Krankengeld und kurz vor der Arbeitslosigkeit.... Diagnosen mit F - Berechnung meiner Krankentage

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Spekulatius1985

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
5 April 2018
Beiträge
29
Bewertungen
7
Hallo,

ich habe von meinen Krankengeldtagen auf die Diagnosen Depressionen und Essstörungen schon sehr viel verbraucht und würde im Oktober innerhalb der jetztigen Blockfrist ausgesteuert.
Nun war ich nach meiner letzten längeren Krankenzeit zwischenzeitlich wieder vier Monate arbeitsfähig und in Beschäftigung, werde aber zu Ende April gekündigt.

Erneut ist eine weitere Diagnose bei mir hinzugetreten (Alkoholmissbrauch - auch eine F-Diagnose. Also F10 oder so?), auf die mich meine Ärztin krankschreiben würde.

Ich frage mich nun, ob diese Diagnose (weil ja auch mit einer F-Nummer) bei der Berechnung meiner anderen F-Diagnosen (Depressionen F 32,1 und Essstörungen F 50, F 50,0, F 50,2 ) mit dazu gezählt wird oder ob dieses, wie meine Ärztin mutmaßt, eine ganz neue und davon unabhängige Diagnose ist, auf die dann eine neue Blockfrist laufen würde.


eine weitere Frage ist:
Meine Ärztin hat mich heute erstmal eine Woche auf die Diagnose A09,9 G und R11 G krank geschrieben (bis zum 3.5. also - und zu diesem Zeitpunkt stehe ich nicht mehr im Arbeitsverhältnis, sondern bin schon arbeitslos), weil ich zudem gerade Magendarmgrippe habe und ich Angst hatte, dass mir diese Alkoholdiagnose sonst bei meiner Aussteuerungsgeschichte in die Quere kommt (also die Tage da halt mit meinen sonstigen F-Diagnosen dazugezählt würden).
Sie meinte aber, wenn ich mich doch noch auf die Alkoholgeschichte krank schreiben lassen wolle, solle ich ihr Bescheid geben.
Ist es nun so, dass wenn ich mich am 3.5. weiter krank schreiben ließe auf die Alkoholdiagnose, dass von da an das Krankengeld von Arbeitslosengeld berechnet würde (also ALG wären ja 60% des letzten Nettogehalts und davon wiederum dann 68% KG oder so) oder wird das KG dann trotzdem noch nach dem letzten Netto-Gehalt aus meinem Arbeitsverhältnis (das ja nur bis zum 30.4. ginlso das wäre dann ja erst innerhalb meiner Nicht-Mehr-Angestellten-Zeit ein Diagnosewechsel.
Sollte ich also mich lieber noch vor dem 30.4. auf die Diagnose Alkohol krank schreiben lassen, wenn überhaupt?


Kann mir hier irgendjemand irgendwas dazu sagen?
Oder sollte/könnte ich deswegen bei meiner Krankenkasse anrufen und einfach mal stumpf nachfragen (evtl anonym)?

danke und liebe Grüße!
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
26.166
Bewertungen
28.601
Die höhe des Krankengeldes hängt nicht von der Diagnos ab. Wenn Du noch während due arbeitest krankegeschrieben wirst, dann krank arbeitslos wirst und durchgehend Krankengeld bekomst, bleibt das KG gleich hoch, auch wennsich die Diagnose ändert.

Das KG wird erst neu berechnet, wenn Du zwischendrin Rbeitslosenged bezogen hast. Die Af A zehlt dann weiter 6 Wochen ALG I und dann bekommst Du Karnkengeld auf Basis des ALG I berechnet

Warst Du bei erstmaliger Krankschreibung wegen des Alkoholmissbrauches bereits wegen einer anderen Krankheit AU? Sobald sic eine Krankheit auch nur einen Tag mit einer anderen überschnedet, gilt sie als hinzugetreten und löst keine neue Blockfrist aus.

So lange du Au bist, kannst Du dich nicht arbeitslos melden und ALG I beziehen, das geht erst ach der AUssteuerung.
 

