Krankengeld, MDK schreibt gesund und wie jetzt ALG 1 sichern? (3 Betrachter)

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holgerkoeln

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Hallo liebe Gemeinde,

ich habe in diesem tollen Forum schon viel gestöbert und gelernt! Danke.
Der VdK hat leider erst in 6 Wochen einen Termin fur mich, zu spät. Trotz drängen...
Ich bin seit Mai 2017 arbeitssuchend. Die Arbeitsstelle habe ich selber gekündigt aber dank ärztlicher Unterstützung habe ich keine ALG Sperre bekommen. Auf den Tipp meiner Arbeitsvermittlerin habe ich mich Mitte April 2018 wegen Rückenbeschwerden und psychischer Probleme krankschreiben lassen. Parallel dazu wurde ein LTA Antrag bei der DRV gemacht. Ende Mai hat sich bereits bei mir die Krankenkasse gemeldet und nachhören wollen wie es dann weitergeht, obwohl ich noch gar kein Krankengeld bezogen habe. Gestern habe ich dann den lieben Brief der Krankenkasse bekommen dass der MDK mich für kommenden Donnerstag als wieder gesund sieht. Meine Krankmeldung vom Hausarzt wegen einer überlastungsstörung und Rückenschmerzen geht bis Freitag und wurde eigentlich voraussichtlich verlängert.
Aus diesem Forum habe ich gelernt
1. Bei der Krankenkasse per Einschreiben innerhalb 4 Wochen Einspruch zu erheben. insbesondere da ich kein persönliche Begutachtung bekommen habe. Allerdings wüsste ich keine weitere Begründung. Gutachten verlangen.
2. Der Hausarzt erhebt Einspruch beim MDK.

Jetzt meine Frage.
1. Wie verhalte ich mich exakt bei der Arbeitssuchendmeldung? ich habe ja gelesen dass ich sagen soll dass ich krankgeschrieben bin aber nach meinen Möglichkeiten mich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stelle das aber der ärztliche Dienst entscheiden soll.

2. Was ist wenn ärztliche Dienst mich zum Teil arbeitsunfähig sieht. Kriege ich dann auch nur teilweise Arbeitslosengeld. und was ist wenn mich der ärztliche Dienst als arbeitsunfähig ansieht aber der mdk als arbeitsfähig (Widerspruch abgelehnt). Kriege ich dann nur anteilig Arbeitslosengeld?

3. Falls der ärztliche Dienst mich als arbeitsunfähig ansieht bekomme ich dann gar kein Arbeitslosengeld und wer zahlt dann meine Krankenversicherungsbeiträge?

4. Wahrscheinlich ist eine Arbeitsunfähigkeit Meldung von einem Facharzt besser als vom Hausarztb, oder? Wenn mein Hausarzt die AU am kommenden Freitag verlängern würde ich aber glücklicherweise am kommenden Mittwoch ein Facharzttermin habe kann der mich auch zudem dann AU schreiben oder darf es keine zwei AU parallel geben?

Es läuft darauf hinaus dass ich mir absolut unsicher bin wie ich mich bei der Agentur für Arbeit verhalte ohne ein Eigentor im Nachhinein zu riskieren.

Zudem weiss ich nicht wenn mir ALG 1 verweigert wird reduziert sich dann mein Restanspruchszeitraum oder wird dieser nur bis zur Bewilligung (z.B. durch AU Ende)verschoben? Also könnte mein Anspruch durch die AU reduziert werden?

Muss ich der Aufforderung der KK nachkommen ihr mitzuteilen ob ich mich Arbeitssuchend gemeldet habe, danach würden sie mir erst das KG auszahlen.

Ich freue mich auf eure erfahrenen Tipps und danke euch jetzt schon fürs zuhören!

Liebe Grüße
Holger
 

Doppeloma

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Hallo holgerkoeln, :welcome:

Der VdK hat leider erst in 6 Wochen einen Termin fur mich, zu spät. Trotz drängen...
Den VDK kannst du sowieso vergessen was KK und AfA-Probleme betrifft, wenn die erst in 6 Wochen Zeit haben wenn es aktuell bei dir "brennt" dann spricht das doch schon für sich aber NICHT für den VDK. :icon_evil:

Ich bin seit Mai 2017 arbeitssuchend. Die Arbeitsstelle habe ich selber gekündigt aber dank ärztlicher Unterstützung habe ich keine ALG Sperre bekommen. Auf den Tipp meiner Arbeitsvermittlerin habe ich mich Mitte April 2018 wegen Rückenbeschwerden und psychischer Probleme krankschreiben lassen.
Du bist vermutlich seit Mai 2017 arbeitslos und hast (ebenfalls vermutlich) Anspruch auf ALGI für genau 12 Monate gehabt ???

Deine Krankschreibung erfolgte also kurz vor dem Ende deines Leistungsanspruches an die AfA oder bist du schon älter und hast einen längeren Anspruch auf ALGI erworben ???

Sorry für meine Neugierde aber das ist nicht ganz unwichtig für das was dich weiter erwarten könnte ...

Parallel dazu wurde ein LTA Antrag bei der DRV gemacht.
Bei der AfA mit deiner netten SB, die es trotzdem NICHTS angeht welche gesundheitlichen Probleme du so hast, sie hat auch nicht die medizinischen Kenntnisse ohne Beteiligung des ÄD der AfA darüber zu befinden, dass du eine berufliche Reha brauchen könntest.

Ende Mai hat sich bereits bei mir die Krankenkasse gemeldet und nachhören wollen wie es dann weitergeht, obwohl ich noch gar kein Krankengeld bezogen habe.
Nach 6 Wochen AU durchgehend stellt die AfA (nach § 146 SGB III) deine Leistung ein und die KK ist verpflichtet dann Krankengeld in gleicher Höhe zu zahlen ...

Von Mitte April bis Ende Mai dürften diese 6 Wochen abgelaufen gewesen sein, darum wollte die KK bestimmt so fürsorglich von dir wissen, ob du nicht bald wieder gesund der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stehen wirst.

In welcher Weise hat man sich denn dazu bei dir gemeldet, per Telefon solltest du der KK verbieten und NUR schriftliche Kontakte erlauben und akzeptieren.

Gestern habe ich dann den lieben Brief der Krankenkasse bekommen dass der MDK mich für kommenden Donnerstag als wieder gesund sieht. Meine Krankmeldung vom Hausarzt wegen einer überlastungsstörung und Rückenschmerzen geht bis Freitag und wurde eigentlich voraussichtlich verlängert.
Wurde der nun schon verlängert oder nicht ?

Die Einstellung des Krankengeldes ist OHNE persönliche Untersuchung durch den MDK NICHT zulässig, welche medizinischen Unterlagen sollen denn dafür zur Verfügung gestanden haben, das sollte dein Arzt mit dem MDK umgehend und DIREKT klären.

1. Bei der Krankenkasse per Einschreiben innerhalb 4 Wochen Einspruch zu erheben. insbesondere da ich kein persönliche Begutachtung bekommen habe. Allerdings wüsste ich keine weitere Begründung. Gutachten verlangen.
Die Widerspruchsfrist beträgt gesetzlich 1 Monat und den solltest du nicht abwarten wenn du bald noch wieder Geld haben möchtest.
Die Begründung, dass du immer noch krank bist und der MDK dich persönlich zu untersuchen hat, vor Einstellung des Krankengeldes ist völlig ausreichend, mehr brauchst du gar nicht zu schreiben.

Du darfst aber gerne noch zusätzlich darauf hinweisen, dass dein Widerspruch gesetzlich die "aufschiebende Wirkung" hat und das Krankengeld daher bis zur Entscheidung des Widerspruches weiter zu leisten ist.

Diese Entscheidung KANN erst rechtmäßig erfolgen wenn das bisher versäumte Gutachten (durch eine Untersuchung) beim MDK nachgeholt wurde.

Nachweislich einreichen (mit Stempel auf einer Kopie) ODER per Übergabe-Einschreiben am Besten direkt an die Geschäftsleitung deiner KK richten.

