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Krankengeld, Kündigung und Arbeitslosigkeit

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Schuengal

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#1
Hallo,

ich bin zurzeit in therapeutischer Behandlung wegen Burnout Syndrom und drepressiver Verstimmung. Ich habe auch eine Krankschreibung seit einer Woche. Am Freitag erhielt ich die Nachricht das unsere Firma am jetzigen Standort schließt und ich meine Kündigung in den nächsten Tagen bekomme.

Ich werde sehr wahrscheinlich noch auf längere Zeit krankgeschrieben und werde dann Krankengeld beziehen. Wie wirkt sich das auf das Arbeitslosengeld aus. Bekomme ich wenn ich wieder gesund geschrieben werde mein Arbeitslosigkeitgeld von meinem Krankengeld berechnet oder von meinem letzten Gehalt?

Wenn ich noch krankgeschrieben bin wenn meine Firma schon geschlossen ist wie wird das Arbeitsamt dann vor gehen? Muss sofort zu einem Arzt vom Arbeitsamt?
 
E

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Gast
#2
Hallo,

ich bin zurzeit in therapeutischer Behandlung wegen Burnout Syndrom und drepressiver Verstimmung. Ich habe auch eine Krankschreibung seit einer Woche. Am Freitag erhielt ich die Nachricht das unsere Firma am jetzigen Standort schließt und ich meine Kündigung in den nächsten Tagen bekomme.

Ich werde sehr wahrscheinlich noch auf längere Zeit krankgeschrieben und werde dann Krankengeld beziehen. Wie wirkt sich das auf das Arbeitslosengeld aus. Bekomme ich wenn ich wieder gesund geschrieben werde mein Arbeitslosigkeitgeld von meinem Krankengeld berechnet oder von meinem letzten Gehalt?

Wenn ich noch krankgeschrieben bin wenn meine Firma schon geschlossen ist wie wird das Arbeitsamt dann vor gehen? Muss sofort zu einem Arzt vom Arbeitsamt?
Also Arbeitslos melden solltest du Dich sofort, sonst kann es Schwierigkeiten geben. (sofort nach Bekanntwerden, eigentlich) Wie das mit den Krankengeld ist, weis ich jetzt nicht.
Wahrscheinlich gibt es das ALG dann erst, wenn Du wieder "arbeitsfähig bist".
Das Amt hat aber Auskunftspflicht und muss es Dir auch erklären. (aber Nachfragen kannst Du hier immer).
 
E

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#3
Hallo Schuengal,

willkommen im Forum :icon_smile:

Unten aufgeführt ein paar wichtige Infos für Dich. Ansonsten wie von Sancho schon geschrieben, einfach hier im Forum fragen ....

Wie alt bist Du denn und seit wann bist Du schon krank?

Grüsse
MUCI



Die Arbeitslosmeldung dient der Sicherung Ihrer finanziellen Ansprüche und der Suche nach einer neuen Stelle. Die persönliche Arbeitslosmeldung ist unverzichtbare Voraussetzung für den Bezug von Arbeitslsosengeld.

Die persönliche Arbeitslosmeldung gilt als Antrag auf Leistungen.
Sie muss spätestens am ersten Tag der Beschäftigungslosigkeit (frühestens drei Monate vorher) persönlich bei der für Ihren Wohnort zuständigen Agentur für Arbeit erfolgen.


Arbeitslosengeld wird frühestens von dem Tag an gewährt, an dem Sie Ihrer Agentur für Arbeit die Arbeitslosigkeit persönlich mitteilen. Suchen Sie daher im eigenen Interesse sofort Ihre Agentur für Arbeit auf, wenn Sie arbeitslos werden.
Arbeitslosmeldung - www.arbeitsagentur.de

Grundsätzliches

Bei Arbeitsunfähigkeit wird Ihnen - in Anlehnung an das für beschäftigte Arbeitnehmer geltende Entgeltfortzahlungsgesetz - Arbeitslosengeld bis zur Dauer von sechs Wochen weitergezahlt.


Voraussetzung hierfür ist, dass die Arbeitsunfähigkeit während des rechtmäßigen Leistungsbezuges eingetreten ist. Eine Leistungsfortzahlung kommt auch in Betracht bei Arbeitsunfähigkeit wegen einer durch Krankheit erforderlichen Sterilisation, nicht rechtswidrigem Schwangerschaftsabbruch oder bei stationärer Behandlung.
Eine Leistungsfortzahlung erfolgt demnach nicht, wenn

  • die Arbeitsunfähigkeit vor Leistungsbeginn oder
  • während einer Zeit eingetreten ist, für die der Anspruch auf Leistung ruht (zum Beispiel während einer Sperrzeit).
Krankheit / Urlaub / Pflege - www.arbeitsagentur.de

Gesundheitliche Probleme sind häufig die Ursache dafür, dass Arbeitsuchende bestimmte Arbeiten und Tätigkeiten nicht mehr ausüben können. Die Bundesagentur für Arbeit ist per Gesetz verpflichtet, Eignung und Leistungsfähigkeit der von ihr betreuten Kundinnen und Kunden bei der Arbeitsvermittlung und bei der Prüfung von Leistungsansprüchen angemessen zu berücksichtigen.
Gesundheit - Ärztlicher Dienst/Begutachtung der Bundesagentur für Arbeit

Die Agentur für Arbeit errechnet und leistet das Arbeitslosengeld für jeden Kalendertag. Ist es für einen vollen Kalendermonat zu zahlen, ist dieser mit 30 Tagen anzusetzen. Für einen Monat, für den Sie Anspruch auf volle Auszahlung haben, erhalten Sie also 30 Tagesbeträge.

Für die Höhe des Arbeitslosengeldes ist von Bedeutung:

  • das beitragspflichtige Arbeitsentgelt, das Sie in der letzten Beschäftigung vor Entstehung Ihres Leistungsanspruches zuletzt durchschnittlich erzielt haben;
  • das Vorhandensein eines Kindes im Sinne des § 32 Absatz 1, 3 bis 5 Einkommensteuergesetz;
  • die zu berücksichtigende Lohnsteuerklasse.
Dauer und Höhe - www.arbeitsagentur.de



 

Schuengal

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#4
Ich bin 37 Jahre und seit 1 Woche krankgeschrieben.

Mit arbeitslos melden kenne ich mich aus. Bin vor 2 Jahren schon einmal 2,5 Jahre ohne Arbeit gewesen.

Danke, für vielen Infos. MEINe Fragen sind aber noch nicht so beantwortet das ich richtig bescheid weiß.
 
E

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Gast
#5
Du musst vermittelbar sein um ALG I zu erhalten.

Wenn Du krank bist dann bist Du erstmal nicht vermittelbar.

Welche Fragen hast Du denn?
 
E

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#6
Da Du während des bestehenden Arbeitsverhältnisses krank mit AU-Bescheinigung bist erhälst Du Krankengeld, das auch noch nach der Kündigung weiterläuft bis max. 78 Wochen. Das war schon mal der richtige Weg, denn das Krankengeld ist höher als das ALG I.

Persönlich arbeitslos melden musst Du dich erst mit dem ersten Tag der Gesundmeldung. Bis dahin ist das Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch (V) - Gesetzliche Krankenversicherung - (SGB V) für dich zuständig.
Erst danach das Sozialgesetzbuch (SGB) Drittes Buch (III) - Arbeitsförderung - (SGB III).

Zur Berechnung des Arbeitslosengeldes:

Unterscheiden muss man den Bemessungszeitraum und den Bemessungsrahmen.

Nach der in § 130 Abs. 1 SGB III enthaltenen Definition ist zwischen "Bemessungszeitraum" und "Bemessungsrahmen" zu unterscheiden. Zunächst muss der einjährige Bemessungsrahmen abgesteckt werden, dann muß festgestellt werden, wie viel Entgeltabrechnungszeiträume in dieses eine Jahr fallen; diese bilden den Bemessungszeitraum.

