Krankengeld - MDK schreibt gesund - Hilflos!!

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hilfe-jens

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Hallo,

seit September 2018 bin ich krank geschrieben (Depressive Phase;mittelschwere Depression). Seitdem bekomme ich von der Krankenkasse Krankengeld!
Mein Arbeitsverhältnis ist NICHT gekündigt! (möchte da aber definitiv nicht mehr zurück, denke ist u.a. ein Grund für all meine Symptome)
Im März 2019 schickte mich die Krankenkasse zum MDK - Ergebnis nach 5-10 Minuten "Untersuchung" - Ich bin ab 01.04.19 arbeitsfähig.
Dagegen habe ich Widerspruch eingelegt, mein Hausarzt auch! Durchgehend bin ich auch weiterhin krank geschrieben.

Neben der Depression, liegt auch eine Spielsucht vor (Automaten Spielsucht).
Seit 1 Monat gehe ich einmal die Woche zur Psychologin! Eine ambulante Spielsucht Therapie wurde heute vom Rententräger genehmigt und kann nun endlich starten.

Fakt ist, mir gehts überhaupt nicht gut und von "Gesund" bin ich weit entfernt!

Heute erhielt ich einen Anruf der Krankenkasse, dass ich nächste Woche Mittwoch einen erneuten MDK Termin habe!

Folgende "Probleme + Fragen" habe ich:

1. Zum 31.03.19 wurde die Krankengeldzahlung eingestellt, ich lebe seitdem vom ersparten!! Jetzt geht mein Geld aus und ich frage mich wie es jetzt weiter gehen soll?! Ich kann nicht mal meine Miete nächsten Monat zahlen :-(

2. Ich lese immer wieder, ich soll zum Arbeitsamt, mich arbeitssuchend melden, aber ich bin doch noch angestellt und auch Krank geschrieben.
Soll ich meinen Job kündigen, wegen gesundheitlichen Problemen und mir das vom Psychiater schriftlich geben lassen? so könnte ich eine Sperre beim Arbeitsamt umgehen! Ich würde trotzdem weiterhin krank geschrieben werden vom Arzt, Aber wer zahlt mir dann Geld?? Das Arbeitsamt kann mich nicht vermitteln und die Krankenkasse stellt sich sturr!?

3. Soll ich beim Sozialgericht klage einreichen? Kann mir bitte jemand helfen, und mir sagen, was ich step by step machen soll. Ich hab wirklich keine Kraft mich durch alle Gesetzte etc. zu kämpfen und bin hilflos und weiß nicht was ich machen soll!

4. Nächsten Mittwoch habe ich den MDK Termin - ich habe Panische Angst davor, dass auch die sagen: Gehen sie wieder arbeiten <- und die mich nicht ernst nehmen - was mache ich dann? Wieder Widerspruch und was dann?? Fakt ist, ich habe kein Geld mehr zum Leben und mich macht das ganze noch zusätzlich psyschich kaputt -

Mir ist das alles hier viel zu viel - habe ganz andere "Probleme" die ich angehen möchte, anstatt meine Kraft für sowas hier aufwenden zu müssen!
Im Endeffekt, macht die Krankenkasse, so kommt es mir vor, alles dafür das es mir nicht besser gehen kann - ich habe einfach kein kopf für solche sachen :-(
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Du bekommst ALG I, auch wenn du den Job noch hast.
Die Details dazu wirst du sicher noch von andren Usern bekommen, aber bei der Agentur für Arbeit solltest du dich am besten morgen noch melden.

Bzgl. des Krankengeldes ist sicher auch noch nicht das letzte Wort gesprochen.
Aber erstmal ist es wichtig, dass du wieder an Geld kommst.
 

Susanne42

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Du bekommst ALG I, auch wenn du den Job noch hast.
Die Details dazu wirst du sicher noch von andren Usern bekommen, aber bei der Agentur für Arbeit solltest du dich am besten morgen noch melden.