2. Der Hausarzt erhebt Einspruch beim MDK.
Der Hausarzt muss einen medizinischen Widerspruch DIREKT an den MDK richten und begründen, warum du noch nicht gesund bist aus seiner Sicht und die persönliche Untersuchung beim MDK einfordern.

Deine AU-Bescheinigung muss der Arzt unbedingt auch fortsetzen solange er das für nötig hält, sonst barucht die KK ja nicht weiter oder nachzahlen.

1. Wie verhalte ich mich exakt bei der Arbeitssuchendmeldung? ich habe ja gelesen dass ich sagen soll dass ich krankgeschrieben bin aber nach meinen Möglichkeiten mich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stelle das aber der ärztliche Dienst entscheiden soll.
Das gilt für ausgesteuerte Antragsteller, du bist aber noch nicht "ausgesteuert" (Ablauf des Krankengeld-Anspruches ist ja nicht der Grund für die Zahlungseinstellung der KK), die KK will dich einfach wieder an die AfA loswerden.

Darum frage ich ja, ob du dort überhaupt noch einen Restanspruch hast, sonst nützt dir die Meldung bei der AfA auch nichts mehr.

Du hast doch sicher mal einen Bescheid von der AfA bekommen und als die 6 Wochen rum waren musst du einen Aufhebungsbescheid erhalten haben von der AfA (wegen Leistungspflicht der KK bei Krankheit) ... auch ALGI gibt es ja nicht unbegrenzt.

2. Was ist wenn ärztliche Dienst mich zum Teil arbeitsunfähig sieht.
Est mal muss klar werden ob und wie lange du überhaupt noch ALGI bekommen kannst, es gibt keine "Teil-Arbeits-Unfähigkeit", KRANK ist man ganz oder gar nicht.

Das mit der sogenannten "Restleistungsfähigkeit" gilt NUR nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld, dann wird so "getan" als ob man noch irgendwie was arbeiten könnte ... du hast aber aktuell noch Anspruch auf Krankengeld wenn du krank bist mit AU vom Arzt.

Kriege ich dann auch nur teilweise Arbeitslosengeld. und was ist wenn mich der ärztliche Dienst als arbeitsunfähig ansieht aber der mdk als arbeitsfähig (Widerspruch abgelehnt). Kriege ich dann nur anteilig Arbeitslosengeld?
Du bekommst also (eigentlich) mit AU aktuell überhaupt kein ALGI, die würden höchstens zur "Überbrückung" zahlen bis das bei der KK geklärt ist, falls du überhaupt noch Anspruch bei der AfA haben solltest.

3. Falls der ärztliche Dienst mich als arbeitsunfähig ansieht bekomme ich dann gar kein Arbeitslosengeld und wer zahlt dann meine Krankenversicherungsbeiträge?
Zunächst mal hängt ALLES weitere davon ab, ob du noch ALGI zu bekommen hast und wie lange, sonst ist es der AfA völlig EGAL ob du gesund oder krank bist, dann bekommst du dort GAR NICHTS mehr. :icon_evil:

Bist du U 50, dann ist Schluss mit ALGI nach 12 Monaten.

Dann must du zum JobCenter ALG II (Hartz 4) beantragen wenn du sonst kein Geld für den Lebensunterhalt mehr hast, dort bist du dann auch wieder krankenversichert.

4. Wahrscheinlich ist eine Arbeitsunfähigkeit Meldung von einem Facharzt besser als vom Hausarztb, oder? Wenn mein Hausarzt die AU am kommenden Freitag verlängern würde ich aber glücklicherweise am kommenden Mittwoch ein Facharzttermin habe kann der mich auch zudem dann AU schreiben oder darf es keine zwei AU parallel geben?
Das ist der KK ziemlich egal, natürlich ist Facharzt (meist) besser als nur der Hausarzt aber doppelt AU brauchst du nicht, wenn der Facharzt die AU weiterfürt dann braucht der Hausarzt das nicht mehr machen, es sei denn mal als Vertretung wenn der Facharzt nicht da ist.

Ich war damals auch anfangst vom Hausarzt AU geschrieben und dann hat der Psychiater das weitergeführt als ich dort meinen ersten Termin hatte, der hat sich zumindest von meiner KK nicht "aus der Ruhe" bringen lassen.

Man hat aber auch nie meine AU einfach beenden wollen, ich wurde dann frühzeitig (nach 4 Monaten AU) in eine Reha geschickt (auf Wunsch der KK) aber danach musste weiter gezahlt werden bis zur Aussteuerung.

Es läuft darauf hinaus dass ich mir absolut unsicher bin wie ich mich bei der Agentur für Arbeit verhalte ohne ein Eigentor im Nachhinein zu riskieren.
Wenn du keinen Anspruch mehr haben solltest ist es schon egal was du denen dort erzählen würdest ... imd sonst würde ich erst mal bei den Tatsachen und der Wahrheit bleiben ...

Zudem weiss ich nicht wenn mir ALG 1 verweigert wird reduziert sich dann mein Restanspruchszeitraum oder wird dieser nur bis zur Bewilligung (z.B. durch AU Ende)verschoben? Also könnte mein Anspruch durch die AU reduziert werden?
Ist nicht klar was du damit meinst, eine AU reduziert deinen ALGI - Anspruch nicht, die ersten 6 Wochen waren natürlich noch ALGI aus deinem Anspruch bei der AfA, das ist aber der normale Gang der Dinge, die fehlen jetzt an deinem Rest-Anspruch soweit es noch einen gibt.

Hast du noch Anspruch bei Arbeitslosigkeit und die AfA zahlt jetzt nicht weil du noch krank bist und nicht vermittelbar, dann bleibt dein Restanspruch auch erhalten.

Ich weiß nicht, ob deine Frage damit beantwortet ist.

Muss ich der Aufforderung der KK nachkommen ihr mitzuteilen ob ich mich Arbeitssuchend gemeldet habe, danach würden sie mir erst das KG auszahlen.
Kann ich nicht beurteilen, so ein Schreiben ist mir nicht bekannt und die KK hat dir (aus meiner Sicht) dein Krankengeld zu zahlen, solange du (lt. bescheinigter AU) Anspruch darauf hast OHNE weitere Bedingungen zu stellen, wo du dich erst zu melden hast.

MfG Doppeloma
 

holgerkoeln

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Liebe Doppeloma,

vielen lieben Dank für deine ausführliche Rückmeldung die mir schon sehr geholfen hat.

Ich versuch mal nachvollziehbar zu Antworten:

Den VDK kannst du sowieso vergessen was KK und AfA-Probleme betrifft, wenn die erst in 6 Wochen Zeit haben wenn es aktuell bei dir "brennt" dann spricht das doch schon für sich aber NICHT für den VDK. :icon_evil:
Den Eindruck habe ich mittlerweile auch!

Du bist vermutlich seit Mai 2017 arbeitslos und hast (ebenfalls vermutlich) Anspruch auf ALGI für genau 12 Monate gehabt ???

Deine Krankschreibung erfolgte also kurz vor dem Ende deines Leistungsanspruches an die AfA oder bist du schon älter und hast einen längeren Anspruch auf ALGI erworben ???

Sorry für meine Neugierde aber das ist nicht ganz unwichtig für das was dich weiter erwarten könnte ...
Ich bin über 50 Jahre und habe somit Anspruch auf 18 Monate ALG1

Bei der AfA mit deiner netten SB, die es trotzdem NICHTS angeht welche gesundheitlichen Probleme du so hast, sie hat auch nicht die medizinischen Kenntnisse ohne Beteiligung des ÄD der AfA darüber zu befinden, dass du eine berufliche Reha brauchen könntest.
Es wurde mir suggeriert das ohne die Unterschrift unter den LTA Antrag mir Leistungen verweigert werden. Hatte mir eigentlich der VDK so bestätigt.... puh

Nach 6 Wochen AU durchgehend stellt die AfA (nach § 146 SGB III) deine Leistung ein und die KK ist verpflichtet dann Krankengeld in gleicher Höhe zu zahlen ...
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Von Mitte April bis Ende Mai dürften diese 6 Wochen abgelaufen gewesen sein, darum wollte die KK bestimmt so fürsorglich von dir wissen, ob du nicht bald wieder gesund der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stehen wirst.
Aber das die TK schon aktiv wird bevor sie zahlt, hat mich dann doch überrascht!

