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Krankengeld läuft bald aus, wie geht es dann weiter? Folgt dann ALG I oder ALG II oder ist eine Erwerbsminderungsrente möglich und was, wenn nicht?

Okir

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#1
Hallo, ich weiß garnicht so recht wie ich an fangen soll und was die richtigen Schlagworte sind.
Es geht um eine Bekannte die seit ihrer Ausbildung, vor 17Jahren, ununterbrochen in der Pflege gearbeitet und jeden Cent gespart hat den sie rumdrehen konnte. Seit einigen Jahren leidet sie unter schweren Depressionen was letztlich vor knapp 13 oder 14Monaten dazu führte dass sie in Therapie musste. Seither ist sie Arbeitsunfähig. Zu den Seelichen Porblemen kommt jetzt, da feststeht dass bald das Krankengeld ausläuft, hinzu dass sie unmöglich wieder in der Pflege arbeiten kann.
Sie hat die letzten 20Jahre damit verbracht Tag und Nacht anderen Menschen zu helfen. War sich für bichts zu schade...
An den wenigen Tagen an denen sie etwas an die Zukunft glaubt kommen gleich wieder schwere Fragen auf die alles zunicht machen.
Was passiert mit Ihr wenn eine EU-Rente nicht möglich wäre? Rutscht sie automatisch ins Alg oder Alg2?
Verliert sie so ihr kleines erspartes Polster?

Ich habe mich neu in diesem Forum angemeldet und weiß nicht ob diese Fragen hier an der richtigen Stelle plaziert sind. Ich hoffe nur dass der/die eine oder andere mit ein paar Ratschlägen helfen kann. Selbst eine Stelle an die man sich mit solchen Fragen wenden kann wäre sehr hilfreich.

Vielen Dank
 

erwerbsuchend

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#2
Ist deine Bekannte bereits vom AG gekündigt worden oder hat der AG etwas in der Richtung verlautbaren lassen?
 

Okir

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#3
Ist deine Bekannte bereits vom AG gekündigt worden oder hat der AG etwas in der Richtung verlautbaren lassen?
Viel dank schonmal für die "Antwort".
Noch ist sie angestellt und es ist keine Kündigung seitens der Heimleitung in Aussicht.

Als nächstes steht eine Reha an die bereits bewilligt worden ist. Diese allerdings kreuzt jedoch eben die Zeit in der das Krankengeld ausläuft.
 

Kerstin_K

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#4
Nach dem KG kommt erstmal ALG I nach der sogenannten Nahtlosigkeitsregelung. Dafür haben wir hier extra ein Unterforum. Ich schreibe mal die Moderation an, damit der Thread verlegt wird.
 

Doppeloma

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#5
Hallo Okir, :welcome:

Hallo, ich weiß garnicht so recht wie ich an fangen soll und was die richtigen Schlagworte sind.
Es geht um eine Bekannte die seit ihrer Ausbildung, vor 17Jahren, ununterbrochen in der Pflege gearbeitet und jeden Cent gespart hat den sie rumdrehen konnte.
Ihre Ersparnisse sind im Moment noch gar nicht wichtig, das hat erst Bedeutung wenn sie ALGII / Hartz 4 beantragen müsste.

Seit einigen Jahren leidet sie unter schweren Depressionen was letztlich vor knapp 13 oder 14Monaten dazu führte dass sie in Therapie musste. Seither ist sie Arbeitsunfähig. Zu den Seelichen Porblemen kommt jetzt, da feststeht dass bald das Krankengeld ausläuft, hinzu dass sie unmöglich wieder in der Pflege arbeiten kann.
Sie muss schon länger AU geschrieben sein, sonst kann sie noch nicht ausgesteuert werden, es besteht ein Anspruch für die selbe Krankheit auf eine Zahldauer von 78 Wochen = 18 Monate ... kennst du das Schreiben der KK dazu ?
Der genaue Beginn der AU wäre wichtig, um das zu klären ob sie tatsächlich schon ausgesteuert werden darf ...