Bzgl. des Krankengeldes ist sicher auch noch nicht das letzte Wort gesprochen.
Aber erstmal ist es wichtig, dass du wieder an Geld kommst.
Nein dieses Geld gibt es nur bei Aussteuerung
 

HermineL

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Du bekommst ALG I, auch wenn du den Job noch hast.
Nein dieses Geld gibt es nur bei Aussteuerung

Damit ist keinem weitergeholfen. Wenn du dies so in den Raum stellst dann belege dies auch damit das es nachvollziehbar ist und der TE etwas hat was er nutzen kann. Ein einfaches "Doch" ohne weitere Erläuterung ist jedenfalls für die Ablage P wenn da nichts nachkommt.
 

hilfe-jens

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Wenn ich das mit der Arbeitsagentur mache (das wird ein Kampf) wie ist es mit April/Mai!? Da fehlt mir ja Geld und muss ich dann alles selber tragen?

Ich soll ja Mittwoch zum MDK, was wenn auch der sagt: jo gehen sie arbeiten - dann ist ja mein widerspruch vom April hinfällig und ich sitze da ohne irgendwas!
Sollte das am Mittwoch wirklich so enden, dass der MDK sagt, ich soll wieder arbeiten, kann ich dagegen wieder Widerspruch einlegen oder muss ich direkt klagen?

Ich will doch einfach nur Geld was mir zusteht und in Ruhe gelassen werden, damit ich mich auf mich konzentrieren kann um Gesund zu werden! MAN EY! Am liebsten würde ich da hin fahren und........
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Damit ist keinem weitergeholfen. Wenn du dies so in den Raum stellst dann belege dies auch damit das es nachvollziehbar ist und der TE etwas hat was er nutzen kann. Ein einfaches "Doch" ohne weitere Erläuterung ist jedenfalls für die Ablage P wenn da nichts nachkommt.

Es ist auch niemandem damit weiter geholfen, wenn jemand schreibt, dass es ALG I nur bei Aussteuerung gäbe. Oder dass es das nur gäbe, wenn man erwerbsfähig sei.
Beides falsch und in beiden Fällen finde ich es erstaunlich, dass ich das auf einmal belegen muss, wenn es doch sonst zu allgemeinem Forenwissen gehört.

Zunächst zur Aussage, es gäbe nur ALG I, wenn man erwerbsfähig sei: Ich empfehle die Lektüre von §145 SGB III.

Zu dem Punkt, dass eine Aussteuerung Voraussetzung für den ALG I-Anspruch sei:
Auch hier ist §145 SGB III lesenswert. Für den Anspruch ist es vollkommen irrelevant, aus welchem Grund man kein KG mehr erhält.

Die Sache mit der AfA sollte gar kein zu großer Kampf sein. Du legst dort den Einstellungsbescheid vom KG vor und beantragst ALG I gem. §145 SGB III, da du entgegen der Aufassung der KK noch AU bist. Die AfA muss und wird dann selbst deine Erwerbsfähigkeit prüfen. Theoretisch kannst du sofort ALG I bekommen, sobald dein AG den Gehaltswisch ausgefüllt hat. Praktisch verzögern die AfAs das gerne und bewilligen erst nach erfolgtem Gutachten.
Das Gutachten geht in den meisten Fällen relativ fix, da es bei dir jetzt schon finanziell eng ist, wird der Teil kritisch. Bis man die AfA auf eine vorläufige Bewilligung gedrängt hat, ist meist auch schon das Gutachten fertig, mit 4-6 Wochen kannst du da aber rechnen.

Zur KK: Die hat drei Monate Zeit zur Bearbeitung seines Widerspruchs - das ist auch bald rum. Erst dann könntest du klagen. Wieso begutachten die dich nochmal, ist das evtl eine erneute Begutachtung im Widerspruchsverfahren? Wenn ja, könnte dein Problem sich ja ganz schnell in Luft auflösen. Wenn die Begutachtung im Rahmen des Widerspruchs erfolgt, würde ich hier tatsächlich mal den Weg des telefonischen Nervens des zuständigen Sachbearbeiters einschlagen.