Zum Bemessungszeitraum gehören nur die beim Ausscheiden aus dem jeweiligen versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis abgerechneten Entgeltabrechnungszeiträume der beitragspflichtigen Beschäftigungen im Bemessungsrahmen. Nicht erheblich ist - wie sich aus § 131 Abs. 1 Satz 2 SGB III ergibt -, ob sie richtig abgerechnet sind. Hierbei zählen nur Zeiten einer versicherungspflichtigen Beschäftigung mit Anspruch auf Arbeitsentgelt. Zeiten ohne Anspruch auf Arbeitsentgelt, z.B. während des Ruhens des Arbeitsverhältnisses oder während eines unbezahlten Urlaubs, gehen nicht in den Bemessungszeitraum ein. Versicherungspflichtzeiten außerhalb von Beschäftigungsverhältnissen, z. B. der Bezug von Lohnersatzleistungen wie Krankengeld, oder Erziehungszeiten können zwar den Anspruch auf ALG I begründen, bei der Berechnung werden sie jedoch nicht berücksichtigt.

Beispiel:
David Zunder hat im Anschluss an eine vom 1.1.2004 bis 12.7.2007 dauernde versicherungspflichtige Beschäftigung Krankengeld bis zum 10.1.2008 bezogen. Am 1.2.2008 beantragt er ALG I. Der Bemessungsrahmen umfasst hier die Zeit vom 11.1.2007 bis 10.1.2008, der Bemessungszeitraum die Zeit vom 11.1.2007 bis 12.7.2007.

Berücksichtigt werden bei der Ermittlung des Bemessungszeitraums nur die Tage einer versicherungspflichtigen Beschäftigung, die vollständig im Bemessungsrahmen liegen. Die Tage von Arbeitsentgeltabrechnungszeiträumen, die zwar in den Bemessungsrahmen hineinragen, aber nicht ganz vom Bemessungsrahmen umschlossen sind, gehen nicht in den Bemessungszeitraum ein (BSG vom 1.6.2006 - B 7a AL 86/05 R).

Beispiel:
Meldet sich der Arbeitslose nach der Entlassung aus einer mehrjährigen Beschäftigung zum 31.5.2008 am 1.6.2008 arbeitslos, sind Bemessungsrahmen und Bemessungszeitraum identisch (1.6.2007 bis 31.5.2008). Meldet er sich nach dem Bezug von Krankengeld vom 17.3. bis 25.5.2008 im Anschluss an eine mehrjährige Beschäftigung am 1.6.2008 arbeitslos, fallen Bemessungsrahmen und Bemessungszeitraum auseinander: Der Bemessungsrahmen umfasst die Zeit vom 26.5.2007 bis 25.5.2008, der Bemessungszeitraum nur die Zeit vom 1.6.2007 bis zum 16.3.2008.

Erweiterung des Bemessungsrahmens auf zwei Jahre:

Der einjährige Bemessungsrahmen kann um ein Jahr auf zwei Jahre erweitert werden:

Mit Rücksicht auf das Bemessungsentgelt im erweiterten Bemessungsrahmen wäre es unbillig hart, von dem Bemessungsentgelt im Bemessungszeitraum auszugehen.

Verglichen wird das Bemessungsentgelt im Bemessungsrahmen von einem Jahr mit dem Bemessungsentgelt im auf zwei Jahre erweiterten Bemessungsrahmen. Man muss also den Verdienst im letzten Jahr vor dem ALG I-Antrag dem Verdienst in den letzten zwei Jahren gegenüberstellen (und nicht nur dem Verdienst im vorletzten Jahr).

Warum der Verdienst im letzten Jahr gesunken ist, spielt keine Rolle.

Wenn der Verdienst (genauer: das Bemessungsentgelt) im letzten Jahr niedriger ausgefallen ist als in den letzten zwei Jahren, kann die Bemessung wegen "unbilliger Härte" beantragt werden. Auf die Dauer der höher bezahlten Arbeit kommt es nicht an.

Alle, die in letzter Zeit weniger verdient haben, sollten mit dem ALG I-Antrag von der AA die Prüfung verlangen, ob die Bemessung "unbillig hart" ist. Denn der Bemessungsrahmen wird wegen "unbilliger Härte" nur auf Antrag auf 2 Jahre erweitert ( § 130 Abs. 3 Satz 2 SGB III).

Auf diese Möglichkeit muss die AA aber von selbst hineisen. Der Antrag kann auch nachträglich gestellt werden - er ist nicht fristgebunden.

Nach: Ulrich Stascheit, Ute Winkler - Leitfaden für Arbeitslose, 25. Auflage

Während des Krankengeldbezuges ist die Krankenkasse zuständig. Demzufolge kann sich nur der Medizinische Dienst der Krankenversicherung einschalten (s. § 275 SGB V).
 

Schuengal

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#7
Entschuldigt bitte das ich so unhöfflich war und nicht mehr gescvhrieben habe, aber mein PC ist kaputt gegangen und als er dann wieder da war ging die Tastatur kaputt.

Danke für euren sehr ausführlichen Beiträge.

Um wieder auf mein Problem zurück zu kommen gebe ich mal wieder in wie weit ich aus euren Antworten schlau geworden bin. Ich finde diese bürokratendeutsch einfach schwer verständlich.

Ich selber bin bei der jetzigen Firma seit Dezember 07 fest angestellt. Seit dem 27.02. krank geschrieben. Zurzeit bis zum 19.03., was aber verlängert wird. Meine Kü werde ich sehr wahrscheinlich zum 30.06. bekommen. Ich brauch mich theoretisch erst dann arbeitslos melden wenn ich wieder gesund geschrieben bin, weil erst dann das Arbeitsamt Zahlungen übernehmen wird. Ich würde dann ganz normal ALG I bekommen was anhand meines letzten ausgezahlten Gehaltes berechnet wird. Bekomme ich dann mein Krankengeld nach meinem letzten Gehalt berechnet auch wenn ich nicht mehr angestellt bin? Bekomme ich ALG I auch nach meiner Krankschreibung für ein Jahr gezahlt?
 
E

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#8
Das Krankengeld richtet sich auch nach dem letzten Gehalt. Einfach sich mal die Mühe machen und lesen. Der Link zu SGB V ist doch da, ab Zweiter Titel Krankengeld §§ 44 ff Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch (V) - Gesetzliche Krankenversicherung - (SGB V).

Das ALG richtet sich nach der Dauer der versicherungspflichtigen Tätigkeit, der Rahmenfrist und nach dem Alter.

Bei 12 Monaten Tätigkeit innerhalb einer Rahmenfrist von 2 Jahren gibt es ALG für 6 Monate.

Bei 16 Monaten sowie 2 und 3 Jahren sind es 8 Monate.

Bei 20 sowie 2 und 3 = 10 Monate.

Bei 24 sowie 2 und 3 = 12 Monate.

Bei 30 sowie 2 und 3 ab 50. Geburtstag = 15 Monate.

Bei 36 sowie 2 und 3 ab 55. Geb. = 18 Monate.

Bei 48 sowie 2 und 3 ab 58. Geb. = 24 Monate.

Sonderregelung bei Teil-ALG:

12 Monate versicherungspflichtige Tätigkeit innerhalb einer Rahmenfrist von 2 Jahren altersunabhängig 6 Monate ALG.

Beachte, was ich zur "unbilligen Härte" geschrieben habe.

Wie lange Du ALG ausgezahlt bekommst, richtet sich nach deinem erworbenen Anspruch.
 

Rieselrass

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#9
Also frage ich auch mal:

ich bin derzeit über sechs Wochen krank, bekomme ab Ende April Krankengeld (wird gerade berechnet)
Am 17.8. endet mein Arbeitsvertrag. Habe mich heute pflichtgemäß arbeitslos gemeldet ab 18.8.
Wenn ich aber über den 18.8. hinaus krank bin, bekomme ich dann Krankengeld weiter in der Höhe, die jetzt ermittelt wird oder dann nach der Höhe des ALG I?
 
E

ExitUser

Gast
#10
Du bekommst Krankengeld. Wichtig ist aber:
Du musst lückenlos krank geschrieben sein, also spätestens am letzten Tag der Arbeitsunfähigkeit die neue AU-Bescheinigung beim Arzt holen.

Grüße
Arbeitssuchend
 

Rieselrass

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#11
Gut, dass ich Krankengeld bekomme ist klar. Ich wollte nur wissen, ob ich es in der Höhe weiterbekomme nach Ende/Auslaufen meines AV oder ob dann die Höhe des zu erwartenden ALG I berechnet wird?
 
E

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Gast
#12
Hallo,

es wird nicht neu berechnet, da Du ja zwischendurch nicht arbeitslos warst. Die Berechnungsgrundlage für das Krankengeld ist von daher Dein letztes Gehalt.