Als nächstes steht eine Reha an die bereits bewilligt worden ist. Diese allerdings kreuzt jedoch eben die Zeit in der das Krankengeld ausläuft.
Wurde sie von der KK aufgefordert diese Reha zu beantragen, es klingt danach, die machen das neuerdings gerne so zum Ende des Krankengeld-Anspruches.
Wenn es korrekt sein sollte mit der Aussteuerung, dann ist es wichtig der AfA (Agentur für Arbeit) die angekündigte Aussteuerung zum konkreten Datum UND den Beginn der Reha (Anreisetermin) noch mitzuteilen, bevor sie die Reha antreten wird.
Bitte Kopien von den Nachweis - Unterlagen machen und das auch nachweislich an die AfA geben, Eingangsbestätigung auf einer weiteren Kopie davon bei direkter Abgabe ODER per Post mit "Übergabe-Einschreiben" senden.

Sie meldet sich NICHT wegen Arbeitslosigkeit, sondern wegen der Aussteuerung aus dem Krankengeld, der bestehende Arbeitsplatz ist dafür nicht bedeutsam ... dort KANN sie ja wegen der AU immer noch nicht wieder arbeiten.

Für die Reha-Zeit sollte sie Unterlagen bekommen haben (von der DRV) um "Übergangsgeld" zu beantragen, das wird ihr während der Reha von der DRV gezahlt, die KK stellt das Krankengeld dann bereits ein wenn die Reha beginnt.
Trotzdem muss sie unbedingt weiter AU geschrieben bleiben, schon damit sie das Geld bis zum Reha-Beginn von der KK noch bekommt, ist der Arzt noch mal aufzusuchen (möglichst am letzten Tag VOR Abreise zur Reha-Klinik).

Es ist sehr wichtig, dass sie dort auch AU anreisen wird, es ist NICHT erforderlich die Bescheinigung wegen der Reha zu beenden ... und direkt NACH der Reha (möglichst am Tag nach der Rückkehr) bitte auch direkt wieder zum Arzt und die AU-Bescheinigung weiter ausstellen lassen ...

Sonst muss sie nämlich an den Arbeitsplatz zurück, wenn sie keine AU mehr vom Arzt hat, es ist dafür erst mal völlig EGAL wie man sie aus der Reha-Klinik entlassen wird (also ob weiter AU oder als Arbeits-FÄHIG).
Ob sie wirklich arbeiten könnte kann NUR der behandelnde Arzt danach entscheiden ... in der Regel machen solche Rehas nicht "gesund" ... aber dort wird man feststellen und (wahrscheinlich) bestätigen, dass sie ihre bisherige Arbeit nicht mehr ausüben kann.

Es genügt nämlich nicht ganz das selber zu meinen, es könnte sogar passieren, dass man ihr in der Reha eine "Umschulung" (LTA) oder sogar eine Rente wegen Erwerbsminderung "empfehlen" wird.

Aber Vorsicht, die Rentenkasse muss dieser "Empfehlung" NICHT unbedingt auch folgen wollen ... irgendwelche Anträge sollte sie schon in der Reha-Klinik besser NICHT stellen, meist weiß man gar nicht genau worauf man sich damit einlassen wird und richtig erklärt wird es auch nicht. :icon_evil:
Die Kliniken sind meist mehr daran interessiert eine drohende EM-Rente zu vermeiden um bei der DRV "erfolgreiche Reha-Maßnahmen" abrechnen zu können, da wird Vieles "schön geredet", was die DRV später gar nicht bewilligen und bezahlen wird.

Sie hat die letzten 20Jahre damit verbracht Tag und Nacht anderen Menschen zu helfen. War sich für bichts zu schade...
An den wenigen Tagen an denen sie etwas an die Zukunft glaubt kommen gleich wieder schwere Fragen auf die alles zunicht machen.
Es wird vorerst leider kaum noch Jemanden interessieren, ob sie sich für andere Menschen die Gesundheit kaputt gemacht hat und sich "für nichts zu schade war", jetzt erwartet sie (sehr berechtigt) Leistungen aus den Sozial-Systemen und dort soll überall gespart werden ...

