Krankengeld/Reha = wahrscheinlich arbeitsfähig Entlassung, bekomme ich trotzdem weiter Krankengeld ?

HermineL

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Auf Grund der Kenntnis die ich schon vor längerer Zeit davon hatte habe ich bei der Reha-Klinik
und der DRV einer Weitergabe an Dritte ohne Ausnahme widersprochen. Meines Wissens nach
hat das geholfen. Ob das was im Verborgenen gelaufen ist weiß ich natürlich nicht.

Ich gebe aber Kerstin ausdrücklich Recht das man sich dagegen wehren sollte nur wird das
nicht ganz so leicht sein wie man sich das erhofft. Man sollte sich also dann bewusst sein das
man Gegenwind bekommen wird da auch der ein oder andere Sozialrichter letztlich doch eher
auf der Seite der Leistungsträger steht.
 

Bertolino

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Jetzt habe ich mit meinen Zweifeln eine Diskussion ausgelöst, hoffentlich auch für @Bruny hilfreich...

Das bedeutet im Klartext das der MDK den Reha-Entlassungsbericht anfordern kann...Keine Aas kontrolliert das !!!
DA.nn müsste es doc aber möglich sein, das zumindest im Nachhinein anzugreifen, etwa indem man den MDK beim Datenschiutz anschwärzt, weil der MDK eben keine Schweigepflichtentbindung hatte?
dafür muss der Betroffene das ja überhaupt erst einmal wissen.
Auf Grund der Kenntnis die ich schon vor längerer Zeit davon hatte habe ich bei der Reha-Klinik
und der DRV einer Weitergabe an Dritte ohne Ausnahme widersprochen.
In den obigen Zitaten ist die ganze Problematik beschrieben. Wer weiß denn schon auch nur im Ansatz, dass eine Schweigepflichtentbindung freiwillig ist? Und wenn es jemand weiß, jetzt bin ich wieder bei @Bruny, der beschriebene Sachverhalt dürfte kaum bekannt sein.

Wieder mal sehr trickreich, unser Gesetzgeber.:icon_party:

Ich jedenfalls bin bisher davon ausgegangen, dass "alles passt" in meinem Sinn, wenn ich die Schweigepflichtentbindung/Einwilligungserklärung nicht unterschreibe. Offensichtlich ein Irrtum.:doh:

Ich muss also aktiv der Weitergabe an Dritte widersprechen. Und wie funktioniert das? Textbausteine auf dem Antrag durchstreichen? Zusätzlich ein formloser Satz?

Gruß
Bertolino
 

HermineL

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Ich muss also aktiv der Weitergabe an Dritte widersprechen. Und wie funktioniert das? Textbausteine auf dem Antrag durchstreichen? Zusätzlich ein formloser Satz?
Wenn die Leistungsträger sich an die Vorgaben halten würden und der Gesetzgeber nicht so
schwammige Gesetze machen würde bräuchte man das sicherlich nicht. Ich für meinen Teil
habe aber eben auf Grund der von mir gemachten Erfahrungen entschieden hier lieber
proaktiv tätig zu werden und bin dazu übergegangen die Weitergabe meiner Daten explizit zu untersagen.
Kann sein das dies doppelt gemoppelt ist aber ich fahre bisher recht gut damit.

Beispiel Rehabericht. Dort wurde mir zu beginn der Reha ein Formular vorgelegt an wen der
Rehabericht gehen soll. Hier habe ich eingetragen das dieser nur an mich selber gehen soll und
zusätzlich einen Satz dabei geschrieben das ich der Weitergabe an andere ohne meine ausdrückliche
Genehmigung grundsätzlich widerspreche. Fertig.