In welcher Weise hat man sich denn dazu bei dir gemeldet, per Telefon solltest du der KK verbieten und NUR schriftliche Kontakte erlauben und akzeptieren.
Das wäre in der Tat wohl besser!


Wurde der nun schon verlängert oder nicht ?
Da hat sich leider ein springender Punkt geändert.
Ich war heute beim krankschreibenden Hausarzt und er teilte mir mit das ich mir besser einen Facharzt suchen soll für weitere AUB. (Woher dieser Sinneswandel????) Wenn ich bis Fr. keinen finde würde er mich noch ein letztes mal AU schreiben.

Die Einstellung des Krankengeldes ist OHNE persönliche Untersuchung durch den MDK NICHT zulässig, welche medizinischen Unterlagen sollen denn dafür zur Verfügung gestanden haben, das sollte dein Arzt mit dem MDK umgehend und DIREKT klären.
Der MDK hat wohl Unterlagen vom Hausarzt bekommen, da er mich schon einige Tage vorher darauf angesprochen hat das der MDK sich bei ihm gemeldet hat.

Die Widerspruchsfrist beträgt gesetzlich 1 Monat und den solltest du nicht abwarten wenn du bald noch wieder Geld haben möchtest.
Die Begründung, dass du immer noch krank bist und der MDK dich persönlich zu untersuchen hat, vor Einstellung des Krankengeldes ist völlig ausreichend, mehr brauchst du gar nicht zu schreiben.
Soll ich möglichst bald den Widerspruch einlegen um baldmöglichst Geld zu bekommen oder auch um besser / zeitnah argumentieren zu können? Finanziell bin ich zum Glück noch nicht ganz so angespannt...

Ich wollte eigentlich Widerspruch einlegen mit der Aufforderung mir die Begründung des MDKs zukommen zu lassen um dann mit dem VDK die Begründung nachzureichen. Die NAchreichung der Begründung kann dann auch nach der 1Monatsfrist erfolgen, sehe ich das richtig? VDK Termin 2.8.18

Du darfst aber gerne noch zusätzlich darauf hinweisen, dass dein Widerspruch gesetzlich die "aufschiebende Wirkung" hat und das Krankengeld daher bis zur Entscheidung des Widerspruches weiter zu leisten ist.
Was aber dann nicht gemacht wird, oder?

Diese Entscheidung KANN erst rechtmäßig erfolgen wenn das bisher versäumte Gutachten (durch eine Untersuchung) beim MDK nachgeholt wurde.

Nachweislich einreichen (mit Stempel auf einer Kopie) ODER per Übergabe-Einschreiben am Besten direkt an die Geschäftsleitung deiner KK richten.
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Der Hausarzt muss einen medizinischen Widerspruch DIREKT an den MDK richten und begründen, warum du noch nicht gesund bist aus seiner Sicht und die persönliche Untersuchung beim MDK einfordern.

Deine AU-Bescheinigung muss der Arzt unbedingt auch fortsetzen solange er das für nötig hält, sonst barucht die KK ja nicht weiter oder nachzahlen.
Jetzt das nächste Problem. Das habe ich dem Hausarzt auch gesagt. Antwort er kann keinen medizinischen Widerspruch einlegen, ich muss eine Einspruch einlegen. Wenn der MDK was will wird dieser sich schon bei ihm melden. Wieso verhält er sich jetzt so. Kann es sein das der MDK so einen Druck auf ihn ausgeübt hat? Zudem habe ich ihm argumentiert das es neue Fakten geben muss für eine Umentscheidung des MDKs. Nein er kann keinen medizinisch begründeten Einspruch einlegen. Ich solle zu einem Facharzt gehen.
Nachdem ich nochmals eingelesen habe, habe ich ihm heute eine Mail geschrieben ob er eine Zweitbegutachtung beantragt....

Wenn ich keine Facharzt für eine AU finde würde er mir letztmalig eine AU am Fr. (zu AU ende alte AU) ausstellen.


Das gilt für ausgesteuerte Antragsteller, du bist aber noch nicht "ausgesteuert" (Ablauf des Krankengeld-Anspruches ist ja nicht der Grund für die Zahlungseinstellung der KK), die KK will dich einfach wieder an die AfA loswerden.
Auch für ALG1 Empfänger schreibt das Krankenkassenforum und andere das man bei der Beantragung von ALG mitteilen soll das ein Widerspruch am laufen ist. Aber man wäre ja arbeitswillig im Rahmen meiner Möglichkeiten. Wie hoch die sind soll der ÄD der AfA entscheiden.
Nur wenn der mich auch für AU hält bekomme ich dann kein ALG???

Darum frage ich ja, ob du dort überhaupt noch einen Restanspruch hast, sonst nützt dir die Meldung bei der AfA auch nichts mehr.

Du hast doch sicher mal einen Bescheid von der AfA bekommen und als die 6 Wochen rum waren musst du einen Aufhebungsbescheid erhalten haben von der AfA (wegen Leistungspflicht der KK bei Krankheit) ... auch ALGI gibt es ja nicht unbegrenzt.
Wie gesagt ja bis ca 12/18 da zudem noch eine ReHa von der DRV zwischdurch war und ich über 50 Jahre bin...

Est mal muss klar werden ob und wie lange du überhaupt noch ALGI bekommen kannst, es gibt keine "Teil-Arbeits-Unfähigkeit", KRANK ist man ganz oder gar nicht.

Das mit der sogenannten "Restleistungsfähigkeit" gilt NUR nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld, dann wird so "getan" als ob man noch irgendwie was arbeiten könnte ... du hast aber aktuell noch Anspruch auf Krankengeld wenn du krank bist mit AU vom Arzt.
Die ALG1 Beantragung ist ja nur für den Fall gedacht das ich den Widerspruch verliere. Aber was ist wenn ich jetzt weiter AU geschrieben werde dann binich für die AfA/ÄD auch AU und bekomme von denen auch kein Geld????

Du bekommst also (eigentlich) mit AU aktuell überhaupt kein ALGI, die würden höchstens zur "Überbrückung" zahlen bis das bei der KK geklärt ist, falls du überhaupt noch Anspruch bei der AfA haben solltest.
Das heisst wenn mein Widerspruch verliert bekomme ich kein Geld von der AfA?

Zunächst mal hängt ALLES weitere davon ab, ob du noch ALGI zu bekommen hast und wie lange, sonst ist es der AfA völlig EGAL ob du gesund oder krank bist, dann bekommst du dort GAR NICHTS mehr. :icon_evil:

Bist du U 50, dann ist Schluss mit ALGI nach 12 Monaten.

Dann must du zum JobCenter ALG II (Hartz 4) beantragen wenn du sonst kein Geld für den Lebensunterhalt mehr hast, dort bist du dann auch wieder krankenversichert.
Kommt für mich nicht in Betracht da ich mit einer Arbeitnehmerin verheiratet bin. Nur wer zahlt dann meine KV Beiträge?

Das ist der KK ziemlich egal, natürlich ist Facharzt (meist) besser als nur der Hausarzt aber doppelt AU brauchst du nicht, wenn der Facharzt die AU weiterfürt dann braucht der Hausarzt das nicht mehr machen, es sei denn mal als Vertretung wenn der Facharzt nicht da ist.

Ich war damals auch anfangst vom Hausarzt AU geschrieben und dann hat der Psychiater das weitergeführt als ich dort meinen ersten Termin hatte, der hat sich zumindest von meiner KK nicht "aus der Ruhe" bringen lassen.

Man hat aber auch nie meine AU einfach beenden wollen, ich wurde dann frühzeitig (nach 4 Monaten AU) in eine Reha geschickt (auf Wunsch der KK) aber danach musste weiter gezahlt werden bis zur Aussteuerung.
Warum drängt mich der Hausarzt dann zum Facharzt, den ich ja so schnell nicht mit Kapazitäten finden werde...

