Krank während Termin, danach Meldepflicht?

qwertz123

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Hallo, ich habe ab 01.08 eigenständig eine Arbeit gefunden, jetzt wurde mir ein Termin zugeschickt für nächsten Dienstag den 16.07. Ich will da nicht hin, ich will nichts über die Arbeitsstelle erzählen und ich werde keinen Vertrag abgeben, erstens weils sie nichts angeht und zweitens weil ich keine Lust habe dass mir dann einfach so pauschal die Zahlungen für August eingestellt werden weil es unterstellt wird, dass der Lohn ja theoretisch schon Ende August kommen könnte. Ich möchte eigentlich nur bis Ende des Monats abwarten bis das Geld für August drauf ist und mich dann ohne Angabe von Gründen schriftlich abmelden.

Wenn ich jetzt zum Arzt gehe muss ich mich danach von mir aus automatisch sofort melden oder einfach warten bis mir der nächste Termin zugeschickt wird, bei dem ich dann wieder krank mache. Ich habe eine Standarteinladung wo keinerlei Extrawünsche wie z.b. eine Wegeunfähigkeitsbescheinigung drin stehen.
Oder wäre es besser einfach gleich durchgehend den Rest des Monats krank zu machen?
Wie handhabt ihr das?
 

Nena

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Wie handhabt ihr das?
Ich lasse mich dann AU schreiben, wenn ich arbeitsunfähig bin.

Oder wäre es besser einfach gleich durchgehend den Rest des Monats krank zu machen?
Ich wünsche Dir, dass Deine neue AG nicht mitgkriegt, dass Du AUs benutzt, um vor Unangenehmem wegzulaufen.

Wenn ich jetzt zum Arzt gehe muss ich mich danach von mir aus automatisch sofort melden
nein

warten bis mir der nächste Termin zugeschickt wird
ja

erstens weils sie nichts angeht und zweitens weil ich keine Lust habe
Was steht in Deinem AV, wann Lohn/Gehalt gezahlt wird?
 

Zeitkind

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Wenn ich jetzt zum Arzt gehe muss ich mich danach von mir aus automatisch sofort melden oder einfach warten bis mir der nächste Termin zugeschickt wird ...
Kommt darauf an, was in der Meldeaufforderung steht.
§ 59 SGB II Meldepflicht
Die Vorschriften über die allgemeine Meldepflicht, § 309 des Dritten Buches,
und über die Meldepflicht bei Wechsel der Zuständigkeit, § 310 des Dritten Buches, sind entsprechend anzuwenden.
§ 309 SGB III (3) Satz 2
Ist die meldepflichtige Person am Meldetermin arbeitsunfähig, so wirkt die Meldeaufforderung auf den ersten Tag der Arbeitsfähigkeit fort,
wenn die Agentur für Arbeit dies in der Meldeaufforderung bestimmt.
In der Regel wird in Meldeaufforderungen die Fortwirkung nach Ende der AU aufgeführt. Siehe Beispiel.
Wenn ich jetzt zum Arzt gehe muss ich mich danach von mir aus automatisch sofort melden ...?
Auch hier kommt es darauf an, was in der EGV oder dem ersetzenden VA festgelegt wurde;
§ 56 SGB II Anzeige- und Bescheinigungspflicht bei Arbeitsunfähigkeit
(1) Die Agentur für Arbeit soll erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts beantragt haben oder beziehen,
in der Eingliederungsvereinbarung oder in dem diese ersetzenden Verwaltungsakt nach § 15 Absatz 3 Satz 3 verpflichten,
1. eine eingetretene Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich anzuzeigen und
2. spätestens vor Ablauf des dritten Kalendertages nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit eine ärztliche Bescheinigung
über die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer vorzulegen.
 

qwertz123

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Ich wünsche Dir, dass Deine neue AG nicht mitgkriegt, dass Du AUs benutzt, um vor Unangenehmem wegzulaufen.
Ach das seh ich recht locker, hätte ich kein Problem damit, ist ja nur das Amt, ist etwas komplett anderes.

Kommt darauf an, was in der Meldeaufforderung steht.