Ich schrieb ja schon in den Postings zuvor das kein Mensch kontrolliert ob z.B. der MDK
überhaupt eine Erlaubnis hat. Sehr schön nachlesen kann man das in folgendem Link in einer
Tabelle der DRV die den Namen trägt "Weitergabe des Reha-Entlassungsberichts an Dritte".
Dort kann man sehr schön sehen das kein einziger Leistungsträger der DRV einen
Nachweis für die Erlaubnis erbringen muss. Selbst die Krankenkassen nicht die eigentlich
überhaupt kein Anrecht auf diese medizinischen Daten haben. Zu Ehrenrettung muss man hier allerdings
darauf hinweisen das seit dem 01.01.2017 auch die DRV die Daten dann nur an den MDK geben
darf und nicht direkt an die Krankernkasse. Ein schwacher Trost.
Einzig Ärzte oder private Versicherungen müssen einen Nachweis vorlegen.

Nach meiner persönlichen Meinung wird damit für alle Leistungsträger die Schweigepflicht
ad Absurdum geführt weil es keinerlei Kontrolle darüber gib und der Betroffene es in der Regel gar
nicht mitbekommt.
https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/Allgemeines/GrosseTabellen/sozialmedizin_forschung/datenschutz_reha_e_bericht.html
 

Bruny

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... alles gut Bertolino :peace: ... ich ziehe meine Lehren aus der Diskussion.

Ich werde dem MDK der KK den Entlassungsbericht, den ich mittlerweile erhalten habe, zur Verfügung stellen und hoffen das Dieser mir meiner weiteren Zukunft/Genesung nicht zu sehr im Wege steht. :icon_daumen:
 

Kerstin_K

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So wei das in dieser Tabelle steht,bekommt sogar jeder x-beliebeige AfA SB den Bericht, nict nur der äD.
 

HermineL

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So wei das in dieser Tabelle steht,bekommt sogar jeder x-beliebeige AfA SB den Bericht, nict nur der äD.
Genauso sehe ich das auch. Wir regen uns hier auf wenn SBchen nach der Gesundheit fragt,
Schweigepflichtsentbindungen und Fragebögen überreicht oder wenn gesundheitliche Dinge in
der EGV stehen.
In wirklich können die Daten hinter unserem Rücken bekommen. Deswegen macht meinereiner sich
ja die Mühe schon im Vorfeld die Weitergabe zu untersagen auch wenn ich nicht sicher bin ob sich
auch daran gehalten wird. Aber besser etwas tun als nichts.
 

Koma47

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Hallo,
ich bekommen einen Entlassungsschein mit "arbeitsfähig". Ich "lege" mich dann vors Krankenhaus und gehe zu meinen Facharzt. Dann bekomme ich wieder arbeitsunfähig bescheinigt und Krankengeld von der TK.

Wenn ich während des Krankengeldsbezuges arbeitslos (ALGI) geworden bin war als in ReHa gegangen und von Reha als arbeitsfähig bescheinigt bekomme ich dann doch nur Krankengeld bezogen auf Höhe ALG I Geld?

Also ist das Kreuzchen auf dem Entlassungsschein bares Geld wert und die erneute AU vom Facharzt nur teilweise hilfreich.
Und wenn ich arbeitsfähig nach ReHa muss ich gleich zur AfA.

Ist das so richtig verstanden?
Also muss Ziel sein als nicht arbeitsfähig entlassen zu werden.



Gruss
 

Koma47

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die Reha-Klinik oder DRV noch nicht einmal überprüfen müssen ob der MDK dazu berechtigt
ist oder nicht. Keine Aas kontrolliert das !!! Der Betroffene selber bekommt meist davon nichts mit.
Deswegen schrieb ich ja das damit dem Missbrauch Tür und Tor offen stehen.
Hi,
kann man das evtl. wegen Verletzung der ärztlichen Schweigepflicht angehen?
Ich habe bei mir in einer anderen Sache Strafanzeige gestellt und Info an Ärtzekammer.
Das der Arzt das nicht wegschicken dürfen haben die mir so zwei Abteilung drüber bestätigt.
Herausbekommen habe ich das durch Dateneinsicht.
Ich denke es sollten einfach mehr Leute Dateneinsicht nehmen und schauen was da so geschludert wird.
Eine andere Sache war auch gleich rechtswidrige Speicherung von Sozialdaten.
 

