Kostensenkungsaufforderung erhalten, bin alleinerziehend mit zwei kleinen Kindern, wie jetzt vorgehen, was ist zu beachten?

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Andrea Rebert

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Hallo zusammen,
ich bin ganz neu hier.

Ich lebe mit zwei Kindern (3&5) in einer Millionenstadt mit Wohnungsmangel und hohen Mieten. Unsere Wohnung liegt im Mietspiegel und hat 65 qm. Sie liegt ca. 150,– über der Grenze. Senkung der KDU ist nun bis 1.11.2019 angefordert.
Parallel dazu beginnt jetzt die Phase, in der ich wieder auf eigenen Beinen stehen soll. EGV ist unterschrieben, Businessplan in Arbeit. Ich bin seit 10 Jahren als Grafikerin selbständig tätig, habe ein Hochschuldiplom und möchte weiterhin selbständig arbeiten.
Das kleine Kind wurde bislang von mir selbst betreut, es ist neuerdings stundenweise in der Tagespflege (Mo-Do) und gerade frisch 3. Ab August geht es in den Kindergarten, dann sind beide Kinder von 8 bis 14 Uhr betreut. Mehr ist dem Großen nicht zuzumuten, das kann auch mit Attesten o. ä. belegt werden. Pflegegrad ist nicht vorhanden – es geht lediglich um psychische Schwierigkeiten, die seit Jahren über eine Beratung und neurdings musiktherapeutisch begleitet werden. Im September geht es 3 Wochen zur Mutter-Kind-Kur. Richtig "durchstarten" kann ich also erst nach der Eingewöhnung und Kur, das ist im Oktober. Danach werde ich 6-12 Monate Schonfrist haben, während derer ich meine Selbständigkeit vorantreiben kann und Leistungen beziehen kann. Ein Kunde ist da, ich bin Aufstocker.
Ich möchte auf keinen Fall in einen weit entfernten Stadtteil umziehen. Das große Kind wurde durch die Trennung der Familie und einen Kita-Abbruch vor 9 Monaten sehr gebeutelt und ist jetzt gut integriert in einer Kindergartengruppe, es ist das letzte Jahr in der Schule. Ich habe einen Arbeitsraum in der Nähe meiner Wohnung. Ich bin psychisch labil (nicht attestiert) und fühle mich einer Wohnungssuche parallel zum Wiedereinstieg in die volle Berufstätigkeit parallel zu den kleinen Kindern nicht imstande. Der Kindesvater wohnt in unserem Viertel und würde nicht mehrmals wöchentlich einen Besuch auf sich nehmen, wenn der Weg weiter wäre. Eine ganztägige Betreuung in seiner Wohnung oder Übernachtungen lehnt er ab, er ist nur zu 2-3 Stunden bereit, ca. 3 Mal wöchentlich in unserer Wohnung. Ich möchte den Umgang unterstützen und aufrechterhalten.
Ich will mich voll auf den beruflichen Werdegang konzentrieren und nicht viel Zeit und Kraft für einen Umzug aufwenden müssen. In unserem Stadtteil wird nichts zu finden sein, ein Umzug in weitere Ferne ist mMn dem großen Kind nicht zuzumuten und erschwert meine beruflichen Chancen.

Wie kann ich argumentieren, habe ich eine Chance auf Übernahme der vollen Mietkosten über den 1.11. hinaus?

Danke im Voraus.
 

HermineL

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Hast du schon einmal versucht dem Jobcenter das alles zu schildern ?

Wie Kerstin_K schon sagt solltest du ein Attest vom Kinderarzt oder Kinderpsychologen besorgen in dem bestätigt wird das, das ältere Kind derzeit nicht aus der gewohnten Umgebung gerissen werden kann. Außerdem solltest du darauf hinweisen das die Betreuung für das kleine Kind ab August bereits vor Ort einen Kita-Platz hat. Bei einem Umzug ist es keineswegs gesichert das dort auch ein Kitaplatz vorhanden ist.

Auch wenn viele davor zurückschrecken würde ich an deiner Stelle das Jugendamt mit in Boot holen. Die Kinder jetzt aus der gewohnten Umgebung zu reißen und dadurch auch die Betreuung durch den Kindsvater zu verlieren wäre absolut kontraproduktiv. Wenn du diese Situation so wie du sie hier geschildert hast auch dem Jugendamt schilderst wirst du, wenn es ein vernünftiges Jugendamt ist, auch Unterstützung bekommen.