Grüße
Arbeitssuchend
 

Rieselrass

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#13
Ich bekomme also ab Beginn der Arbeitslosigkeit weiterhin mein Krankengeld in der jetzigen Höhe?
Wann muss ich dem A-amt mitteilen, dass ich KG beziehe? Kann ich trotzdem die Arbeitsbescheinigung und den Antrag auf ALG I abgeben?
 
E

ExitUser

Gast
#14
Ja, solange Du lückenlos krank geschrieben bist, bekommst Du auch nach Beendigung Deines Arbeitsvertrages das Krankengeld in derselben Höhe wie vorher.
Arbeitsbescheinigung und Antrag auf ALG1 brauchst Du solange Du krank bist nicht abzugeben, da Du zurzeit ja der Arbeitsvermittlung nicht zur Verfügung stehst. Die würden vermutlich Deinen Antrag auch gar nicht annehmen, weil Du krank und deshalb nicht vermittelbar bist.
Allerdings musst Du am ersten Tag, an dem Du gesund bist, bei der Arbeitsagentur auf der Matte stehen und Dich arbeitslos melden.

Grüße
Arbeitssuchend
 

Rieselrass

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#15
Hallo, danke für die Infos. Ich habe mich schon zum Tag des Endes des Vertrages arbeitslos gemeldet und hatte auch gesagt, dass ich derzeit krank geschrieben bin. Hab auch schon erstes Gespräch und werde denn dort sagen, dass ich bereits KG beziehe.
 
E

ExitUser

Gast
#16
Hallo,

lass Dich bei diesem ersten Gespräch bloß nicht überreden, eine Eingliederungsvereinbarung zu unterschreiben! (Das ist mir passiert, damals kannte ich dieses Forum noch nicht).
Eingliederungsvereinbarungen dürfen nur mit
erwerbsfähigen Hilfebedürftigen
geschlossen werden.

Du bist
1. nicht erwerbsfähig (weil Du krank geschrieben bist)
und
2. zurzeit nicht hilfebedürftig (weil Du Krankengeld beziehst).

Falls Dir der Sachbearbeiter eine EGV unterjubeln will, nimm sie ohne Unterschrift mit und stelle sie hier zur Prüfung ins Forum.

Meist wird dann auch verlangt, dass Du Dich trotz Krankschreibung bewerben sollst - und falls Du eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommst, auch trotz Krankschreibung Dich vorstellen sollst. Dieses ist absoluter Quatsch, denn krank ist krank und da kann das Arbeitsamt von Dir keinerlei Bewerbungsbemühungen verlangen.
Du bist ja auch gerade deswegen krank geschrieben, damit Du dem Stress durch das Arbeitsamt entgehst.

Also ... bitte Vorsicht bei diesem Gespräch.
Im Grunde bräuchtest Du auch krankgeschriebenerweise gar nicht hingehen.

Grüße
Arbeitssuchend
 

Doppeloma

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#17
Hallo Rieselrass,

du bist aktuell KRANK und daher nicht verpflichtet Termine bei der AfA wahrzunehmen:icon_evil:

Deine Pflicht der Meldung hast du erfüllt, welchem Zweck soll diese Einladung dienen und hast du die schriftlich erhalten?

Wie "Arbeitssuchend" schon geschrieben hat, bist du nicht vermittelbar solange du AU geschrieben bist und das kann ohne Unterbrechung bis zu 78 Wochen (Krankengeldzahlung) der Fall sein.

Warum hast du nicht gleich bei der Meldung mitgeteilt, dass du wahrscheinlich noch längere Zeit AU sein wirst?

Genau aus den Gründen die "Arbeitssuchend" so schön beschrieben hat, würde ich mich für den Termin mit Krankheit entschuldigen!

Es gibt keinen Grund sich das alles jetzt schon anzutun, das kommt noch früh genug, wenn du wieder gesund bist!

Zur Zeit (und solange du jetzt weiter ohne Unterbrechung AU bist) bekommst du dein Geld von der Krankenkasse und nicht von der Arbeitsagentur!!!


MfG Doppeloma
 

Rieselrass

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#18
Guten Morgen,

vielen Dank für die Tipps!
Sicher werde ich die EG nicht annehmen, sollte die Dame darauf kommen.
Da ich ja noch offiziell in Arbeit bin und ich mich pflichtbewusst termingerecht arbeitslos/arbeitssuchend gemeldet habe, gehe ich auch zu diesem ersten "Vermittlungsgespräch" hin. Da kann ich auch noch offene Fragen klären.
Sollte meine AU noch über das Ende des Vertrages gehen, werde ich ja eh rausgenommen ab diesem Tag, da ich ja dem Amt aufgrund AU nicht zur Verfügung stehe.
Und den einen Termin kann ich ruhig wahrnehmen, so schlimm wird es nicht sein.
Dennoch danke für die Tipps!
 

gast_

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#19
Du bekommst Krankengeld. Wichtig ist aber:
Du musst lückenlos krank geschrieben sein, also spätestens am letzten Tag der Arbeitsunfähigkeit die neue AU-Bescheinigung beim Arzt holen.

Grüße
Arbeitssuchend
ich würde raten nie am letzten Tag, denn wie man immer wieder liest, kann es passieren, daß man am letzten Tag keinen Termin kriegt oder er verschoben wird, und dann hat man plötzlich statt der Krankmeldung nur Wut im Bauch...und ne Menge Ärger.
 

Rieselrass

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#20
Das werde ich auch nicht tun, werde es so legen, dass passt und "mitten drin" liegt.
Das Forum hat mir echt geholfen.

Schön wäre es, wenn ich in dieser Zeit doch einen neuen Job finden würde und so meine Krankheit schnell verschwindet. Denn psychische Gründe hat meine AU, die mit einer neuen Arbeit weg gehen werden...
 

MIKE60

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#21
Hallo, ich bin neu bei euch und ich weiss, dass ich an dieser Stelle falsch bin.

Ich möchte gerne eine Frage einstellen und habe absolut keine Ahnung, wie ich das machen soll.

Wäre toll, wenn mir jemand eine kleine Anleitung via email "mike60@online.de" zukommen lassen würde.

Vielen Dank im voraus
 

Wrangler

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#22
Du bekommst Krankengeld. Wichtig ist aber:
Du musst lückenlos krank geschrieben sein, also spätestens am letzten Tag der Arbeitsunfähigkeit die neue AU-Bescheinigung beim Arzt holen.

Grüße
Arbeitssuchend
Hallo,
können Sie folgende Frage bitte beantworten:
was passiert, wenn man vom Arbeitgeber mit einer Kündigungsfrist von einem Monat gekündigt wird, sich natürlich umgehend beim Arbeitsamt meldet und noch im Arbeitsverhältnis
krank wird und die Dauer der Krankheit über 6 Monate geht?
Bekommt man nach den 6 Monaten Krankheit das entsprechende ALG1 (vom Betrag her) wie als wenn man nicht krank gewesen wäre?
 

Doppeloma

Mitarbeiter
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#23
Hallo Wrangler,


Hallo,
können Sie folgende Frage bitte beantworten:
Herzlich Willkommen, wir sind hier ALLE per DU :icon_smile:

was passiert, wenn man vom Arbeitgeber mit einer Kündigungsfrist von einem Monat gekündigt wird,
Das Arbeitsamt heißt inzwischen "Agentur für Arbeit" (ich nenne es mal kurz AfA), du bist in jedem Falle verpflichtet, dich dort zu melden wenn du eine Kündigung von deiner Firma (schriftlich!) bekommst.

Ob es sich bei dem EINEN Monat, um die arbeitsvertraglich korrekte KÜ-Frist handelt kann ich nicht beurteilen, ich kenne ja deinen Arbeitsvertrag nicht.

Ansonsten solltest du Kündigungsschutzklage am zuständigen Arbeitsgericht einlegen (innerhalb 3 Wochen nach Erhalt der KÜ !!!), die AfA sieht es nämlich gar nicht gerne wenn AG die KÜ-Frist nicht einhalten.

noch im Arbeitsverhältnis
krank wird und die Dauer der Krankheit über 6 Monate geht?
Wenn du noch innerhalb des Arbeitsverhältnisses erkrankst, bekommst du zunächst Lohnfortzahlung (bis zu 6 Wochen) solange dein Arbeitsverhältnis noch weiterläuft.

