Krankenkasse & eGk

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E

ExitUser

Gast
Huhu,

Komme gerade von der Krankenkasse - habe dort ein Schreiben meines Zahnarztes eingereicht, bzgl. der Übernahme von Kosten für eine Schiene.

Nach wenigen Minuten des Gespräches dachte ich mir, dass ich nicht mehr richtig hören kann -
der Mann erzählte mir, ich wäre ja eigentlich gar nicht mehr versichert und die Karte die ich hätte, wäre ungültig.
Ich war natürlich völlig perplex.
Aber Nein, dachte ich mir, das kann ja gar nicht sein.
Und so war es auch nicht.
Es gibt eine Neue Masche mit der man säumige - also eGk-unwillige-Kunden nun dazu zwingen will, das Foto und die benötigten Daten einzureichen.
Man ändert einfach ihre Versichertennummer, sodass sie um eine neue Karte nicht drumrumkommen, um auch weiterhin bei Ärzten behandelt werden zu können.

Sprich - die Karte, die bis 2017 gültig ist, ist ungültig da ich urplötzlich eine neue Versichertennummer habe.
Zu schade, dass ich nicht bereit bin eine eGk zu bekommen, solange nicht im Detail geklärt ist, WAS auf der Karte gespeichert wird und WER Zugang dazu hat.

Hat irgendjemand einen Vorschlag wie man gegen diese Aktion vorgehen kann?


mfg

EA
 
G

Gelöschtes Mitglied 31400

Gast
Also so einfach die Versicherten nummer ändern geht doch auch nicht oder???

Ausserdem, dieses Dreckspack hat es doch geschafft die minds. Anzahl zu erhalten. :icon_neutral:
 

Claus.

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Geht es hier um eine Kostenübernahme wegen der Härtefallregelung?

Wenn die Kosten übernehmen sollen/müssen, dann kann das doch nur daran geknüpft werden, ob jemand bei ihnen versichert ist oder nicht.
Die KK-Karte ist jedenfalls nicht die Versicherung an sich, sondern lediglich ein Nachweisdokument dafür. Die Versicherung besteht auch ohne Karte weiter (zerbrochen, geklaut, ...).

Die Versicherungsnummer einfach so ändern, ohne daß irgendein zwingender Grund vorliegt und auch noch ohne Benachrichtigung, halte ich für rechtlich sehr bedenklich. Und selbst wenn das so einfach ginge, dann würde das Versicherungsverhältniss trotzdem nahtlos weiterlaufen.

Fasse die Aussage deiner KK doch einfach als mündlichen Bescheid auf. Und schreib denen einen Widerspruch um
a) festzustellen, daß du anderstlautend zum mündlichen Bescheid sehr wohl weiterhin versichert bist
b) festzustellen, daß deine bisherige Versichertenkarte weiterhin gilt
c) festzustellen, daß eine Änderung deiner Vers.-Nr. nur rechtsmissbräuchlich erfolgen könnte
d) den mündlich erteilten negativen Kostenübernahmebescheid zu korrigieren.
Dazu siehst du dich u.a. aufgrund der kommenden Feiertage leider gezwungen, sie aufzufordern, dir umgehend und noch vor Erteilung eines Widerspruchsbescheides anderweitig schriftlich zu bestätigen, daß du krankenversichert bist.

Die Antwort könnte dann höchstens auch lauten ala ´Sie haben da was in den falschen Hals bekommen, ein Bescheid wurde bisher noch nicht erteilt, und unser Mitarbeiter hat selbstverständlich keinen Fehler gemacht sondern sich nur eventuell unklar ausgedrückt´. Aber da muß man dann halt drüberstehen.
 
S

silka

Gast
@50GdB23
mit der neuen eGK bekommt man tatsächlich auch eine neue Versichertennummer.

Welches Dreckspack?
Haben evtl. X Versicherte keinen großen Bohei gemacht wegen eines Fotos und wegen Speicherdaten?
Kann das das Dreckspack gewesen sein?
Sind die alle bedrängt und genötigt worden?
Was meinen die wohl, wenn sie so bezeichnet werden?

Aufklärung gibts und gabs genug.
Wenn *Volk* nichts rafft, dann gibts eben diese tollen technischen Neuerungen. So what.

Ich habe meine neue eGK (ohne Foto, aber mit optisch etwas größerem Chip) bekommen, weil ich meine alte verloren hatte. (siehe @Claus.)

Die habe ich dann aber wiedergefunden!!

Und gehe seit etwa 1,5 Jahren mit der *Alten* zum Arzt. Die hat übrigens auch einen Chip. Wer hat denn da mal die Barrikaden gestürmt? Was ist denn dort drauf?
Noch NIEEE hat ein Arzt diese alte Karte mit alter Vers.-Nummer nicht akzeptiert. Die ist also nach wie vor gültig.

Außerdem:
Auch die Kasse/Versicherung hat eine andere Nummer bekommen.
Auch jeder Steuerbürger hat vor einiger Zeit eine andere Nummer bekommen.
Sogar mein Führerschein sieht jetzt anders aus als früher.