Wenn das Jobcenter selbst dann noch nicht einlenken will gibt es noch einen Weg den ich vor 2 Jahren bei einem ähnlichen Fall hier vor Ort mit einer Mutter gegangen bin. Der Weg führt, am besten mit Unterstützung des Jungendamtes, zum Familiengericht. Das Familiengericht ist in der Position festzulegen das die Kinder auf Grund des gewohnten Umfeldes, der Betreuung und des Kontaktes zum Vater nicht aus der gewohnten Umgebung herausgenommen werden dürfen. Dann hat das JC keine Chance und muss zahlen. Das ganze geht auch per Eilverfahren.

Ich denke mit diesen Vorschlägen hast du etwas an der Hand um der Aufforderung des JC zu entgegnen.


Nachtrag:
Bei alle dem unterlasse es im Moment darauf hinzuweisen das du derzeit psychisch labil bist. Das wäre in der Situation leider kontraproduktiv. Du kannst aber trotzdem zum Doc gehen und dir Hilfe holen aber halt das zumindest vorerst unter dem Teppich.
 

Seepferdchen 2010

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Hallo Andrea Rebert und :welcome:

Unsere Wohnung liegt im Mietspiegel und hat 65 qm. Sie liegt ca. 150,– über der Grenze. Senkung der KDU ist nun bis 1.11.2019 angefordert.

Zu diesem Satz bitte mal eine Verständnisfrage, aus welcher Position setzt sich der Betrag von 150€
zusammen, Betriebskosten, Heizung oder ggf. Mieterhöhung durch Modernisierung um einige Beispiele
zu nennen?

Schau auch bitte in die örtliche Richtlinie deiner Stadt.
 

Andrea Rebert

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Hast du schon einmal versucht dem Jobcenter das alles zu schildern ?

Nein. Ich wollte mich erst mal schlau machen, bevor ich dort zu viel oder zu wenig erzähle. Sollte ich das verschriftlichen und in dem Schreiben um einen persönlichen Termin bitten oder ohne Vorankündigung einen Termin erbeten und erst dort die Lage schildern?

Wie Kerstin_K schon sagt solltest du ein Attest vom Kinderarzt oder Kinderpsychologen besorgen in dem bestätigt wird das, das ältere Kind derzeit nicht aus der gewohnten Umgebung gerissen werden kann. Außerdem solltest du darauf hinweisen das die Betreuung für das kleine Kind ab August bereits vor Ort einen Kita-Platz hat. Bei einem Umzug ist es keineswegs gesichert das dort auch ein Kitaplatz vorhanden ist.

Auch wenn viele davor zurückschrecken würde ich an deiner Stelle das Jugendamt mit in Boot holen. Die Kinder jetzt aus der gewohnten Umgebung zu reißen und dadurch auch die Betreuung durch den Kindsvater zu verlieren wäre absolut kontraproduktiv. Wenn du diese Situation so wie du sie hier geschildert hast auch dem Jugendamt schilderst wirst du, wenn es ein vernünftiges Jugendamt ist, auch Unterstützung bekommen.

Ein Schreiben vom Jugendamt vermutlich ein Leichtes, ich bin mit JA seit Jahren in Kontakt, weil die die ca. zweiwöchentliche Trennungs-/Umgangs-/Erziehungsberatung finanzieren. Da frage ich mal nach. Beim Kinderpsychologen war ich vor ca. zwei Jahren einige Male und fand das nicht zielführend. Wäre es dennoch ratsam, noch einmal einen Psychologen aufzusuchen, zusätzlich zum JA und der Erziehungsberatungsstelle?

Wenn das Jobcenter selbst dann noch nicht einlenken will gibt es noch einen Weg den ich vor 2 Jahren bei einem ähnlichen Fall hier vor Ort mit einer Mutter gegangen bin. Der Weg führt, am besten mit Unterstützung des Jungendamtes, zum Familiengericht. Das Familiengericht ist in der Position festzulegen das die Kinder auf Grund des gewohnten Umfeldes, der Betreuung und des Kontaktes zum Vater nicht aus der gewohnten Umgebung herausgenommen werden dürfen. Dann hat das JC keine Chance und muss zahlen. Das ganze geht auch per Eilverfahren.

Wann ist denn der Zeitpunkt für so ein Verfahren? Die Frist für die Senkung der KDU ist bis zum 1.11.

Ich denke mit diesen Vorschlägen hast du etwas an der Hand um der Aufforderung des JC zu entgegnen.

Soll ich darüber hinaus tatsächlich Wohnungsangebote einholen? Das ist so ein enormer Aufwand, der ja doch auch keinen Sinn macht, wenn ich darauf hinarbeiten möchte, dass wir eben NICHT umziehen MÜSSEN.


Nachtrag:
Bei alle dem unterlasse es im Moment darauf hinzuweisen das du derzeit psychisch labil bist. Das wäre in der Situation leider kontraproduktiv. Du kannst aber trotzdem zum Doc gehen und dir Hilfe holen aber halt das zumindest vorerst unter dem Teppich.