Auch hier kommt es darauf an, was in der EGV oder dem ersetzenden VA festgelegt wurde;
Eine EGV oder einen VA habe ich nicht,
in der Einladung steht auch nichts diesbezüglich, nur das ich kommen soll wegen beruflichen Situation und die üblichen Drohungen falls ich es nicht tue, von einer AU steht da nichts.
 

qwertz123

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Weiß jemand wann es beim Amt kein zurück mehr gibt wegen der Zahlung?
Ich meine wenn das Alg 2 diesen Monats am 31.07 drauf ist, wann ist die Zeit wo es alles bearbeitet ist also wo es kein zurück mehr für das Amt geht und sie es die Zahlung nicht mehr einstellen können?
Bis dahin will ich nur überbrücken.
Ich will einfach nur nicht im September noch irgendwas abgeben müssen, wenn der Lohn drauf ist, es steht zwar im Arbeitsvertrag drin dass er ca. am 5en immer kommt aber den will ich nicht zeigen.
Nur darum geht es mir, kein geärgere mehr einfach schön raus.
Ich würde mich ja ansonsten erpressbar machen, "zeigen Sie den Arbeitsvertrag oder ich stelle die Zahlungen ein, dann müssen Sie im September den Geldeingang beweisen."
Ich habe auch keine Lust dass diese Intensivbetreurin mich danach noch Verfolgungsbetreut. Darf sie zwar nicht, aber ihr wisst ja wie es da abgeht.
 

gila

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Ach das seh ich recht locker, hätte ich kein Problem damit, ist ja nur das Amt, ist etwas komplett anderes.
Du kannst das ja gerne locker sehen. Aber es gibt auch gewisse Mitwirkungspflichten und auch die Pflicht eine Arbeitsaufnahme mitzuteilen. Das Thema wird gerade parallel hier diskutiert, da findest du sicherlich die passenden Hinweise

 

qwertz123

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Du kannst das ja gerne locker sehen. Aber es gibt auch gewisse Mitwirkungspflichten und auch die Pflicht eine Arbeitsaufnahme mitzuteilen. Das Thema wird gerade parallel hier diskutiert, da findest du sicherlich die passenden Hinweise

Ja das ist genau das gleiche wie in meiner Situation.
Es geht mir ja nicht darum nichts zu melden, sondern darum dass ich mein Geld für August bekomme.
Also bleibt mir nichts anderes übrig als solang krank zu machen wie möglich und am letzten Tag durch die Veränderungsmitteilung Bescheid zu geben.
Sollten die mich dann trotzdem anschreiben dass ich den Geldeingang belegen soll, dann ist es eben so aber Hauptsache das Geld ist drauf.
Wegen heftiger Sommergrippe leider vergessen es vorher mitzuteilen, da kann man nichts machen, ist eben verdammt regnerisch. Wobei es ja eigentlich reicht Veränderungen erst dann mitzuteilen wenn sie eintreten.
 

gila

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Wie gesagt, ehrlicherweise kann man dir nicht zu einer solchen Vorgehensweise raten, denn es bestehen halt Mitteilungspflichten und wenn das Jobcenter heraus bekommt dass du den Vertrag jetzt schon unterschrieben hast hättest du ihn auch zeitnaher melden müssen.

In der Regel ist es so, dass das Jobcenter Leistungen nur einstellen kann wenn es Tatsachen gibt, die eine Leistung nicht mehr gerechtfertigen. Und diese Tatsache passiert normalerweise erst dann, wenn du einen tatsächlichen Eingang, sprich einen Zufluss des neuen Gehaltes auf dem Konto hast. Deine Existenzsicherung hat hier ersteinmal Vorrang.

Es könnte ja auch sein, dass der Arbeitgeber versehentlich am 1. September dir den ersten Lohn überweist, dann darfst du dich freuen, weil du das dann behalten darfst... diese Geschichten mit Darlehen beantragen für den Monat etc werden zwar gerne praktiziert, aber einzig und allein um irgendwelchen Überzahlungen und Rückforderungsgedöns zu entkommen. Wirklich rechtlich einwandfrei ist das nicht. Aber lies in dem Thema weiter dann muss man ja nicht alles doppelt schreiben und diskutieren
 

qwertz123

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Was gehts die an was ich mache? Die haben die Möglichkeit zum Datenabgleich, dann sehen sie doch dass ich Sozialversicherung zahle und können sich denken dass ich arbeite.
Wo steht das geschrieben mit der Mitwirkungspflicht? Da steht doch sicher nur zeitnah, und zeitnah heißt für mich spätestens wenn es losgeht, also wenn die Änderung eintritt.
Wie will das Jobcenter rausfinden wann ich den Vertrag unterschrieben habe wenn ich keinerlei gesetzliche Pflicht habe ihn vorzulegen?
 

gila

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Darüber steht alles mögliche schon in dem anderen Thema
 
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