Sind die 6 Wochen vorbei oder dein Arbeitsverhältnis endet (lt. KÜ) vorher, dann ist die Krankenkasse (KK) zur Leistung von Krankengeld verpflichtet :icon_daumen:

Das wird auf Basis deines Arbeits-Einkommens bei deinem AG berechnet und nötigenfalls bis zu insgesamt 78 Wochen für die selbe Krankheit gezahlt!
Dabei ist streng darauf zu achten, dass KEINE Unterbrechung in deiner AU-Bescheinigung eintritt, also z.B. Freitag zum Arzt und nicht erst Montag, wenn die AU bis zum Freitag geht.

Sobald du nur einen einzigen Tag KEINE bescheinigte AU hast, mußt du dich bei der AfA (als gesund!) melden und dich der Vermittlung in Arbeit zur Verfügung stellen (also offiziell ALG beantragen).

Auch dein ALG wird nach deinem letzten Arbeits-Einkommen berechnet, NICHT nach dem KG was du vorher bekommen hast.

Solltest du während der ALG-Zeit erneut erkranken, DANN erst ist der ALG-Betrag die Grundlage für eine eventuelle weitere Krankengeldzahlung (in Höhe deines ALG I) :icon_daumen:


Bekommt man nach den 6 Monaten Krankheit das entsprechende ALG1 (vom Betrag her) wie als wenn man nicht krank gewesen wäre?
Diese Frage verstehe ich nicht ganz, woher weißt du so genau, dass du 6 Monate krank sein wirst :confused:

Für die Zahlungen von KK (Krankengeld) und AfA (ALG) gelten die oben beschriebenen Berechnungsgrundlagen.
Irgendeine "Grenze" von 6 Monaten, nach der sich daran was ändert ist mir nicht bekannt.

MfG Doppeloma
 

Senfbaum

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#24
Hallo... da ich hier ebenfalls neu bin, schonmal sorry für evtl. Fehler ect.

Ich habe folgendes Problem und hoffe sehr, dass mir von euch jemand weiterhelfen kann. Ich fang mal an...

Ich bin nun seit einer Woche wegen psychischen Problemen krankgeschrieben und habe dazu auch noch meine Kündigung zum 15.08.11 erhalten.

Bei der AfA war ich breits und habe somit, wie mir der Herr der AfA mitteilte auch die Frist eingehalten sich zu melden. Er fragte mich dann gleich, ob ich krankgeschrieben sei, als ich mit ja antwortete sagte er mir, ich muss erst wieder "vorstellig" werden und ALG1 beantragen wenn ich wieder gesund bin, und ich anstatt ALG1 Krankengeld bekomme.

Da mir mein Arzt mitteilte, dass die AU noch über den 15ten hinausgehen wird, ich also dann von meiner KK Krankengeld bekomme nun meine Frage: Bisher schicke ich die AU an meine Krankenkasse und an meinen "noch AG". Wohin schicke ich jedoch die AU nach Beendigung meines Arbeitsverhältnisses die ich bisher an meinen AG geschickt hatte? An die AfA, die eigentlich noch nichts mit mir zu tun haben wollen, so lange ich krank bin? :confused:

Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Vielen Dank schonmal.
 

Seebarsch

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#25
Hallo senfbaum
eigentlich muss dich der Arzt bis einschl. 15 über die normale AU krank schreiben.
Ab dem 16 muss er dann einen sogenannten Auszahlschein für die KK ausstellen. Mit dem musst du dann bei deiner KK Krankengeld beantragen!
:biggrin:
 

fish

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#26
Hallo seebarsch, mambo, admin und liebe forum-schreiber,

habe mich gerade im forum angemeldet(als fish).
Ich bin am 17.06.11 zum 31.07.11 gekündigt worden, wegen Auftragsmangel(Sozialbranche) Arbeitssuchendmeldung bei AfA sofort getätigt, morgen am Montag 1.8.11Termin bei AfA Antragsabgabe.
Anfang dieser Woche wurde bei mir der 2. Leistenbruch ärztlich diagnostiziert, am Freitag bot mir der Arzt noch an mich krank zu schreiben, da das ja auch den Vorteil hätte, dass sich mein ALG-Anspruch verlängern würde. Ich könnte also ab Freitag, 29.07.11 krank geschrieben sein, weiß aber nicht, ob ich das machen soll, weil ich mir nicht sicher bin ob ich wirklich Krankengeld bekomme von der BIG-KK(die ich gut finde). Ich habe jetzt hier im forum eine Menge eurer Artikel gelesen und bin im SGB V § 44, (2) Nr. 3 Krankengeld hängengeblieben.
Dort hatte ich einen Kommentar von moover an mambo gefunden, der keine Beantwortung mehr folgte.
Zitat SGB V § 44, (2) Nr. 3: Versicherte nach § 5 Absatz 1 Nummer 1, die bei Arbeitsunfähigkeit nicht mindestens sechs Wochen Anspruch auf Fortzahlung des Arbeitsentgelts auf Grund des Entgeltfortzahlungsgesetzes, eines Tarifvertrags, einer Betriebsvereinbarung oder anderer vertraglicher Zusagen oder auf Zahlung einer die Versicherungspflicht begründenden Sozialleistung haben, es sei denn, das Mitglied gibt eine Wahlerklärung ab,[/B] dass die Mitgliedschaft den Anspruch auf Krankengeld umfassen soll.[/U] Dies gilt nicht für Versicherte, die nach § 10 des Entgeltfortzahlungsgesetzes Anspruch auf Zahlung eines Zuschlages zum Arbeitsentgelt haben,

Ich verstehe das so, dass der Tarifvertrag dass besagen müsste und dass es primär nicht darum geht, ob der einzelne noch 6 Wochen vom AG Lohnfortzahlung bekommt(da ich zum 31.07.11 ausscheide, bekomme ich ja kein 6 Wochen Lohn mehr). Da ich schon einmal vor 3 Jahren beim Leistenbruch auf der anderen Seite Krankengeld von der BIG KK bekommen habe(überraschender weise damals für mich weil ich eine Teilzeitstelle zu der Zeit hatte und gar nicht mit Geld von der KK gerechnet hatte), könnte ich evtl. davon ausgehen, dass der Abschnitt aus SGB V § 44, (2) Nr. 3(es sei denn, das Mitglied gibt eine Wahlerklärung ab, dass die Mitgliedschaft den Anspruch auf Krankengeld umfassen soll) zutrifft.
Würdet ihr mir raten, morgen die AU bei der Krankenkasse einzureichen und den ALG-Antrag zu verschieben auf den Zeitpunkt der Gesundschreibung?
Wie sicher kann ich wohl sein, dass ich einen Anspruch auf Krankengeld habe oder macht es Sinn morgen früh in einer Beratungsstelle oder bei einem Anwalt nach zu fragen? Wenn ich Die AU erstmal bei der KK eingereicht habe, kann ich parallel ja keinen ALG-Antrag mehr stellen?
Wenn ich die AU nicht bei der KK einreiche, wäre ich am 01.08. 11 im ALG-Bezug, ab 02.08.11 aufgrund der Leisten-OP an diesem Tag im Kranken-ALG-Bezug durch AfA
Da die Zeit ein wenig drängt bin ich sehr dankbar für zeitnahe Rückmeldungen und bitte um Entschuldigung für die sonntägliche Inanspruchnahme eurer Zeit.
Sollte ich technische Fehler begangen haben, wäre ich dankbar für eine Richtigstellung.

fish
 

Doppeloma

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#27
Hallo fish,

Anfang dieser Woche wurde bei mir der 2. Leistenbruch ärztlich diagnostiziert, am Freitag bot mir der Arzt noch an mich krank zu schreiben, da das ja auch den Vorteil hätte, dass sich mein ALG-Anspruch verlängern würde. Ich könnte also ab Freitag, 29.07.11 krank geschrieben sein, weiß aber nicht, ob ich das machen soll, weil ich mir nicht sicher bin ob ich wirklich Krankengeld bekomme von der BIG-KK(die ich gut finde).
Das Angebot hättest du besser SOFORT annehmen sollen, wenn du krank bist, dann bist du nun mal krank!