Den Antrag auf ALG I solltest du auf jeden Fall schnell stellen, ich bin mir nicht sicher, wie es sonst mit Übergangsgeld aussieht, wenn deine Reha startet.
 

Fabiola

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Beides falsch und in beiden Fällen finde ich es erstaunlich, dass ich das auf einmal belegen muss, wenn es doch sonst zu allgemeinem Forenwissen gehört.
Mag sein, ein nachfragender Neuankömmlinling hat dieses Forenwissen jedoch nicht - daher hilft ihm ein simples "Doch" so gar nicht.
Doch gut, das Du es aufgrund von HermineLs Einwand noch mal für @hilfe-jens ausgeführt hast.
 

hilfe-jens

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Es ist auch niemandem damit weiter geholfen, wenn jemand schreibt, dass es ALG I nur bei Aussteuerung gäbe. Oder dass es das nur gäbe, wenn man erwerbsfähig sei.
Beides falsch und in beiden Fällen finde ich es erstaunlich, dass ich das auf einmal belegen muss, wenn es doch sonst zu allgemeinem Forenwissen gehört.

Zunächst zur Aussage, es gäbe nur ALG I, wenn man erwerbsfähig sei: Ich empfehle die Lektüre von §145 SGB III.

Zu dem Punkt, dass eine Aussteuerung Voraussetzung für den ALG I-Anspruch sei:
Auch hier ist §145 SGB III lesenswert. Für den Anspruch ist es vollkommen irrelevant, aus welchem Grund man kein KG mehr erhält.

Die Sache mit der AfA sollte gar kein zu großer Kampf sein. Du legst dort den Einstellungsbescheid vom KG vor und beantragst ALG I gem. §145 SGB III, da du entgegen der Aufassung der KK noch AU bist. Die AfA muss und wird dann selbst deine Erwerbsfähigkeit prüfen. Theoretisch kannst du sofort ALG I bekommen, sobald dein AG den Gehaltswisch ausgefüllt hat. Praktisch verzögern die AfAs das gerne und bewilligen erst nach erfolgtem Gutachten.
Das Gutachten geht in den meisten Fällen relativ fix, da es bei dir jetzt schon finanziell eng ist, wird der Teil kritisch. Bis man die AfA auf eine vorläufige Bewilligung gedrängt hat, ist meist auch schon das Gutachten fertig, mit 4-6 Wochen kannst du da aber rechnen.

Zur KK: Die hat drei Monate Zeit zur Bearbeitung seines Widerspruchs - das ist auch bald rum. Erst dann könntest du klagen. Wieso begutachten die dich nochmal, ist das evtl eine erneute Begutachtung im Widerspruchsverfahren? Wenn ja, könnte dein Problem sich ja ganz schnell in Luft auflösen. Wenn die Begutachtung im Rahmen des Widerspruchs erfolgt, würde ich hier tatsächlich mal den Weg des telefonischen Nervens des zuständigen Sachbearbeiters einschlagen.

Den Antrag auf ALG I solltest du auf jeden Fall schnell stellen, ich bin mir nicht sicher, wie es sonst mit Übergangsgeld aussieht, wenn deine Reha startet.

Den Antrag für Arbeitslosengeld 1 liegt mir nun vor. Den Wisch für den Arbeitgeber muss ich dem zusenden (Bin aber noch in der Firma angestellt)!

Ich überlege aus gesundheitlichen Gründen zu kündigen. Und dann mit einem Schreiben vom Psychiater die 3 monats sperre zu umgehen. Sollte ich das schonmal machen oder warten damit? Ich fühle mich halt einfach nicht leistungsfähig und möchte eigentlich erstmal wieder gesund werden!

Überlege morgen zum Anwalt zu gehen und mich beraten zu lassen, weil mir ist das alles zu viel!