Susanne42

Elo-User*in
Mitglied seit
26 Oktober 2018
Beiträge
426
Bewertungen
275
Normalerweise werden alle F Diagnosen als die gleiche/ als Folge gewertet.
Ich glaube es gelingt fast nie, mit einer F Diagnose eine neue Krankheit akzeptiert zu bekommen.
Ich denke, dass deine Alkoholkrankheit als Folge der Depressionen gewertet werde, und dann ist die Krankenkasse raus mit der Leistung
 

Spekulatius1985

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
5 April 2018
Beiträge
29
Bewertungen
7
Ohje. Ok.
Dann ist die Alkoholdiagnose wohl tatsächlich doch keine gute Idee.
Also vielen Dank erstmal, dann muss ich darauf noch ein bisschen rum überlegen.
 

HermineL

Super-Moderation
Mitglied seit
4 September 2017
Beiträge
6.116
Bewertungen
19.053
Normalerweise werden alle F Diagnosen als die gleiche/ als Folge gewertet.
Sagt wer ?
Rechtsgrundlage ?

Ich glaube es gelingt fast nie, mit einer F Diagnose eine neue Krankheit akzeptiert zu bekommen.
Belege dafür ?
Glauben kann man in der Kirche aber bitte mit der Bibel und nicht dem SGB unter dem Arm denn in Bezug auf diese Buch zählen letztlich nur Fakten die belegbar sind und das ist zumindest nach meinem Wissen in der Kirche nicht der Fall.
Der Glaube hilft einem da also nicht wirklich weiter.
 
Zuletzt bearbeitet:

Spekulatius1985

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
5 April 2018
Beiträge
29
Bewertungen
7
Meint ihr denn, ich könnte bei meiner KK einfach mal anrufen und nachfragen?
Da riskiere ich sicher, dass die misstrauisch werden, oder?

Oder evtl da anonym anrufen?

Danke nochmals und liebe Grüße!
 

Katzenstube

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
9 Februar 2017
Beiträge
815
Bewertungen
723
Hallo Spekulatius,
Die quetschen halt aus und ohne dass Du Dir was über die Antwort denkst ist deren Mutmassung erstellt. Aber wer garantiert Dir, das das jetzt gegebene Wort später überhaupt gilt?.?.. leider....

Gruss von Katzenstube
 

Spekulatius1985

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
5 April 2018
Beiträge
29
Bewertungen
7
So.
Hallo ihr Lieben, ich melde mich mal wieder mit einem neuen Problem (bzw Fortsetzung der Geschichte).
Ich bin jetzt noch ein paar weitere Wochen au gewesen (von meiner Ärztin netterweise auf Grippe und Magendarm und sie meinte "ihr Körper ist groß, da fällt uns schon noch ´ne Menge ein, was keine F-Diagnosen sind."), hatte dann aber gestern folgenden Brief von meiner Krankenkasse vor der Tür (ich poste mal ein Foto davon hier rein):

siehe Datei-Foto-Anhang.

Nun, was habe ich denn da zu befürchten?
Wenn meine Ärztin mich weiter krankschreiben würde (ich habe seit über einer Woche starke Schmerzen in der Brust - wäre ja eigentlich wieder mal ein gefundenes Fressen), ließe die KK das dann evtl einfach nicht mehr gelten?
Ansonsten... könnte ich mich einfach doch wie gehabt wieder auf Depressionen krank schreiben lassen (die habe ich ja nun mal WIRKLICH und ausgesteuert bin ich deswegen NOCH nicht) oder hab ich keine Chance und sollte Freitag (morgen, 31.05.) doch gleich schleunigst zum Arbeitsamt?
Das Problem ist nur, dass ich es wegen anderer wichtiger Termine morgen kaum zeitlich schaffe, da das Arbeitsamt hier freitags bereits um 12 Uhr schließt.

Lohnt es sich, einen Widerspruch an die Krankenkasse zu schreiben (der MDK hat mich doch noch nie nicht persönlich gesehen - Wie wollen die denn beurteilen, dass ich arbeitsfähig bin?), wofür ich laut Barmer-Brief bis einen Monat nach Bekanntgabe Zeit hätte? Was aber, wenn ich mit dem Widerspruch nicht durchkomme,... dann wäre ich nicht pflichtversichert während dieser Zeit und bekäme auch von niemandem nachträglich Geld (also weder von der KK noch vom Arbeitsamt), oder?

