Krankenakte/Patientendokumentation - Herausgabe der Originaldokumente?

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ExitUser

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Moin,
Ich möchte derzeit meine Krankenakte vervollständigen und besonders dabei die Dinge in Erfahrung bringen, die in Auftrag meiner achso geliebten Familie erstellt wurden - und die, da nicht Volljährig, mir nicht mitgeteilt wurden.

Dabei erinnere ich mich, dass ich hier im Forum gelesen habe, man hätte als Patient ein Anrecht auf die Herausgabe der Originaldokumente -

leider konnte ich keine rechtliche Absicherung dieser Forderung finden.

Hätte da jemand einen Tipp parat?

Bislang habe ich nur § 10 Abs. 2 BOÄK zur Herausgabe von Kopien gefunden.
 
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ExitUser

Gast
Hiermit erkläre ich, dass ich von meinem Akteneinsichtsrecht aus dem Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung des Art. 1 Abs. 1, Art. 2 Abs. 1 GG Gebrauch mache.
Aufgrund dessen, fordere ich Sie gemäß § 10 Abs. 2 BOÄK, sowie § 810 BGB zur umfassenden Herausgabe der über meine Person formulierten Unterlagen in Kopie auf.
Mit Beschluss vom 09.01.2006 – 2 BvR 443/02 hat das Bundesverfassungsgericht festgestellt, dass der Patient generell ein geschütztes Interesse daran hat, zu erfahren, wie mit seiner Gesundheit umgegangen wurde, welche Daten sich dabei ergeben haben und wie man die weitere Entwicklung einschätzt.

Ich erwarte die ordnungsgemäße Überbringung der Kopien bis spätestens den 30. September 2013.
Sollten Zweifel an der Legitimität meiner Person bestehen, so übersenden Sie die umfassenden Kopien in einem verschlossenen Umschlag an die Barmer GEK [Adresse] mit der Anbitte um Weiterleitung an meine Person.


Kann man das so abschicken?:popcorn:
 

guinan

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Klingt gut finde ich.

Übrigens können sie aber Daten von oder über deine Familie zurückhalten, da hier der Datenschutz die Daten deiner Familie schützt.

Weiterhin kann dir die Akteneinsicht verweigert werden, wenn davon ausgegangen wird, dass die zu lesenden Tatsachen deine Gesundheit gefährden. Dann gibts aber die Möglichkeit, dass die Akte deinem Anwalt oder Arzt zugesendet wird oder dem Gesundheitsamt und dort gemeinsam mit diesem eingesehen wird und auch kopiert...die Verantwortung trägt dann der Anwalt, Arzt bzw Gesundheitsamt. Also ne Vertrauensperson mit Stellung, an die das gesendet werden kann, kann bei Problemen hilfreich sein.
 
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Gast
Klingt gut finde ich.

Übrigens können sie aber Daten von oder über deine Familie zurückhalten, da hier der Datenschutz die Daten deiner Familie schützt.

Weiterhin kann dir die Akteneinsicht verweigert werden, wenn davon ausgegangen wird, dass die zu lesenden Tatsachen deine Gesundheit gefährden. Dann gibts aber die Möglichkeit, dass die Akte deinem Anwalt oder Arzt zugesendet wird oder dem Gesundheitsamt und dort gemeinsam mit diesem eingesehen wird und auch kopiert...die Verantwortung trägt dann der Anwalt, Arzt bzw Gesundheitsamt. Also ne Vertrauensperson mit Stellung, an die das gesendet werden kann, kann bei Problemen hilfreich sein.

Danke dir -

die Akten sind nur über meine Person.
Und da ich herausfinden möchte, ob man wissentlich meiner Gesundheit und Psyche geschadet hat, durch gewisse Behandlungen, will ich diese Akten ja vor mir liegen haben.

Vertrauen? Ich vertraue niemanden, und würde meine Unterlagen lieber durch eine Brandbombe verbrennen, als dass ich sie einer 3. Partei in die Hände fallen lasse. Soviel Vertrauen habe ich den staatlich engagierten Krüppeln zu geben.
 

Anna B.