Aber ich heiße noch so wie früher---immerhin;-)
 
E

ExitUser

Gast
@50GdB23
mit der neuen eGK bekommt man tatsächlich auch eine neue Versichertennummer.

Welches Dreckspack?
Haben evtl. X Versicherte keinen großen Bohei gemacht wegen eines Fotos und wegen Speicherdaten?
Kann das das Dreckspack gewesen sein?
Sind die alle bedrängt und genötigt worden?
Was meinen die wohl, wenn sie so bezeichnet werden?

Aufklärung gibts und gabs genug.
Wenn *Volk* nichts rafft, dann gibts eben diese tollen technischen Neuerungen. So what.

Ich habe meine neue eGK (ohne Foto, aber mit optisch etwas größerem Chip) bekommen, weil ich meine alte verloren hatte. (siehe @Claus.)

Die habe ich dann aber wiedergefunden!!

Und gehe seit etwa 1,5 Jahren mit der *Alten* zum Arzt. Die hat übrigens auch einen Chip. Wer hat denn da mal die Barrikaden gestürmt? Was ist denn dort drauf?
Noch NIEEE hat ein Arzt diese alte Karte mit alter Vers.-Nummer nicht akzeptiert. Die ist also nach wie vor gültig.

Außerdem:
Auch die Kasse/Versicherung hat eine andere Nummer bekommen.
Auch jeder Steuerbürger hat vor einiger Zeit eine andere Nummer bekommen.
Sogar mein Führerschein sieht jetzt anders aus als früher.

Aber ich heiße noch so wie früher---immerhin;-)


Mag ja sein, Silka - das finale Problem für mich ist, der ich selbst solch eine Karte daheim über eine kleine Einbaute in den Rechner, auslesen kann, dass bis heute nicht vollständig festgelegt wurde, was auf der Karte an Daten über mich gespeichert werden soll o-ô
 
S

silka

Gast
mag sein, verstehe dein Problem nicht.
Ich las, du brauchst eine Schiene fürs Gebiß---bzw. die Kostenübernahme von der KK.
Jetzt willst du Datenausleser werden.

mach ruhig.
 
G

Gelöschtes Mitglied 31400

Gast
Was meinst du, wie viele Firmen daran interessiert wären an die Daten ranzukommen, und die Bezahlung ist bestimmt auch nicht schlecht. ;)

Frage mich nur eins:

Wann bekommen die Jobcenter auch solche Lesegeräte?? Welches Quartal 2013 erhalten die die Geräte??
 

Claus.

VIP Nutzer*in
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18 November 2010
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@silka
Und gehe seit etwa 1,5 Jahren mit der *Alten* zum Arzt. Die hat übrigens auch einen Chip. Wer hat denn da mal die Barrikaden gestürmt? Was ist denn dort drauf?
Vor 1,5 Jahren gab es die heutige eGk noch gar nicht. Sondern lediglich vereinzelt neue Karten (in auch noch einem anderen technischen Format) für "freiwillige Teilnehmer" des Feldversuches zur Einführung einer eGk.
Nach offizieller Leseart ist übrigens deine verloren gegangene Karte im Zuge der Verlustmeldung für ungültig erklärt worden und bei wiederauffinden der KK zurückzugeben.

Und wie vor xx Jahren die alte Chipkarte eingeführt wurde, gingen sehr wohl etliche auf die Barrikaden. Das hat sich nur damals recht schnell wieder gelegt nachdem klar wurde, daß der Chip eigentlich unnötig war wie ein Kropf. Bei einer Speicherkapazität von lächerlichen 256 byte (das sind etwa 40 Buchstaben) konnte ja schon von Haus aus nicht viel Unsinn getrieben werden. (Der Chip hätte zwar eigentlich ein paar kB mehr, aber Chipkartenleser kosteten ein Vermögen, weshalb damals noch oft steinzeitliche Magnetstreifen-Kartenleser eingesetzt wurden.)

Die eGk hat jetzt auch keine großartige Speicherkapazität. Aber die enthält einen Schlüssel ... der dazu genutzt wird, um u.a. eine digitale Patientenakte auf einem mehr oder weniger unsicheren Internetserver einzuführen. Bisher hätte jemand erst in die, jeweils richtige, Arztpraxis einbrechen müssen.
:icon_kinn: Daheim habe ich auch eine massive Haustüre mit einem vernünftigen Zylinderschloss, wo ich auch regelmäßig zusperre und den Schlüssel nicht außen stecken lasse; und hier sollte ich plötzlich einen Vorhang akzeptieren, auch wenn der gesichert ist mit einem Fahrradschloss aus dem 1€-Laden?
 
S

silka

Gast
@Carl
Danke für die Erklärung.
An einem Feldversuch habe ich garantiert nicht teilgenommen.
Ich weiß die Zeit aber noch sehr genau, weil das mit meinem Umzug zusammenhing.
Mir war es wichtig, gleich eine Karte zu bekommen.

Wie auch immer, @Everafter will ja was ganz anderes.

Früher trug man ein Büchlein mit sich rum, wo alles drin vermerkt war. Ein Arzt oder man selbst konnte lesen, wann das mit dem Beinbruch oder dem Mumps war...