Wenn du keinen Anspruch mehr haben solltest ist es schon egal was du denen dort erzählen würdest ... imd sonst würde ich erst mal bei den Tatsachen und der Wahrheit bleiben ...
Wie gesagt, ich habe noch Anspruch und habe Sorgen das ich dort wegen Verweigerung von Mitarbeit oder AU kein Geld erhalte...


Ist nicht klar was du damit meinst, eine AU reduziert deinen ALGI - Anspruch nicht, die ersten 6 Wochen waren natürlich noch ALGI aus deinem Anspruch bei der AfA, das ist aber der normale Gang der Dinge, die fehlen jetzt an deinem Rest-Anspruch soweit es noch einen gibt.

Hast du noch Anspruch bei Arbeitslosigkeit und die AfA zahlt jetzt nicht weil du noch krank bist und nicht vermittelbar, dann bleibt dein Restanspruch auch erhalten.

Ich weiß nicht, ob deine Frage damit beantwortet ist.
Ich glaube ja. Habe ich das richtig verstanden. Wenn ich fiktiv noch 6 Monate Restanspruch auf ALG habe und die AfA zahlt nicht weil der ÄD der AfA meint ich wäre AU oder aus anderen Gründen, dann würden die kompletten 6 Monate gezahlt wenn ich wieder Anspruch habe.
Also wird dann nicht gekürzt sonder nur nach hinten verschoben? Habe ich das richtig verstanden?

Kann ich nicht beurteilen, so ein Schreiben ist mir nicht bekannt und die KK hat dir (aus meiner Sicht) dein Krankengeld zu zahlen, solange du (lt. bescheinigter AU) Anspruch darauf hast OHNE weitere Bedingungen zu stellen, wo du dich erst zu melden hast.
Originaltext: Damit wir Ihnen das Krankengeld bis zum 6. Juli 2018 überweisen können, senden Sie uns bitte die beigefügte Erklärung ausgefüllt zurück - allerdings nicht vor dem 6. Juli 2018.
In der Erklärung soll ich bestätigen wann ich Leistungen von der AfA beantragt habe oder meine Tätigkeit wieder aufgenommen habe.

Wenn ich doch noch eine Psychiater auf die schnelle finde, weiss ich nicht ob er mich mit einer Anpassungsstörung direkt beim ersten Kontakt die AnschlussAU ausstellt und auch längerfristig. Wie verhält man sich da am besten????

Und was macht eine FolgeAU aus? Die selben ICD Codes oder der selbe Tag der Erstausstellung? An erster Stelle steht ein Bandscheibenproblem an zweiter Stelle die Belastungsstörung. Kann da ein Psychiater überhaupt eine FolgeAU ausstellen?

Liebe Doppeloma vielen Dank für die Mühe die Du Dir mit den ganzen Greenhörnern hier machst. Wie machen sowas nervös zum ersten MAl sind fro h von den alten Hasen zu profitieren. Das hilft, ungemein!

Liebe Grüsse und nochmals DANKE
Holger
 

Doppeloma

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Hallo holgerkoeln,

Ich bin über 50 Jahre und habe somit Anspruch auf 18 Monate ALG1
Dann ist das schon mal geklärt und die AfA wird wohl weiter zahlen müssen, wenn dich die KK für "gesund" erklären lässt vom MDK und nicht mehr zahlen "will" ...

Es wurde mir suggeriert das ohne die Unterschrift unter den LTA Antrag mir Leistungen verweigert werden. Hatte mir eigentlich der VDK so bestätigt.... puh
Ja-Ja, der VDK "schwört" auf medizinische und berufliche Reha, ohne darüber nachzudenken, dass dich mit Mitte 50 + X überhaupt KEINER mehr ernsthaft fördern möchte ...

Darum auch der Antrag auf LTA an die DRV, könnte ja sein, dass du sonst auf den Gedanken kommst berufliche Förderung (Kurse aus dem Vermittlungsbudget / Eingliederungshilfe) bei der AfA zu beantragen ...
Welche Rechtsgrundlagen gab es denn für diese "Suggestion", dass du LTA bei der DRV beantragen sollst weil es sonst kein Geld mehr gibt, hast du einen Behinderten-Grad oder einen Schwerbehinderten-Ausweis oder wie kommt sie sonst darauf, dass dich das irgendwie wieder in Arbeit bringen könnte.

Denn NUR dafür soll so was ja (angeblich) gut sein und dann schickt sie dich zum Arzt, damit du erst mal ganz aus dem AfA-Blickfeld verschwindest ... :doh:

Aber das die TK schon aktiv wird bevor sie zahlt, hat mich dann doch überrascht!
Das macht NICHT nur die TK so, die KK wollen ALLE möglichst NICHT mehr für Arbeitslose Krankengeld zahlen müssen, besonders nicht wenn sie schon älter sind und das womöglich länger dauern könnte (bis zu 78 Wochen ist die Zahlung von Krankengeld immerhin möglich) ...
Aber auch wer noch Arbeit hat wird inzwischen schon mit (gerne auch telefonischen) Nachfragen zu seiner Genesung genervt, wenn er noch in der Lohnfortzahlung vom AG ist ...

Oft genug werden dann die Worte schon am Telefon "im Munde herum gedreht" und man wundert sich dann nur noch selber über die schnelle Genesung per "MDK-Aktenlage".
Deiner KK solltest du also schon gleich mit dem Widerspruch das Anrufen bei dir zu Hause verbieten und zukünftig NUR noch Kontakte per Post akzeptieren.

Es sei denn du möchtest selber was von denen direkt wissen, dann darfst DU natürlich trotzdem anrufen oder die Filiale aufsuchen zum persönlichen Gespräch.

Da hat sich leider ein springender Punkt geändert.
Ich war heute beim krankschreibenden Hausarzt und er teilte mir mit das ich mir besser einen Facharzt suchen soll für weitere AUB. (Woher dieser Sinneswandel????) Wenn ich bis Fr. keinen finde würde er mich noch ein letztes mal AU schreiben.
Der wird von KK und MDK (im Auftrag der KK, denn von selber agieren die NICHT) offenbar gewaltig unter Druck gesetzt deine AU zu beenden, damit die KK kein Krankengeld mehr (nach)-zahlen muss falls du Widerspruch einlegen solltest.

Der MDK hat wohl Unterlagen vom Hausarzt bekommen, da er mich schon einige Tage vorher darauf angesprochen hat das der MDK sich bei ihm gemeldet hat.
Üblicherweise darf der aber ohne deine Kenntnis und Einwilligung nur sehr wenige Informationen an den MDK geben, du brauchst vermutlich nicht nur einen Facharzt für deine Probleme sondern auch einen neuen Hausarzt, der nicht gleich kneift wenn der MDK "pfeift" ... :doh:

Dem sollte doch auch klar sein, dass man in der Regel keinen Facharzt-Termin innerhalb 3 Tagen bekommen wird, ich kann dir dazu nur raten die umliegenden Psychiater / Nervenärzte abzutelefonieren und dich dann demonstrativ morgens in den Warteraum zu setzen, damit du dran genommen wirst, als "Akut-Patient" ...

Ich war auch zunächst bei unserer Hausärztin AU-geschrieben, als es mir psychisch immer schlechter ging und sie hat mir dann einen Psychiater empfehlen können (sie hatte IMMER gute Tipps für Fachärzte wenn das nötig war).
Dort habe ich dann angerufen (schon am Telefon geheult wie ein Schlosshund) und hatte in knapp 2 Wochen einen Termin, ich weiß aber auch, dass der Akut-Fälle NIE weggeschickt hat, die mussten allerdings oft Stunden warten, bis sie dann zu ihm rein konnten.

Solche Ärzte gibt es leider nicht mehr oft, ich musste auch meist lange warten bei ihm (trotz Termin) aber der hat sich von meiner KK und dem MDK KEINE Vorschriften machen lassen. :icon_evil:
Hat dann (schon beim ersten Besuch) meine AU übernommen / weiter verlängert und mich fast 4 Jahre (durchgehend) AU geschrieben, bis ich ihm den Bescheid zur EM-Rente vorlegen konnte.