Guter Hinweis. Ich bin nicht wirklich psychisch labil, mich macht dieses Thema so fertig.

Hallo Andrea Rebert und :welcome:


Zu diesem Satz bitte mal eine Verständnisfrage, aus welcher Position setzt sich der Betrag von 150€
zusammen, Betriebskosten, Heizung oder ggf. Mieterhöhung durch Modernisierung um einige Beispiele
zu nennen?

Schau auch bitte in die örtliche Richtlinie deiner Stadt.

Ich verstehe diese Nachfrage nicht. Bruttokalt wären xx Euro angemessen. Wir zahlen ca. 150,– mehr an Bruttokalt und es wird wohl auf xx Euro gedeckelt ab 1.11.

Kann das JC verlangen, dass ich in eine kleinere Wohnung ziehe, wenn ich in der Nähe des Kindergartens bleiben möchte? Wir haben aktuell 2,5 Zimmer bei 3 Personen. Eine Wohnung zum geforderten Höchstmietpreis hätte hier ca. 55 qm und 2 Zimmer.

Im Schreiben steht weiterhin, ich solle mit dem Vermieter über einen Mitnachlass verhandeln. Das werde ich mich hüten zu tun, bin ich dazu denn verpflichtet? Die Verwaltung wird mir was husten!
 

apfelkuchen

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3 Personen steht eine Wohnung mit 3 Räumen zu.

Wegen der Nachfrage: Wenn die Summe an Heiz-, Neben- und Nettomietkosten wiederum im Rahmen liegt, kann auch von einer Umzugsaufforderung abgesehen werden. Zusätzlich gibt es auch noch manchmal Umzugsvermeidungszuschläge von 10% oder mehr, da kommt es aber z.B. auf die Wohndauer etc. an und das ist auch von Ort zu Ort unterschiedlich.
In Berlin z.B. gibt es erst mal generell einen Umzugsvermeidungszuschlag von 10%, wenn man länger als 10 Jahre in einer Wohnung lebt noch mal 10% drauf, in einem bestimmten Alter (glaube über 60) noch mal 10% und wenn Kinder im Haushalt sind die z.B. zur Schule oder in die Kita gehen auch noch mal was.

Bei deiner Situation würde ich den Weg übers Jugendamt und das Familiengericht versuchen. Und zwar ungeachtet irgendwelcher Fristen möglichst schnell, damit du schnell wieder Ruhe und vor allem Kraft für deine Kinder und eine weitere Jobsuche hast.
 

Andrea Rebert

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3 Personen steht eine Wohnung mit 3 Räumen zu.

Wegen der Nachfrage: Wenn die Summe an Heiz-, Neben- und Nettomietkosten wiederum im Rahmen liegt, kann auch von einer Umzugsaufforderung abgesehen werden. Zusätzlich gibt es auch noch manchmal Umzugsvermeidungszuschläge von 10% oder mehr, da kommt es aber z.B. auf die Wohndauer etc. an und das ist auch von Ort zu Ort unterschiedlich.
In Berlin z.B. gibt es erst mal generell einen Umzugsvermeidungszuschlag von 10%, wenn man länger als 10 Jahre in einer Wohnung lebt noch mal 10% drauf, in einem bestimmten Alter (glaube über 60) noch mal 10% und wenn Kinder im Haushalt sind die z.B. zur Schule oder in die Kita gehen auch noch mal was.

Bei deiner Situation würde ich den Weg übers Jugendamt und das Familiengericht versuchen. Und zwar ungeachtet irgendwelcher Fristen möglichst schnell, damit du schnell wieder Ruhe und vor allem Kraft für deine Kinder und eine weitere Jobsuche hast.

Die Nebenkosten sind nicht besonders niedrig, die Heizkosten (trotz moderner Gasheizung) relativ hoch, weil es ein Altbau/Erdgeschoß ist. Es gibt einen 10-prozentigen Aufschlag, allerdings meinte der Sachbearbeiter, das wäre ein Aufschlag, weil unser Viertel so teuer sei. Wir sind seit 3 Jahren hier, ich bin weit unter 60 und die Kinder sind 3 und 5 und hier im Kindergarten. Es geht um Hamburg.

Also gar nicht erst anfangen zu suchen, sondern gleich gegen die KDU-Senkungs-Forderung vorgehen? Und mit welchem Argument? Dass der Große nicht aus seinem Umfeld/Kindergarten/Nähe zum Kindsvater gerissen werden darf?
Muss ich parallel dazu hier im Viertel was suchen? Es gibt nichts zu dem Mietpreis mit 3 Zimmern in angemessener Nähe zum Kindergarten. Das lässt sich allerdings nicht so leicht belegen.

