Krank,Arbeitslos und Umschulung "abgelehnt"

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Adler76

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Hatte im Juni bei der DRV einen Antrag auf Berufliche Reha gestellt.
Heute bekam ich einen Bescheid in dem steht.......dass die DRV sich grundsätzlich bereit sieht Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben zu Zahlen.


Jedoch hatte ich in dem Antrag geschrieben dass ich gerne eine Umschulung möchte,wegen Gesundheitlichen einschränkungen,dass auch so mit der Beraterin Telefonisch besprochen wurde.

Ich bin nun seit März 2012 Krankgemeldet,und bekomme bis 1.9.2013 Krankengeld.
Danach wird wohl erst einmal die aussteuerung kommen.

Da ich im letzten Beruf nur 9 Monate tätig war,steht mir kein ALG1 zu.

Das würde bedeuten,ALGII und ich muss wieder jedem Job-Angebot nachgehen.
Das wiederum bereitet mir ziemlich Kopfschmerzen!!!!
Denn,es wurde bereits 2012 über das noch zumutbare,was Gesundheitlich noch zu machen wäre,weggesehen,und ich quasi "gezwungen" diesen Job zu Versuchen.

Da die Gesundheitsbeeinträchtigungen aber schlimmer wurden,bin ich,wie schon erwähnt,seit März 2012 Krankgemeldet.

Das einzigste was die DRV bezahlen will/kann ist ein Teil meines Gehaltes dass ich eventuell durch einen neuen Job bekommen würde.

Meine Frage nun.......was kann ich jetzt noch machen,bzw.sollte ich machen.
Widerspruch versuche ich Heute noch zu Schreiben.

Danke im voraus!!!
 
G

Gast1

Gast
Hi Adler76,

was genau steht in Deinem Bescheid der DRV drin?

In meinem Bescheid steht einerseits:

Sollte die Vermittlung auf einen leidensgerechten Arbeitsplatz möglich sein, erklären wir uns bereit, Zuschüsse an den Arbeitgeber zu leisten
Aber in meinem Bescheid steht auch drin:

auf Ihren Antrag bewilligen wir Ihnen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben dem Grunde nach.

Über Art und Umfang dieser Leistungen erhalten Sie von uns noch weiteren Bescheid
Ich habe ein paar Tage später von der DRV diesen weiteren Bescheid bekommen: eine Einladung zu einem Beratungstermin bei der DRV. Bei diesem Termin wurde mir eine Integrationsmaßnahme angeboten, die ich anschließend absolviert habe. Zuschüsse zu einer Arbeitsstelle wird mir die DRV weiterhin bezahlen.
 

Adler76

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So,hier mal das Schreiben der DRV.
 

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Fritz Fleißig

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Ich bin nun seit März 2012 Krankgemeldet,und bekomme bis 1.9.2013 Krankengeld.
Danach wird wohl erst einmal die aussteuerung kommen.

Da ich im letzten Beruf nur 9 Monate tätig war,steht mir kein ALG1 zu.
Wie kommst du darauf? Du brauchst für den Anspruch auf ALG mindestens 12 Monate Versicherungszeiten innerhalb der letzten zwei Jahre vor Enstehung des Anspruchs auf ALG, was bei dir der Tag nach der Aussteuerung aus dem KG-Bezug wäre. Während des Bezuges von Krankengeld bist du weiterhin arbeitslosenversichert.

Du müßtest vom 02.09.2011 bis 01.09.2013 nach deinen Angaben eigentlich kontinuierlich arbeitslosenversichert gewesen sein, entweder aufgrund der Beschäftigung oder des KG-Bezuges.

Auch wenn du nach Aussteuerung weiterhin krank bist, würde dir ALG aufgrund Nahtlosigkeitsregelung zustehen.
 

Adler76

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Wie kommst du darauf? Du brauchst für den Anspruch auf ALG mindestens 12 Monate Versicherungszeiten innerhalb der letzten zwei Jahre vor Enstehung des Anspruchs auf ALG, was bei dir der Tag nach der Aussteuerung aus dem KG-Bezug wäre. Während des Bezuges von Krankengeld bist du weiterhin arbeitslosenversichert.

Du müßtest vom 02.09.2011 bis 01.09.2013 nach deinen Angaben eigentlich kontinuierlich arbeitslosenversichert gewesen sein, entweder aufgrund der Beschäftigung oder des KG-Bezuges.

Auch wenn du nach Aussteuerung weiterhin krank bist, würde dir ALG aufgrund Nahtlosigkeitsregelung zustehen.

Ich hatte am 28.08.2012 den Job angetreten und ab 16.04.2012 Krankengeld bekommen.
Die Kündigung kam auf den 31.05.2013.

So denke ich dass ich kein Anspruch auf ALG1 habe,da ich nur 9 Monate gearbeitet habe.
Es sei denn der Krankengeldzeitraum fliest trotz Kündigung da mit rein?!
 

Fritz Fleißig

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Genauso ist es. Du bist bei KG-Bezug weiterhin in der Arbeitslosenversicherung pflichtversichert, unabhängig von einer eventuellen Kündigung des Arbeitgebers. Es entstehen also Versicherungszeiten.

Was hast du vor der letzten Beschäftigung gemacht? Besteht eventuell noch ein nicht ausgeschöpfter Restanspruch auf ALG aus einer früheren Beschäftigung? Der würde hier noch (wahrscheinlich) hinzukommen.

Korrektur: irgendwas stimmt mit dem Datum nicht. März 2012 oder 2013?
 