Soll ich möglichst bald den Widerspruch einlegen um baldmöglichst Geld zu bekommen oder auch um besser / zeitnah argumentieren zu können? Finanziell bin ich zum Glück noch nicht ganz so angespannt...
Du solltest unbedingt zeitnah Widerspruch einlegen, es ist völlig egal ob du finanziell schon "angespannt" bist oder nicht, man lässt sich nicht zu viel Zeit wenn man seine Rechte einfordern will, weil klar unrechtmäßig gehandelt wurde.

Finde es schon sehr traurig, dass dein Arzt da so gar keinen "ARS**" in der Hose hat und meint nicht begründen zu können beim MDK warum er dich überhaupt noch weiter AU schreiben sollte ... das ist NICHT deine Angelegenheit das medizinisch beim MDK zu begründen und die erforderliche Untersuchung einzufordern. :icon_evil:

Du bist der Patient und nicht der Arzt und kannst den Widerspruch nur aus deiner Sicht als Patient und Mitglied der KK begründen, die KK haben deine Krankheiten gar nicht zu interessieren, NUR beim MDK sitzen auch Ärzte.

Mich machen solche Vorgänge immer ziemlich "wütend" und wenn dann nicht mal die eigenen Ärzte hinter den Patienten stehen, dann ist es kein Wunder, dass solche Dinge immer mehr um sich greifen.
Dazu kannst du (leider) auch hier im Forum schon viele Beispiele finden und da nehmen sich die KK leider inzwischen ALLE NICHTS mehr. :icon_evil:

Ich wollte eigentlich Widerspruch einlegen mit der Aufforderung mir die Begründung des MDKs zukommen zu lassen
Die KK kann dir das MDK-Gutachten NICHT zukommen lassen, das könnte am schnellsten dein Arzt für dich besorgen aber der kneift ja auch den "Schwanz" ein vor dem MDK ...
Das kannst du ansonsten nur direkt beim MDK anfordern, die KK bekommt nur einen "neutralen" Hinweis, dass du (angeblich) wieder Vermittelbar sein sollst bei der AfA, mehr darf der MDK der KK auch nicht mitteilen. :icon_evil:

Was dafür gedient haben soll das festzustellen kannst du nur DIREKT beim MDK erfahren, medizinische Unterlagen darf die KK gar nicht bekommen.

um dann mit dem VDK die Begründung nachzureichen. Die NAchreichung der Begründung kann dann auch nach der 1Monatsfrist erfolgen, sehe ich das richtig? VDK Termin 2.8.18
Vergiss doch den VDK in dieser Sache, wie sollen die denn das begründen können, die kennen doch deine gesundheitlichen Probleme auch nicht, das sind doch auch keine Ärzte, die das entsprechend begründen könnten.

Von der rein rechtlichen Lage habe ich dir das doch schon erklärt, mehr wissen die auch nicht dazu, wenn überhaupt ...

Da wende dich lieber um Unterstützung an die UPD und vielleicht sogar parallel auch noch an das Bundesversicherungs-Amt, das ist die oberste Aufsichtsbehörde und die haben den KK schon oft genug in "Rundschreiben" mitgeteilt, dass es so NICHT geht ...

https://www.patientenberatung.de/de

https://www.bundesversicherungsamt.de/service/beschwerde-ueber-einen-sozialversicherungstraeger.html

Die TK hat mindestens auch eine Geschäftsführung und vielleicht auch eine Regional- oder Landesdirektion ... die würde ich ALLE gleichzeitig mit meinem Widerspruch "beglücken".

Was aber dann nicht gemacht wird, oder?
Kommt darauf an, wenn du die richtigen "Nerven" getroffen hast bekommen die vielleicht von weiter oben "einen Gong" und zahlen wenigstens bis zur Begutachtung / Entscheidung zum Widerspruch weiter.

Dafür MUSS aber auch deine AU nahtlos weiter laufen, sonst wird das ja alles überflüssig.
Die AU-Bescheinigung ist ja dein "Zahlschein", wenn der nicht mehr vorliegt braucht die KK natürlich auch nicht mehr zahlen (und der MDK muss auch keine AU mehr prüfen), dann hat sie (vorerst) ihr Ziel erreicht.

Jetzt das nächste Problem. Das habe ich dem Hausarzt auch gesagt. Antwort er kann keinen medizinischen Widerspruch einlegen, ich muss eine Einspruch einlegen.
Der KANN schon, der WILL aber nicht, du kannst nur Widerspruch gegen die Leistungseinstellung als Mitglied der KK (direkt bei der KK) einlegen aber der medizinische Part (gegenüber dem MDK) ist Angelegenheit des behandelnden Arztes.

Wenn der MDK was will wird dieser sich schon bei ihm melden.
Der Arzt KANN und MUSS sich auch selber beim MDK kümmern, wenn man seiner AU-Bescheinigung quasi abspricht in Ordnung zu sein ... :doh:

Wieso verhält er sich jetzt so. Kann es sein das der MDK so einen Druck auf ihn ausgeübt hat? .... Ich solle zu einem Facharzt gehen.
Zumindest die KK wird Druck ausgeübt haben, damit der MDK Druck auf deinen Arzt ausübt, warum fällt ihm erst JETZT ein, dass du bei einem Facharzt besser aufgehoben wärst ... Bisher hat er sich doch auch für fähig gehalten orthopädische und psychische Probleme mal eben mit zu beurteilen und zu behandeln ???

Mein Männe war übrigens fast 5 Jahre durchgehend von unserer Hausärztin AU geschrieben, parallel allerdings auch zusätzlich bei diversen Fachärzten (Kardiologe / Orthopäde / Schmerztherapeutin / Lungenfacharzt / HNO / Hautarzt) in Mit-Behandlung, sie hat nie verlangt, dass er sich dort weiter AU schreiben lassen soll (die KK auch nicht). :icon_evil:

Es stimmt also NICHT, dass Hausärzte nicht langfristig AU schreiben dürften wie auch öfter mal behauptet wird, die KK machen genau so lange Theater wie Krankengeld zu zahlen ist, das wird denen zu teuer, danach interessiert es KEINE KK (und keinen MDK) mehr wie lange man noch AU geschrieben sein wird. :icon_evil:

Wenn ich keine Facharzt für eine AU finde würde er mir letztmalig eine AU am Fr. (zu AU ende alte AU) ausstellen.
Auch für ALG1 Empfänger schreibt das Krankenkassenforum und andere das man bei der Beantragung von ALG mitteilen soll das ein Widerspruch am laufen ist.
Ist ja soweit auch richtig, man muss sich der AfA IMMER mit einem "Restleistungsvermögen" zur Vermittlung zur Verfügung stellen (wollen) und bei Bedarf wird das der ÄD der AfA prüfen müssen, was du noch arbeiten könntest damit.

Nur wenn der mich auch für AU hält bekomme ich dann kein ALG???
Der entscheidet NICHT ob du AU bist oder nicht sondern beurteilt was du trotzdem noch machen könntest am "allgemeinen Arbeitsmarkt", die AU brauchst / solltest du dann auch gar nicht (mehr) dort abgeben (aber zu Hause sammeln und nachweislich zur KK schicken), denn man würde dich ja nach 6 Wochen(gemäß § 146 SGB III) erneut an die KK abgeben wollen.

Wie gesagt ja bis ca 12/18 da zudem noch eine ReHa von der DRV zwischdurch war und ich über 50 Jahre bin...
Man wird also bei der AfA erst mal wieder zahlen MÜSSEN, wenn die KK nicht sehr schnell einlenkt, natürlich volles ALGI sofern du dich auch weiter Vollzeit (SELBER) zur Verfügung stellst.
Was der ÄD dazu feststellen könnte sollte dir egal sein, du willst arbeiten im Rahmen deiner Möglichkeiten.

Da man dich bisher auch nicht vermitteln konnte wird sich wohl daran nun auch nichts ändern ... den persönlichen "Willen" zu zeigen und immer zu betonen sollte also ausreichen.

