Kostenübernahme für Jugendweihe/Kommunion???

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Omega794

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Hallo,

eine Frage, ist es berechtigt, einen Antrag auf Übernahme der Kosten, für die Jugendweihe meines Sohnes 14 Jahre zu stellen?
Diese findet am Pfingstwochenende statt und ich wollte bei Antragstellung rechtzeitig vorgreifen!
Wir leben in einem 4 Personenhaushalt, erhalten ALG I und ALG II
Übernimmt die ARGE "alle" Kosten oder nur bis zu einer Grenze?
Was ist anrechenbar was nicht?
Wer kennt sich aus damit oder hat so etwas schon gemacht?
Für eure Hilfe bin ich euch sehr dankbar...Carsten
 

Erolena

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So, wie es im SGB II kein Weihnachtsgeld gibt, so gibt es auch nichts für diese Festlichkeiten. Leider, einen Rat für die Finanzierung der Familienfeier habe ich nicht, außer dass sich die Verwandtschaft an den Kosten beteiligt.

Versuche, Geld für die Feier zu erhalten gab es, leider ohne Erfolg.

Familienfeier
Eine Hartz-IV -Empfängerin, deren Kind Jugendweihe feiert, kann nicht von der ARGE verlangen, dass diese die Kosten der Familienfeier übernimmt. Im Fall ging es um 150 Euro, die die Mutter für die Rechnung einer Gaststätte angefragt hatte – auch als Darlehen. Für derartige Gelegenheiten sei die Regel*leistung einzusetzen, so die Richter.

SG Dresden, Az. S 20 AS 807/07

Quelle: SUPERillu.de | Hartz IV - Nach der Klagewelle: 15 wichtige Urteile für ALG-II-Empfänger

Das einzige Zugeständnis für den Jugendlichen:

Bekommt der junge Mensch Geldgeschenke zu Jugendweihe/ Konfirmation, so werden diese nicht als einmaliges Einkommen angerechnet. Der Jugendliche darf das Geldgeschenk behalten, ohne dass das ALG2 gekürzt wird.

Das steht hier in der Arbeitslosengeld II-Verordnung

§ 1 Nicht als Einkommen zu berücksichtigende Einnahmen

(1) Außer den in § 11 Abs. 3 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch genannten Einnahmen sind nicht als Einkommen zu berücksichtigen:

12. Geldgeschenke an Minderjährige anlässlich der Firmung, Kommunion, Konfirmation oder vergleichbarer religiöser Feste sowie anlässlich der Jugendweihe, soweit sie den in § 12 Absatz 2 Satz 1 Nummer 1a des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch genannten Betrag nicht überschreiten,

Quelle: 1 Alg II-V Nicht als Einkommen zu bercksichtigende Einnahmen

Die Obergrenze für die Geldgeschenke dann hier im SGB II:

§ 12 Zu berücksichtigendes Vermögen

(2) Vom Vermögen sind abzusetzen

1a. ein Grundfreibetrag in Höhe von 3.100 Euro für jedes hilfebedürftige minderjährige Kind,

Quelle: 12 SGB Zu bercksichtigendes Vermgen Sozialgesetzbuch (SGB)

Mein Tipp wäre: Das Geld auf dem Konto kann man überhaupt vermeiden, wenn der Jugendliche lieber einen Laptop, ein Fahrrad o.ä. von zahlungskräftigen Verwandten geschenkt bekommt.
 

Omega794

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Vielen Dank, du hast mir sehr weitergeholfen,
also wird eine generelle Anfrage zur Kostenübernahme schon im Keim verweigert?
Nagut, es sollte einen Versuch wert gewesen sein.
nochmals danke,carsten:icon_smile:
 
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