Krankenkasse ändert Stufenplan für Wiedereingliederung eigenmächtig

Menina

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
16 Januar 2013
Beiträge
1
Bewertungen
0
Hallo zusammen,

seit 02.02.12 bin ich krankgeschrieben und habe 50% Schwerbehinderung. Meine Arbeitszeit waren 30 Stunden Woche, ich habe diese als Dauernachtwache mit 3 oder 4 Nächten die Woche geleistet. Jetzt wurde eine stufenweise Wiedereingliederung mit meiner Ärztin und Arbeitgeber erstellt und der Krankenkasse vorgelegt.
Darin steht unter anderen, das ich keine Wochenenddienste und nur Tagdienst machen darf. Angekreutz ist, das der Zeitpunkt der Wiederherstellung der vollen Arbeitsfähigkeit nicht absehbar ist.
Die Stufen sind wie folgt aufgeteilt:

04.02.13 - 15.02.13 --> 3 Stunden täglich
18.02.13 - 01.03.13 --> 4 Stunden täglich
04.03.13 - 15.03.13 --> 5 Stunden täglich
18.03.13 - 29.03.13 --> 6 Stunden täglich

Heute bekam ich Post von der Krankenkasse.
Darin steht:
Der Wiedereingliederungsplan ihrer behandelnden Ärztin sieht folgende tägliche Arbeitszeit vor:

04.02.13 - 15.02.13 --> 3 Stunden täglich
18.02.13 - 01.03.13 --> 4 Stunden täglich
04.03.13 - 15.03.13 --> 5 Stunden täglich

Die stufenweise Wiedereingliederung endet voraussichtlich mit dem 15.03.13, so das Sie ihre Berufstätigkeit voraussichtlich am 16.03.13 wieder im vollen Umfang aufnehmen können.
Als letzter Satz steht da noch, das mein Arbeitgeber und die behandlende Ärztin bereits informiert wurden.

Jetzt meine Frage: Hat der nette Sachbarbeiter der Krankenkasse das Recht dazu, den Stufenplan zu ändern? Eigenmächtig? Ohne das Einverständnis von mir, der Ärztin und Arbeitgeber?
Ich dachte, das alle damit einverstanden sein müssen? Hab ich da was falsch verstanden?
Kann mir jemand auf die Sprünge helfen, was da schief gelaufen ist? Und, kann ich mich dagegen wehren? Ich finde es unfassbar, das der Sachbearbeiter sich einfach über meine behandlende Ärztin stellt!

Ich bin für jeden Hinweis dankbar. Gruß Menina
 

Anna61

Elo-User*in
Mitglied seit
28 Oktober 2012
Beiträge
57
Bewertungen
20
Nein, das Recht hat der nette SB auf keinen Fall.

wie die Wiedereingliederung verläuft bestimmst nur du und dein Arzt und der AG muss natürlich zustimmen.
Der ursprüngliche Plan kann auch während der Wiedereingliederung noch geändert, z.B. verlängert oder auch verkürzt werden. Je nachdem wie es dir damit geht.
AG sehen eine Verlängerung oft ganz gerne da sie ja die Personalkosten da nicht zahlen müssen. KK sehen es aus gerade diesem Grund nicht gerne.

Ich würd das mit meinem Arzt besprechen und mich mit dem SB gar nicht rum ärgern. Nach der Zeit bestimmt ihr einfach dass die Wiedereingliederung langsamer erfolgen muss.
 

jessie69

Neu hier...
Mitglied seit
1 Juli 2010
Beiträge
23
Bewertungen
2
Na ja das Problem dürfte die tägliche Arbeitszeit sein. In dem ursprünglichen Plan steht zuletzt etwas von 6h pro Tag. Bei einer 5-Tage-Woche sind das 30 Stunden und das ist die reguläre wöchentliche Arbeitszeit und keine Eingliederung mehr. Ab dem 18.3. soll wöchentlich die reguläre AZ gearbeitet werden, also endet die Wiedereingliederung davor.
 
Oben Unten