Krankengeld für April anrechnen im Mai?

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DarkSoul

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Hallo,
folgendes, ich war nach meiner Kündigung noch 4 Wochen im Krankengeldbezug, dieses Geld bekam ich dank KK-Verschluderung erst Anfang Mai. Da ich aber auch kein Anspruch auf ALG 1 hatte, habe ich ALG2 beantragt. Vom Krankengeld habe ich die Mieten für April und Mai gezahlt (620€ insgesamt) und meine Rechnungen die von April liegen geblieben sind. Kann mir das JC trotzdem das Krankengeld anrechnen obwohl es ja ausdrücklich vom 21.3.-22.4. war?

Danke für eure Hilfe
 

wommi

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Schon, aber von irgendwas muss ich leben und meine Maiverbindlichkeiten zahlen! Das Krankengeld war für April und ich habe von dem Geld meine April UND die Maimiete zahlen müssen nebst den Aprilverbindlichkeiten!

Trotzdem gilt für alle und jeden das Zuflußprinzip - ausschlaggebend ist das Datum, mit dem das Geld auf dem Konto landet.
Kannst evtl. ein Darlehen beantragen, welches in Raten zurückzuzahlen ist !
 

Hartzeola

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Schon, aber von irgendwas muss ich leben und meine Maiverbindlichkeiten zahlen! Das Krankengeld war für April und ich habe von dem Geld meine April UND die Maimiete zahlen müssen nebst den Aprilverbindlichkeiten!

Wann hast Du ALG II beantragt?

Der Antrag wirkt zum 1. des Monats der Antragstellung zurück. Möglicherweise besteht ALG II Anspruch für April.
 

DarkSoul

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Beantragt hab ich im Mai, vor 1 Woche, da ich im April ALG 1 zuerst beantragt hatte, da meiner Rechnung nach, ich mehr als 12 Monate gearbeitet habe. Pech gehabt... 2 Tage haben gefehlt und für diese Scheiße haben die 5 Wochen gebraucht!!! Deswegen bin ich ja in diese Misere gekommen!

Soul
 

biddy

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§ 28 SGB X

Wiederholte Antragstellung

Hat ein Leistungsberechtigter von der Stellung eines Antrages auf eine Sozialleistung abgesehen, weil ein Anspruch auf eine andere Sozialleistung geltend gemacht worden ist, und wird diese Leistung versagt oder ist sie zu erstatten, wirkt der nunmehr nachgeholte Antrag bis zu einem Jahr zurück, wenn er innerhalb von sechs Monaten nach Ablauf des Monats gestellt ist, in dem die Ablehnung oder Erstattung der anderen Leistung bindend geworden ist. Satz 1 gilt auch dann, wenn der rechtzeitige Antrag auf eine andere Leistung aus Unkenntnis über deren Anspruchsvoraussetzung unterlassen wurde und die zweite Leistung gegenüber der ersten Leistung, wenn diese erbracht worden wäre, nachrangig gewesen wäre.
Quelle

§ 40 SGB II
Anwendung von Verfahrensvorschriften


[...]

(5) § 28 des Zehnten Buches gilt mit der Maßgabe, dass der Antrag unverzüglich nach Ablauf des Monats, in dem die Ablehnung oder Erstattung der anderen Leistung bindend geworden ist, nachzuholen ist.

[...]
Quelle


Fachliche Hinweise der BA zu § 37 SGB II - Antragserfordernis: meinte:
.
5. Nachholung eines Antrages

Allgemeines (Randziffer 37.25):

(1) Die Anwendung des § 28 SGB X kommt nur in Betracht, wenn der Betroffene erfolglos eine andere Sozialleistung beansprucht hat. Dies ist nur dann der Fall, wenn die andere Sozialleistung versagt (abgelehnt) worden oder zu erstatten ist. Die Rücknahme eines Antrags reicht nicht aus, es muss eine negative Verwaltungsentscheidung getroffen worden sein.

Abgelehnter Alg-Antrag (37.26):

(2) § 40 sieht eine eingeschränkte Anwendung des § 28 SGB X vor. Ein nachgeholter Antrag auf Leistungen nach dem SGB II wirkt nur dann auf den Tag der Arbeitslosengeldantragstellung zurück, wenn er unverzüglich nach Ablauf des Monats gestellt wird, in dem die Ablehnungs- oder Erstattungsentscheidung der anderen Leistung bindend geworden ist.

Beispiel:

Ein Arbeitsloser beantragt am 01.04. Arbeitslosengeld, da er der Meinung ist, ihm stehe aus einer früheren Anwartschaftszeit noch ein Restanspruch zu. Eine Antragstellung auf Alg II wird daher unterlassen. Nach Erhalt des Bescheides über die Ablehnung des Arbeitslosengeldes am 15.05. legt er Widerspruch ein, der mit Widerspruchsbescheid vom 20.07. zurückgewiesen wird. Der Widerspruchsbescheid wird am 23.07. zugestellt. Am 01.09. beantragt er Alg II. Hil-febedürftigkeit und die übrigen Voraussetzungen haben durchgehend vorgelegen (der Lebensunterhalt wurde aus dem Schonvermögen bestritten).

Entscheidung:
Die Klagefrist umfasst nach § 87 Abs. 1 Satz 1 i. V. m. § 64 SGG die Zeit vom 24.07. bis 23.08. Am 24.08. ist der Widerspruchsbescheid
bindend geworden (§ 77 SGG). Da der Antrag auf Grundsicherungs-leistungen unverzüglich nach Ablauf des Monats (31.08.), in dem der Widerspruchsbescheid bindend geworden ist, nachgeholt wurde, wirkt die Antragstellung auf den 01.04. zurück.
Quelle
 
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