Krankenkasse erstattet Krankenbeförderung - wird das angerechnet?

Mona Lisa

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Hallo!

Da ich mit dem Taxi zu einer OP mußte, ließ ich mir von meinem Hausarzt eine Verordnung einer Krankenbeförderung ausstellen, die meine Krankenkasse auch erstattet.

Angeben muß ich das natürlich, aber wird mir das auch angerechnet?

Vielen Dank für Antworten.

LG

Mona Lisa
 

Kerstin_K

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Ist das ueber dein Konto gelaufen? Normal rechnet das Transportunternehmen den Transportschein direkt mit der Kasse ab.
 

Seepferdchen 2010

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@Kerstin_K

hast du bestimmt überlesen:

Da ich mit dem Taxi zu einer OP mußte
@Mona Lisa

Nein das wird nicht angerechnet, das hast du aus deiner Regelleistung gezahlt und die Krankenkasse dir zurück erstattet, also eine zweckgebundene Einnahme.
 

Atze Knorke

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Hallo Mona Lisa,

diese Fahrtkosten werden mit "Antrag auf Übernahme von Fahrtkosten" bei der zuständigen KK schriftlich eingereicht.

Der behandelnde Arzt ergänzt diesen Antrag (§ 60 SGB V).

Berücksichtigung finden die Zuzahlungen, wenn zutreffend.

Der Betrag/das Entgelt wird aufgrund von Antrag und Belegen dann auf dein Konto von der KK erstattet.

Auf was "angerechnet" --> SGB II, SGB XII?

https://www.betanet.de/betanet/soziales_recht/Fahrtkosten-Transportkosten-133.html
 

Kerstin_K

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Nein, Seepferdchen, auch ein Taxi ist ein Transportunternehmen.

Oft reicht der einzelne Taxiunternehmer den T-Schein bei der Taxigesellschaft ein und die rechnet dann für ihre Mitglieder mit den KKs ab und leitet das Geld weiter.

Das geht gar nicht anders. Stell dir mal vor, wenn Nierenkranke, die dreimal die Woche zur Dialyse müssen, müssten da in Vorlage gehen.
 

Fairina

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Wie kommt man auf so eine Idee daß eine derartige Ausgabe angerechnet werden dürfte?
 

Seepferdchen 2010

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Nun @Fairina

Wie kommt man auf so eine Idee daß eine derartige Ausgabe angerechnet werden dürfte?
Ganz einfach, weil @Mona Lisa sich unsicher ist und daher ihre Frage hier
im Hilfeforum gestellt hat.
 

Kerstin_K

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Ist schon seltsam. Wenn sie den T-Schein dem Taxifahrer gegeben hätte, wuerde sich die Frage gar nicht stellen.
 

Atze Knorke

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(at)Kerstin_K, ist das so, der Taxifahrer sammelt Transport-Scheine, wie du anmerkst. Will der nicht nur direkt zahlende Kunden?

Muss dann das Taxi- und Mietwagenunternehmen dann Anbieter solcher Leistungen sein?

Unabdingbar ist die VORHERIGE Genehmigung bei der KK, dann werden die Kosten von der KK erstattet.
 

Kerstin_K

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Atze, auf die vorherige Zustimmung kann die KK auch verzichten. Meine hat das zum Beispiel bis letztes jahr getan.

Meine Eltern hatten bis zum Tode meines Vaters 1981 selber ein Taxi. Zudem bin ich bis zum Abi 1985 jeden Tag mit dem Taxi zur SChule gefahren, fast die ganze zeit mit dem selben Fahrer, da bekommt man schon Einblicke in die Branche.

Ich meine, dass in den Beförderungsbedingungen steht, dass T-Scheine genommen werden muessen. Die meisten Taxifahrer nehmen die auch gerne, weil das feste Einnahmen sind. Ich kenne auch Fahrer, die fast nur solche Festfahrten machen, behinderte zur ßchule oder zur Arbeit, Dialyse, Chemo. Diese einzelfahrten zu ambulanten OPs machen da nur einen Teil aus.

Ein Taxi muss rollen, Stillstand kostet Geld.

Und so ganz nebenbei: wenn ein Taxifahrer weniger Bargeld an Bord hat, sinkt die Ueberfallgefahr.
 

Atze Knorke

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... Kerstin_K, die Taxi-Einblicke mag ich dir nicht nehmen, doch wem/was interessiert, was 1985 bei dir los war, so einfach ist das nicht mehr im Jahre 2018 für medizinisch notwendige Leistungen.

