Kraftakt "für" Langzeitarbeitslose

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Kaleika

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13.08.2015
WEIDEN
Kraftakt für Langzeitarbeitslose
Weiden. Trotz Aufschwungs: Die Langzeitarbeitslosigkeit ist ein fester Block, an dem sich schon viele die Zähne ausgebissen haben. Jetzt folgt ein neuer Anlauf. Der Jobcenter sucht Arbeitgeber, die Betroffenen eine Chance geben wollen. 800.000 Euro stehen dem Center Weiden-Neustadt zur Verfügung.
(...)
Kraftakt für Langzeitarbeitslose | Stadt Weiden - Oberpfalznetz

Eine absolute Unverschämtheit, ein weiterer Abbau der Grundrechte für Erwerbslose, wenn derart in deren Privatsphäre eingedrungen werden darf und soll, sie offenbar persönlich für das Nichtbesetzen nicht vorhandener Arbeitsplätze verantwortlich, beziehungsweise "haftbar" gemacht werden!
Ähh, alles natürlich nur zu ihrem Vorteil versteht sich.
 

flandry

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Das hört sich genauso an, wie das bisher in JC gemacht wird. Das Kind hat wieder einmal einen neuen Namen. Ich schätze also: Ergebnis = 0.:glaskugel:
Sinnvoll wäre eine Auffrischung der beruflichen Kenntnisse bzw. eine Umschulung.:wink:
 
H

HHPeterle

Gast
Fehlt nur noch, dass die Nachbarschaft oder ehemalige Chefs zu den Hemmnissen befragt werden. Da wird es Zeit, die Elos in dieser ESF Missgeburt umfangreich über deren Rechte zu informieren!
 

roterhusar

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Das ist ja grade das Blendwerk. Irgendeine EDV- Maßnahme wird zur entscheidenden Eingliederung, dabei ist der PC- Gegner und wurde nicht gefragt, wie Inge Hannemann in "Hartz IV Diktatur" sehr gut beschreibt.
 

gila

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Wann findet sich diese "soziale" Gesellschaft mal damit ab, dass es schwarz und weiß gibt, Licht und Schatten, Menschen mit Behinderungen, die der "Norm" eben nicht entsprechen - und auch Menschen, die eben nicht "beschäftigt" werden können ... und dass das immer so sein wird ...
 

Albertt

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Wann findet sich diese "soziale" Gesellschaft mal damit ab, dass es schwarz und weiß gibt, Licht und Schatten, Menschen mit Behinderungen, die der "Norm" eben nicht entsprechen - und auch Menschen, die eben nicht "beschäftigt" werden können ... und dass das immer so sein wird ...
Antwort: Niemals. Schau mal hier: Peter Porschen - Kinderarmut in Deutschland

Genauso denkt- und berwertet die Mehrheit.
 

gila

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mit einem Wort zu kommentieren dieser Ausbund an Intelligenz:

NIEMAND HAT DIE ABSICHT EINE MAUER ZU ERRICHTEN!

https://www.youtube.com/watch?v=YjgKKOdVRx4

Die "kräftigen jungen Männer", die vor den Jobcentern "herumlungern" warten auch nur auf "Walter" und den Wohnungsbau :icon_lol::icon_lol:
 