Allerdings ist morgen schon der 01.08. (du bist definitiv raus aus dem Arbeitsverhältnis!!!) und selbst wenn dein DOC bereit ist, dich rückwirkend zum 29.07. AU zu schreiben, gibt diese Variante oft auch bei der "nettesten" Krankenkasse Probleme :icon_neutral:

Bei DIREKTER AU ab Freitag (noch innerhalb des bestehenden Arbeitsvertrages!), wäre dein Anspruch auf Krankengeld (berechnet nach deinem letzten Einkommen!) ein sicherer Anspruch gewesen, bekommst du die AU erst morgen (Ausstellungsdatum!!!) wird man zumindest versuchen dich abzuwimmeln und an die AfA zu verweisen.

Dort bekommst du nur erst mal Geld, wenn du (wenigstens einige Tage) NICHT AU bist, kannst natürlich auch dort dann bescheinigt krank werden und wirst (wie beim AG) nach 6 Wochen (durchgehender AU) zur Krankengeldzahlung an die KK abgegeben.

Dann MÜSSEN sie spätestens zahlen, ABER NUR NOCH in Höhe deines ALGI-Betrages, viele KK "bevorzugen" diesen Weg in solchen "Grenzfällen" wie bei dir, du hättest die AU-Bescheinigung am Freitag einfach NUR nehmen brauchen...:icon_neutral:

Allerdings NICHT wegen "längerem ALG-Anspruch", sondern wegen dem höherem Krankengeld-Anspruch, dein ALG-Anspruch bleibt wie er ist, solange du AU-bescheinigt krank bist und Krankengeld von der KK bekommst (bzw, bekommen hättest!)!

Es KANN "haarig" werden bei der KK mit der rückwirkenden AU durchzukommen, eventuell wendest du dich damit mal an die UPD (unabhängige Patientenberatung), die können dir da was zu den Erfolgsaussichten auf Krankengeld in dieser Situation sagen.

Telefon : 0800-011 77 22 / MO - FR von 10 - 18 Uhr

ansonsten lieber erst mal "gesund" bei der AfA antraben und dann dort krank werden, sonst bekommst du nirgens mehr Geld :icon_evil:

Für den Anspruch auf Krankengeld von der KK ist IMMER ein entsprechendes (bestehendes) Pflichtversicherungsverhältnis (AG / AfA) notwendig zum Zeitpunkt, wo die Krankheit (AU-Bescheinigung) beginnt, die rückwirkende AU-Bescheinigung MUSS von deiner KK NICHT anerkannt werden :icon_evil:

Viel Erfolg!

MfG Doppeloma
 

fish

Elo-User/in

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#28
Hallo Doppeloma,

vielen Dank für die Antwort. Um es klarer auszudrücken, ich habe die Krankschreibung ab Freitag inklusive Ausstellungsdatum sicher. Ich habe gerade nach Rücksprache mit anderen Experten nochmal überlegt, die AU vielleicht gar noch weiter rückdatieren zu lassen, da ich in der letzen Woche schon vorher bei dem Doc war. Wo die AU dann auf dem Postweg festgehangen hat oder warum sie bei der KK nicht eher eingegangen ist, ist laut Aussagen meiner anderen Ratgeber egal, Hauptsache sie geht bei der KK die nächsten Tage ein.
Du scheinst auch kein Problem darin zu sehen, dass im SGB V § 44, (2) Nr. 3 steht: Zitat: Versicherte nach § 5 Absatz 1 Nummer 1, die bei Arbeitsunfähigkeit nicht mindestens sechs Wochen Anspruch auf Fortzahlung des Arbeitsentgelts auf Grund des Entgeltfortzahlungsgesetzes, eines Tarifvertrags, einer Betriebsvereinbarung oder anderer vertraglicher Zusagen oder auf Zahlung einer die Versicherungspflicht begründenden Sozialleistung haben, es sei denn, das Mitglied gibt eine Wahlerklärung ab,[/B] dass die Mitgliedschaft den Anspruch auf Krankengeld umfassen soll6-Wochen Lohnfortzahlung.

Nochmal herzlichen Dank für deine Antwort

fish
 
E

ExitUser

Gast
#29
Hallo zusammen, dies ist mein erstes Posting und ich bin froh, dieses Forum gefunden zu haben.

Ich bin 49 Jahre alt und stehe vor einer völlig neuen Situation. Ich war nie länger krank und auch nicht arbeitslos. Letzteres ist nun eingetreten und ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll.

Kurz meine Situation:

Ich habe mit meinem Arbeitgeber einen Aufhabungsvertrag geschlossen. Das ist nicht gut, ich weiss. Aber es war nicht anders zu machen. Ich bin spielsüchtig und kann derzeit diesen Job nicht ausführen, da ich bereits Gelder unterschlagen habe.

Nun werde ich eine Therapie machen und eine Wiederbeschäftigung danach ist nicht ausgeschlossen.

Per 30.06.2011 wurde ich arbeitslos, bin dann umgehend zur Afa. Der Sb meinte, "warum lassen Sie sich nicht krankschreiben?". Diese Aussage hat mich schon irritiert. Aber es ist ja eine anerkannte Krankheit und ich bin zum Arzt.
Dann folgte eine AU bis 31.07. und anschliessend ein einwöchiger Krankenhausaufenthalt.

Heute war ich bei der Krankenkasse. Ich bekomme noch bis 12.08. ALG1 . Die Dame dort meinte " lassen Sie sich bloss nicht wieder krankschreiben".

Das Afa und Krankenkasse sich die Kunden zuschieben, kann ich irgendwo nachvollziehen.

Aber was soll ich nun tun?? Ich gehe erstmal morgen zur Afa. Bin eigentlich nicht vermittelbar, das weiss auch schon das Jobcenter, weil eine Therapie bevorsteht und ich voraussichtlich ab Mitte September für 8 Wochen im KH sein werde.

Vielleicht kann mich mal jemand aufklären.

Vielen Dank vorab !!
 

Rauschi

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#30
Hallo Ihr,

ich bräuchte auch etwas Hilfe,
Ich arbeite seit 2009 in einem Betrieb wurde am 6.09 Krank (Nerv im Ohr kaputt) habe am 20.10 meine Kündigung bzw, keine Verlängerung des Arbeitsverhältnisses per Post zugesand bekommen zum 8.11.11.Arbeitssuchen habe ich mich gemeldet am 11.08.11 (war vorher durch arbeit nicht möglich da Mo-Fr von 8:30-18:00 Uhr Arbeitszeit)seit dem 17.10 bekomme ich Krankengeld, musste bei dem Besuch der Ärztin den Schein ausfüllen lassen.Habe ich auch abgegeben.Heute war ich bei der Agentur für Arbeit und habe mich arbeitslos gemeldet.Jedoch nicht angegeben das ich Krankengeld bezieh (bzw bekommen sollte denn bis jetzt habe ich noch nichts erhalten) und noch Krank geschrieben bin erstmal bis zum 8.11.11 (die AU erfolge vor erhalt der Kündigung) meine Ärztin schrieb auf dem Schein für die Kankenkasse ca.4 wochen. Jedoch habe ich nun Panik weil ich heute nicht angegeben habe das ich Krankengeld beziehe(evtl.) und das ich noch krank bin.Bin am überlegen ob ich morgen da anrufe und dies klar stelle.Jedoch weiß ich nicht ob das richtig ist oder falsch.
Benötige dringend Hilfe =(
Bin schon ganz durcheinander.

Ganz liebe Grüße Rauschi
 

Anna B.

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#31
Hallo,

du hast von deiner Krankenkasse einen Schrieb über die Bewilligung von Krankengeld bekommen? Die Höhe des Krankengeldes wurde genannt und es wurde dir ein Auszahlungsschein dazugelegt, mit dem du zu deiner Ärztin gegangen bist und die hat das Ding ausgefüllt?
..und dich weiter au geschrieben?

Wenn das so ist, dann solltest du dringend morgen zu deiner Agentur für arbeit gehen und das klar stellen...
Telefonisch würd ich das nicht machen...

