Krank - MDK entscheidet nach Aktenlage Gesund. Ab 01.08.19 keine Arbeit da wegen Burnout (auf anraten Arzt) gekündigt

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MeiBen

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Hallo liebe Experten,

ich bin neu hier und weiß nicht ob ich mit meinem Anliegen hier richtig bin. Folgender Sachverhalt:
Ich war 8,5 Jahre in der IT Branche als TZ beschäftigt, wurde immer wegen Erschöpfung krank. Mein HA hatte dann mir im März geraten wenn es sich nicht bessert, sollte ich überlegen zu kündigen.
Man muss dazu sagen, dass ich einen Sohn habe der PG3 hat (Sozial- Emotionale Störung).
Im April war es so schlimm, dass ich die Reißleine gezogen und habe dann zum 31.07.19 gekündigt nachdem mein AG Druck machte warum schon wieder krank. Von Fürsorge keine Spur. Mein HA hat mich dann am 12.04.19 krankgeschrieben und mir gleich eine Bescheinigung ausgestellt, dass er mir dazu geraten hat. Ich habe mich bei AfA gemeldet und denen die Bescheinigung wegen Vermeidung von Sperrzeiten und die AU vorlegt. Soweit so gut.
Seit dem 16.04.19 bin ich bei einem FA für Psych. und er hat mich fortlaufend aktuell bis 22.08.19 krankgeschrieben. Ab dem 23.05.19 erhielt ich von meiner KK Krankengeld.
Meine letzte AU (Folgebescheinigung) ist vom 22.07.19 die besagt AU bis erstmal 22.08.19.
Am 27.07.19 erhielt ich ein "nettes" Schreiben meiner KK, dass auf Grundlage eines " Gutachtens" vom MDK ich ab dem 01.08.19 (Wunderheilung lässt Grüßen) abgeblich wieder Arbeitsfähig wäre.
Das ist natürlich nicht der Fall. Ich habe natürlich sofort Widerspruch eingereicht: Habe auf § 24 SGB X und § 25 Abs. 1 SGB X verwiesen.
Parallel hierzu verweise ich Aufgrund der gestellten Diagnose meines behandelten Arztes auf das Urteil des Landessozial Gericht Hessen L 8KR 228/06.
Mein FA habe ich noch vor seinem Urlaub erreicht und er hat schon ein 2 Gutachten in Auftrag gegeben.
Die KK hat darauf hin mir den Eingang Widerspruch bestätigt. Mir das Witzschreiben vom MDK (er hat angeblich den FA tel nicht erreicht) in Kopie gegeben und dann gemeint, dass ein Widerspruch vom Arzt fehlen würde.
Soweit so gut.
Nun bekomme ich kein Krankengeld ab dem01.08.19. Meine Krankenversicherung ist ja auch nur zeitlich begrenzt. Arbeitsfähig (also für den Arbeitsmarkt) bin ich auch weiterhin nicht, weil ich nach wie vor wegen Psych. AU habe. ALG2 bekomme ich nicht, da mein Mann zu gut verdient.
Ich bin sehr verzweifelt und bin wieder was meine Genesung anbelangt wieder fast am Anfang.

Frage: Kann ich trotzdem ALG1 bekommen? Antrag habe ich vorsorglich heute Online gestellt. Bin ich ggf. trotz Ablehnung Alg 1 krankenversichert?


Tur mir leid für den langen Text.

Danke schon einmal im Voraus für hilfreiche Tipps.
MeiBen
 

Agent

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Hallo MeiBen,

hast du dich auch persönlich arbeitslos gemeldet? Arbeitslosengeld wird frühestens ab der persönlichen Meldung gezahlt und ich bin mir aus deiner Schilderung nicht sicher, ob du nun mit dem Schreiben vom MDK nochmal persönlich vorgesprochen hast.

Du kannst grundsätzlich nach der Entscheidung des MDK Arbeitslosengeld beziehen, auch wenn ein Widerspruch läuft. Es wird dann seitens der AfA ein ärztliches Gutachten veranlasst, im Rahmen des festgestellten Leistungsvermögens du dich dann zur Verfügung stellen solltest. Falls der Widerspruch bei der KK durchgeht, dann informiere die AfA und dann wird über einen Erstattungsanspruch rückabgewickelt.

Viele Grüße
Agent
 

MeiBen

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Hallo Agent,

Danke für deine Antwort, das hilft mir schon etwas weiter.
Ich habe mich im April und am letzten Freitag telefonisch gemeldet. Die Bescheinigung vom Arzt, dass er meine Eigenkündigung befürwortet, sowie die 1 AU Bescheinigung als auch die aktuelle liegen dem Amt vor und wurde auch bestätigt. ALG 1 Antrag habe ich heute gestellt (online).
Persönlich vor Ort werde ich am Montag mit einer Begleitung hingehen, da ich es allein ohne Hilfe nicht schaffe. Das Gutachten vom MDK bzw. der Bescheid geht meines Erachtens das AfA wegen Diagnosen nichts an. Oder liege ich da falsch. Ich werde das Schreiben der KK geben, worin diese Info steht, dass der MDK nach Aktenlage das so entschieden hat.
Parallel hierzu noch mein Widerspruch und die Bestätigung der KK dass mein Widerspruch eingegangen ist.