Die ALG1 Beantragung ist ja nur für den Fall gedacht das ich den Widerspruch verliere.
Schon klar aber es wäre sicher für dich und deine Gesundheit besser wenn du den Widerspruch erfolgreich durchsetzen kannst, dann wird es die KK (wahrscheinlich) vorerst nicht erneut versuchen.

So kannst du noch Zeit gewinnen (mit Krankengeld-Bezug) und dein ALGI später noch nutzen wenn das Krankengeld mal abgelaufen ist.

Was hast du denn selber weiter vor, wirst du EM-Rente beantragen oder hoffst du noch weiter wieder Arbeit zu finden ???

Wenn du den Widerspruch gegen die KK "verlierst", dann wird die AfA zahlen bis dort dein Anspruch auch abgelaufen ist, du solltest kurz vor dem Ablauf ruhig versuchen noch mal eine längere AU zu bekommen, von einem Facharzt der das besser durchhalten wird z.B. und der dich dann schon länger kennen sollte.

Nach Ablauf des ALGI bist du für Krankengeld NICHT mehr versichert und bekommst GAR NICHTS mehr ...

Kommt für mich nicht in Betracht da ich mit einer Arbeitnehmerin verheiratet bin. Nur wer zahlt dann meine KV Beiträge?
Das schließt ja einen Anspruch auf ALG II noch nicht generell aus, wenn sie dich NICHT komplett mit ernähren kann finanziell, hast du trotzdem einen Anspruch auf diese Unterstützung, deine Frau wird dort aber komplett mit einbezogen.

Ich kann dich schon verstehen, dass man darauf lieber verzichten möchte wenn es sich vermeiden lässt, ist deine Frau auch gesetzlich krankenversichert ???

Dann kann sie dich als "Familienversichert" (kostenfrei) bei ihrer Versicherung aufnehmen lassen.
Aus dieser Familienversicherung stehen dir ALLE medizinischen Leistungen weiter zu, einen Anspruch auf Krankengeld hast du daraus dann aber nicht mehr.

Warum drängt mich der Hausarzt dann zum Facharzt, den ich ja so schnell nicht mit Kapazitäten finden werde...
Warum auch immer sieht er sich wohl deinen Problemen und dem Ärger mit KK und MDK nicht gewachsen, ist der schon älter ???
Du solltest wirklich darüber nachdenken nicht nur einen Facharzt zu finden der dich versteht, sondern auch einen anderen Hausarzt der dich AU schreibt wenn du auch AU bist ...
Das kann noch mal sehr wichtig für dich werden (für die Aufrechterhaltung deiner Ansprüche auf EM-Rente z.B.) auch wenn du keinen Anspruch auf Krankengeld mehr haben wirst.

AU-Zeiten werden nämlich auch von der KK an die DRV gemeldet und sind dort anerkannte "Anrechnungszeiten", wenn du kein Krankengeld mehr zu bekommen hast, wird auch deine KK wieder "ganz NORMAL" werden ... das darfst du mir glauben.

Also wird dann nicht gekürzt sonder nur nach hinten verschoben? Habe ich das richtig verstanden?
Ja, das hast du richtig verstanden.

Originaltext: Damit wir Ihnen das Krankengeld bis zum 6. Juli 2018 überweisen können, senden Sie uns bitte die beigefügte Erklärung ausgefüllt zurück - allerdings nicht vor dem 6. Juli 2018.
Rechtsgrundlagen gibt es dafür aber auch nicht scheint mir, die haben zu zahlen wenn du die (vorerst) letzte AU eingereicht hast, die darf auch gerne länger ausgestellt sein ... z.B. schon von einem anderen Arzt.

In der Erklärung soll ich bestätigen wann ich Leistungen von der AfA beantragt habe oder meine Tätigkeit wieder aufgenommen habe.
Wozu bitte, die haben beschlossen nicht mehr zu zahlen, egal was du im Moment machen wirst, welche "Tätigkeit" sollst du denn bitte als Arbeitsloser wieder aufgenommen haben ???

Wenn ich doch noch eine Psychiater auf die schnelle finde, weiss ich nicht ob er mich mit einer Anpassungsstörung direkt beim ersten Kontakt die AnschlussAU ausstellt und auch längerfristig. Wie verhält man sich da am besten????
Siehe oben, sei wie du bist und geh so offen wie möglich mit deinen Problemen um, ein Arzt der was taugt wird erkennen was mit dir los ist und wenn du ihm (kurz) schilderst was man da gerade mit dir veranstaltet wirst du ja schnell merken, ob der das auch in Ordnung findet.

Es ist durchaus möglich, dass er die AU dann einfach weiterführt, damit du dein Krankengeld irgendwann noch rückwirkend bekommen kannst.

Die AfA würde das dann (für einen Übergang) mit der KK ausgleichen und da die Beträge gleich sind, wäre das auch kein großes Problem für dich.

Und was macht eine FolgeAU aus? Die selben ICD Codes oder der selbe Tag der Erstausstellung?
Eine Folge-AU bedeutet eine "nahtlose" Verlängerung der schon bestehenden AU-Bescheinigung (also der selbe Tag der Erst-Ausstellung), die Diagnose ist dabei zweitrangig, ein Psychiater wird dich eher nicht auf orthopädische Probleme AU schreiben.

An erster Stelle steht ein Bandscheibenproblem an zweiter Stelle die Belastungsstörung. Kann da ein Psychiater überhaupt eine FolgeAU ausstellen?
Lass das bitte den Arzt selber entscheiden, es sollte aber KEINE Lücke zwischen den beiden Bescheinigungen geben, also Folgebescheinigung wäre schon besser, um neuem Ärger aus dem Wege zu gehen.

MfG Doppeloma
 

holgerkoeln

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Hallo Doppeloma,
es kommt, wie so oft, ganz anders wie man denkt!
Aber zuerst Antworten auf deine Anmerkungen. Wieder vielen lieben Dank für deine Mühe!

Dann ist das schon mal geklärt und die AfA wird wohl weiter zahlen müssen, wenn dich die KK für "gesund" erklären lässt vom MDK und nicht mehr zahlen "will" ...
:peace:
Ja-Ja, der VDK "schwört" auf medizinische und berufliche Reha, ohne darüber nachzudenken, dass dich mit Mitte 50 + X überhaupt KEINER mehr ernsthaft fördern möchte ...

Darum auch der Antrag auf LTA an die DRV, könnte ja sein, dass du sonst auf den Gedanken kommst berufliche Förderung (Kurse aus dem Vermittlungsbudget / Eingliederungshilfe) bei der AfA zu beantragen ...
Welche Rechtsgrundlagen gab es denn für diese "Suggestion", dass du LTA bei der DRV beantragen sollst weil es sonst kein Geld mehr gibt, hast du einen Behinderten-Grad oder einen Schwerbehinderten-Ausweis oder wie kommt sie sonst darauf, dass dich das irgendwie wieder in Arbeit bringen könnte.

Denn NUR dafür soll so was ja (angeblich) gut sein und dann schickt sie dich zum Arzt, damit du erst mal ganz aus dem AfA-Blickfeld verschwindest ... :doh:
Ich hatte den Eindruck bei der AfA das ich den Antrag unterschreiben muss um weiter ALG zu erhalten
Der VDK hat mir nur im nachhinein bestätigt das ohneLTA Antrag Leistungen gekürzt werden können.
Das macht NICHT nur die TK so, die KK wollen ALLE möglichst NICHT mehr für Arbeitslose Krankengeld zahlen müssen, besonders nicht wenn sie schon älter sind und das womöglich länger dauern könnte (bis zu 78 Wochen ist die Zahlung von Krankengeld immerhin möglich) ...
Aber auch wer noch Arbeit hat wird inzwischen schon mit (gerne auch telefonischen) Nachfragen zu seiner Genesung genervt, wenn er noch in der Lohnfortzahlung vom AG ist ...