Gruß
Anna
 

Aufdersuche

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#32
hallo

ich hoffe ich darf meine frage hier einwerfen...
es geht um meinen mann, er ist jetzt bald 18 monate krank geschrieben, die wiedereingleiderung wollte der chef nicht mitmachen, so das jetzt keine grundlage mehr da ist und der doc ihm empfohlen hat zu kündigen ...
habe davor angst, weiß nicht wie es dann weiter geht.....

habe eben schon mal versucht hier durch zu steigen, war aber nicht ganz so einfach....
meine frage erstmal.....

er war jetzt durchgehend 18 monate mit der gleichen krankheit krank geschrieben, davor hat er sehr lange gearbeitet, bekommt er dann jetzt arbeitslosengeld und wenn ja, wonach wird es berechnet ( ich weiß, es stand hier schon, aber wie gesagt ich steige da nicht ganz durch...sorry :-( )

sollte er kündigen ?
 

Corinna1966

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14 Dez 2011
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#34
Hallo Zusammen, mit Interesse habe ich Eure Beiträge gelesen. Ich bin leider komplett ahnungslos, was dieses Thema angeht. Ich hoffe ihr könnt mit helfen.
Ich bin seit dem 28.11. krank geschrieben und war bis zum 09.12. im Krankenhaus. Am 08.12. bekam ich die fristlose Kündigung. Bin weiterhin bis zum 02.01.2012 krank geschrieben. Ferner ist eine Reha beantragt.
Gestern habe ich mich bei der ARGE arbeitslos gemeldet, heute morgen war ich auf der für meinen Kreis zuständigen Nebenstelle. Ferner habe ich Anfang der Wochen Krankengeld bei der KK beantragt. Nun meine Frage: wie lange bekomme ich Krankengeld? Ferner habe ich heute bei dem Gespräch mit der ARGE in einem Nebensatz aufgeschnappt, dass bei Krankmeldung nach der 3montatigen Sperrfrist kein Anrecht auf ALG 1 besteht. Stimmt das? Ferner habe ich in diesem Forum gelesen, bloß nicht eine Eingliederungsvereinbarung zu unterschreiben. Leider habe ich dies heute gemacht. Habe aber zuvor auf mein Krankheitsbild hingewiesen. Ich hoffe, ihr könnt mir kompetent helfen. Vielen Dank.
 
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#35
Krankengeld gibts maximal 78 Wochen lang, also in deinem falle würde es erst mal Sinn machen weiterhin dich krankmelden schreiben zu lassen, dann kassierst du weiterhin Krankengeld und hast mit dem Amt nix zu tun in dieser Zeit.
Würde mich an deiner Stelle bis nach der Reha krank schreiben lassen, bei Bedarf wenns notwendig ist länger.
Erst wenn du dann gesund geschrieben wirst musst du dich beim Amt melden.Wichtig ist aber eine lückenlose Krankmeldung bis dorthin.

Was die mit der Sperrfrist wollen weiss ich nicht, da melden sich andere.

Die EGV hätten sie mit dir nicht abschliessen dürfen da deine Erwerbsfähigkeit anscheinend im Raume steht und du AU bist und Krankengeld beziehst, da war voll nen Vollpfosten wieder am Werk.

Darfst sie aber gerne trotzdem hier einstellen :) (Private Daten schwärzen!!)
 

Corinna1966

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#36
Hallo Kaffeesäufer, vielen Dank für Deine Antwort. Ich hatte letzte Woche einen Anwaltstermin, wo aus dem Gespräch hervorging, das die KK max. 4 Wochen nach Kündigung noch Leistungen übernimmt, danach nicht mehr. Wie gesagt, die Kündigung kam während der Krankenphase. Evtl. bin ich hier falsch beraten worden. War auch Anfang der Woche bei der KK vorstellig. Die haben aber auch nichts anderes gesagt. Wie gesagt, existiert wohl eine Sperrfrist von 3 Monaten, in denen ich Hartz IV, resp. ALG 2 beantragen könnte. Danach ALG 1, was mir aber - nach Aussage der ARGE - nicht zustehen würde, da ich weiterhin krank geschrieben wäre und dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehe. Gerne würde ich die EGV einstellen, habe aber keinen Scanner. Goggle mal, ob ich diese irgendwo finde. Dies scheint eine vorformulierte Vereinbarung zu sein.
Bin leider im Moment mit diesen Behördengängen total überfordert, da ich auch keine genauen Informationen der Ämter bekomme.
VG - Corinna
 
E

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#37
Hallo Corinna,

ich würde erst einmal gegen die fristlose Kündigung vorgehen.
1. Steht ein Grund in der Kündigung?
2. wenn ja - welcher? (Krankheit ist KEIN Grund für eine fristlose Kündigung)
3. Wenn nein -> die Kündigung ist angreifbar.

Also wäre jetzt angesagt, beim Arbeitsgericht Kündigungsschutzklage zu erheben. Dazu brauchst Du nicht einmal einen Anwalt.
Die Rechtspfleger am Arbeitsgericht können Dir da helfen.
Du hast aber nur 3 Wochen nach Zugang der Kündigung Zeit für eine Klage. Hier ist also Eile geboten!

Wegen Sperrfrist durch die AfA (Agentur für Arbeit): Die AfA geht bei einer fristlosen Kündigung natürlich erst mal von einem Verschulden des Arbeitnehmers aus und verhängt von daher (vorsorglich) eine Sperrfrist. Deshalb ist es wichtig, dass Du dieses "fristlos" vom Tisch kriegst (durch eine Klage).

Die KK muss weiter Krankengeld bezahlen, so lange Du durchgehend krank geschrieben bist. Was der Anwalt Dir da von 4 Wochen erzählt hat, ist völliger Mist, sofern Du länger als diese 4 Wochen krank geschrieben bist.
(vermutlich meint er die Schutzfrist nach Beendigung eines Arbeitsverhältnisses. Die ist nämlich einen Monat, betrifft Dich aber nicht, so lange Du krank geschrieben bist. Von daher bitte dringend Kündigungsschutzklage erheben, damit Du während der Sperrfrist der AfA - sofern Du in der Sperrfrist wieder gesund wirst - auch weiter krankenversichert bist).

Die EGV würde ich vorerst ignorieren. Da EGVen nur mit erwerbsfähigen Hilfebedürftigen abgeschlossen werden dürfen, ist Deine aktuelle EGV m.E. ungültig. Die AfA ist ihrer Informations- und Beratungspflicht nicht nachgekommen, denn die hätten Dir sagen müssen, dass Du das nicht zu unterschreiben brauchst.

Wichtig ist imho erst mal:
1. das "fristlos" aus der Kündigung vom Tisch zu kriegen (Klage)
2. Gesund zu werden.
3. für den nächsten Besuch beim Amt einen Beistand mitnehmen (frag mal hier im Forum, wer aus Deiner Gegend kommt und mitkommen kann).

Grüße und Gute Besserung!
Arbeitssuchend
 

Corinna1966

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#38
Hallo Arbeitssuchender, vielen Dank für Deine Antwort. Bei mir liegt leider Sachlage etwas anders. Ich schäme mich zwar ungemein aber zum Glück ist man sich in diesem Forum nicht bekannt.
Nun zu meinem Fall. Ich bin nach 25jähriger Betriebsangehörigkeit wegen "Verdacht auf Betrug" (was auch stimmt) fristlos gekündigt worden. Ich kann von Glück sagen, dass keine Anzeige gestellt wird. Hier Klage einzureichen ist mehr als aussichtslos. Ferner muss ich dazu sagen, dass ich Alkoholiker bin und mich vom 28.11. bis 09.12. in der Entgiftung befand. Eine weitere Therapie ist beim Rententräger beantragt. Bis Beendigung dieser werde ich auch weiterhin AU geschrieben. Ich hatte nach meinem Krankenhausaufenthalt ein Gespräch mit unserer Betriebsratsvorsitzenden um mich persönlich zu entschuldigen. Dieser Gang war schon mehr als........Jetzt warte ich noch auf ein Gespräch mit unserem obersten Boss. Ich hoffe, nochmals eine Chance auf Einstellung nach erfolgreich abgeschlossener Therapie zu erhalten. Ich muss dazu sagen, ich bin Alleinverdiener und wir haben einen Sohn von 15Jahren. Ferner habe ich noch im Juli ein Haus gekauft und dieses voll finanzieren lassen. Meine Eltern bürgen mit ihrem Haus. Nun wirst Du sicherlich verstehen, bei uns brennt alles.
Da ich noch nie mich arbeitslos melden musste und ich auch nicht um meine Rechte und Pflichten weiss, bin ich total überfordert. Wir kämpfen z.Zt. um unser Überleben. Beratung bei den Ämtern sind gleich null.
So jetzt kennst Du in Kurzfassung den Sachverhalt.
Habe ich trotzdem Anspruch auf Krankengeld?? Wie gesagt am 28.11. krank geschrieben, am 08.12. kam die Kündigung.
Je nach Therapiefortschritt wird eine AU mind. 6-12 Monate bestehen. Was kann ich tun??? Bin wirklich für kompetente Tips unendlich dankbar. VG Corinna
 