Wegen der KK! Ja mein widerspruch ist bei denen eingegangen und daraufhin haben die mir jetzt einen neuen MDK Termin vorgesetzt (ist ein anderer Arzt) ABER: laut Internet Recherche ist dieser MDK Arzt grottenschlecht und ich weiß jetzt schon was dabei rauskommen wird.

Du schreibst: ist das evtl eine erneute Begutachtung im Widerspruchsverfahren? Wenn ja, könnte dein Problem sich ja ganz schnell in Luft auflösen. Wenn die Begutachtung im Rahmen des Widerspruchs erfolgt, würde ich hier tatsächlich mal den Weg des telefonischen Nervens des zuständigen Sachbearbeiters einschlagen.

<<-- Wie meinst du das genau?
Was kann ich dagegen tun?

Danke schonmal
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Ich meine, dass ich dann nach der Begutachtung beim Sachbearbeiter telefonisch quengeln würde, dass er mit der Bearbeitung mal in die Hufe kommen soll. ;)

Kündigung: Kannst du machen, lass dir das Attest aber auf jeden Fall geben, bevor du die Kündigung schreibst.
Würd ich aber nicht unbedingt machen.
Es kann Stress mit der AfA geben, es kann passieren, dass die das Attest nicht anerkennen wollen. Momentan macht es für dich ja keinen Unterschied, ob du kündigst oder nicht, also würd ich das Risiko nich eingehen.

Für den ALGI-Antrag bei Aussteuerung gibt es hier im Forum eine Ausfüllhilfe, müsstest du mal nach suchen. Wichtig ist, dass du ankreuzt, dass du der Vermittlung voll zur Verfügung stehst - denn das musst du ja im Rahmen deines Restleistungsvermögens.
 

hilfe-jens

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Ich meine, dass ich dann nach der Begutachtung beim Sachbearbeiter telefonisch quengeln würde, dass er mit der Bearbeitung mal in die Hufe kommen soll. ;)

Kündigung: Kannst du machen, lass dir das Attest aber auf jeden Fall geben, bevor du die Kündigung schreibst.
Würd ich aber nicht unbedingt machen.
Es kann Stress mit der AfA geben, es kann passieren, dass die das Attest nicht anerkennen wollen. Momentan macht es für dich ja keinen Unterschied, ob du kündigst oder nicht, also würd ich das Risiko nich eingehen.

Für den ALGI-Antrag bei Aussteuerung gibt es hier im Forum eine Ausfüllhilfe, müsstest du mal nach suchen. Wichtig ist, dass du ankreuzt, dass du der Vermittlung voll zur Verfügung stehst - denn das musst du ja im Rahmen deines Restleistungsvermögens.

Hallo, wenn ich halt jetzt kündige , könnte ich problemlos ALG 1 beantragen! Wäre dann ALG1 Empfänger und nicht mehr krank geschrieben - ist für mich Schizophren weil ich faktisch KRANK bin!!

Das Problem ist halt, dass der MDK Arzt einen extrem schlechten Ruf hat und ich panisch angst habe, dass dieser wieder "nur" 10 Minuten sich Zeit nimmt und mich Gesund schreibt.

Ich bin jetzt krank geschrieben und werde den MDK Termin nicht wahrnehmen!
Der Krankenkasse hatte ich einen Brief geschrieben, dass ein Widerspruch aufschiebende wirkung hat und die gefälligst Geld zahlen sollen.
Heute kam die Antwort der Krankenkasse:

Eine aufschiebende Wirkung eines Widerspruches bezieht sich auf belastende Verwaltungsakte, mit denen den Betroffenen etwas genommen bzw. entzogen werden soll. Dies können beispielweise eine Rente sein oder ähnliche Dauerleistungen im Sozialversicherungsrecht. Nicht betroffen sind jedoch Verwaltungsakte, die lediglich einen Antrag ablehnen, da nicht in bestehende Rechte eingegriffen wird.

Auch ein Widerspruch gegen das Ende der Krankengeldzahlung - z.B. weil der MDK Arbeitsfähigkeit feststellte, hat keine aufschiebende Wirkung.

