Krankengeldbezug wurde unter Verweis auf § 145 SGB III vorzeitig beendet. Hat jemand schon ähnliche Erfahrungen gemacht?

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elseofer

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Hallo zusammen,

ich habe folgendes Problem: im Jahr 2018 habe ich an einer Maßnahme zur Teilhabe am Arbeitsleben teilgenommen. Kostenträger war die Deutsche Rentenversicherung Bund.
Bis Ende Oktober habe ich hierfür Übergangsgeld erhalten. Die Maßnahme wurde aufgrund meines Gesundheitszustands arbeitsunfähig beendet.

Während der Maßnahme war ich an ca. 40 Tagen (innerhalb der 10 Monate) krankgeschrieben.

Die Krankenkasse will mir jetzt die komplette Maßnahme zur Teilhabe am Arbeitsleben (berufliche Reha) als Krankheitszeit auf meinen Krankengeldanspruch anrechnen, da ich diese Maßnahme zur Teilhabe arbeitsunfähig beendet habe.
Als ich die Maßnahme angetreten habe, war ich nicht arbeitsunfähig krank.

Damit soll der Anspruch auf Krankengeld um diese 10 Monate verkürzt werden. Verwiesen werde ich für die Zeit nach dem Ende meines Krankengeldanspruchs (Anfang 2019) auf meinen Anspruch nach § 145 SGB III.
Ein Antrag auf volle Erwerbsminderungsrente ist bereits gestellt.

Hat jemand aus diesem Forum schon ähnliche Erfahrungen gemacht?

Viele Grüße

Else
 

Machts Sinn

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Hallo Else,

ich glaube, dass deine Krankenkasse voll daneben liegt.

Hast du denn schon einen Aussteuerungsbescheid erhalten
und bist du vor der Entscheidung angehört worden - oder
was heißt "will"?

Schönen Gruß
Machts Sinn

P.S.: beim Krankengeld ist´s gut zu wissen:
wer nicht aufpasst wird besch.... !
 

elseofer

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Vielen Dank, Machts Sinn!

Ja - die Krankenkasse hat mir den Aussteuerungsbescheid schon zugeschickt.

Der Widerspruch wurde eingelegt, anschließend erfolgte die Anhörung.

Es ging mir nur grundsätzlich darum, ob diese Herangehensweise (Maßnahme zur Teilhabe krank beendet = Maßnahme wird komplett als AU-Zeit berechnet)
auch schon bei anderen Personen vorgekommen ist. Angeblich soll es zu dieser Herangehensweise ein Besprechungsergebnis geben, dessen Quelle die
Krankenkasse aber bisher noch nicht genannt hat.

Viele Grüße

Else
 

Machts Sinn

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.
"Besprechungsergebnis" - das wäre natürlich sehr interessant zu wissen!

Tatsächlich ist es umgekehrt. Die DRV darf eine Reha nicht bewilligen,
wenn die gesundheitlichen Voraussetzungen nicht ausreichend eindeutig
sind. Dementsprechend regeln die AU-RL in § 3 Abs. 2 AU-RL

"Arbeitsunfähigkeit liegt insbesondere nicht vor bei Teilnahme an ergänzenden
Leistungen zur Rehabilitation oder rehabilitativen Leistungen anderer Art ..."


https://www.g-ba.de/downloads/62-492-1300/AU-RL_2016-10-20_iK-2016-12-24.pdf

ergänzende Leistungen:
SGB IX - Sozialgesetzbuch Neuntes Buch – Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen –
 

elseofer

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Vielen Dank, Kerstin_K
Wortlaut der Krankenkasse: "die Integrationsmaßnahme wird auf die Gesamtbezugsdauer angerechnet. Daher ist nach dem Besprechungsergebnis der Spitzenverbände der Krankenkassen von einer durchgehenden Arbeitsunfähigkeit seit Beginn der Maßnahme auszugehen."
Leider vollkommen ohne Datums- und Quellenangabe.
 

Kerstin_K

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Ah, also genu die Richtung, die ich dachte. Das Problem ist, es gibt von desen Besprechungen so viele, dass die Stecknadel im Heuhaufen wid, wenn amn nicht mindestens das Jahr kennt. Ich würde da glatt die KK mal nach dem Datum der Besprechng fragen, dann kann man das raussuchen.
 

elseofer

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Danke Kerstin_K. Ich habe nur eins zur Abklärung der Eignung und Arbeitserprobung von 1976 gefunden. Das geht aber auf diese spezielle Maßnahmenart (Dauer von ca. 6 Wochen) und ist auf
die normalen Maßnahmen zur Teilhabe eigentlich nicht anwendbar (15./16.11.1976).
 

Kerstin_K

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Ich sehe das so: Wenn die KK sich darauf beruft, dann soll sie bitte liefern.
 

Machts Sinn

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.
Bis zu welchem Datum soll das Krankengeld
nach derzeitigem Sachstand denn gezahlt werden?
.
 

elseofer

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Ende März 2019 ist, nach derzeitigem Stand, Ende des Krankengeldes.
 

elseofer

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Eine saubere Darstellung der Blockfristen habe ich bei der Krankenkasse angefordert.
Auch hier warte ich auf eine Antwort.
 

Machts Sinn

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.
Mir scheint, du hast alles im Griff.
Also dann: viel Erfolg und alles Gute
für 2019, insbesondere Gesundheit!
.
 

elseofer

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Hallo zusammen,
es ist endlich so weit - die Krankenkasse hat (nach 3,5 Wochen des Schweigens) dem Widerspruch aufgrund meiner Darstellungen zur Anhörung abgeholfen.
Es besteht weiterhin ein Krankengeldanspruch aufgrund einer neuen Blockfrist, die Ende 2018 begonnen hat.
Vielen lieben Dank für Eure Hilfsbereitschaft und viele Grüße
Else
 
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