Bei deiner Situation würde ich den Weg übers Jugendamt und das Familiengericht versuchen. Und zwar ungeachtet irgendwelcher Fristen möglichst schnell, damit du schnell wieder Ruhe und vor allem Kraft für deine Kinder und eine weitere Jobsuche hast.

Sollte ich den Sachbearbeiter über einen solchen Plan vorab informieren? Oder zunächst das Gespräch suchen, um das Ganze evtl. ohne das Gericht abzuwenden? Oder ist das im Alleingang idR aussichtslos? Ich habe ein wenig Sorge, mich bei einem Termin beim Argumentieren zu verhaspeln. Ich war vor einiger Zeit zum Gespräch bei diesem Sachbearbeiter, der erschien mir verständnisvoll und nicht unflexibel, aber das kann natürlich Taktik sein. Ich habe aber auch ein komisches Gefühl, ihn gleich per Gericht so zu "überfahren". Oder ist das egal und an der Tagesordnung in solchen Jobs?
Wer trägt denn die Kosten für so ein Gerichtsverfahren?
 

apfelkuchen

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Ich würde mich erst mal überhaupt beim Jugendamt beraten lassen, damit du deine Optionen kennst. Dann kannst du weiter entscheiden. Vermutlich wäre es dann strategisch sinnvoll, zunächst doch das Gespräch zu suchen, und zu gucken, was rauskommt. Wenn du dann bereits deine Strategie fürs Gericht in der Schublade liegen hast, läuft vielleicht auch das Gespräch einfacher.
Deswegen: Mit dem Jugendamt die weiteren Optionen erörtern, Belege (z.B. von Ärzten) beischaffen, Handlungsoptionen klarhaben. Dann erst den SB scheu machen. Aber das mit dem Jugendamt sollte dann halt schnell geschehen.

Bei Familiengerichtsverfahren gibt es sowas wie Verfahrenskostenbeihilfe, ähnlich wie Prozesskostenhilfe. Dürfte dir mit ALG2 zustehen.

Ich lese gerade, dass es um Hamburg geht. Evtl. hat dir dein SB nicht von allen Zuschlägen erzählt, da könnte es sich noch mal lohnen, zu recherchieren und z.B. bei Mietervereinen ö.Ä. nachzufragen. Gerade die Tatsache dass der Vater in der Nähe wohnt, dort die Kitas etc. sind könnte auch noch Auswirkungen haben. Seid ihr mit den Zuschlägen noch 150€ drüber?
 

Andrea Rebert

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Ich würde mich erst mal überhaupt beim Jugendamt beraten lassen, damit du deine Optionen kennst. Dann kannst du weiter entscheiden. Vermutlich wäre es dann strategisch sinnvoll, zunächst doch das Gespräch zu suchen, und zu gucken, was rauskommt. Wenn du dann bereits deine Strategie fürs Gericht in der Schublade liegen hast, läuft vielleicht auch das Gespräch einfacher.
Deswegen: Mit dem Jugendamt die weiteren Optionen erörtern, Belege (z.B. von Ärzten) beischaffen, Handlungsoptionen klarhaben. Dann erst den SB scheu machen. Aber das mit dem Jugendamt sollte dann halt schnell geschehen.

Und parallel Wohnungssuche (übers gesamte Stadtgebiet?) betreiben und dem Amt vorlegen? Das Schreiben ist einen Monat alt, ich habe außer der Anmeldung bei einigen Genossenschaften und einer E-Mail-Benachrichtigung bei immonet nichts weiter unternommen.
 

apfelkuchen

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Erst mal würde ich nur in deinem Viertel suchen, und diese Suche auch dokumentieren (Anmeldungen auflisten, Anmeldungen bei immonet, immobilienscout oder was es sonst noch gibt alles). Es gibt ja auch genug Gründe, deine Kinder (Kita und Vater), deine berufliche Integration, die wirklich ausreichen, dass du in der Gegend bleiben musst. Damit aber der Zustand nicht zu lange andauert (das zehrt ja an den Nerven) eben so schnell als möglich die weiteren Optionen klarbekommen, dann kannst du diese Pseudosuche hoffentlich bald einstellen.
 

Andrea Rebert

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@apfelkuchen
Danke. Ich rufe morgen beim Jugendamt an.
Das zehrt allerdings an den Nerven, und wie. Umzug mit den zwei kleinen Kindern, ein Horror. Alles wieder auf Anfang, bin nach drei Jahren hier in der Wohnung noch immer nicht "fertig". Eine Welt bräche auch für mich zusammen, aber das würde ich dem JC so natürlich nicht mitteilen.
 

