescheinigungen der AfA vor.
AU aber bitte trotz allem nahtlos weiter führen und zu Haus abheften. Den Teil für die KK an die KK schicken. Das wäre für einen evtl. EM-Antrag absolut wichtig.

Teil B des Gutachtens kann dir dein SB geben, Teil A solltest du direkt beim ärztlichen Dienst anfordern.
Ich würde mir das Gutachten Teil A + Teil B vorab umgehend beim ärztlichen Dienst aushändigen lassen - gegen Vorlage des Perso. Dann weiß HomesickAlien schon mal vor dem Afa-Termin, was da so in Teil B drin steht und kann sich besser vorbereiten. Dazu bitte den Perso mitnehmen.
 
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