0zymandias

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Na, da geht doch die Sonne auf :)icon_idee:), denn schließlich wird sich diesen Strauß an wundertütiger Hilfe und Qualifizierung jeder schon einmal gewünscht haben (Zitat aus Link 1 in Posting #1, Fettdruck von mir):
"Auf drei Säulen basiert das neue Konzept", erklärt Hohlmeier: gezielte Betriebsakquise, Intensivcoaching nach Beschäftigungsaufnahme sowie finanzieller Minderleistungsausgleich für den Arbeitgeber. Von der nachgehenden Betreuung im Coaching-Prozess versprechen sich die Jobcenter-Experten besonders viel. Sozialpädagogen betreuen die Teilnehmer überall dort, wo es erforderlich ist. "Das kann der Arbeitsplatz sein oder auch ihre Wohnung", ist den Förderbestimmungen zu entnehmen.
[...]
Auch Alltagshilfen wie Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel, Umgang mit Geld, das Einkaufen oder das persönliche Erscheinungsbild werden bei den Hilfestellungen genannt.
[...]
Hiller besitzt langjährige Erfahrung in der Stellenakquise. "Zunächst möchte ich mich auf Helferstellen im Metall-, Lager-, und Versandbereich konzentrieren" kündigt sie an. Dass das Förderangebot für Arbeitgeber interessant ist, davon ist Hiller überzeugt. Schließlich kann sie Vorteile wie zum Beispiel einen bis zu 75-prozentigen Lohnkostenzuschuss, Übernahme von Pendelkosten, Kosten eines Führerscheins oder Pkw-Zuschuss für Maßnahmeteilnehmer und arbeitsplatzbezogene berufliche Qualifikationen bieten.
Einkaufen ohne Geld hätte ich persönlich interessanter gefunden, da es weniger weltfremd und näher an der Lebenswirklichkeit gewesen wäre.

Diskussionen über mein persönliches Erscheinungsbild habe ich in durchaus angeregter Form schon mit meinen Eltern zu Zeiten meiner Pubertät geführt und freue mich darauf, diese Erfahrungen gewinnbringend in Gesprächen mit Verwaltungsangestellten, Sozialpädagogen und Beinahe-Unternehmern einbringen zu können. Yeah. :biggrin:

Aber Busfahren zu können, wäre schon very gyle. :icon_hihi:

(BTW: Ist ein Minderleistungsausgleich a priori nicht schon eine fakking Diskriminierung? :biggrin:)
 

götzb

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Der Dreck ist für potentielle Opfer freiwillig, weil dieser auf den aktuellen Pipi Bundesprogramm beruht.
 

Nimschö

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Diskussionen über mein persönliches Erscheinungsbild habe ich in durchaus angeregter Form schon mit meinen Eltern zu Zeiten meiner Pubertät geführt und freue mich darauf, diese Erfahrungen gewinnbringend in Gesprächen mit Verwaltungsangestellten, Sozialpädagogen und Beinahe-Unternehmern einbringen zu können. Yeah. :biggrin:
Sowas hätte ich auch gern mal... Aber irgendwie traut sich das nie einer, entweder weil ich grad "paramilitärisch" gekleidet bin und die fürchten ich könnt einen Bombengürtel drunter tragen, oder weil ich grad schwuppig rumlaufe und sie dann die Diskriminierungskeule schon über sich schweben sehen :D
 
H

HHPeterle

Gast
Hiller besitzt langjährige Erfahrung in der Stellenakquise. "Zunächst möchte ich mich auf Helferstellen im Metall-, Lager-, und Versandbereich konzentrieren" kündigt sie an. Dass das Förderangebot für Arbeitgeber interessant ist, davon ist Hiller überzeugt. Schließlich kann sie Vorteile wie zum Beispiel einen bis zu 75-prozentigen Lohnkostenzuschuss, Übernahme von Pendelkosten, Kosten eines Führerscheins oder Pkw-Zuschuss für Maßnahmeteilnehmer und arbeitsplatzbezogene berufliche Qualifikationen bieten.
Das ist ja fast so toll wie der 1 € Job. Der Staat übernimmt den Lohn, die Firma dankt. Darauf kann man sein Geschäftsmodell aufbauchen. Ich glaube, ich werde doch noch Unternehmer..:biggrin:
Liebe Regierung, wieder mal nix dazugelehnt!:icon_neutral:
 

PeterMM

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bei mir wollte so ein betriebsakquisiteur das programm schmackhaft machen via
bleistiftzeichnung. mehr als ein esf flyer hatte er nicht
.nach durchsicht und den stichpunkten
kein verwertbarer Berufsabschluss und abweichen vom mindestlohn sowie coaching habe ich dann abgesagt..