Außerdem habe ich noch einen Sohn den ich pflege und das kostet zusätzlich Kraft.
Was ich nicht verstehe was ein Gutachten über das AfA anbelangt. Heisst das ich werde 2 x Begutachtet durch den MDK? Einmal wegen der KK und einmal AfA?
Das ist doch in meinen Augen totaler Quatsch und ein unnötiger Kostenfaktor wenn mein FA. bereits ein Gegengutachten (2. Gutachten) in Auftrag gegeben hat.
 
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ExUser 2606

Gast
Wenn du igesundheitliche Einschränkungen hast, mussder ärztliche Dienst der AfA dich begutachten, um festzustellen, welche Einschränkungrn bri der Vermittlung zu beachten sind. Daswird oft nach Aktenlage gemacht. Dauzu kannst du deine Ärze von der Schweigepflicht entbinden oder aussagekräftige Befunde einreichen.

Die Begutachtung durch den MDK hat eine ganz andere Fragestellung.
 

HermineL

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Ich bezweifele in diesem Fall das die BA Leistungen zahlen wird. Es ist Fakt das eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bis zum 22.08.2019 vorliegt. Auch wenn die KK nun geschrieben hat das der MDK zum Schluss gekommen ist das TE arbeitsfähig sein soll ist dieser Bescheid durch den Widerspruch nicht rechtskräftig. Aus Sicht der BA dürfte damit die AU weiter Bestand haben.

Die Begutachtung des MDK nach Aktenlage ist rechtswidrig egal ob der behandelnde Arzt nun auch widersprochen hat oder nicht. Seine Begründung ist hier obsolet. Diese wäre nur notwendig wenn der MDK auch tatsächlich eine Untersuchung durchgeführt hätte.
Die Sachlage ist das der MDK grundsätzlich zu untersuchen hat und keine Gutachten nach Aktenlage zulässig sind, insbesondere nicht bei psychischen Leiden, auch wenn die das gerne machen. Der Widerspruch des TE reicht da vollkommen aus zumal dieser auch richtigerweise auf das Urteil des LSG Hessen verweist. Wenn die KK hier nicht umgehend einen Widerspruchsbescheid erlässt und der TE keine andere Einnahmequelle als das Krankengeld hat wäre hier ein Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz beim zuständigen SG durchaus im Bereich des möglichen.
 

MeiBen

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Dankeschön HermineL für die Information.
Ich habe wirklich nur das Krankengeld und das Einkommen meines Mannes was aber zum Bestreiten des Lebensunterhalt knapp ist.
Die Letzte Antwort der KK war ja nur Eingang des Widerspruchs. Bisher kein Widerspruchsbescheid, dass KK das Krankengeld weiterzuzahlen hat bis Klärung. Dazu hatte ich sie ja in meinem Schreiben aufgefordert.
Aktuell habe ich kein weiteres Einkommen.
Nur das Einkommen meines Mannes, Kindergeld und das Pflegegeld für den Sohn.
Keine Ahnung ob das Einkommen von ihm hinsichtlich des einstweiligen Rechtsschutz beim SG angerechnet wird?

Ich habe im Anhang das letzte Schreiben
 

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HermineL

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dass KK das Krankengeld weiterzuzahlen hat bis Klärung. Dazu hatte ich sie ja in meinem Schreiben aufgefordert.
Das wissen die genau ignorieren es aber gerne immer wieder.

Keine Ahnung ob das Einkommen von ihm hinsichtlich des einstweiligen Rechtsschutz beim SG angerechnet wird?
Ich denke nicht aber ich denke das wird gar nicht relevant werden denn ich vermute stark das die KK umgehend zahlen wird sowie sie durch das SG Kenntnis vom den Eingang des Eilantrages erhalten. Ich kann dir das zwar nicht garantieren aber eigentlich wissen die sehr genau das sie damit auf die Nase fallen wenn sich jemand wehrt.
 

MeiBen

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Das wissen die genau ignorieren es aber gerne immer wieder.
Ja das dachte ich schon.

Ich denke nicht aber ich denke das wird gar nicht relevant werden denn ich vermute stark das die KK umgehend zahlen wird sowie sie durch das SG Kenntnis vom den Eingang des Eilantrages erhalten. Ich kann dir das zwar nicht garantieren aber eigentlich wissen die sehr genau das sie damit auf die Nase fallen wenn sich jemand wehrt.
Ok Dankeschön das hilft mir. Ich werde das auf jeden Fall so machen.

Ich werde zur Sicherheit trotzdem zum AfA gehen auch wenn ggf. der Antrag abgelehnt wird. Somit kann ich mir nichts vorwerfen lassen
 

MeiBen

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