Was passiert mit Ihr wenn eine EU-Rente nicht möglich wäre?
Rein theoretisch halte ich (aus deinen bisherigen Informationen) eine EM-Rente durchaus für möglich, die nötigen Versicherungszeiten dürften vorhanden sein (EU-Rente = Rente wegen Erwerbs-Unfähigkeit gibt es nicht mehr, die heißt schon seit 2001 Rente wegen Erwerbsminderung = EM-Rente), wenn sich da ernsthaft aus der Reha nichts ergibt (und auch keine Besserung eintritt) sollte sie den Reha-Bericht erst mal abwarten.

Das wird dann auch die AfA machen, denn dort hat sie (bei weiterer AU-Bescheinigung DIREKT nach der Reha) dann einen Anspruch im Rahmen der Nahtlosigkeit (§ 145 SGB III) ALGI zu bekommen.
Dort wird man auch den Reha-Bericht dann haben wollen, der gehört aber nur zum Med. Dienst der AfA sofern ihn deine Bekannte erst mal selber gelesen hat und das für sinnvoll halten möchte.

Dazu besser mehr wenn es soweit ist, sie wird jedenfalls (DIREKT nach der Reha) anschließend dann den Antrag auf ALGI stellen (müssen) und da ist ihr Erspartes auch noch kein Thema ...:icon_evil:
Es ist möglich dass sie dann (von der AfA) schriftlich aufgefordert wird EM-Rente zu beantragen, das kann sie aber auch ohne diese Aufforderung machen wenn es (für sie ) vorerst die beste Lösung sein würde.

Wie die DRV dann dazu entscheiden wird bleibt abzuwarten und hängt eben auch mit vom Ergebnis dieser Reha ab ...

Rutscht sie automatisch ins Alg oder Alg2?
Es "rutscht" Niemand "automatisch" irgendwo hin, für ALLE Lohnersatz ( Übergangsgeld / ALGI / EM-Rente - oder Sozial-Leistungen wie ALG II) muss ein Antrag gestellt werden ... erst ab ALG II vom JobCenter (JC) ist die Höhe der Ersparnisse bedeutsam, denn es gibt ein "Schonvermögen" (150 € pro Lebensjahr + 750 € für Anschaffungen) das NICHT ausgegeben werden muss, um dort Leistungen zu bekommen.

Verliert sie so ihr kleines erspartes Polster?
Das kommt also ganz darauf an, wie hoch dieser Betrag noch sein wird wenn sie nach der Reha und wahrscheinlich 12 Monaten ALGI eventuell beim JC einen Antrag stellen muss ...
Sollte sie vorher doch eine EM-Rente bewilligt bekommen, ist ihr Spargeld ebenfalls NICHT von Bedeutung, eine EM-Rente ist unabhängig vom Kontostand zu zahlen wenn sie aus gesundheitlichen Gründen von der DRV bewilligt wurde.

Soweit mal ein grober Überblick ...

MfG Doppeloma
 

Machts Sinn

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#6
es besteht ein Anspruch für die selbe Krankheit auf eine
Zahldauer von 78 Wochen = 18 Monate
Präziser:

"Versicherte erhalten Krankengeld ohne zeitliche Begrenzung,
für den Fall der Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Krankheit
jedoch für längstens achtundsiebzig Wochen innerhalb von je
drei Jahren, gerechnet vom Tage des Beginns der Arbeitsun-
fähigkeit an."


§ 48 SGB V Dauer des Krankengeldes

Je nach Lauf der 3-Jahresfristen ist der ununterbrochene Bezug von
Krankengeld weit länger als 78 Wochen möglich, im günstigsten Fall
bis zu 156 Wochen minus 1 Tag.
.
 