Hat hier irgendjemand Ahnung? ´Ne Idee? Ähnliche Erfahrungen gemacht?
Was würdet ihr mir raten?
Stehe ein bisschen unter Zeitdruck, weil... der letzte AU-Tag wäre wie gesagt ja schon morgen.

Ich bin gerade dabei einen Antrag für eine stationäre Langzeit-Therapie in einer Suchtklinik an die Rentenversicherung fertigzustellen - bis ich diese Therapie antrete, wäre es natürlich gut, weiterhin krank geschrieben zu sein.

Au man, au man, au man.

Liebe Grüße, herzlichen Dank und einen schönen Feiertag,

Spekulatius
 

Anhänge

  • barmerbrief.jpeg
    barmerbrief.jpeg
    147,5 KB · Aufrufe: 172

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
26.166
Bewertungen
28.601
DIese Krankengeldeinstellungen ohne persönlice Untersuchung sind nicht rchtmäßig, werden aber trotzdem imer mal wieder sehr gerne versucht,

Auf jeden Fall Widerspruch und deine Ärztin sollte zudem einen medizinischen Widerspruch schreiben.

Das sicherste wäre tatsächlich, wenn Du Freitag zu AfA gehst. Aber andererseits, das Schreiben von der BARMER kam doch mit normaler Post, oder? Was steht dnn da für ein DAtum drauf? Es kann doch niemand beweisen, dass das schreiben dich wirklich gestern erreicht hat, das könnte doch genauso erst Freitag angekommen sien, oder? ;)
 

Spekulatius1985

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
5 April 2018
Beiträge
29
Bewertungen
7
Ok.
Ich habe kapiert, dass ich dringend zu meiner Ärztin und mit der reden muss.
Sie wird mich auch weiterhin krank schreiben, keine Frage.
Aber: Ist es zwingend, da gleich morgen hinzugehen (weil wie gesagt, zeitlich wird es wegen anderer Termine ziemlich knapp bei mir) oder würde es auch reichen am nächsten Werktag (Montag Morgen) hinzugehen?
Bei lückenloser Krankschreibung reicht sonst ja in der Regel der erneute Arztbesuch am nächsten Werktag.


@Kerstin_K:
Das Schreiben ist mit dem 24.05. datiert.
Dass das erst Freitag ankommt,... hmmm.... damit kann man wahrscheinlich schlecht argumentieren, oder?

Liebe Grüße und danke nochmals.

Danke auch für den Link, HermineL!
 

wheelie

Elo-User*in
Mitglied seit
10 Juni 2015
Beiträge
275
Bewertungen
564
Moin,

ich würde der kranken Kasse ein Fax mit qualifiziertem Sendebericht schreiben, auf das Urteil verweisen und darauf, dass Du aufgrund dessen weiter die Zahlung von Krankengeld erwartest. Parallel würde ich morgen zur Ärztin gehen und das mit ihr besprechen. Es ist egal, mit was Du krank geschrieben wirst, wenn da kein Tag zwischen war, an dem Du nicht AU warst, ist das sowieso eine Frist. Insofern würde ich in dem Falle ganz persönlich unbedingt die Alkoholdiagnose dazu nehmen, um klar zu machen, dass Du derzeit wirklich so absolut gar nicht arbeitsfähig bist und die Kasse Dich dann hoffentlich erstmal in Ruhe lässt, damit Du Dich um den weiteren Weg zum gesund werden kümmern kannst.

Alternativ könntest Du Montag reagieren, weil Du den Brief vielleicht nicht gesehen hast oder verarbeiten konntest wie auch immer... aber ich würde den ehrlichen geraden Weg morgen nehmen.