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wenn du einen sogenannten Behandlungsfehler vermutest...(Behandlungen, die dir geschadet haben), dann kannst du auch durch die KK in deine Akten Einsicht nehmen...
du mußt nur der KK melden, dass du einen Beh.Fehler vermutest..aus den und den Gründen...

dann leiten die alles in die Wege....

vielleicht wäre es aber auch klüger, vorher die Akten zu haben...aber nicht so hochoffiziell, sondern einfach nur auf Nachfrage: ich hätte gern meine Krankenakten zu Hause archiviert..wenn ich mal ins Krankenhaus muß und so...

immer besser, als gleich mit der großen Keule zu kommen...
denn dann besteht die Gefahr, dass die Akte bereinigt wird...

hat man nicht zum 1. mal...gab sogar schon OP-Berichte, die plötzlich nicht mehr auffindbar waren oder sogar gefälscht...
 
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Gast
wenn du einen sogenannten Behandlungsfehler vermutest...(Behandlungen, die dir geschadet haben), dann kannst du auch durch die KK in deine Akten Einsicht nehmen...
du mußt nur der KK melden, dass du einen Beh.Fehler vermutest..aus den und den Gründen...

dann leiten die alles in die Wege....

vielleicht wäre es aber auch klüger, vorher die Akten zu haben...aber nicht so hochoffiziell, sondern einfach nur auf Nachfrage: ich hätte gern meine Krankenakten zu Hause archiviert..wenn ich mal ins Krankenhaus muß und so...

immer besser, als gleich mit der großen Keule zu kommen...
denn dann besteht die Gefahr, dass die Akte bereinigt wird...

hat man nicht zum 1. mal...gab sogar schon OP-Berichte, die plötzlich nicht mehr auffindbar waren oder sogar gefälscht...

Ich denke, für meine Verhältnisse ist das die höfliche und inoffizielle Art zu fragen, :)

Mal schauen was dabei herumkommt -
habe auch bei meiner KK eine umfassende Liste der Ärzte angefordert, die mich vor meiner Volljährigkeit "behandelt" haben. Will ja die ganzen Psychogutachten mal lesen, die man mir vorgeworfen hat.
 

Muzel

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Beachte die verjärungsfristen für die aufbewahrung von Krankenakten.
"
Vorgaben für Krankenhäuser

Patientenakten sollten aus versicherungstechnischen Gründen zehn Jahre aufbewahrt werden. In einzelnen Bereichen gilt eine längere gesetzliche Aufbewahrungsfrist, so etwa nach der Strahlenschutz- beziehungsweise der Röntgenverordnung sowie für Aufzeichnungen nach dem Transfusionsgesetz eine Frist von bis zu 30 Jahren.[1]
Gemäß § 10 Abs. 1 der Berufsordnung (Satzung) der Ärztekammer Schleswig-Holstein (BOÄK) ist der Arzt verpflichtet, über die in Ausübung seines Berufes gemachten Feststellungen und getroffenen Maßnahmen die erforderlichen Aufzeichnungen zu machen (Patientendokumentation, Patientenakte). Diese ärztlichen Aufzeichnungen müssen auch nach Abschluss der Behandlung grundsätzlich zehn Jahre aufbewahrt werden (§ 10 Abs. 4 BOÄK)."
Aufbewahrungsfrist
 
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Beachte die verjärungsfristen für die aufbewahrung von Krankenakten.
"
Vorgaben für Krankenhäuser

Patientenakten sollten aus versicherungstechnischen Gründen zehn Jahre aufbewahrt werden. In einzelnen Bereichen gilt eine längere gesetzliche Aufbewahrungsfrist, so etwa nach der Strahlenschutz- beziehungsweise der Röntgenverordnung sowie für Aufzeichnungen nach dem Transfusionsgesetz eine Frist von bis zu 30 Jahren.[1]
Gemäß § 10 Abs. 1 der Berufsordnung (Satzung) der Ärztekammer Schleswig-Holstein (BOÄK) ist der Arzt verpflichtet, über die in Ausübung seines Berufes gemachten Feststellungen und getroffenen Maßnahmen die erforderlichen Aufzeichnungen zu machen (Patientendokumentation, Patientenakte). Diese ärztlichen Aufzeichnungen müssen auch nach Abschluss der Behandlung grundsätzlich zehn Jahre aufbewahrt werden (§ 10 Abs. 4 BOÄK)."
Aufbewahrungsfrist

Dessen bin ich mir durchaus bewusst, - dennoch danke für die Anmerkung.
Die letzten 10 Jahre sind sowieso am Spannendsten, auch wenn ich gerne die "frühen" Jahre auch noch lesen würde.
Wäre durchaus interessant zu wissen, was "La Familia" von einem gehalten hat ;)
 
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