Krankengeldverlust durch Urlaubseinbringung? (1 Betrachter)

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Hilfesuchend71

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Hallo, Ihr!
Ich bin neu hier - obwohl ich Euch schon einige Zeit als stiller Besucher begleite und Ihr mir alle mit Euren Fragen und Antworten schon wirklich weitergeholfen habt.
Nun habe ich aber selbst eine spezielle Frage, zu der ich hier noch nichts finden konnte. Ich muss zwar gleich weg (Kind aus Kindergarten abholen), aber stelle einfach mal meine Frage ein in der Hoffnung, dass Ihr hier auch Bescheid wisst - da ich bis Donnerstag abend wissen muss, wie ich mich weiter zu verhalten habe:

Ich habe gerade leider mein Kind in der Schwangerschaft verloren. Keinem muss ich wohl sagen, wie es mir geht...NatĂŒrlich war dann eine Woche spĂ€ter die KĂŒndigung im Briefkasten.
GekĂŒndigt bin ich zum Ablauf des 30.09.2012.
Durchgehend und lĂŒckenlos arbeitsunfĂ€hig geschrieben bin ich seit dem 13.08.2012.
Die jetztige AU lÀuft diese Woche am Sonntag, 23.09.2012 aus.
Ab 24.09.2012 muss mein Chef nicht mehr zahlen, ich habe Anspruch auf Krankengeld (6 Wochen um). Eine weitere Krankschreibung durch meine Ärztin wĂ€re gesichert. Auch aus Ihrer Sicht kann ich zur Zeit noch nicht auf den Arbeitsmarkt geworfen werden und auch keine Termine vor Jobcenter/Arge wahrnehmen, geschweige denn BewerbungsgesprĂ€che fĂŒhren.
Ich habe jedoch noch Urlaub.
Meine und die Überlegung meiner Ärztin war, dass ich ab dem 24.09.2012 (Montag) einen Teil des Urlaubs einbringe. Ganz einfach aus finanziellen GrĂŒnden, um keinen Verlust durch das geringere Krankengeld zu haben.
Nun meine Ungewissheit bzw. Fragen:
Verliere ich durch Einbringung dieses Urlaubs schon den Anspruch auf mein Krankengeld?
Falls nicht: Wann muss ich mich, um diesen Anspruch auf Krankengeld nicht zu verlieren, wieder arbeitsunfÀhig schreiben lassen? Das wÀre dann auf die selbe Diagnose, also liefen ja die 6 Wochen sozusagen weiter, soweit verstanden. Und ich hÀtte dann Krankengeldanspruch statt Anspruch auf AGL I.
MĂŒsste ich mich dann spĂ€testens oder punktgenau am Freitag, den 28.09.2012 arbeitsunfĂ€hig schreiben lassen?
Meine Ärztin tippte auf den 01.10.2012. Das wĂ€re ja aber bestimmt zu spĂ€t, denn dann bin ich ja außerhalb des ArbeitsverhĂ€ltnisses...

Bitte, bitte. Ich brauche dringen Eure Hilfe. Eine Beratungstelle konnte mir auch noch nicht helfen. Meine jetzige Krankenkasse zu befragen, macht ja bestimmt wenig Sinn; ich will ihr nicht zu nahe treten, aber ich habe die Vermutung, dass man ja dann doch eher eine Auskunft bekommt, die im Sinne der Krankenkasse ist (Krankengeld nicht zahlen zu mĂŒssen) und evtl. damit auch nicht richtig. Und meine sonst sehr gute Ärztin weiß leider auch nicht Bescheid, dass ihr dieser Fall zu speziell ist...

Ich werde nachher gleich noch einmal hier reinschauen, in der Hoffnung, dass Ihr vielleicht schon Tipps habt und wegen eventueller RĂŒckfragen! Auf jeden Fall schon mal vielen, vielen Dank fĂŒr Eure MĂŒhe!! :icon_klatsch:
 

Anna B.

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Hallo,

die Krankmeldung mĂŒĂŸte spĂ€testens am 28.9. erstellt sein...das weiß aber deine Ärztin eigentlich auch...denn der KG-Anspruch beginnt mit dem Tag nach der Ă€rztl.Feststellung..
d.h. wenn am 1.10...dann zu spĂ€t..da KG-Anspruch ab 2.10. eintreten wĂŒrde...und du weder im ArbeitsverhĂ€ltnis noch in ALG bist.

Wenn du den urlaub nimmst...d.h. zwischendurch af...und du dann wieder ab 28.9. krank geschrieben bist...dann wird dich die KK auf jeden Fall zum MDK vorladen...mit Sicherheit..und dann kommt es drauf an, ob der MDK dich af oder weiter au schreibt...d,h. du mußt deine Ärztin fragen, ob sie hinter dir steht, sobald es zum MDK geht und ob sie dann auch die au aufrechterhalten wird..
 

Hilfesuchend71

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Hallo, Ann B.,
besten Dank schon einmal fĂŒr Deine Antwort; also spĂ€testens am 28.09. zum Arzt, wie vermutet.
Das mit dem MDK hört sich ja nicht so toll an. Ich bin tatsĂ€chlich noch total fertig und weiß nicht so recht, wie und wie schnell ich ĂŒber den Verlust meines Kindes kommen soll. Einen Termin bei einem Psychotherapeuten werde ich erst innerhalb von 6 - 12 Monate bekommen :icon_kotz:
Trotzdem glaube ich nicht, dass ich das mit dem MDK gemeistert bekomme. Ich neige dazu, in einem GesprÀch immer alles harmloser runterzuspielen als es mir tatsÀchlich geht...
Also sollte ich wohl eher versuchen, diese Begegnung zu vermeiden und so doch lieber auf einen grĂ¶ĂŸeren Teil meines letzten Gehaltes verzichten.:icon_frown:
Mir gehtÂŽs ja auch gar nicht darum, mich in Krankheit und Arbeitslosigkeit zu verkriechen. Aber ich brauche einfach noch 4 Wochen oder so, da ich noch keine richtige Zeit zum Trauern fĂŒr mich hatte, sondern fast tĂ€glich Termine. Ich kann einfach noch nicht weiteren belastenden oder wichtigen Terminen (Bewerbungen) ausgesetzt sein.
Vor dem MDK hÀtte ich tatsÀchlich "Bammel", obwohl die Beratungsstelle (Psychologin) auch schon meinte, dass ich nicht so weit bin. Ich kann ja in einem BewerbungsgesprÀch nicht anfangen zu weinen, wenn ich nach "abgeschlossener Familienplanung" befragt werde. Aber das soll ja hier nicht Thema sein...:icon_laber:
Wenn niemand mehr eine andere "Idee" bzw. Tipps hat ...
Auf jeden Fall schon mal großen Dank, Anna B.
 

Sinuhe

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Zur Zahlung von KG muß eine ununterbrochene AU bestehen.
 

Anna B.

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hallo Sinuhe,


nicht ganz richtig...

wenn jemand au ist...6 Wochen Entgeltfortzahlung...dann zahlt die KK..KG.
und wenn dann ArbeitsfĂ€higkeit eintritt...man will es einfach mal versuchen...oder Urlaub....dann mĂŒĂŸte der AG wieder zahlen...

und wenn man dann erneut au ist, zahlt wieder die KK....
 
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