Viel Erfolg

Lg wheelie
 

saurbier

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 März 2013
Beiträge
5.742
Bewertungen
9.255
Hallo Spekulatius1985,

wer bitte sagt dir denn, ob die Poststelle den Brief am 24.05.2019 abgeschickt hat.

ich hab hier ein Schreiben einer DRV SB liegen, daß diese am 07.05.2019 verfasst haben will und das ist mit der Post erst am 11.05.2019 bei mir im Briefkasten gelandet. Bei Behörder kommt es weit öfter vor, daß die dortige Poststelle Tage braucht bis die Briefe mal raus gehen und dazu kommt dann eben die Laufzeit bei der deutschen Post. Auch da verschwinden so manche Briefe ins Nirvana, denn da läuft inzwischen alles vollautomatisch und was ist denn wenn da ein Brief im Verteilercenter runter gefallen ist, wer will sowas beweisen können.

Für solche Fälle gibt es eben die Gelbe Zustellumschläge als Beweis. Da würde ich mich nicht jeck machen.

Da scheint mir eine nathlose AU weit wichtiger, auch wenn inzwischen das BSG hier umgeschwenkt ist. Sicher ist sicher und da kann man wegen der Praktiken der KK´s nur raten lieber einen Tag früher zum Arzt zu gehen als einen einzigen zu spät, denn letzten Endes geht es da immer ums Geld. Nicht zu vergessen das manche KK´s es bisher auch gerne zum Anlass nehmen einen teuren unliebsames Mitglied schnell mal los zu werden. Denke immer daran, in den letzten Jahren sind so manche durch eine einen Tag zu spät ausgestellte AU in den finanziellen Ruin getrieben worden bzw. gerutscht.


Grüße saurbier
 
E

ExitUser

Gast
Ich würde mich zum Entzug und Therapie im Krankenhaus anmelden und zwar gleich morgen
oder trink ordentlich und geh heute rein, die Diagnose Alkohol wird ja wohl zutreffen
Dann kannst du noch Kontakt zu den Anonymen Alkoholikern aufnehmen da kannst du hören was Sache ist und frei von der Leber weg reden
Geht auch online Kontakt – Anonyme Alkoholiker im deutschsprachigem Raum
Es ist doch klar das bei dir die KK nach-hakt
Lass dich einweisen dann wird dir geholfen außerdem hat es da meistens recht gute Leute die mit den Krankenkassen gut vernetzt sind
anders kommst du aus deiner Abwärtsspirale kaum raus und ich kenne das jetzt nicht vom hören sagen
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Eine Aufhebung der AU durch den MDK nach Aktenlage ist nicht zulässig.
Bei psychischen Krankheiten, darauf bezieht sich auch das Urteil.

TE hat aber von ICD F umgeschwenkt:
Wenn nahtlos, war das eh sinnfrei.

Ich bin jetzt noch ein paar weitere Wochen au gewesen (von meiner Ärztin netterweise auf Grippe und Magendarm

Auch ich halte das für fragwürdig, diese Begutachtungen nach Aktenlage.
Trotzdem sind diese abseits der F- Diagnosen durchaus möglich.
 
E

ExitUser

Gast
Das kann ja wohl keine Lösung sein.
Ich habe das geschrieben weil es eben auch so funktioniert und ich rede aus Erfahrung, meiner und von denen der FreundInnen
Es gibt nicht die Lösung sicher ist nur vom 100 schaffen es gerade mal 3 langfristig aufzuhören
Der Rest also 97 geht elend zu Grunde, je nach Menge mehr oder weniger schnell, Mitleid kann ich mir persönlich nicht leisten
nicht bei mir und schon gar nicht bei anderen wenn es um das Thema Alkohol geht.
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
26.166
Bewertungen
28.601
Es geht nicht um Mitleid. Ich finde es nur abstrus, wenn sich jemand einen Antrinken muss, um ins KH aufgenommen zu werden. Das ist so ähnlich wie mit Obdachlosen, die eien Straftat begehen , um im Gefängnis ein Dach über dem Kopf zu haben.
 