HermineL

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Nein. Ich wollte mich erst mal schlau machen, bevor ich dort zu viel oder zu wenig erzähle. Sollte ich das verschriftlichen und in dem Schreiben um einen persönlichen Termin bitten oder ohne Vorankündigung einen Termin erbeten und erst dort die Lage schildern?
Das kannst du schriftlich fixieren und bei einem Termin vorlegen. Versuche vor allen anderen Schritten erst die Lage zu schildern und schaue ob man dir entgegenkommt oder auf Stur schaltet. Erst wenn letzteres eintrifft solltest du den Web über Attest, JA usw. einschlagen.

Bei deiner Situation würde ich den Weg übers Jugendamt und das Familiengericht versuchen. Und zwar ungeachtet irgendwelcher Fristen möglichst schnell, damit du schnell wieder Ruhe und vor allem Kraft für deine Kinder und eine weitere Jobsuche hast.
Auch wenn ich sonst auch ehe für die harte Tour bin finde ich hier das erst das Gespräch mit dem JC gesucht werden sollte. Dies weil der TE aktuell ja noch gar nicht von einer Senkung der Kosten der Unterkunft betroffen ist da diese bisher nur angekündigt ist. Unabhängig davon kann es bei evtl. nötigen weiteren Schritten für den TE nur von Vorteil sein wenn er nachweisen kann das er versucht hat sich gütlich mit dem JC zu einigen.

Sollte ich den Sachbearbeiter über einen solchen Plan vorab informieren? Oder zunächst das Gespräch suchen, um das Ganze evtl. ohne das Gericht abzuwenden?
Genau so.

Ich würde mich erst mal überhaupt beim Jugendamt beraten lassen, damit du deine Optionen kennst.
Das tut noch keine Not denn hier geht es nicht darum hektisch zu werden. Es ist noch viel Zeit bis zum 1.11.2019 und man sollte nicht den zweiten Schritt vor dem Ersten machen.
Zumal es durchaus im Rahmen des Möglichen liegt das nach dem Gespräch überhaupt keine weiteren Schritte notwendig sind sollte das JC nach der Schilderung der Umstände in Bezug auf die Kinder doch einlenken. Erst wenn hier nichts erreicht wird machen die anderen Schritte Sinn.
 

Andrea Rebert

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@HermineL
Es gab vor einigen Monaten ein Gespräch mit meinem SB zu diesem Thema, bei dem die KDU-Senkung besprochen wurde. Auf Nachfrage kam jetzt diese Frist bis 1.11. Ich habe bei dem letzten Gespräch angegeben, nach einer Wohnung zu suchen und noch keine Bedenken, die ich jetzt habe, erwähnt.
Viel Zeit ist das nicht, wie ich finde, die Reaktionszeit meines Sachbearbeiters ist teilweise wochenlang. Aber ich tendiere auch zu au0ergerichtlicher Einigung, in jedem Falle.

Bis ich einen Termin beim Sachbearbeiter habe, werden Wochen vergehen. Sollte ich denn parallel nun ernsthaft suchen bzw. eine dokumentierte Suche betreiben? Auch in anderen Stadtteilen – wohin ich mit dem labilen großen Kind ja auf keinen Fall möchte? Das ist ein enormer Zeit- und Kraft- und auch Kostenaufwand dafür, eben NICHT umziehen zu müssen. Diese Zeit möchte ich doch in Wiederaufnahme meiner vollen Erwerbstätigkeit und adäquate Kinderbetreuung stecken.
 

HermineL

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Du musst doch gar nicht auf den Termin warten. Mach das zusätzlich zu einem Termin schriftlich und schicke es nachweislich mit einer Fristsetzung von z.B. 3 Wochen an das Jobcenter. Dies solltest du sowieso grundsätzlich machen damit du einen Nachweis hast denn Gesprochenes beim Termin kannst du meist nicht nachweisen. Des Weiteren ist es auch von Vorteil wenn du deine Einwände schriftlich vorgebracht hast wenn es doch zu einer Klage kommen sollte, Man kann dir dann nicht vorwerfen das untätig warst.

Wenn darauf keine Antwort erfolgt können wir hier die exakte weitere Vorgehensweise absprechen. Selbstverständlich kannst du auch schon vorher zum Jugendamt und zum Doc gehen wenn du dich damit sicherer fühlst. Mein Vorschlag erst mit dem JC zu reden zielte ja auch darauf ab dir das zu ersparen aber du kannst das auch parallel machen.
 

wheelie

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Moin,

hier sind die Bedingungen, die Hamburg so hat:


Was mir damals als Tipp gegeben wurde: Die Umzugskosten sind ja auch vom JC zu tragen. Wenn die höher sind als x Monate zu viel Miete, dann lohnt sich der Umzug nicht. (ich meine, das steht in dem verlinkten Dokument sogar drin, habe es jetzt nicht mehr ganz gelesen). Das wäre evtl ja auch noch eine Möglichkeit? Es wird Dir ja wohl nicht möglich sein, allein mit 2 Kindern einen Umzug zu wuppen, also brauchst Du professionelle Hilfe, und das kostet.