Lucas

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#40
Hallo Corinna,
schämen brauchst Du Dich wirklich nicht. Du bist krank, leidest unter Alkoholismus und solltest alle Kraft verwenden, davon weg zu kommen.
Was das finanzielle anbelangt: Wenn, und davon ist auszugehen, Dein Boss Die Kündigung nicht zurück nimmt und Du über das gesamte Jahr AU geschrieben wirst, wirst Du in dieser Zeit mit weniger Einkommen als bisher rechnen müssen.
Du erhälst zwar Krankengeld, doch ist dieses nicht so hoch wie Dein bisheriges Nettoeinkommen.
Danach würde es 1 Jahr weitergehen mit ALG 1 (wobei ggf. ein ärztliches Attest Dich vor einer Sperrfrist bewahren könnte, Stichwort: Unzurechnungsfähigkeit(bin mir da aber nicht sicher)).

Wichtiger als das finanzielle erscheint mir, daß Du alle Betroffenen (auch Deine bürgenden Eltern) über Deine Krankheit informierst. Es kann sein, daß Du als Alleinverdiener in absehbarer Zeit das verlangte nicht mehr stämmen kannst. Hier müssen Lösungen gefunden werden, über die Du Dir nicht alleine einen Kopf machen solltest. Suche Hilfe in Deiner Familie. Ich wünsche Dir viel Glück.
 

Corinna1966

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#41
Hallo Zusammen, vielen Dank für die Tips und netten Worte. Meine Chancen nach erfolgreich durchgeführter Therapie wieder eingestellt zu werden sind eigentlich gar nicht mal schlecht. Wenn es nach unserer Betriebsratsvorsitzenden gehen würde, hätte ich sehr gute Chancen. Da ich weiss, dass unser Boss immer große Stücke auf mich gehalten hat und mich auch sehr schätzt, stehen auch hier die Chancen nicht schlecht. Ich würde alles dafür tun, um in diesem Unternehmen wieder zu arbeiten. So oder so, dass Geld werde ich auf jeden Fall zurückzahlen. Egal wie lange es dauert.
Nun habe ich aber trotzdem noch eine Frage. Wenn ihr der Meinung seit, ich habe Anrecht auf KK, bin aber max. 4 Wochen nach Kündigung nur noch krankenversichert, wie soll das denn gehen?? Wer übernimmt denn die Beiträge?? oder muss ich diese privat bezahlen?? LG Corinna
 

Corinna1966

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#43
Hi Lucas, habe ich zwar durchgelesen aber nicht so richtig verstanden. Ist für mich alles Beamtendeutsch.
Vielleicht kannst Du mir das mit Deinen Worten verständlich erklären.
Ich habe die Folgebescheinigung der AU im Anschluss an meinen Krankenhausaufenthalt der ARGE übergeben. War das etwa nicht o.k.?? Die Sachbearbeiterin selber hat nichts gegenteiliges gesagt.
Der Antrag auf ALG II habe ich noch nicht gestellt. Habe mich zwar dort registrieren lassen, habe aber für nächste Woche Dienstag einen Termin die ellenlangen Fragenbögen ausgefüllt mit Dokumenten abzugeben. LG - Corinna
 

Corinna1966

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#44
Hallo Forum's Teilnehmer, benötige dringend Antworten auf meine in diesem Forum gestellten Fragen. Gibt es Beratungsstellen (außer Anwalt) die diese Fragen beantworten können.
Mir ist es nur wichtig zu wissen ob ich wirklich Anspruch auf KK habe. Wenn ja, wie lange.
Wer zahlt die KK-Beiträge nach meiner fristlosen Kündigung weiter??
oder muss ich doch ALG II beantragen.
Da ich am kommenden Dienstag ein Gespräch bei der ARGE habe, drängt die Zeit. - Viele Grüße - Corinna
 

Germany

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#45
Hallo,

Ich hab einen ähnlichen Fall.

Ab 14. März begann meine Kündigungsfrist, die bis zum 15. April lief.
Nun bin ich aber seit 31. März krank geschrieben(psychische Erkrankung).

Meines Wissens zahlt der Arbeitgeber bis zum 15. April, danach die Krankenkasse - richtig? Oder zahlt der Arbeitgeber weiter, wegen Entgeltfortzahlungsgesetz?

Ich habe mich seit 16. April arbeitslos gemeldet, was jedoch aufhebt, sobald fest steht, wer weiter zahlt.

Über ne Antwort freue ich mich.:icon_smile:

Gruß
Germany
 
E

ExitUser

Gast
#46
Hallo,

die Krankenkasse ist in der Zahlungspflicht.

Achte darauf, dass Du lückenlose Krankmeldungen vorlegen kannst.
Also spätestens am letzten Tag Deiner AU die Folgebescheinigung ausstellen lassen.

Das Arbeitsamt wird Deinen Antrag auf ALG 1 sowieso ablehnen, wenn Du AU bist.

Grüße
Arbeitssuchend
 

Germany

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#47
Hallo,

Danke für die Antwort.

Ich habe es inzwischen auch herausgefunden.

Also meine bisherigen Krankschreibungen, liefen von Woche zu Woche, das heißt: Am Montag bin ich erkrankt bis Freitag krankgeschrieben. Montag zum Arzt und weiter krank geschrieben, bis Freitag und erst wieder Montag. Die Montage gelten also auch zu den Krankheitstagen.

Das Problem ist noch, dass ich die normale Bescheinigung für Arbeitgeber und Krankenkasse habe. Vorhin las ich, das der Arzt ein Ausstellungsschein ausstellt, sobald das Arbeitsverhältnis überschritten ist und ich weiter erkrankt bin.

Muss ich also nochmal zum Arzt und die Krankheits-Tage ab 16.April durch den speziellen Ausstellungsschein ersetzen lassen, damit ich zur Krankenkasse kann?

Danke

Gruß
Germany
 
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#48
Sobald du KG bekommst, bekommst du einen Auszahlschein von der KK geschickt, dort trägt der Arzt die >Diagnosen ein und wies weiterläuft und wielang.Das schickste zurück , dann bekommste dein Geld ausbezahlt.Und einen weiteren Schein zugeschickt, bei jeder KK ein wenig anders.

Und wenn man hier sagt zusammenhängende AU´s dann wirklich lückenlose incl. Wochenende!!!! und dann ist das so wenn Arzt Montag krankschreibt zählt KG erst nen Tag später, deswegen rechtzeitig , lieber 1-2 Tage vorher nächsten Schein holen/unterzeichnen lassen.........

Sobald einen tag Lücke ist musst du zur AfA, dann bekommste kein KG mehr und dann fangen erst die Schwierigkeiten an........
 

Germany

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#49
Sobald du KG bekommst,bekommst du einen Auszahlschein von der KK geschickt, dort trägt der Arzt die >Diagnosen ein und wies weiterläuft und wielang.Das schickste zurück , dann bekommste dein Geld ausbezahlt.Und einen weiteren Schein zugeschickt, bei jeder KK ein wenig anders
Die Krankenkasse bekommt es ja mit, dass ich am 15. April gekündigt bin - die normalen Krankenscheine schicke ich weiterhin dort ab, bis die mir diesen Auszahlschein schicken. So etwa richtig?

Oder was muss ich tun, um vorher Krankengeld zu erhalten?