Oft genug werden dann die Worte schon am Telefon "im Munde herum gedreht" und man wundert sich dann nur noch selber über die schnelle Genesung per "MDK-Aktenlage".
Deiner KK solltest du also schon gleich mit dem Widerspruch das Anrufen bei dir zu Hause verbieten und zukünftig NUR noch Kontakte per Post akzeptieren.
Wobei ich hier schon vermehrt von TK und BEK höre...
Es sei denn du möchtest selber was von denen direkt wissen, dann darfst DU natürlich trotzdem anrufen oder die Filiale aufsuchen zum persönlichen Gespräch.
Das ist klar
Der wird von KK und MDK (im Auftrag der KK, denn von selber agieren die NICHT) offenbar gewaltig unter Druck gesetzt deine AU zu beenden, damit die KK kein Krankengeld mehr (nach)-zahlen muss falls du Widerspruch einlegen solltest.
Da frage ich mich doch ernsthaft was für Druckmittel die haben. Kannst du mir das vielleicht erklären?
Üblicherweise darf der aber ohne deine Kenntnis und Einwilligung nur sehr wenige Informationen an den MDK geben, du brauchst vermutlich nicht nur einen Facharzt für deine Probleme sondern auch einen neuen Hausarzt, der nicht gleich kneift wenn der MDK "pfeift" ... :doh:
Jahrelang beim HA und der tut mir schon fast leid. Bist du dir sicher das der Druck bekommen hat bzw. hast du sowas schon öfters gehört?
Dem sollte doch auch klar sein, dass man in der Regel keinen Facharzt-Termin innerhalb 3 Tagen bekommen wird, ich kann dir dazu nur raten die umliegenden Psychiater / Nervenärzte abzutelefonieren und dich dann demonstrativ morgens in den Warteraum zu setzen, damit du dran genommen wirst, als "Akut-Patient" ...
HA hatte ja gesagt bis zum FA Termin schreibt ermich noch einmal AU
ABER ICH HABE ES JA GESCHAFFT. HEUTE BEIM FA! YEAH
Später dazu mehr...
Ich war auch zunächst bei unserer Hausärztin AU-geschrieben, als es mir psychisch immer schlechter ging und sie hat mir dann einen Psychiater empfehlen können (sie hatte IMMER gute Tipps für Fachärzte wenn das nötig war).
Dort habe ich dann angerufen (schon am Telefon geheult wie ein Schlosshund) und hatte in knapp 2 Wochen einen Termin, ich weiß aber auch, dass der Akut-Fälle NIE weggeschickt hat, die mussten allerdings oft Stunden warten, bis sie dann zu ihm rein konnten.
Wie gesagt heute beim FA nach langem rum telefonieren eine gefunden wo ein Patient einen Termin abgesagt hat.
Solche Ärzte gibt es leider nicht mehr oft, ich musste auch meist lange warten bei ihm (trotz Termin) aber der hat sich von meiner KK und dem MDK KEINE Vorschriften machen lassen. :icon_evil:
Hat dann (schon beim ersten Besuch) meine AU übernommen / weiter verlängert und mich fast 4 Jahre (durchgehend) AU geschrieben, bis ich ihm den Bescheid zur EM-Rente vorlegen konnte.
Das freut mich wirklich für dich!
Du solltest unbedingt zeitnah Widerspruch einlegen, es ist völlig egal ob du finanziell schon "angespannt" bist oder nicht, man lässt sich nicht zu viel Zeit wenn man seine Rechte einfordern will, weil klar unrechtmäßig gehandelt wurde.
Hier beginnt mein neues Problem von heute.
Vergiss doch den VDK in dieser Sache, wie sollen die denn das begründen können, die kennen doch deine gesundheitlichen Probleme auch nicht, das sind doch auch keine Ärzte, die das entsprechend begründen könnten.
Vielleicht wissen die aber worauf es ankommt und was wichtig ist...
[/QUOTE]
Da wende dich lieber um Unterstützung an die UPD und vielleicht sogar parallel auch noch an das Bundesversicherungs-Amt, das ist die oberste Aufsichtsbehörde und die haben den KK schon oft genug in "Rundschreiben" mitgeteilt, dass es so NICHT geht ...

https://www.patientenberatung.de/de
[/QUOTE]
Kriege ich heute Abend einen Rückruf
Dafür MUSS aber auch deine AU nahtlos weiter laufen, sonst wird das ja alles überflüssig.
Die AU-Bescheinigung ist ja dein "Zahlschein", wenn der nicht mehr vorliegt braucht die KK natürlich auch nicht mehr zahlen (und der MDK muss auch keine AU mehr prüfen), dann hat sie (vorerst) ihr Ziel erreicht.
bekommen
Der KANN schon, der WILL aber nicht, du kannst nur Widerspruch gegen die Leistungseinstellung als Mitglied der KK (direkt bei der KK) einlegen aber der medizinische Part (gegenüber dem MDK) ist Angelegenheit des behandelnden Arztes.



Der Arzt KANN und MUSS sich auch selber beim MDK kümmern, wenn man seiner AU-Bescheinigung quasi abspricht in Ordnung zu sein ... :doh:
Laut FA jetzt müsste ich gar keine Widerspruch einlegen. Wenn Fragen der KK sind sollen die sich an den FA wenden???? wird denn durch eine FolgeAU das KK wieder aktiviert???
Zumindest die KK wird Druck ausgeübt haben, damit der MDK Druck auf deinen Arzt ausübt, warum fällt ihm erst JETZT ein, dass du bei einem Facharzt besser aufgehoben wärst ... Bisher hat er sich doch auch für fähig gehalten orthopädische und psychische Probleme mal eben mit zu beurteilen und zu behandeln ???

Mein Männe war übrigens fast 5 Jahre durchgehend von unserer Hausärztin AU geschrieben, parallel allerdings auch zusätzlich bei diversen Fachärzten (Kardiologe / Orthopäde / Schmerztherapeutin / Lungenfacharzt / HNO / Hautarzt) in Mit-Behandlung, sie hat nie verlangt, dass er sich dort weiter AU schreiben lassen soll (die KK auch nicht). :icon_evil:

Es stimmt also NICHT, dass Hausärzte nicht langfristig AU schreiben dürften wie auch öfter mal behauptet wird, die KK machen genau so lange Theater wie Krankengeld zu zahlen ist, das wird denen zu teuer, danach interessiert es KEINE KK (und keinen MDK) mehr wie lange man noch AU geschrieben sein wird. :icon_evil:
Scheint so

Ist ja soweit auch richtig, man muss sich der AfA IMMER mit einem "Restleistungsvermögen" zur Vermittlung zur Verfügung stellen (wollen) und bei Bedarf wird das der ÄD der AfA prüfen müssen, was du noch arbeiten könntest damit.



Der entscheidet NICHT ob du AU bist oder nicht sondern beurteilt was du trotzdem noch machen könntest am "allgemeinen Arbeitsmarkt", die AU brauchst / solltest du dann auch gar nicht (mehr) dort abgeben (aber zu Hause sammeln und nachweislich zur KK schicken), denn man würde dich ja nach 6 Wochen(gemäß § 146 SGB III) erneut an die KK abgeben wollen.
[/QUOTE]
Man wird also bei der AfA erst mal wieder zahlen MÜSSEN, wenn die KK nicht sehr schnell einlenkt, natürlich volles ALGI sofern du dich auch weiter Vollzeit (SELBER) zur Verfügung stellst.
Was der ÄD dazu feststellen könnte sollte dir egal sein, du willst arbeiten im Rahmen deiner Möglichkeiten.

Da man dich bisher auch nicht vermitteln konnte wird sich wohl daran nun auch nichts ändern ... den persönlichen "Willen" zu zeigen und immer zu betonen sollte also ausreichen.
[/QUOTE]
Wenn ich aber nicht hingehe um zu unterstreichen das ich krank bin? Wir waren uns ja einig das ich dann denkompletten Restanspruch bekomme wenn ich mich später AL melde.
Aber wer zahlt meine KV Beiträge? Die Familienversicherung meiner Frau?
Schon klar aber es wäre sicher für dich und deine Gesundheit besser wenn du den Widerspruch erfolgreich durchsetzen kannst, dann wird es die KK (wahrscheinlich) vorerst nicht erneut versuchen.