Mit der Ablehnung der (Weiter-) Zahlung von Krankengeld infolge der Feststellung von Arbeitsfähigkeit wurde Ihnen weder etwas genommen noch entzogen. Vielmehr wurde der Antrag - auf (Weiter-) Zahlung des Krankengeldes - abgelehnt, so dass kein Raum für eine aufschiebende Wirkung bleibt.

Diese Rechtsauffassung der Barmer wurde u.a. mit Urteil des LSG Bayern (Beschluss vom 17.06.2011 - L4 KR 76/11 B ER) bestätigt.

Über den von Ihnen eingelegten Widerspruch wird nach Vorliegen des Gutachtens vom geplanten Untersuchungstermin am 23.05.19 entschieden.

.....

Sorry ist für mich ein Witz - mir wurde definitiv etwas "genommen" - 2 Monate Geld um zu überleben - ausserdem versteh ich einfach nicht, dass der MDK wie ein Gott wahrgenommen wird - das kann doch nicht wahr sein, dass man erkrankt und so vom System verarscht wird!

Montag nächster Woche habe ich einen Termin beim Anwalt für Sozialrecht - hole mir jetzt vom Amtsgericht einen Beratungsschein!

Ich werde auch jetzt Hartz4 beantragen und ALG 1 den Antrag abgeben, ich meine irgendwer muss doch jetzt zahlen! Die Frage ist halt, woher bekomme ich rückwirkend mein Geld? Und wie soll es weiter gehen? Vielleicht wäre kündigen und ALG 1 beantragen - die "einfachere Lösung" - weil ganz ehrlich: Mir fehlt die Kraft so einen Kampf durch zu machen!

Ich hab ganz andere Probleme, die ich endlich hinbekommen möchte und will doch einfach "nur" Gesund werden :-(
 

Fabiola

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Ich bin jetzt krank geschrieben und werde den MDK Termin nicht wahrnehmen!
Das kann nach hinten los gehen, wenn ich das richtig verstanden habe - denn:
Medizinischer Dienst der Krankenversicherung
Die Krankenkassen sind in bestimmten Fällen verpflichtet, den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) zur Begutachtung und Beratung heranzuziehen. Eine entsprechende Untersuchung kann in den Diensträumen des MDK oder in der Wohnung des Versicherten stattfinden. Wenn der Versicherte zur Untersuchung nicht erscheint oder einer Untersuchung in seiner Wohnung nicht zustimmt, verstößt er gegen seine Mitwirkungspflicht.

 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Den MDK-Termin solltest du wahrnehmen. Dabei kann ja nicht viel mehr passieren als dass der Arzt dich weiter für "gesund" erklärt. Aber trotz schlechter Bewertungen kann es auch anders laufen.

Bzgl. ALG I: Du hast darauf Anspruch, auch ohne Kündigung. Punkt. Natürlich wird es durch die Probleme mit der KK kompliziert, aber darüber soll sich der ärztliche Dienst der AfA den Kopf zerbrechen. Der Anspruch besteht ja erstmal unabhängig davon, wie krank du bist, es kommt dann nur darauf an, ob man dich vermitteln oder zum Antrag auf DRV-Leistungen auffordern kann.

Ein Freund von mir war in einer sehr ähnlichen Situation, nur hat er direkt nach der KG-Einstellung ALG I beantragt. Daher war das Gutachten der AfA bei ihm fertig, bevor im Widerspruch was passierte. Ergebnis bei der AfA war erwerbsunfähig, damit konnte der MDK halt nicht mehr viel für die KK machen. ;) Es gab dann zwar eine ALG I-Zahlung, aber dann lief direkt nach Verrechnung das KG weiter.
 