Doppeloma

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#7
Hallo MachtsSinn,

bei relativ unpräzisen Infos "aus 2. Hand" dürfte es ziemlich überflüssig sein sich gleich wieder in dein "Steckenpferd" zu verirren, lass es bitte einfach bleiben, das dürfte schon den Fragesteller aktuell überfordern !
Der TE kennt kaum genaue (präzise) Daten und weiß schon so fast NICHTS dazu, was er seiner Bekannten zur aktuellen Situation sagen könnte.
Mir ist das durchaus soweit auch schon bekannt (gewesen) ohne deinen Einwurf aber das hilft dem Fragesteller im Moment kein Stück weiter ...
Manchmal denke ich mir tatsächlich was dabei wenn ich meine Antworten auf das zunächst scheinbar Nötigste beschränke, um überhaupt erst mal Ansätze zu bieten ...

MfG Doppeloma
 

Okir

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#8
Hallo Okir, :welcome:



Ihre Ersparnisse sind im Moment noch gar nicht wichtig, das hat erst Bedeutung wenn sie ALGII / Hartz 4 beantragen müsste.



Sie muss schon länger AU geschrieben sein, sonst kann sie noch nicht ausgesteuert werden, es besteht ein Anspruch für die selbe Krankheit auf eine Zahldauer von 78 Wochen = 18 Monate ... kennst du das Schreiben der KK dazu ?
Der genaue Beginn der AU wäre wichtig, um das zu klären ob sie tatsächlich schon ausgesteuert werden darf ...



Wurde sie von der KK aufgefordert diese Reha zu beantragen, es klingt danach, die machen das neuerdings gerne so zum Ende des Krankengeld-Anspruches.
Wenn es korrekt sein sollte mit der Aussteuerung, dann ist es wichtig der AfA (Agentur für Arbeit) die angekündigte Aussteuerung zum konkreten Datum UND den Beginn der Reha (Anreisetermin) noch mitzuteilen, bevor sie die Reha antreten wird.
Bitte Kopien von den Nachweis - Unterlagen machen und das auch nachweislich an die AfA geben, Eingangsbestätigung auf einer weiteren Kopie davon bei direkter Abgabe ODER per Post mit "Übergabe-Einschreiben" senden.

Sie meldet sich NICHT wegen Arbeitslosigkeit, sondern wegen der Aussteuerung aus dem Krankengeld, der bestehende Arbeitsplatz ist dafür nicht bedeutsam ... dort KANN sie ja wegen der AU immer noch nicht wieder arbeiten.

Für die Reha-Zeit sollte sie Unterlagen bekommen haben (von der DRV) um "Übergangsgeld" zu beantragen, das wird ihr während der Reha von der DRV gezahlt, die KK stellt das Krankengeld dann bereits ein wenn die Reha beginnt.
Trotzdem muss sie unbedingt weiter AU geschrieben bleiben, schon damit sie das Geld bis zum Reha-Beginn von der KK noch bekommt, ist der Arzt noch mal aufzusuchen (möglichst am letzten Tag VOR Abreise zur Reha-Klinik).

Es ist sehr wichtig, dass sie dort auch AU anreisen wird, es ist NICHT erforderlich die Bescheinigung wegen der Reha zu beenden ... und direkt NACH der Reha (möglichst am Tag nach der Rückkehr) bitte auch direkt wieder zum Arzt und die AU-Bescheinigung weiter ausstellen lassen ...

Sonst muss sie nämlich an den Arbeitsplatz zurück, wenn sie keine AU mehr vom Arzt hat, es ist dafür erst mal völlig EGAL wie man sie aus der Reha-Klinik entlassen wird (also ob weiter AU oder als Arbeits-FÄHIG).
Ob sie wirklich arbeiten könnte kann NUR der behandelnde Arzt danach entscheiden ... in der Regel machen solche Rehas nicht "gesund" ... aber dort wird man feststellen und (wahrscheinlich) bestätigen, dass sie ihre bisherige Arbeit nicht mehr ausüben kann.

Es genügt nämlich nicht ganz das selber zu meinen, es könnte sogar passieren, dass man ihr in der Reha eine "Umschulung" (LTA) oder sogar eine Rente wegen Erwerbsminderung "empfehlen" wird.