Heute will keiner seine Daten preisgeben--- und tut es doch permanent und zigtausendfach mehr.
Jeder Arzt nimmt sich wieder neue Daten, die Maschinerie läuft wie geschmiert.
 
E

ExitUser

Gast
Was meinst du, wie viele Firmen daran interessiert wären an die Daten ranzukommen, und die Bezahlung ist bestimmt auch nicht schlecht. ;)

Frage mich nur eins:

Wann bekommen die Jobcenter auch solche Lesegeräte?? Welches Quartal 2013 erhalten die die Geräte??

Das wärs doch :D
Jeder Kunde bekommt absofort eine Karte ohne die er nicht mehr Leistungsberechtigt ist. In dieser Karte müssen alle Daten die jemals egal wo über ihn erhoben wurden, gespeichert sein. W**hstücher für den SB inklusive


@silka
Vor 1,5 Jahren gab es die heutige eGk noch gar nicht. Sondern lediglich vereinzelt neue Karten (in auch noch einem anderen technischen Format) für "freiwillige Teilnehmer" des Feldversuches zur Einführung einer eGk.
Nach offizieller Leseart ist übrigens deine verloren gegangene Karte im Zuge der Verlustmeldung für ungültig erklärt worden und bei wiederauffinden der KK zurückzugeben.

Und wie vor xx Jahren die alte Chipkarte eingeführt wurde, gingen sehr wohl etliche auf die Barrikaden. Das hat sich nur damals recht schnell wieder gelegt nachdem klar wurde, daß der Chip eigentlich unnötig war wie ein Kropf. Bei einer Speicherkapazität von lächerlichen 256 byte (das sind etwa 40 Buchstaben) konnte ja schon von Haus aus nicht viel Unsinn getrieben werden. (Der Chip hätte zwar eigentlich ein paar kB mehr, aber Chipkartenleser kosteten ein Vermögen, weshalb damals noch oft steinzeitliche Magnetstreifen-Kartenleser eingesetzt wurden.)

Die eGk hat jetzt auch keine großartige Speicherkapazität. Aber die enthält einen Schlüssel ... der dazu genutzt wird, um u.a. eine digitale Patientenakte auf einem mehr oder weniger unsicheren Internetserver einzuführen. Bisher hätte jemand erst in die, jeweils richtige, Arztpraxis einbrechen müssen.
:icon_kinn: Daheim habe ich auch eine massive Haustüre mit einem vernünftigen Zylinderschloss, wo ich auch regelmäßig zusperre und den Schlüssel nicht außen stecken lasse; und hier sollte ich plötzlich einen Vorhang akzeptieren, auch wenn der gesichert ist mit einem Fahrradschloss aus dem 1€-Laden?

@Carl
Danke für die Erklärung.
An einem Feldversuch habe ich garantiert nicht teilgenommen.
Ich weiß die Zeit aber noch sehr genau, weil das mit meinem Umzug zusammenhing.
Mir war es wichtig, gleich eine Karte zu bekommen.

Wie auch immer, @Everafter will ja was ganz anderes.

Früher trug man ein Büchlein mit sich rum, wo alles drin vermerkt war. Ein Arzt oder man selbst konnte lesen, wann das mit dem Beinbruch oder dem Mumps war...

Heute will keiner seine Daten preisgeben--- und tut es doch permanent und zigtausendfach mehr.
Jeder Arzt nimmt sich wieder neue Daten, die Maschinerie läuft wie geschmiert.


Bzgl der Verschlüsselung habe ich keine Bedenken- aus dem Einfachen Grund, dass es sowieso klar sein sollte: Daten sind niemals sicher.

Preisgeben von Daten auf ungewollter Basis ist sowieso ein generelles Problem.
 

ethos07

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Hier wird erklärt, weshalb wir als Versicherte dieses weitere zentrale Datenmammutspeicherprojekt ablehnen sollten.
Und wie wir uns dagegen wappnnen können:

Schnellinformation - Aktion: Stoppt die e-Card!

Die Ärzte selbst sind ja aus guten Gründen schon seit Jahren mehrheitlich dagegen.

Man kann sich also auch einfach für jedes Quartal einen Versicherungsnachweis von seiner Kasse zur Vorlage bei Arzt und Zahnarzt ausstellen lassen - und zu weiteren Ärzten per Überweisungsschein.

Wurde im o.g. link irgendwo als problemlos machbar vorgeschlagen. Und so versuche ich das jetzt jedenfalls mal für das erste Quartal 2013, da meine alte Karte nun ausläuft.
Mal schauen, was die Kasse und die Ärzte - die ja mehrheitlich diese MammutDatenZentralspeicherung auch nicht unterstützt sehen wollen - dann dazu meinen...:icon_kinn:.
Ich jedenfalls will bis alles rechtlich und technisch geklärt ist auch kein Chip mit all meinen (Gesundheits)Daten und einem Bild irgendwo von einem Versicherungsträger gespeichert. Es gab genug Datenskandale in den letzten Jahren.

WDR-Sendung zur eGK von Sept.2012
 
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Dieses Thema ist geschlossen.
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Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

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