Bruny

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... so, möchte berichten was weiter geschehen ist & eine Frage anschliessen.

Bin nun insgesamt seit 11 Monaten krank & es sind seit letztem Post weitere fast 6 Monate vergangen in denen ich natürlich weiterhin in Behandlung (Kardiologe/Angiologe/Nephrologe/Psychater/Internist) krank war/bin allerdings auch und hauptsächlich psychisch bedingt. Auf einen Therapie-Termin beim Psychiater warte ich immer noch. Lipid-Apherese wurde erstmal abgelehnt wird aber neu beantragt ... ein Kampf sage ich euch.

Im April war ich von der KK beim MDK vorgeladen der meine Beschwerden bzw. die Krankschreibungen meines HA zu 100% bestätigt & das dann auch der KK so weiter gegeben hat.

Die KK schrieb mir nun das das KG nicht ewig gezahlt werde und wird mich bald auffordern, nach einer Frist in der ich mich äussern könne (dann würde diese verlängert, ... ist aber nicht nötig) dann innerhalb von 10 Wochen einen Antrag bei der RV ("Maßnahmen zur Rehabilitation") stellen soll um meine "Arbeitsfähigkeit" wieder herzustellen. Das Gutachten des MDK soll meinem HA vorliegen, mal sehen ... gehe da nächste Woche hin um alles zu besprechen.

Für mich heißt dieses Schreiben der KK ... sie will mal wieder nicht oder nicht ununterbrochen KG zahlen & schickt mich wieder in eine Reha. Ich war erst im Oktober 18 vier Wochen bei einer Reha (Kardiologisch) nach der ich allerdings AU (Psyche) entlassen wurde.

Frage: Mit wem (HA oder Psychiater) zusammen bzw. wer stellt diesen Antrag zur Reha und was für eine Reha genau? Herzleiden oder Psychisch?

Danke fürs lesen ...
 
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Kerstin_K

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Den Rehaantrag musst Du selber stellen. Such Dir delber eine passende Klinik aus.

Die Fachrichtung solltestDu mit deien ärzten abstimmen. Alerdings: WEnn Du 2018 erst in einer kardiologischen Reha warst, ist es eher unwahrscheinlich, dass die DRV dir schon eider eine kardioalogische bewilligen wird. Normal bekommt man nur alle 4 Jahre eine Reha.

Anderssähe es mit eienr psycologischen oder psychosomatischen Reha aus, bei einer anderen Fachrichtung gibt die 4-Jahres-Regel nicht.

Bedenke: Due KK kann die Anragstellung von Dir verlangen. Ob Du aber eine Reha bewilligt bekommst, das entschiedet die DRV ganz alleine. Und wenn die DRV ablehnt, dann hat die KK halt Pech gehabt und es ist nichts mit Kosten sparen.
 

Bruny

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... danke Kerstin_K (y) ... so hatte ich mir das auch gedacht.

Noch eine Frage: Seit July 18 erhaIte ich ununterbrochen KG. Maximaler KG-Bezug ist ja 18 Monate, danach Aussteuerung usw.
Im Okt. 18 war ich 4 Woche in Reha, nun soll ich wieder in eine Reha, wahrscheinlich auch wieder 4 Wochen. In dieser Zeit wird kein KG gezahlt sondern Übergangsgeld von der DRV.
Zählen diese Zeiten zum KG-Bezug mit oder verlängert sich das dann weiter nach hinten solange man natürlich nach so einer Reha als AU entlassen wird!? :unsure:
 

Kerstin_K

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Leider verlängert sich der KG Bezug durch die Reha nicht.

Das ist ja der Grund, weshalb die KKs durch die Aufforderung zur Reha so viel Geld sparen können.
 