E

ExitUser

Gast
vor etlichen Jahrzehnten musste ich genau das machen weil ich nicht ernst genommen wurde in meiner Not
und das obwohl ich Hilfe gesucht habe
Im KK wurde dann das ganze Elend aufgearbeitet und ich hatte wieder Job danach Lehre und Geld
klar als allgemein Lösung taugt das nicht weil es auch gefährlich ist für die Gesundheit

Das ein Obdachloser eine Straftat begeht um in den Knast zu kommen kann ich sehr gut verstehen
Diese Option wird sicher auch noch etlichen vor allem älteren einfallen wenn sich nicht bald etwas ändert
 

Spekulatius1985

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
5 April 2018
Beiträge
29
Bewertungen
7
Ach man.
Mir geht´s gerade echt nicht so doll.
Trotzdem: Also erst mal natürlich danke für all die hilfreichen Antworten hier!
So richtig ´nen Plan, was jetzt zu tun ist, habe ich allerdings trotzdem nicht.

Also bis zum Freitag (31.5.) war ich ja krank geschrieben und bis dahin, so schrieb mir meine KK, sollte ich auch Krankengeld bekommen.
Am selben Tag (Fr., 31.5.) war ich dann also wieder bei meiner Ärztin, die mich gleich nochmal für weitere 14 Tage au geschrieben hat - bis zum 14.6. also und diesmal wegen einer Zerrung im Rippenbogen (oder so), was auch tatsächlich der Wahrheit entspricht (konnte mich bis zu dem Freitag schon seit über einer Woche kaum mehr bewegen und hatte tierische Schmerzen. Wird jetzt allerdings schon allmählich besser durch die mir verschriebenen Gymnastikübungen, hab ich das Gefühl.)

Gestern (Mo, 3.6.) hab ich mich dann endlich an den Widerspruch gesetzt.
So ´ne Kleinigkeit wahrscheinlich, aber irgendwie hat mich das alles schon wieder total überfordert.
Bis auf dass ich fristgerecht Widerspruch einreiche (und die Begründung nachreichen werde) habe ich nichts geschrieben.
Begründung, Begründung,.... ja, die Begründung steht mir halt noch bevor. Weil ich nicht weiß, was genau ich da nun schreiben soll.
Einfach:

" Sehr geehrte Damen und Herren,

eine Aufhebung der Arbeitsunfähigkeit durch den MDK nach Aktenlage ist nicht zulässig. Siehe; LSG Hessen, 18.10.2007 - L 8 KR 228/06
Ich lege daher hiermit Widerspruch gegen Ihre Entscheidung vom 25.5.2019 ein und erwarte weiterhin Krankengeld.

Mit freundlichen Grüßen, ...
"

Oder noch irgendwas? Oder das "und erwarte weiterhin Krankengeld" weg lassen? Oder irgendwas irgendwie anders formulieren?

Dann werden die ja sicher eine medizinische Begutachtung durch den MDK veranlassen, oder?
Und bis das soweit ist (ich da ´nen Termin habe), ist meine Rippenbogenverspannung wieder längst in Ordnung.
Dann also doch fix nochmal lieber wegen Alkohol au schreiben? (oder auch mit der Begründung einfach bis zum 12.6. warten, damit ich vorm erneuten Arztbesuch bloß keinen Termin beim MDK bekomme? Und wie gesagt, ich mag ungern mehr Tage als unbedingt nötig auf die Psyche krank geschrieben werden (Alkohol 0 F-Diagnose, also werfen die das bei der KK ja sicher allles in einen Topf und rechnen das mit meinen vielen bisherigen Kranktagen alles zusammen) zwecks Aussteuerung-Vermeidung vor Klinikantritt (falls diese denn überhaupt von der Rentenversicherung genehmigt wird).

(Soweit ich richtig informiert bin. kann ich während einer laufenden stationären Therapie schließlich nicht ausgesteuert werden, sondern darf die erst mal zuende machen, um anschließend, also direkt nach Entlassung, wieder arbeiten zu gehen (oder mit Hilfe des Arbeitsamtes nach einer neuen Stelle zu suchen). Wenn das also alles rechtzeitig vonstatten ginge mit der Klinik, dürfte mir in der Hinsicht nichts passieren.)