HermineL

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Ein Freund von mir war in einer sehr ähnlichen Situation, nur hat er direkt nach der KG-Einstellung ALG I beantragt. Daher war das Gutachten der AfA bei ihm fertig, bevor im Widerspruch was passierte. Ergebnis bei der AfA war erwerbsunfähig, damit konnte der MDK halt nicht mehr viel für die KK machen.
Hier passt aber einiges nicht. Der ÄD der AFA kann keine Erwerbsunfähigkeit feststellen sondern bestenfalls eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit von mind. 6 Monaten. Die Feststellung der Erwerbsunfähigkeit kann einzig die DRV treffen.
Der MDK wiederum ist an das Gutachten der AFA nicht gebunden und kann jederzeit unabhängig davon entscheiden oder die Krankenkasse kann die DRV mit der Feststellung beauftragen.
Wenn das bei deinem Freund wirklich so gelaufen ist dann war das einfach Glück oder einer hat geschlafen aber keinesfalls kann man das auf andere Fälle übertragen.
 

Kerstin_K

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Naja, wen der MDK feststellt, nicht AU und der äD vollständig leistungsunfähig für 6 Monate, dann stellt man sich schon die Frage, was da los ist. Spätestens vor Gericht würde ich da bei de "Gutachten" vorlegen, und dann soll mal jemand erklären, wie das zusammenpasst.
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Ich schreibe gerade am Handy, erwerbsunfähig ist eindeutig kürzer als eingeschränkt erwerbsfähig...
Natürlich ist der MDK nicht an den MD gebunden und andersherum, ich halte es aber nicht für "Glück", wenn ein Gutachter die Ergebnisse eines anderen Gutachters berücksichtigt und dann beim besten Willen seinem eigenen Auftraggeber keinen Gefallen mehr tun kann.
Andersherum kann man natürlich Pech haben mit einem besonders sturen Gutachter, dass man dann eben vor Gericht landet.
 

HermineL

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Das Problem liegt woanders. Nicht der MDK entscheidet ob er das Gutachten des ÄD akzeptiert sondern die Krankenkasse selber insofern obliegt es dem MDK auch nicht ob er seinem Auftraggeber einen Gefallen tut oder nicht.

erwerbsunfähig ist eindeutig kürzer als eingeschränkt erwerbsfähig...
Kannst du diesen Satz bitte so erklären das er verständlich für jederfrau und mann ist ?
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Wenn der MDK eine Stellungnahme abgeben soll und ihm das GA des MD vorliegt, ist es sehr wohl die Entscheidung desjenigen beim MDK, der das bearbeitet, ob er der Ansicht ist, seinem Kollegen vom MD widersprechen zu müssen oder nicht.
Das setzt natürlich voraus, dass man den MDK von diesem Gutachten in Kenntnis setzt. Nicht immer ganz einfach. Wir haben das an der KK vorbei gemacht, würde ich zur Sicherheit auch immer wieder so machen.

Aber spätestens vor Gericht würde es der KK um die Ohren fliegen, wenn sie den MDK nicht über ein solches Gutachten informieren. Von daher kannste das wegdiskutieren wie du willst, ich bin mir sicher, dass diese Entscheidung kein Glücksfall war, sondern eher das zu erwartende Ergebnis - auch wenn man natürlich Pech haben kann dass es nicht so läuft und man das vor Gericht erstrecken muss.
 

HermineL

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Wenn man etwas an der KK vorbei macht mit dem MDK und das funktioniert ist es ja gut aber das ist nicht übertragbar auf andere und auch nicht der rechtlich richtige Weg.

Aber spätestens vor Gericht würde es der KK um die Ohren fliegen, wenn sie den MDK nicht über ein solches Gutachten informieren.
Wenn der MDK eine Stellungnahme abgeben soll und ihm das GA des MD vorliegt, ist es sehr wohl die Entscheidung desjenigen beim MDK, der das bearbeitet, ob er der Ansicht ist, seinem Kollegen vom MD widersprechen zu müssen oder nicht.
Der MDK kann weder ein Gutachten des ÄD ablehnen oder entscheiden ob er es anerkennt. Der Feststellung des ÄD widersprechen kann einzig gem. § 44a Abs.1 Satz 3 SGB II die Krankenkasse, die bei Erwerbsfähigkeit Leistungen der Krankenversicherung zu erbringen hätte. In dem Fall hat dann das JC gem. § 109a Absatz 4 des Sechsten Buches zuständige Träger der Rentenversicherung mit der Begutachtung zu beauftragen. In dem Fall ist der MDK ganz raus.
 

saurbier

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Bitte nicht zu vergessen, der MDK und der äD-Gutachter haben grundsätzliche eine andere Aufgabenstellung.