Bruny

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Danke Kerstin_K ...

nun noch sowas:
ich war vor, über & kurz nach Pfingsten vereist und habe erst gestern erfahren dass mein behandelnder Arzt (Psychologe) mir eine sogenannte "Verordnung von Krankenhausbehandlung" also eine Krankenhauseinweisung (Psychotherapie) in einem KH verschrieben, beantragt hat. Stehe nun auf einer sogenannten Warteliste. Die Verordnung habe ich hier noch vorliegen. Ich soll sie dem KH zusenden. Aber auf der Rückseite der Verordnung steht das Diese zur KK soll wegen Kostenübernahme usw.?

Was nun? ...
Muss ich das meiner KK mitteilen?
Was wird aus der Aufforderung zu einer Reha (ich weis nun das eine psychosomatische Reha beantragt werden soll) die die KK mir bald zukommen lassen will, also die Aufforderung dazu?

Habe noch bis ende Juni Zeit bis die Frist in der ich mich äussern kann abläuft bevor die KK mir die Aufforderung zur Reha zukommen lassen will. Bis dahin sollte ich wohl der KK mitteilen das ich eine Einweisung in ein KH habe, oder?
 

Kerstin_K

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JA, das solltest Du tun, denn so lange du in Krankenhausbehandlung bist, iat eine Reha ja völlig sinnfrei. Das wäre übrigens etwas, was Du im Rhmen der laufenden Anhörung mitteilen könntest.
 

Bruny

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Habe mit KK im Rahmen der Anhörung telefoniert & mitgeteilt dass ich eine stationäre Einweisung von meinem Psychiater in eine Klinik zur Therapie erhalten habe & an die Klinik versandt habe. Dort stehe ich nun auf einer sogenannten "Warteliste".

Die KK meinte nur sie würde nicht so lange warten und ob ich überhaupt die Bereitschaft hätte zu einer Reha was ich natürlich nicht verneinte. Prompt bekam ich zwei Tage später die Aufforderung mit Reha-Antrag bei der DRV eine entsprechende Reha zu beantragen. Dazu hätte ich bis Ende August Zeit ansonsten würde das KG nicht mehr gezahlt.

Frage:

1. Reicht es wirklich das Abgeben des Reha-Antrags bis ca. Mitte/Ende August hinauszuzögern?

2. So ein Antrag ist sehr, für mich zu umfangreich. Muss ich persönlich den Antrag ausfüllen oder darf ich mir dazu Hilfe von z. B. meinem Arzt, der KK oder gar vom VDK einholen? Wie sind da eure Erfahrungen?

3. Ende des Jahres werde ich so oder so denke ich ausgesteuert, also dann sind die 18 Monate AU mit KG-Zahlungen vorbei. Wenn wieder AF, was ich nicht glaube, dann ALG1 klar, wenn ich aber weiterhin AU bin was dann?


Danke für eure Unterstützung, Mühe sowie Zeit die ihr opfert.
 

HermineL

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Wenn der behandelnde Arzt eine stationäre Behandlung in der Klinik für sinnvoll hält und eine Einweisung schreibt hat sich die Krankenkasse daran zu halten ob es ihr passt oder nicht. Nur der behandelnde Arzt entscheidet was notwendig ist nicht irgendein medizinisch unqualifizierter Sachbearbeiter einer Krankenkasse.

Lasse dir von deinem Arzt eine Bescheinigung geben das eine Reha vor der stationären Behandlung aus medizinischer Sicht nicht möglich ist und gut ist es.

Was manche Sachbearbeiter bei der Krankenkasse sich anmaßen ist echt schon nicht mehr erträglich. Wenn der KK das zu lange dauert bis du einen Platz in der Klinik bekommst weil die überlastet sind kann die KK ja selber dafür sorgen das dies schneller geht.
 

Bruny

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danke HermineL, ich werde meinen Arzt drauf ansprechen!

Hast du oder Jemand vielleicht noch eine Antwort zu Frage 2 & 3? ... danke
 

Kerstin_K

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Natürlich kannst du dir in der Beratungsstelle der DRV oder von einem Versichertenaeltesten helfen lassen.

Wenn du nach der Aussteuerung weiter krank bist, kannst du trotzdem ALGI beziehen.
 
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