Ja.
Naja.
Und weil ich nun halt doch Bammel hatte (was, wenn meinem Widerspruch nicht stattgegeben wird?? Dann hänge ich ja gerade voll in der Luft?), war ich heute Vormittag dann doch beim Arbeitsamt.
Die waren leider nicht so erfreut ("Warum kommen Sie erst heute??" - "ich habe den Brief erst Freitag erhalten." - "Na, dann hätten Sie gleich Freitag bei uns erscheinen müssen. Allerspätestens gestern hätten Sie das doch erledigen können. Nun haben wir schon Dienstag, also.... rückwirkend werden wir Ihnen jedenfalls nicht zahlen können." Ja. :sick: Also... gehen mir dadurch jetzt drei Tage verloren - Sa, So, Mo - richtig?) und ich musste sofort Arbeitslosengeld beantragen und ankreuzen, dass ich natürlich uneingeschränkt arbeitsfähig sei und in vollem Umfang bei der Wiederaufnahme einer neuen Stelle mitwirke und zudem fehlen denen natürlich noch jede Menge Unterlagen, die ich mir noch besorgen und nachreichen soll und blah, blah, blah. :sneaky:Am Freitag, den 14.6. (zufällig der letzte Tag meiner aktuellen AU. Da sich das dann mit den Praxisöffnungszeiten meiner Ärztin überschneidet, muss ich dann wohl schon am 13.6. zur Ärztin... Oder reicht da auch - zwecks lückenloser AU - der nächste Werktag, also Montag,17.6.?) habe ich dann ein Gespräch mit meinem Sachbearbeiter (den ich noch nicht kenne). Und eine Kopie mit dem Widerspruch an meine KK soll ich dem Arbeitsamt auch noch vorlegen.

Soweit der Stand der Dinge.
Hab ich alles soweit richtig gemacht? Eigentlich gefällt mir das gar nicht, mich während meiner Krankschreibung jetzt mit dem Arbeitsamt beschäftigen zu müssen, aber.... war dann wahrscheinlich doch irgendwie das einzig Richtige, oder?:rolleyes:

Don´t know.

Verzeiht mir bitte, dass der Text schon wieder so elendig lang geworden ist.
Ich hoffe, es erbarmt sich trotzdem der eine oder andere, ihn zu lesen, und noch viel mehr hoffe ich, auch weiterhin die eine oder andere hilfreiche Antwort und/oder Feedback zu bekommen.

Ich danke euch sehr, sehr, sehr!

Lieben Gruß,

Spekulatius
 

Spekulatius1985

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
5 April 2018
Beiträge
29
Bewertungen
7
Hm.
Hat denn vielleicht noch irgendjemand hier eine Idee, was ich in den Widerspruch reinschreiben könnte? Die zwei Zeilen sind ja wahrscheinlich ein bisschen wenig?

Und dann wäre es wahrscheinlich schlau, mich ab dem nächsten Arztbesuch am 14.6. auf die Alkoholdiagnose krank schreiben zu lassen (habe halt nur Schiss, dass ich, bevor ich die stationäre Therapie in der Klinik antrete, ausgesteuert werde)?
Mich wird nach dem Widerspruch doch sicher der MDK untersuchen wollen, die werden ja kaum so einfach klein beigeben bei der KK ohne Untersuchung beim MDK, oder?

Wäre lieb, wenn sich hier nochmal jemand von den erfahrenen Profis meldet.
Danke, danke an euch alle!
 
E

ExitUser

Gast
Also entweder ist das Alkoholismus oder es ist keiner, da ist mit schlau nichts zu regeln auch nicht mit Intelligenz
Ob es einer ist kannst nur Du beantworten, ein MedizinerIn kann es nur vermuten oder bestätigen
Ein Merkmal von Suchterkrankungen ist wirres Denken, das abzustellen geht ungefähr 3 Jahre also wenn es klappt so einigermaßen
Wichtig ist also sich in ein Umfeld zu begeben wo alles erledigt werden kann was dich jetzt kaputt macht und die Existenz gesichert wird
da ist ein stationärer sofortiger Aufenthalt das beste.
Du kannst natürlich auch warten bis du dir einen Korsakoff einfängst dann wird dir geholfen
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten