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Krank schreiben lassen während der Arbeitslosigkeit??

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Nicht offen für weitere Antworten.

hayabusa1980

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#1
Hallo Leute bin neu hier und hätte folgende Frage (hab her im Forum schon gesucht aber nichts finden können)

Ich bekomme noch bis April diesen Jahres ALG I (hab ca. 18 Monate gearbeitet). Danach würde ich ALG II. bekommen :icon_cry: Ich bemühe mich wircklich um Arbeit zu finden, hab sogar eine 6Monatige Fortbildung vom AA gemacht um meine Chancen zu erhöhen. Schreibe in der Woche im durchschnitt 5-6 Bewerbungen aber( November letzten Jahhres, da ich davor die Fortbildung hatte) leider hat sich immer noch nichts ergeben.
Wie ist es denn wenn ich mich jetzt Krank schreinen lassen würde?
a) Wie lang kann ich mich max. Krank schreiben lassen?
b)Bekomme ich mich während dieser Zeit mein Geld von der KK?
c)Wird danch die Leistung vom AA weiter gezahlt?

Konkret gesagt gesagt geht es mir darum, dass ich die Zeit, in dem ich ALG I. bekommen soweit auszudehnen wie möglich, da wir mit dem ALG II. nicht klar kommen würden?

Vielen Dank jetzt schon!!!
 

franzi

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#2
Um dich krankschreiben zu lassen, brauchst du eine ärztliche Diagnose bzw. muss eine Erkrankung tatsächlich vorliegen.

Viele Ärzte schreiben auch nicht mehr so einfach krank wie früher. Und auch nicht längerfristig. Da muss man schon schwerwiegende Erkrankungen haben.

Das ALG I läuft trotzdem früher oder später aus. Den ALG II-Bezug kannst du also nicht verhindern.
 
E

ExitUser

Gast
#3
Hallo hayabusa1980,

im Falle einer "Krankschreibung" bei ALG 1 erhältst Du von der Agentur die Leistungsfortzahlung.
Nach Ablauf von 6 Wochen werden die Leistungen aufgehoben, und Du musst einen Antrag auf Krankengeld stellen. Erst dann würde auch eine Verlängerung der Bezugszeit stattfinden.

Aber franzi hat Dir ja bereits schon Wesentliches geschrieben. :icon_smile:
 

hayabusa1980

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#4
Und wie hoch ist das Krankengeld?
Bei wem muss man Krankengeld beantragen; KK oder AA?
 
E

ExitUser

Gast
#6
Als Ergänzung zu den beiden vorangegangenen Beiträgen:
Arbeitsunfähigkeit über sechs Wochen

Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als sechs Wochen, erhalten Sie bei Pflichtversicherung nach Ablauf dieser Zeit in der Regel Krankengeld von Ihrer zuständigen Krankenkasse in Höhe des Betrages, der Ihnen zuletzt als Leistung von der Agentur für Arbeit gewährt wurde. Wenden Sie sich dazu bitte an Ihre Krankenkasse.
Nach dem Bezug von Krankengeld müssen Sie sich für die Weiterzahlung von Arbeitslosengeld erneut persönlich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos melden.
Quelle
 

hayabusa1980

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#7
Danke für die Antworten bis jetzt.

Und wie lange kann man maximal Krankengeld beziehen???
 
E

ExitUser

Gast
#9
Konkret gesagt gesagt geht es mir darum, dass ich die Zeit, in dem ich ALG I. bekommen soweit auszudehnen wie möglich, da wir mit dem ALG II. nicht klar kommen würden?
Also für mich sieht das nach Betrug aus.

Übrigens: "Hurra, wir leben noch...", trotz ALG2.
 
E

ExitUser

Gast
#11
Den beiden Vorpostern widerspreche ich in keinster Weise. Hayabusa hat konkrete Fragen gestellt und (so hoffe ich) konkrete Antworten bekommen.

Sie wird sicherlich feststellen, dass ohne eine ernsthafte Erkrankung dieser Weg ein Irrweg sein wird.
 

purplerose

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#12
gehe bei einer ernsthaften erkrankung am besten direkt zum facharzt, dann gibts weniger probleme mit der KK aber:
es ist schwer, wenn du nicht wirklich so krank (organisch oder psychisch) bist, um eine 78wöchige krankschreibung zu erklären !! also überlege genau,falls dem nicht so ist!
Falls dem so ist,daß du so krank bist, hol dir hilfe bei einem sozialverband wie z.b. dem SoVD oder dem VdK, damit du richtig beraten wirst. kostet zwar 5,- monatl. ,dafür
steht aber ne große orga hinter dir,die dir kostenlsoe rechtsberatung etc. gibt, für dich widersprüche erstellt (ggfls. gegen extra gebühren) und auch für dich kostenlos vor dem sozialgericht deine rechte vertritt.
viel erfolg
 

dieeis

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#13
Also ich habe damit gute Erfahrungen gemacht. Ich war von Okt.2008
bis Dez.09 krank, ich hatte eine Dupuytren`sche Kontraktur was einige Operationen erforderte. Damit war ich bis August krankge-
schrieben, im Anschluß zog ich mir eine Sehnenzerrung am rechten Fuß zu, einfach umgeknickt, damit war ich dann bis Dez.09 krank.
Man erwirbt während der Krankheit neuen Anspruch auf ALG, sagte
die gute Frau in der Leistungsabteilung. So etwa"So kann man auch
wieder seinen Anspruch auf ALG bekommen."
 

Ashura

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#14
Man erwirbt während der Krankheit neuen Anspruch auf ALG, sagte
die gute Frau in der Leistungsabteilung. So etwa"So kann man auch
wieder seinen Anspruch auf ALG bekommen."
Hmm das habe ich nicht ganz verstanden. Bedeutet das, wenn man nach einem Jahr Beschäftigung ALG I beantragt und man in der Zeit der Arbeitslosigkeit krank wird...einem mehr als 6 Monate zustehen, da man ja ein paar Wochen/Monate krank war?

Gruß
Ashura
 
E

ExitUser

Gast
#15
Bedeutet das, wenn man nach einem Jahr Beschäftigung ALG I beantragt und man in der Zeit der Arbeitslosigkeit krank wird...einem mehr als 6 Monate zustehen, da man ja ein paar Wochen/Monate krank war?
Das stimmt nur zum Teil. Solange man wegen einer Erkrankung ALG-Leistungsfortzahlung (bis zu sechs Wochen pro Erkrankungsfall) erhält, wird diese Zeit auch vom ALG-Anspruch abgezogen. Man bezieht schließlich ALG, wenngleich in Form der Leistungsfortzahlung bei Erkrankung.

Wenn man länger als sechs Wochen krank ist und dann Krankengeld von der Krankenkasse bekommt, wird die Zeit der Krankengeldzahlung nicht auf den ALG-Anspruch angerechnet, denn das ist eine andere Leistung. Ein gänzlich neuer ALG-Anspruch allein aufgrund Krankengeldzahlung setzt eine lange Erkrankung (mindestens 12 Monate, also die übliche Frist für die Anspruchsentstehung) voraus. Zu den damit erworbenen Ansprüchen würde der Rest des alten ALG-Anspruchs hinzukommen, bis zu insgesamt 12 Monaten (für Ältere über 50 mehr).
 

Atlantis

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#16
Das stimmt nur zum Teil. Solange man wegen einer Erkrankung ALG-Leistungsfortzahlung (bis zu sechs Wochen pro Erkrankungsfall) erhält, wird diese Zeit auch vom ALG-Anspruch abgezogen. Man bezieht schließlich ALG, wenngleich in Form der Leistungsfortzahlung bei Erkrankung.

Wenn man länger als sechs Wochen krank ist und dann Krankengeld von der Krankenkasse bekommt, wird die Zeit der Krankengeldzahlung nicht auf den ALG-Anspruch angerechnet, denn das ist eine andere Leistung. Ein gänzlich neuer ALG-Anspruch allein aufgrund Krankengeldzahlung setzt eine lange Erkrankung (mindestens 12 Monate, also die übliche Frist für die Anspruchsentstehung) voraus. Zu den damit erworbenen Ansprüchen würde der Rest des alten ALG-Anspruchs hinzukommen, bis zu insgesamt 12 Monaten (für Ältere über 50 mehr).



Mal ein Frage war ja 4 Jahre im Rentenverfahren und Au wie wird die leistung dort unter den leistungsträger verrechnet.

ALG II und Krankengeld sind die 4 Jahre AU vom Arzt nun Krankengeld der Krankenkasse oder ALG II Leistungen, werden die Leistungen nun von der Krankasse oder vom Jobcenter übernommen.

Interessant ist es ja da das Jobcenter ja an die Rentennachzahlung für 4 Jahre ran will oder bekommt die Krankasse die Rentennachzahlung?
 
E

ExitUser

Gast
#17
Das vorstehende bezieht sich nur auf ALG.

Bei ALG II ist die Sache anders. Dort wird bei Erkrankung das ALG II unbefristet vom JC fortgezahlt. Es besteht kein Anspruch auf Krankengeld von der Krankenkasse.
 
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