Ich würde vielleicht die großen Vermieter wie SAGA anschreiben, und fragen, ob sie eine 3 Zimmerwohnung im Budget in Deinem Viertel anbieten können. Bei immonet den Stadtteil eingrenzen und den Preis und einen Ausdruck der nicht vorhandenen Möglichkeiten machen. Ich weiß nicht, ob es den Immobilienmarkt im Abendblatt in der Wochenendausgabe noch gibt, das wäre sonst auch noch eine Möglichkeit, durchforsten an zwei Wochenenden und mitteilen, dass Du da nichts gefunden hast.

Parallel würde ich auch über die Kinder gehen, gewohnter Kindergarten, Trennung, Besuche, etc. Das sollte eigentlich als Begründung schon ausreichen. Dafür ein Schreiben vom Jugendamt.

Gerade da Du ja auch eine Selbständigkeit anstrebst, ist es ja zusätzlich noch wichtig, dass das funktionieren kann, sprich Du brauchst entsprechende Räume in der Nähe.

Ich würde das alles dann erstmal aufschreiben, zusammentragen und quasi als Reaktion auf die Kostensenkung nachweislich im jobcenter abgeben. Wenn das nicht reicht, kannst Du ja immer noch übers Familiengericht gehen.

Bei mir waren es komplett andere Gründe, aber mein Vorgehen war so, und hat geklappt. Es war das jobcenter für Schwerbehinderte (meist der größte Chaoshaufen, der mir hier in HH über den Weg gelaufen ist, aber das hat anstandslos geklappt...), die anderen sind je nach Stadtteil etwas unterschiedlich drauf.

Lg wheelie

PS: nach lesen der Beiträge über mir kann ich nur zustimmen, fix einen guten Brief verfassen, erstmal ohne weitere Anfragen außer die Wohnungssuche wie oben beschrieben, was ja mit relativ wenig Aufwand geht, und das mit Frist ans JC. Alles andere kann dann erfolgen. Falls es lange Wartezeiten auf Termine bei JA oder so gibt, das evtl schon abmachen, damit Du einen Termin hast, absagen kannst Du den dann ja immer noch oder hingehen und sagen, dass sich das Problem (hoffentlich) gelöst hat. Vor allem weißt Du dann aus einer Antwort des JC vielleicht uach, was Du wirklich brauchst und was nicht. Mit Fristsetzung ist bis zum 1.11. wirklich noch genug Zeit.
 

HermineL

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Was mir damals als Tipp gegeben wurde: Die Umzugskosten sind ja auch vom JC zu tragen. Wenn die höher sind als x Monate zu viel Miete, dann lohnt sich der Umzug nicht. (ich meine, das steht in dem verlinkten Dokument sogar drin, habe es jetzt nicht mehr ganz gelesen). Das wäre evtl ja auch noch eine Möglichkeit?
Das ist zwar generell richtig aber angesichts dessen was die TE angegeben hat, wenn es denn stimmt, eher unwahrscheinlich.
Sie liegt ca. 150,– über der Grenze.
 

Atze Knorke

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An die Forumsrunde, hallo Andrea,

ich möchte dir Hoffnung und Mut machen, viele haben sich schon hier beteiligt und gutes zum Besten gegeben. (y)

Hinweis: Zu deinem Nick - das ist hoffentlich kein Realname.

Zur KdU-Kostensenkungsaufforderung:

Was ist der genaue Inhalt der KSA? Warum wurde die Frist erst später im JC-Gespräch mitgeteilt. Gibt es dazu in Ergänzung schriftliches?

Sind die 150€ KdU-Unangemessenheit auf die Grundmiete/Kaltmiete bezogen?

Hauptgrund: JC spart, komme, was da wolle. Doch die "Decklung der KdU-Obergrenzen" wirft erhebliche (kommunale) Fragen auf und decken wohl kaum noch die wirklichen Mieten und Betriebskosten ab.

Und hier liegt die Spitzfindigkeit/Krux :icon_twisted: in der Fristsetzung - § 22 SGB II -:

Eine KdU-Kostensenkungsaufforderung entfaltet lediglich Hinweis- und Warncharakter, dieser ist nicht angreifbar. Nur ein Widerspruch ist erst möglich, wenn der geänderte Bescheid mit den reduzierten KdU vorliegt. Und damit vergeht Zeit, die Andrea dann nicht hat.