Ich gehe davon nicht ab, dass das vorab mit der KK zu klären ist und das für die Kostenübernahme eine ärztl. Verordnung der Krankenbeförderung erforderlich ist. :idea:

Irrfahrten & Odysseen sind hierbei stringent zu vermeiden.
 

Fairina

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Ich bin gerade aus dem KH gekommen und habe wie üblich das Taxi selbst zahlen müssen. Die wenigsten KH stellen noch Taxi-Scheine aus. Bei einem KH-Aufenthalt hat mich die Rückreise glatte 50 Euro gekostet eben weil es keinen Taxenschein mehr dort gab. Das Geld bekomme ich nicht einmal ersetzt laut KK. Und vorherige Beantragung war nicht möglich. Ich hätte ja mit dem ÖPNV fahren können - in meinem Zustand. Und zudem war ich per Notarzt und Rettungswagen dort hin aus einer Arztpraxis gebracht worden. Das ist jetzt ein paar Monate her und auch die Chronikerregelung nützt mir nix. Auf solchen Kosten bleibe ich derzeit noch sitzen.


Seepferdchen, diese Verunsicherung der Menschen ist furchtbar. Und genau deshalb haben die JC so ein leichtes Spiel.


Kerstin, so kenne ich das auch. An unserem KH haben die sogar extra Parkplätze. So daß sie nicht immer erst anfahren müssen. Ist ein regelrechter Pendelverkehr.
 

Kerstin_K

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Der T-Schein ist die Verordnung.

Und das mit der vorab Zustimmung ist in der Praxis selten ein Problem. Bei den Stammkunden sowieso nicht und bei den Einzelfahrten läuft das so, dass die Krankenkasse dann erstmal an den Transporter zählt und das im Nachgang mit dem Versicherten klärt, sollte die vorab Zustimmung nicht vorliegen. Das betrifft ja auch nur die Fahrten zwischen zu Hause und ambulanten Praxen. Wenn eine Reha- oder akutklinik involviert ist, ist diese Zustimmung nicht erforderlich. Also ist nur ein kleiner Teil dieser Fahrten betroffen.
 

Mona Lisa

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@ alle

Danke für Eure Antworten.

Ja, ich habe den Taxifahrer bezahlt und ja, ich war mir unsicher, da mir schon mal etwas unberechtigterweise angerechnet worden ist.

Da ich im Moment depressiv bin und unter Denkstörungen leide, wollte ich mich hier absichern.

LG

Mona Lisa
 

Kerstin_K

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Fairina, das ist eine Sauerei vom kKH. Ich hatte da noch nie Probleme.
 

Fairina

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OK Mona. Wenn dir was abgezogen wird, dann her mit deinem Posting. Hier gibt es so viele "Fachleute" die pflücken das auseinander. Lass dir nicht mehr die Butter vom Brot nehmen.

Ach ja und unterschreibe keine EGV: Nimm sie mit zum prüfen und stell sie dann hier anonymisiert ein. Nur so als kleinen Hinweis.
 

Fairina

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Jap Kerstin. Und es ist nicht das erste Mal. In der Regel habe ich andere Möglichkeiten, doch manchmal funktioniert das einfach nicht und dann braucht es ein Taxi.
 

Mona Lisa

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@ Kerstin

Das war bei mir vor 11 Jahren auch so. Ich durfte das rechte Bein gar nicht belasten und sollte den Bus nehmen mit Tasche. Begründung des Arztes im Krankenhaus: Ich sei ja jung genug. KK lehnte alle Fahrten ab, da ich weder zu Chemo oder Dialyse fahren würde. Am Ende blieb ich auf 130 Euro Taxikosten sitzen.

LG

Mona Lisa
 

Kerstin_K

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Das Problem ist, dass der Arzt in der ambulanten Praxis heute fuer Patienten ohne Merkzeichen oder Pflegegrad gar keinen T-Schein mehr ausstellen darf. Egal, ob jemand laufen kann oder nicht. Das dürfen nur die Krankenhäuser.

Für Chemo und Dialyse gelten Sonderregelungen.
 

Fairina

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Jo, auch so eine Sparmaßnahme wieder. :censored: Und bei mir mit Pflegegrad 3 zumal beim Einlieferungsgrund war es vollkommen kontraindiziert.
 
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