Kostenübernahme für Wohnung abgelehnt!Rechenfehler?

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Pimboli

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Hallo alle zusammen!
Hier mein Problem: Ich bin seit fast einem Jahr auf Wohnungssuche, leider erfolglos. Eine "Sozialwohnung" wurde mir aufgrund einer neg. SCHUFA,vom Träger abgelehnt. Da mir eine Räumungsklage droht,ist es jedoch dringend.
Jetzt habe ich eine Wohnung gefunden,jedoch wurde diese von der ARGE abgeleht, allerdings verstehe ich die Begründung nicht:

Zitat: Hiernach ergiebt sich eine für Sie (2 Personen) eine angemessene Gesammtgröße der Wohnung von 60qm (die hat die neue Wohnung!!)

Bei der kaltmiete ergibt sich ein qm Preis von 7€/qm. Die angemessenen Betriebs und Heizkosten basieren auf Ermittlungen des deutschen Mieterschutzbundes........betragen bei den nebenkosten bis zu 2€/qm. Kosten für Heizung werden nach §22......., so gilt der Richtwert von 1€/qm Wohnfläche als angemessen.
Hiernach ergibt sich ein für Sie angemessener Mietzins in Höhe von insgesammt bis zu 10€/qm.


Nun die Fakten: Die Wohnung hat 60qm und eine Kaltmiete von 449,50€zzgl.110€ NK (Warmmiete also 559,50€)

Wenn mir doch ein angemessener Mietzins in Höhe von insgesammt bis zu 10€/qm zusteht,was bei 60qm ja dann 600€ wären, verstehe ich nicht, weshalb die Anmietung abgeleht wurde.:icon_kinn:
Dann würd ich gerne noch wissen, ob der Makler auch zu den Wohnungsbeschaffungskosten gehören würde.

Vielen Dank im Vorraus..... :icon_stern:
 
F

FrankyBoy

Gast
An deiner Stelle würde ich sofort mit einem Beistand bei der ARGE Druck machen - weiterhin interessant:
Nun gibt es höchstrichterliche Vorgaben: Das Bundessozialgericht in Kassel hat im November erstmals Urteile zur Angemessenheit von Wohnungen gefällt. Manchem Langzeitarbeitslosen könnten diese Entscheidungen die Furcht nehmen, die eigene Wohnung verlassen zu müssen (Az.: B 7b AS 18/06 R, Az.: B 7b AS 2/05 R und Az.: B 7b AS 10/06 R). Denn oft ist viel mehr zulässig, als weithin angenommen wird.

Faustregeln darüber, welche Wohnung der Staat Empfängern von Arbeitslosengeld II zu zahlen hat, sind zwar auch jetzt kaum zu formulieren. "Als Vergleichsmaßstab ist der Wohnungsstandard am konkreten Wohnort heranzuziehen", heißt es in der Urteilsausführung des Bundessozialgerichts. Deshalb raten Experten Betroffenen, zunächst in der eigenen Gemeinde oder Stadt nach den Höchstgrenzen für Mieten und Wohnungsgrößen zu fragen.

Mehr Spielraum beim Quadratmeterpreis

Die Behörden dürfen nicht einseitig auf die Miethöhe oder die Wohnungsgröße schauen. Vielmehr müsse "das Produkt aus Wohnstandard/Wohnlage und Preis" angemessen sein. Für den Deutschen Mieterbund in Berlin heißt das zum Beispiel folgendes: "Wer in eine kleinere Wohnung zieht, hat mehr Spielraum beim Quadratmeterpreis."

Wer in Konflikt mit dem Amt gerät, sollte eine unabhängige Beratungsstelle aufsuchen, rät Nicola Neumeier von der Kirchlichen Erwerbsloseninitiative Leipzig. Denn oft sei ein Umzug nicht nötig. Dem Bundessozialgericht zufolge kommt zum Beispiel ein Umzug in eine andere Gemeinde "im Regelfall nicht in Betracht". Und Betroffene könnten einen Teil der Wohnung untervermieten, um Kosten zu sparen, erläutert Neumeier.



Frank Jäger, Referent für Sozialrecht beim Verein für Erwerbslose Tacheles in Wuppertal, hält die Übernahme von Heizkosten für das gravierendste Problem vieler Leistungsempfänger. Häufig versuchten die Kommunen, die Kosten zu Lasten der Betroffenen zu drücken, indem die anfallenden Kosten nur anteilig übernommen werden.

Doch mehrere Sozialgerichte hätten bereits entschieden, dass der Staat im Regelfall die entstehenden Heizkosten einer - nach Größe und Miete - angemessenen Wohnung voll zahlen muss. Ausnahmen von diesem Grundsatz gebe es nur, wenn Menschen "zum Fenster heraus" heizten, sagt Jäger. "Das wissen bisher aber nur leider die wenigsten."
Wohnungsgröße bei Hartz IV - Urteile stärken Mieterrechte - n-tv.de
Kosten für einen Makler konnte ich noch nie durchsetzten - auch nicht mit Verweis auf § 23 SGB II
 

wolliohne

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Pimboli,

ich sehe hier eine Dringlichkeit (wg.evtl. Obdachlosigkeit) und würde dementsprechend mit Begleiter
bei ARGE noch einmal (und zwar ganz energisch) vorsprechen und bei Widerstand sofort zum SG.

Ausserdem ist hier ARGE i.d.Pflicht "SÄMTL.UMZUGSBEDINGTE Kosten" (auch notfalls Makler) zu übernehmen
unbedingt juristische Hilfe suchen.

woher kommst du?
 
G

Gelöschtes Mitglied 4560

Gast
Wird nur teurer.
Wenn die Räumung angeordnet ist, wird ARGE sogar Hotel zahlen müssen.

Bei Notfall kann ARGE Angemessenheit erst einmal vergessen.
Ansonsten gibt der örtliche Wohnungsmarkjt die Preise vor. Mietspiegel sind min. einJahr alt. Die Tabellen des WoGG mit Zuschlag sind nur Notnagel, wenn ARGE es versäumt eigene Erhebungen durchzuführen.
 
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