§ 22 SGB II Bedarfe für Unterkunft und Heizung - dejure.org
Soweit die Aufwendungen für die Unterkunft und Heizung den der Besonderheit des Einzelfalles angemessenen Umfang übersteigen, sind sie als Bedarf so lange anzuerkennen, wie es der oder dem alleinstehenden Leistungsberechtigten oder der Bedarfsgemeinschaft nicht möglich oder nicht zuzumuten ist, durch einen Wohnungswechsel, durch Vermieten oder auf andere Weise die Aufwendungen zu senken, in der Regel jedoch längstens für sechs Monate.

Grundsätzlich:
Ist die KdU-Kostenreduzierung in dieser Lebenswirklichkeit zudem tatsächlich möglich und zumutbar?

Weiterhin ist eine KdU-Wirtschaftlichkeitsberechnung unter diesen Umständen erforderlich.

Dazu bitte:
Sozialbehörde übernimmt Kosten für höhere Mieten

Mieterberatung

https://www.mieterverein-hamburg.de...ntent/dokumente/infoblaetter/info22-Hartz.pdf

https://mhmhamburg.de/files/eightyt...nen-unter-hartz-iv_mhm-rechtsinfo-07-2018.pdf

***
Hamburg - (Mogel)Statistik 2015:
https://statistik.arbeitsagentur.de...hende-zwischen-Entspannung-und-Anspannung.pdf

Aus der Pressemitteilung Diakonie & Co.:
https://mhmhamburg.de/files/eightytwenty/Download-Presse/Moratorium Kostensenkungsaufforderung_KdU.pdf

Auf jeden Fall, so deine Familienkonstellation mit zwei minderjährigen Kindern, wird durch das zuständige JC eine "Notlage" inszeniert, die nicht zumutbar ist.

Es ist doch nicht rechtmäßig, eine Mutter so unter sozialen Druck zu setzen und noch zusätzliche Baustellen (angemessenen Wohnraum zu finden und zu dokumentieren) zu eröffnen. Wie soll da die Lebensbalance auch für die Kinder aufrecht erhalten bleiben?

Ist es hinnehmbar, ihr soziales und nachbarschaftliches Umfeld zu verlieren, auf das sie aufgrund ihrer wirtschaftlichen Lage besonders angewiesen sind?

Das würde vorab eine schriftliche Stellungnahme an das JC - Teamleitung - auf den Plan rufen. Die Darlegung wäre in vollen Zügen, die existenzielle Not mit bedenklichen Kettenreaktionen. Da ist, erstens, das Problem der steigenden Mieten - welches sich zusätzlich verschärft (Matratze uff'n Rücken :icon_neutral:), weil sich, zweitens, das Angebot an bezahlbarem Wohnraum verknappt, drittens das Wohl der Kinder gefährdet, einzubeziehen.

Wäre nicht oberste Priorität, den Bürger (hier diese kleine Familie) zu unterstützen?

Empfehlung:
Bitte wende dich an die Ambulanten Hilfe Hamburg, Beratungsstelle Altona.
 
Zuletzt bearbeitet:

HermineL

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@Atze Knorke
Auch hier wieder vorschneller Aktionismus. All das was du verlinkt und geschrieben hast ist ja richtig und hinlänglich
bekannt aber bei allem Verständnis sollte man schon zuerst das JC von der genauen Situation bzgl. Kita, Umfeld,Umgang
etc. in Kenntnis setzen. Erst wenn die dann stur bleiben oder nicht reagieren kann man die Maschinerie in Gang setzen
und dafür sind noch 6 Monate Zeit. Da kann man schon 2-3 Wochen opfern um zu versuchen die Kuh gütlich vom
Eis zu bekommen.
 

Badener

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@Atze Knorke
Auch hier wieder vorschneller Aktionismus. [...]
Hallo,
genau so sehe ich das auch!!!

Paralell kann man ja, eine Wohnungssuche wie vorgeschlagen (Screenshots) dokumentieren.
Habe ich (1 x Wöchentlich gesucht) auch so gemacht.

Allerdings war es für mich keine Option umzuziehen, da es hier definitiv KEINE Wohnungen gibt (nur weit über dem was momentan gezahlt wurde) .

Viel Glück
LG
 

Atze Knorke

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(at)HermineL
Ich weiss nicht, was soll es bedeuten, von "wieder vorschneller Aktionismus" zu fabulieren. Was sind 6 Monate Zeit und das in Hamburg? Wo JC gern auf Zeit spielt(en).