Und wenn man hier sagt zusammenhängende AU´s dann wirklich lückenlose incl. Wochenende!!!! und dann ist das so wenn Arzt Montag krankschreibt zählt KG erst nen Tag später, deswegen rechtzeitig , lieber 1-2 Tage vorher nächsten Schein holen/unterzeichnen lassen.........
Habs vorher nicht gewusst, sonst hätte ich es auch so praktiziert.:icon_smile:

Sobald einen tag Lücke ist musst du zur AfA, dann bekommste kein KG mehr und dann fangen erst die Schwierigkeiten an........
Jo, das ist mir jetzt vollstens bewusst.:icon_daumen:
 
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#50
Hallo,
es ist schon einige Zeit her, aber der Thread ist immer noch aktuell und sehr sehr hilfreich von Dir gewesen.
In meinem konkreten Fall habe ich eine Frage, und hoffe auf zeitnahe Antwort.
Seit 6.9. bin ich über die 42 Tage hinaus krank geschrieben.
Lückenlose AU's sind vorhanden bis 22.10..
Eine Kündigungsschutzklage verlief in der Güteverhandlung ohne Vergleich. Daher geht es zum Kammertermin. Ich wurde fristgerecht gekündigt. Habe aber auf Unwirksamkeit der Kündigung geklagt. Eine finale Stellungnahme/Begründung, warum ich gekündigt werden muss seitens des AG's steht im Raum in der ersten Oktoberwoche. Ich wurde in der ersten Krankheitswoche gekündigt. Nach der zweiten Woche musste mich mein Arzt wegen großer Schmerzen weiter krank schreiben, bis heute. Bis 22.10..
Bei der AfA bat ich um einen Termin, da ich von einem Anwalt hörte, daß nach Ablauf der 6 Wochen Entgeltfortzahlung vom Arbeitgeber, ich zwar Krankengeld beziehen werde aber nur 4 Wochen.

Daraufhin bat ich um Termin bei der AfA, wer denn nur am ersten Tag meiner "Arbeitslosigkeit" (Hier Enddatum der fristegerechten Kündigung).
Das hätte ich wohl besser nicht gemacht, nicht wahr?
Obwohl ich nicht bettlägerig bin, sollte man sich nicht unnötig Stress mit der AfA antun. Jetzt habe ich bereits zwei Einladungen erhalten. Allerdings vor der letzten Krankschreibung, die diesen Freitag erfolgt ist.
Ich frage mich nun, reicht es nun, den Einladungen, die meine Bewerbungssituation zum Gegenstand haben, daß ich dort einfach anrufe und sage, daß ich weiter krank bin? Ich bin ALG I Bezieher, wenn ich wieder gesund bin. (Persönliche Vorstellung am ersten Tag der Genesung werde ich respektieren und Folge leisten).

Ich bat selbst um Termine bei der AfA, allerdings habe ich am Freitag Tabletten verschrieben bekommen, aufgrund meiner Schmerzen, die eine Fahruntüchtigkeit in der Beipackbeschreibung angeben. Obwohl der Termin vor Ort ist, und ich nicht bettlägerig bin auch bestimmt einfache Fragen klären könnte (aber nur in Begleitung), ist es für mich ein sehr unangenehmer Gang dort hin, da man leicht etwas sagt, was wieder dem AG oder der Kasse mitgeteilt wird. Eine "Bettlägerigbescheinigung" oder ähnliches habe ich gelesen kann zusätzlich bei Hartz IV-Empfängern verlangt werden kann.

- Auch schon bei ALG I-Empfängern?
- Die AfA hat Aufklärungspflicht, wenn ich sie anrufe, aber andererseits, will ich auch nicht riskieren mir jetzt schon eine Sperre / Sanktion einzuholen, wenn ich wieder gesund bin.
- Ich wollte nur wissen, ob ich ab dem ersten Tag der Kündigung (arbeitssuchend habe ich mich ja auch persönlich gemeldet), und die Einladungen sind die Folge, bei der Krankenkasse versichert bleibe und bin und Krankengeld erhalte. Da sich die AfA ja auf den Standpunkt stellt, sie zahlen erst ab dem ersten Tag der Genesung, da ich auch dem Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung stehe.
- Aber da die "Rehabilitationsagenturen" alle untereinander funken, der AG, der mich loswerden, mir zwar bei der Güteverhandlung eine Abfindung anbot aber sicher auch sonst versuchen wird, mich hinzustellen, daß ich nicht krank bin. "Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste". Die arbeiten mit allen Tricks heute.

- noch mal zusammengefasst, falls Du bis hierhin gelesen hast:

1. Genügt meine fortlaufende Krankmeldung, die der AfA bereits am Freitag postalisch zuging (Empfangsstempel) habe ich, daß ich den Einladungen, die meiner Arbeitssuchendmeldung gefolgt sind, nicht Folge leisten muß? (Erstmalig Krankengeldbezieher, im Arbeitskampf und wie gesagt krank).

2. Wird das Krankengeld über den 4 -wöchigen Zeitraum nach 42 Tagen Krankengeldbezug nur ein Monat gezahlt, obwohl ich bereits über 4 weitere Wochen bis 22.10. dann krank geschrieben bin?

Danke für jeden hilfreichen Kommentar oder Link, SGB's wälze ich auch schon zur Genüge.
Glg
Confidential01





Hallo,

lass Dich bei diesem ersten Gespräch bloß nicht überreden, eine Eingliederungsvereinbarung zu unterschreiben! (Das ist mir passiert, damals kannte ich dieses Forum noch nicht).
Eingliederungsvereinbarungen dürfen nur mit
erwerbsfähigen Hilfebedürftigen
geschlossen werden.

Du bist
1. nicht erwerbsfähig (weil Du krank geschrieben bist)
und
2. zurzeit nicht hilfebedürftig (weil Du Krankengeld beziehst).

Falls Dir der Sachbearbeiter eine EGV unterjubeln will, nimm sie ohne Unterschrift mit und stelle sie hier zur Prüfung ins Forum.

Meist wird dann auch verlangt, dass Du Dich trotz Krankschreibung bewerben sollst - und falls Du eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommst, auch trotz Krankschreibung Dich vorstellen sollst. Dieses ist absoluter Quatsch, denn krank ist krank und da kann das Arbeitsamt von Dir keinerlei Bewerbungsbemühungen verlangen.
Du bist ja auch gerade deswegen krank geschrieben, damit Du dem Stress durch das Arbeitsamt entgehst.

Also ... bitte Vorsicht bei diesem Gespräch.
Im Grunde bräuchtest Du auch krankgeschriebenerweise gar nicht hingehen.

Grüße
Arbeitssuchend
 

Steffyoah

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14 Aug 2014
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#51
Guten Abend.

Ich bin neu hier und über Google auf diese Seite gekommen.
Alles sehr interessant und informativ was zu diesem Thema geschrieben wurde!

Ich bin allerdings nicht ganz schlüssig, wie es sich in meinem Fall verhält.

Ich bin bis zum Ende des Monats noch bei meinem derzeitigen Arbeitgeber angestellt. Seit Mai diesen Jahres bin ich allerdings aufgrund einer Depression krank geschrieben und war seitdem auch nicht wieder Arbeiten und werde wohl bis zum Ende des Jahres auch nicht Arbeiten gehen können.
Jetzt habe ich zum 30.08. gekündigt, mit der Begründung meiner Krankheit.
Meine Frage wäre jetzt, ob trotzdem mein letztes Gehalt als Berechnungsgrundlage für das KG gilt oder ob da ein Mindestsatz gezahlt wird, weil ich ja gekündigt habe und nicht der Arbeitgeber?!
Arbeitslos muss ich mich ja erst am letzten Tag meiner Krankheit melden, habe ich gelesen.

Schonmal einen Dank für die Antworten :)

LG
 

toooom

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26 Feb 2015
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#52
Du bekommst Krankengeld. Wichtig ist aber:
Du musst lückenlos krank geschrieben sein, also spätestens am letzten Tag der Arbeitsunfähigkeit die neue AU-Bescheinigung beim Arzt holen.

Grüße
Arbeitssuchend

Ich beziehe mich hier auf einen etwas älteren Beitrag aber ich hoffe, dass mir doch jemand weiterhelfen kann!?

Morgen wäre bei mir der letzte Tag der Arbeitsunfähigkeit (in der Kündigungsfrist), ab Mo. den 2. wäre ich dann eigentlich "arbeitssuchend". Jetzt bin ich aber noch fortlaufend (seit 27.1.) auf eine Diagnose bis 6.3. krank geschrieben. Danach wäre es aber schwierig, weiterhin eine Krankmeldung auf diese Diagnose zu erhalten. Gilt es auch, wenn ich ab Mo. den 9.3. auf eine neue Diagnose weiter krank geschrieben bin oder muss es fortlaufend und lückenlos auf die ursprüngliche laufen?

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