mal abgesehen vom Verwaltungsaufwand für den "zukünftigen" Arbeitgeber..
Folgende Unterlagen sind
vom Arbeitgeber beim Jobcenter einzureichen:

Arbeitsvertrag in Kopie

Nachweis über Anmeldung zur Sozialversicherung

Regelmäßige Ausgabenerklärungen mit Kopien der Lohnjournale und
Nachweise
über das
gezahlte Arbeitsentgelt und die gezahlten Sozialversicherungsbeiträge

Mittelanforderungen

Zwischennachweise

Verwendungsnachweis

Weiterbeschäftigungserklärung: diese ist nach Ablauf der
Nachbeschäftigungszeit vom A
r-
beitgeber
einzureichen
(
Normalf
örderung)
Gegebenenfalls kann das Einreichen weiterer Unterlagen erforderlich sein.
Jegliche Änderu
n-
gen, die zu den Angaben
im Antrag eintreten und die sich auf die Höhe des Lohnkostenz
u-
schusses auswirken, sind vom Arbeitgeber unverzüglich mitzuteilen.
Dies betrifft insbesond
e-
re:

die Beendigung des Arbeitsverhältnisses während des Förderzeitraumes und die Gründe
hierfür

die Verringerung des Arbeitsentgeltes

die Verringerung der Wochenarbeitszeit
28

Zeiten ohne Lohnfortzahlung

Nichtbeschäftigung des Arbeitn
ehmers im Fall der Arbeitnehmerüberlassung
 
E

ExitUser0090

Gast
Wenn sich wirklich keiner findet, würde ich es machen.
Waren Sie das nicht schon letzten Monat? :icon_razz:


Die Bildunterschrift ist auch super:

Wenn in den Personalabteilungen demnächst das Jobcenter Weiden-Neustadt anruft, ist vielleicht Michaela Hiller (am Schreibtisch) in der Leitung. Sie sucht dringend nach geförderten Arbeitsplätzen für Langzeitarbeitslose. Unterstützt wird sie durch (von links) Geschäftsführer Wolfgang Hohlmeier sowie die Teamleiter Walter Wildenauer und Rudolf Reber.
Walter Wildenauer und Rudolf Reber? Waren Alliterationen gerade im Angebot? Und Tante Hiller sitzt tatsächlich "am Schreibtisch" und ist keine von den drei Herren im Bild? Fragen über Fragen. :icon_hihi:
 

Querkopf

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Tja und wer hat diesen Artikel verfasst?

Na ratet mal?

Ein ehemaliger leitender Mann vom Amt........

Menschenverachtend ist wohl noch die harmlose Beschreibung.

Streicht das Wort Langzeitarbeitslose und setzt das Wort Flüchtlinge und ein unüberhörbarer Aufschrei wurde die Medienlandschaft erzittern lassen, das Vokabular des Artikels aufs schärfste verurteilen. Und personellen Konsequenzen müßten Folgen.

Aber es geht ja "nur" um Langzeitarbeitslose bei dennen ist das dann schon in Ordnung.... der Mann hat ja seine Erfahrung....mit den Langzeitarbeitslosen...oder zumindest glaubt er dass, auch wenn er verallgemeinert in seinen Artikel. Also wir wissen jetzt wer das gewollt und gewußt hat.

Ich lese das mit brennender Sorge........
 
E

ExitUser

Gast
Tja und wer hat diesen Artikel verfasst?

Na ratet mal?

Ein ehemaliger leitender Mann vom Amt........
Wer denn sonst? Von den jetzt leitenden wäre das ja auch etwas zuviel verlangt. Aber so kann man ihm noch 'ne hübsche Summe an Beratungshonorar aus dem Vermittlungsbudget abzweigen, genauso wie man mit dem Ü50 Budget hier und da den ÖPNV fördert, indem man Busse mit Werbung für's Jobcenter beklebt.

Wer glaubt, daß eine Lokalzeitung noch irgendwas selber schreibt (vom Volontär mal abgesehen), ist irgendwie mitten im vergangenen Jahrhundert steckengeblieben.
 
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