Adler76

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Ach...moment mal,mir ist da ein fehler Unterlaufen!!!!

Neuer Job war ab 29.08.11
Krankengeld ab 16.04.2012 - 01.09.2013

Aber wie sieht dass dann mit ner "Umschulung"§ über das Arbeitsamt aus?
Die DRV hatt ja geschrieben dass diese sich grundsätzlich bereit Erklären,die Leistungen zu erbringen.

Und noch mal Danke für die Infos!!!!
 

Fritz Fleißig

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Aha, jetzt wird das mit dem Datum klar.

Du hast also 24 Monate Versicherungszeit (Beschäftigungszeit plus KG-Bezug) in den letzten 2 Jahren und folglich einen Anspruch auf 12 Monate ALG.

Falls du über 50 Jahre alt bist und noch ein Restanspruch aus einer früheren Beschäftigung besteht, eventuell auch länger.

Zur Umschulung und die Zuständigkeit von Arbeitsagentur und Rentenversicherung auf diesem Gebiet kann ich leider nichts beitragen.
 
G

Gast1

Gast
So,hier mal das Schreiben der DRV.

Da steht kein Wort drüber drin, dass man Dir eine Umschulung oder Ähnliches bewilligt hat, auch nicht indirekt, wie in meinem Fall. Nur den Lohnkostenzuschuss, den haben sie Dir bewilligt.

Falls Du damit nicht einverstanden bist: Widerspruch einlegen innerhalb von 4 Wochen nach Posteingang. Eigentlich müsste eine Widerspruchsfrist auf diesem Bescheid genannt sein.
 

Adler76

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Aha, jetzt wird das mit dem Datum klar.

Du hast also 24 Monate Versicherungszeit (Beschäftigungszeit plus KG-Bezug) in den letzten 2 Jahren und folglich einen Anspruch auf 12 Monate ALG.

Falls du über 50 Jahre alt bist und noch ein Restanspruch aus einer früheren Beschäftigung besteht, eventuell auch länger.

Zur Umschulung und die Zuständigkeit von Arbeitsagentur und Rentenversicherung auf diesem Gebiet kann ich leider nichts beitragen.

Bin erst 37!!!


Da steht kein Wort drüber drin, dass man Dir eine Umschulung oder Ähnliches bewilligt hat, auch nicht indirekt, wie in meinem Fall. Nur den Lohnkostenzuschuss, den haben sie Dir bewilligt.

Falls Du damit nicht einverstanden bist: Widerspruch einlegen innerhalb von 4 Wochen nach Posteingang. Eigentlich müsste eine Widerspruchsfrist auf diesem Bescheid genannt sein.
Habe auch nichts anderes behauptet :wink:
Nur ist dass im umkehrschluss,für mich gesehen,ne Ablehnung für ne Umschulung.
Behlerung steht dabei!

Widerspruch werde ich einlegen.
 

Machts Sinn

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Hallo Adler,

zu deiner Frage in einem anderen Forum, wo die meisten selbsternannten "Experten" auch ihre Arbeitgeber vertreten und daher ihre Informationen "dosieren":

Jetzt noch ne Frage....
Ein Bekannte meinte,dass man Prüfen lasssen kann ob eine verlängerung des KG in betracht kommt.

Grund dafür sei,die AUB`s waren Nicht überschneident sondern nur lückenlos!!!
Beispiel.....AU von 7.6.1013 - 21.06.2013 die neue AUB sollte eigentlich am 20.07.2013 geholt werden,wurde aber erst am 21.06.2013 geholt.

Was ist an dieser Theorie dran???

Die Theorie wäre bei wirklich nur nahtlos super und von einem LSG bestätigt:

https://sozialgerichtsbarkeit.de/sg...=esgb&id=149207&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=

Aber 21.06.2013 ist nicht nahtlos, sondern überschneidend. Es gibt zwar eine Überlegung, dass die Überschneidung um 2 Tage erforderlich wäre, aber dem will das BSG offenbar nicht folgen mit seiner "vonhintendurchdieBrustinsAuge"-Rechtsprechung".

Gruß!
Machts Sinn
 

Adler76

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Hey MS,

wie geht man da eigentlich vor?
An die KK wenden?
Anwalt?
Widerspruch gegen das auslaufen des Krankengeldes?

EDIT:

Wie du ja weist sollte ich am 7.2.2013 eine neue AUB holen,war allerdings ert am 8.2.2013 dort.

Wäre da jetzt die Möglichkeit die Zeit ab dem 7/8.8 noch hinten drann zu hängen,oder versehe ich das jetz etwas falsch?
 

Machts Sinn

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Hallo Adler,

hast du gesehen, dass ich den Beitrag noch berichtigt habe ... ? Trotzdem kannst du es natürlich darauf ankommen lassen, denn genau genommen hast du bei Verlängerung der AUB am letzten Tag der bisherigen AUB kein Versicherungsverhältnis mehr wenn der Anspruch auf Krankengeld am nächsten Tag entstehen soll.

Im Übrigen läuft gerade noch eine Grundsatz-Aktion wozu auch eine Verfassungsbeschwerde in Vorbereitung ist und wohl morgen raus geht. Die betrifft Fälle mit Krankengeld-Bewilligungen durch Verwaltungsakt mit Dauerwirkung und Leistungsbeendigung ohne Anhörung und Rücknahme- / Aufhebungsbescheid. Schau´mal rein:

Krankengeld

Gruß!
Machts Sinn
 
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