So kannst du noch Zeit gewinnen (mit Krankengeld-Bezug) und dein ALGI später noch nutzen wenn das Krankengeld mal abgelaufen ist.
Das ist klar
Was hast du denn selber weiter vor, wirst du EM-Rente beantragen oder hoffst du noch weiter wieder Arbeit zu finden ???
Das ist klar. Zur Zeit bin ich noch in der Findungsphase und als Hausmann gar nicht soo unglücklich...
Wenn du den Widerspruch gegen die KK "verlierst", dann wird die AfA zahlen bis dort dein Anspruch auch abgelaufen ist, du solltest kurz vor dem Ablauf ruhig versuchen noch mal eine längere AU zu bekommen, von einem Facharzt der das besser durchhalten wird z.B. und der dich dann schon länger kennen sollte.
Wenn ich mich AL gemeldet habe. Aber sonst zahlt sie ja später den kompletten Zeitraum..
Nach Ablauf des ALGI bist du für Krankengeld NICHT mehr versichert und bekommst GAR NICHTS mehr ...



Das schließt ja einen Anspruch auf ALG II noch nicht generell aus, wenn sie dich NICHT komplett mit ernähren kann finanziell, hast du trotzdem einen Anspruch auf diese Unterstützung, deine Frau wird dort aber komplett mit einbezogen.
Da sehe ich keine Chance. Meine Frau geht Vollzeit arbeiten...
Ich kann dich schon verstehen, dass man darauf lieber verzichten möchte wenn es sich vermeiden lässt, ist deine Frau auch gesetzlich krankenversichert ???

Dann kann sie dich als "Familienversichert" (kostenfrei) bei ihrer Versicherung aufnehmen lassen.
Aus dieser Familienversicherung stehen dir ALLE medizinischen Leistungen weiter zu, einen Anspruch auf Krankengeld hast du daraus dann aber nicht mehr.
Auch wenn ich aus meiner Entscheidung nicht AL melde und das Krankengeld mi verweigert wird bzw. der MDK Recht behält?
Warum auch immer sieht er sich wohl deinen Problemen und dem Ärger mit KK und MDK nicht gewachsen, ist der schon älter ???
Du solltest wirklich darüber nachdenken nicht nur einen Facharzt zu finden der dich versteht, sondern auch einen anderen Hausarzt der dich AU schreibt wenn du auch AU bist ...
Das kann noch mal sehr wichtig für dich werden (für die Aufrechterhaltung deiner Ansprüche auf EM-Rente z.B.) auch wenn du keinen Anspruch auf Krankengeld mehr haben wirst.

AU-Zeiten werden nämlich auch von der KK an die DRV gemeldet und sind dort anerkannte "Anrechnungszeiten", wenn du kein Krankengeld mehr zu bekommen hast, wird auch deine KK wieder "ganz NORMAL" werden ... das darfst du mir glauben.
AU habe ich ja. Nur wird diese anerkannt?
Rechtsgrundlagen gibt es dafür aber auch nicht scheint mir, die haben zu zahlen wenn du die (vorerst) letzte AU eingereicht hast, die darf auch gerne länger ausgestellt sein ... z.B. schon von einem anderen Arzt.
Wenn ich jetzt mich natürlich nicht AL melde und dieses nicht bestätige bekomme ich auch von der letzten AU kein Geld.
Kopfschmerzen machen mir jetzt viel mehr die KK Beiträge.
Wozu bitte, die haben beschlossen nicht mehr zu zahlen, egal was du im Moment machen wirst, welche "Tätigkeit" sollst du denn bitte als Arbeitsloser wieder aufgenommen haben ???
Siehe oben, sei wie du bist und geh so offen wie möglich mit deinen Problemen um, ein Arzt der was taugt wird erkennen was mit dir los ist und wenn du ihm (kurz) schilderst was man da gerade mit dir veranstaltet wirst du ja schnell merken, ob der das auch in Ordnung findet.
Termin erfolgt
Es ist durchaus möglich, dass er die AU dann einfach weiterführt, damit du dein Krankengeld irgendwann noch rückwirkend bekommen kannst.

Die AfA würde das dann (für einen Übergang) mit der KK ausgleichen und da die Beträge gleich sind, wäre das auch kein großes Problem für dich.
Da mir der FA rät mich nicht bei der AfA vorzustellen (Das ware ein Eingeständniss, ich bin doch krank!) und ich mir das dank meiner Frau leisten kann, überlege ich das auch zu machen.
Wir haben uns doch richtig verstanden, das der Anspruch dann nicht erlischt sondern nur verschoben wird bis ich wieder ALG1 beantrage. Dann erhalte ich die restlichen 6 Monate. Aber wer bezahlt dann meine KV Beiträge?
Eine Folge-AU bedeutet eine "nahtlose" Verlängerung der schon bestehenden AU-Bescheinigung (also der selbe Tag der Erst-Ausstellung), die Diagnose ist dabei zweitrangig, ein Psychiater wird dich eher nicht auf orthopädische Probleme AU schreiben.
Ist erfolgt, genau so!
Lass das bitte den Arzt selber entscheiden, es sollte aber KEINE Lücke zwischen den beiden Bescheinigungen geben, also Folgebescheinigung wäre schon besser, um neuem Ärger aus dem Wege zu gehen.
Heute vom FA erhalten


So, jetzt die neue Situation.

Termin heute beim FA Psychiater.
Mehrere ICDs Depressionen und Belastungsstörung
Folge AU bis 12.09.2018 YEAH

Aber jetzt neue Probleme...

Der FA sagt er bräuchte keinen Einspruch erheben. AU an KK senden und wenn die was wollen sollen sie sich mit FA Dr. XXX (sie selbst) in Verbindung setzten.
AUCH ICH BRÄUCHTE KEINEN EINSPRUCH ERHEBEN. ICH BIN DOCH AU GESCHRIEBEN. Hebt denn die Folge AU den KK Bescheid auf? Kann ich mir nicht vorstellen.

Zudem solllte ich nicht zur AfA gehen und mich AL melden. Das ist doch quasi ein Eingeständniss. Ich bin Krank und AU. Sagt die Ärztin! Da wir uns ja einig sind das ich dadurch keine absoluten Verluste habe, wenn ich voraussichtlich noch lange keine Arbeit finde... wäre das halb so wild. Nur wer zahlt dann die KV Beiträge von mir? Die Familienversicherung meiner Frau? Auch wenn ich absichtlich kein ALG beantrage?

Vielen lieben Dank nochmals Euch für eure Hilfe!

Liebe Grüsse
Holger
 

holgerkoeln

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Hallo RobbiRob,

auch dir erst mal vielen Dank für deine Hilfe!

Das habe ich auch schon gehofft mit der Familienversicherung das die greift. Eigentlich besteht die Frage ob die Familienversicherung auch im Nachhinein greift. Wenn ich mich übermorgen nicht arbeitssuchend melde, stehe ich doch da ohne Versicherungsschutz da weil doch die Familienversicherung im Voraus beantragt werden muss, oder? Und wenn ich dann am.Wochenende einen Riesenunfall habe und keine KV Beiträge zahle habe ich dann vielleicht keine Deckung?

Und viel wichtiger wenn ich dann erst nach Klärung des Einspruchs bei der KK mich AL melde bekomme ich dann eine Sperre? Eigentlich habe ich doch eine Folge AU aber der MDK hat ja die alte als nichtig erklärt..

Die AU Daten stimmen.

Vielen Dank und liebe Grüsse!

Holger
 

Kerstin_K

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Ich wuerde den Job Widerspruch einlegen, schon um sicher zu gehen. Der kostet dich doch nur ne Briefmarke und schaden kann er absolut nicht.

Ich auch nicht, dass es ein Eingeständnis ist, zur AfA zu gehen. Das darf kein en Einfluss ueber die Entscheidung ueber den Widerspruch haben. Und schließlich gibt es Leute, die darauf angewiesen sind, weil sie schlicht keine andere moeglichkeit haben, ihren Lebensunterhalt zu decken.

Lass den VDK da raus, die haben keine Ahnung!
 
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