Ich gebe zu bedenken, dass auch in Hamburg die KdU-Uhren anders laufen und im Alleingang wird fast Unmögliches von Alleinerziehenden mit Kindern (ab)verlangt.
 

Andrea Rebert

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Danke Euch. Ich komme nicht dazu, einzeln zu antworten, lese aber zeitnah alle Beiträge genau durch. Die Links hebe ich mir noch auf.

Welche Frist sollte ich in dem Schreiben an den Sachbearbeiter setzen? Was ist bei solchen Anfragen von Seiten des JC üblich – drei Wochen?

Die Nachweise zur Wohnungssuche mache ich also parallel. Aber nicht über den Stadtbezirk hinausgehend, also nicht mehr als 30 Minuten entfernt. Per Mail? Kommt das an? Ich habe das Gefühl, dass das immer versickert.Welche Dateiformate könnte ich denn anhängen? PDF? JPEG? Wie groß darf so eine Mail sein, was wird rausgefiltert?

"Andrea Rebert" weicht stark von meinem realen Namen ab.
 

HermineL

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Welche Frist sollte ich in dem Schreiben an den Sachbearbeiter setzen? Was ist bei solchen Anfragen von Seiten des JC üblich – drei Wochen?
Ja sich würde 3 Wochen als Frist nehmen. Trotzdem kannst du zusätzlich versuchen einen Termin zu bekommen. Wenn möglich mit Beistand.

Ich weiss nicht, was soll es bedeuten, von "wieder vorschneller Aktionismus" zu fabulieren.
Du brauchst dich nicht gerade aufzuregen. Nur ist es verfrüht die ganze Maschinerie in Gang zusetzen bevor das JC überhaupt Kenntnis der Situation hat. Ganz davon abgesehen bin ich überzeugt davon das es nicht so weit kommt. Bei der Konstellation mit den Kindern wird das JA dem JC ganz schnell einen Riegel davor schieben. Genau aus diesen Gründen muss man nichts überstürzen, respektive vorschnell handeln.
Nicht immer ist direkt die Holzhammermethode notwendig.
 

Atze Knorke

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... (at)Andrea R. danke ... - 3-Wochen-Frist für das SB-Schreiben ist in Ordnung.

M. M. bitte keine Mails verschicken bei dieser Problematik. Die Wohnungssuchnachweise im vier Wochen-Abstand nachweislich mit kurzer Bemerkung an das JC schicken.

Bitte noch ein vorsorglicher Hinweis, falls benötigt:
Feststellungsklage gegen Kostensenkungsaufforderung zulässig
Ein Feststellungsinteresse besteht vielmehr nur dann, wenn eine Unzumutbarkeit oder Unmöglichkeit der Kostensenkung geltend gemacht wird.

(BSG, Urteil vom 15.06.2016, B 4 AS 36/15 R)

Und noch etwas -im Fall des Falles-:
Entspricht die Kündigungsfrist des noch bestehenden Mietverhältnisses (Mietrecht)
dem des § 22 Abs. 1 SGB II?
 
Zuletzt bearbeitet:

Seepferdchen 2010

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@Andrea Rebert

Ich verstehe diese Nachfrage nicht. Bruttokalt wären xx Euro angemessen. Wir zahlen ca. 150,– mehr an Bruttokalt und es wird wohl auf xx Euro gedeckelt ab 1.11.

Gut und nun habe ich dazu noch eine Frage, in deinem anderen Post schreibst du das ihr seit
3 Jahren in dieser Wohnung lebt, bekommst du seit dieser Zeit auch ALG II?

Und hier noch ein Auszug aus einer Urteilsbegründung:

Persönliche Lebensumstände wie etwa das nähere soziale und schulische Umfeld minderjährige schulpflichtiger Kinder, alleinerziehender, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen bzw. der sie betreuenden Familienangehörigen sind im Rahmen der Prüfung der sog. „konkreten Angemessenheit“ zu berücksichtigen und können zu einer Einschränkung der Obliegenheit zur Senkung der unangemessener Kosten der Unterkunft aufgrund subjektiver Unzumutbarkeit im Sinne von § 22 Abs. 1 Satz 3 SGB II führen (Rz. 20, 21).

Bitte lies auch den Abschnitt

Rechtsfolge: Eingeschränktes Suchumfeld


Quelle
:BSG: Maßstäbe für die Zumutbarkeit eines Umzugs bei alleinerziehenden ALG II-Empfängern

Dein Kind geht zwar noch nicht zur Schule wenn ich deine Zeilen richtig verstanden habe aber
hier muß man auch an dein zweites Kind denken, um ein konstante Eingewöhnungszeit und die damit verbundene Stabilisierung seiner Gesundheit zu sichern, wichtig! Daher bitte wie schon erwähnt ein Attest.
 
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