Der MDK beurteilt bedingt zwar auch eine Erwerbsminderung dergestalt das er eine Erwerbsfähigkeit ggf. als stark gefährdet beurteilt, der äD-Gutachter der AfA hingegen beurteilt dies aus arbeitsmedizinischer Sicht, eben welche Tätigkeiten mit den ggf. vorliegenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen hinsichtlich einer möglichen Arbeitsvermittlung noch gegeben sind.

Bei beiden ist nur eine Aussage auf gleichem Niveau - nämlich eine Feststellung hinsichtlich einer Gefährdung der Erwerbsfähigkeit welche dann einen Reha-/Rentenantrag auslösen können.

Und wie HermineL bereits ausführte, sollte die KK bzw. AfA mit der beurteilung der Erwerbsfähigkeit des anderen nicht einverstanden sein, bleibt denen nur die DRV nach § 44a SGB II anzurufen und um ein Gutachten nach § 109a SGB VI zu bitten.

Übrigens der Regelfall dürfte doch eher so sein, daß jemand aus dem KG-Bezug (zumeist dann ausgelaufen) heraus sich bei der AfA meldet und nicht umgekehrt. Dem AfA Gutachter interessiert da ein MDK-Gutachten recht wenig (hat man bei mir bisher nie verlangt oder nachgefragt), da sind ärztliche Aussagen bzw. Befundberichte weit interessanter. Etwas ganz anderes stellt da ein Reha-Abschlussbericht (sozialmedizinisches Gutachten) dar, denn darauf beruft sich ein AfA äD liebend gerne, eben weil das auch eine Grundlage für eine DRV Entscheidung darstellt (bzw. darstellen sollte).


Grüße saurbier
 

hilfe-jens

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Den MDK-Termin solltest du wahrnehmen. Dabei kann ja nicht viel mehr passieren als dass der Arzt dich weiter für "gesund" erklärt. Aber trotz schlechter Bewertungen kann es auch anders laufen.

Bzgl. ALG I: Du hast darauf Anspruch, auch ohne Kündigung. Punkt. Natürlich wird es durch die Probleme mit der KK kompliziert, aber darüber soll sich der ärztliche Dienst der AfA den Kopf zerbrechen. Der Anspruch besteht ja erstmal unabhängig davon, wie krank du bist, es kommt dann nur darauf an, ob man dich vermitteln oder zum Antrag auf DRV-Leistungen auffordern kann.

Ein Freund von mir war in einer sehr ähnlichen Situation, nur hat er direkt nach der KG-Einstellung ALG I beantragt. Daher war das Gutachten der AfA bei ihm fertig, bevor im Widerspruch was passierte. Ergebnis bei der AfA war erwerbsunfähig, damit konnte der MDK halt nicht mehr viel für die KK machen. ;) Es gab dann zwar eine ALG I-Zahlung, aber dann lief direkt nach Verrechnung das KG weiter.
Naja - und genau das macht mir Angst, dass der mich für Gesund erklärt - dann wird mein Widerspruch hinfällig und rückwirkend bekomme ich auch kein Geld!

Dann bleibt ja nur noch zu klagen! Sorry dafür fehlt mir die Kraft!

Am Montag habe ich einen Anwaltstermin und Dienstag bin ich beim SoVD und lasse mich beraten!
Die Anträge für ALG 1 und Hartz 4 liegen hier, muss noch paar Unterlagen zusammen führen , Hartz 4 werde ich morgen abgeben, den Antrag! ALG1 dann am Montag!
 
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