Aber Vorsicht, die Rentenkasse muss dieser "Empfehlung" NICHT unbedingt auch folgen wollen ... irgendwelche Anträge sollte sie schon in der Reha-Klinik besser NICHT stellen, meist weiß man gar nicht genau worauf man sich damit einlassen wird und richtig erklärt wird es auch nicht. :icon_evil:
Die Kliniken sind meist mehr daran interessiert eine drohende EM-Rente zu vermeiden um bei der DRV "erfolgreiche Reha-Maßnahmen" abrechnen zu können, da wird Vieles "schön geredet", was die DRV später gar nicht bewilligen und bezahlen wird.



Es wird vorerst leider kaum noch Jemanden interessieren, ob sie sich für andere Menschen die Gesundheit kaputt gemacht hat und sich "für nichts zu schade war", jetzt erwartet sie (sehr berechtigt) Leistungen aus den Sozial-Systemen und dort soll überall gespart werden ...



Rein theoretisch halte ich (aus deinen bisherigen Informationen) eine EM-Rente durchaus für möglich, die nötigen Versicherungszeiten dürften vorhanden sein (EU-Rente = Rente wegen Erwerbs-Unfähigkeit gibt es nicht mehr, die heißt schon seit 2001 Rente wegen Erwerbsminderung = EM-Rente), wenn sich da ernsthaft aus der Reha nichts ergibt (und auch keine Besserung eintritt) sollte sie den Reha-Bericht erst mal abwarten.

Das wird dann auch die AfA machen, denn dort hat sie (bei weiterer AU-Bescheinigung DIREKT nach der Reha) dann einen Anspruch im Rahmen der Nahtlosigkeit (§ 145 SGB III) ALGI zu bekommen.
Dort wird man auch den Reha-Bericht dann haben wollen, der gehört aber nur zum Med. Dienst der AfA sofern ihn deine Bekannte erst mal selber gelesen hat und das für sinnvoll halten möchte.

Dazu besser mehr wenn es soweit ist, sie wird jedenfalls (DIREKT nach der Reha) anschließend dann den Antrag auf ALGI stellen (müssen) und da ist ihr Erspartes auch noch kein Thema ...:icon_evil:
Es ist möglich dass sie dann (von der AfA) schriftlich aufgefordert wird EM-Rente zu beantragen, das kann sie aber auch ohne diese Aufforderung machen wenn es (für sie ) vorerst die beste Lösung sein würde.

Wie die DRV dann dazu entscheiden wird bleibt abzuwarten und hängt eben auch mit vom Ergebnis dieser Reha ab ...



Es "rutscht" Niemand "automatisch" irgendwo hin, für ALLE Lohnersatz ( Übergangsgeld / ALGI / EM-Rente - oder Sozial-Leistungen wie ALG II) muss ein Antrag gestellt werden ... erst ab ALG II vom JobCenter (JC) ist die Höhe der Ersparnisse bedeutsam, denn es gibt ein "Schonvermögen" (150 € pro Lebensjahr + 750 € für Anschaffungen) das NICHT ausgegeben werden muss, um dort Leistungen zu bekommen.



Das kommt also ganz darauf an, wie hoch dieser Betrag noch sein wird wenn sie nach der Reha und wahrscheinlich 12 Monaten ALGI eventuell beim JC einen Antrag stellen muss ...
Sollte sie vorher doch eine EM-Rente bewilligt bekommen, ist ihr Spargeld ebenfalls NICHT von Bedeutung, eine EM-Rente ist unabhängig vom Kontostand zu zahlen wenn sie aus gesundheitlichen Gründen von der DRV bewilligt wurde.

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MfG Doppeloma
Vielen vielen Dank.
Ich denke das reicht auch "erstmal" so um die Dinge nüchtern angehen zu können:)
 

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Ich vergaß zu schreiben dass die Aussteuerung am 06.03.2019 erfolgen wird.
Eine Frage habe ich dann doch noch.
Gibt es eine Stelle an die man sich wenden kann damit man bei dem ganzen Prozess begleitet wird?
So etwas wie die Verbraucherschutzzentrale für Verbraucher, die Suchtberatung für Abhänigkeitserkrankte oder sonstige Interventionsstellen?
 
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