Kostenbeteiligungsvereinbarung nach Nutzung?! (2 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, GĂ€ste: 1)

Phise

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 Juli 2013
BeitrÀge
16
Bewertungen
3
Hallo liebe Mitmenschen!

Situation:

Kind, Alter:28 wohnt zusammen mit seiner Mutter in einer Mietwohnung und hat dort 1 Zimmer. Kind taucht im Mietvertrag nicht auf. Kind zahlt schon seit Jahren 250,- per Dauerauftrag.

Ich bin grad dabei die Anlage KdU bzw. die Kostenbeteiligungsvereinbarung zwischen meiner Mum und mir zu erstellen und stehe vor einer Grundsatzentscheidung. Bei meiner Recherche bin ich auf 2 Varianten gestoßen:

Variante 1:

Pauschaler Betrag ohne jegliche ErlÀuterung zu Nutzungsanteilen

Kostenbeteiligungsvereinbarung fĂŒr Unterkunftskosten

zwischen

Max Mustermann, Musterstraße 3, 12345 Musterstadt,
nachfolgend Mieter genannt,

und

Maxi Mustermann, Musterstraße 3, 12345 Musterstadt,
nachfolgend Dauergast genannt,

wird fĂŒr die Dauer des Aufenthaltes des Dauergastes in der Wohnung des Mieters zwischen beiden folgendes vereinbart:

1. Der Dauergast darf alle RĂ€ume der Wohnung betreten und nutzen, mit Ausnahme von ...
2. Der Dauergast erhÀlt den Raum ... als eigenen Wohn- und Schlafbereich. Der Mieter respektiert die PrivatsphÀre des Dauergastes und betritt diesen Raum nur nach vorheriger Genehmigung durch den Dauergast oder in NotfÀllen.
3. Der Briefkasten wird gemeinsam genutzt, der Mieter bringt dazu den Namen des Dauergastes sichtbar daran an.
4. Der Mieter ĂŒberlĂ€sst dem Dauergast jeweils einen HaustĂŒr-, Briefkasten- und WohnungsschlĂŒssel. Bei Verlust dieser SchlĂŒssel haftet der Dauergast fĂŒr alle dadurch enstehenden Kosten.
5. Der Dauergast zahlt, fĂŒr die Nutzung der RĂ€ume des Mieters, diesem eine Kostenbeteiligung an seinen lt. Mietvertrag zu zahlenden Unterkunftskosten, in Höhe von monatlich ...€ als Pauschale. Damit sind auch alle entstehenden Betriebskosten abgegolten, eine Abrechnung der VerbrĂ€uche erfolgt mangels Erfassungsmöglichkeit nicht.
6. FĂŒr BeschĂ€digungen an der Wohnung und dem darin befindlichen Eigentum des Mieters und Dauergastes haftet der jeweilige Verursacher.
7. Der Dauergast verpflichtet sich zur Einhaltung der Hausordnung des Vermieters der Wohnung.
8. Dieser Vertrag kann jederzeit ohne Einhaltung einer Frist von beiden Vertragspartner gekĂŒndigt werden. Dazu reicht die WillenserklĂ€rung. Der Auszug des Dauergastes oder die Hinausweisung desselben durch den Mieter aus der Wohnung steht der KĂŒndigung gleich.
9. Im Fall der KĂŒndigung hat der Dauergast sein Eigentum unverzĂŒglich aus der Wohnung des Mieters zu entfernen, die nach 4. erhaltenen SchlĂŒssel dem Mieter zurĂŒck zu geben und seinen unter 2. genannten Raum in dem optischen Zustand zu verlassen, wie er ihn bezogen hat. Letzteres schließt alle dazu erforderliche Tapezier- und Malerarbeiten sowie Schönheitsreparaturen ein.
10. Der Vertrag gilt ab/von xx.xx.xxxxx bis xx.xx.xxxxx /auf unbestimmte Zeit.


Ort, Datum


Unterschrift Mieter


Unterschrift Dauergast

Variante 2: KBV nach Koptteilprinzip

Kostenbeteiligungsvereinbarung

Zwischen

[Kind]

und

[Eltern]

wird fĂŒr die Dauer, die [Kind] noch im Haushalt von [Eltern] wohnt, Nachfolgendes vereinbart.

1. [Kind] zahlt monatlich die auf sie/ihn anteilig nach Personenzahl (Kopfteilprinzip) entfallenden Kosten der Unterkunft als Pauschale.
Mit dieser Pauschale sind alle diesbezĂŒglichen Forderungen abgegolten.
Die Zahlung erfolgt in Bar gegen Quittung oder per Überweisung auf das Konto von [Eltern].

1.1. Die Wohnung wird aktuell von ... Personen (einschl. der Vertragspartner) bewohnt.

1.2. Die Kosten der Unterkunft setzen sich aus den Kosten lt. Hauptmietvertrag, diesen ergĂ€nzenden Mieterhöhungen, sowie (soweit vorhanden) Betriebskosten durch separate Versorger zusammen. Dieser Vereinbarung sind Kopien der den Kosten zugrunde liegenden VertrĂ€ge beizufĂŒgen.

1.3. Die Kosten nach 2. betragen aktuell:

Kostenstelle Gesamtkosten Anteil von [Kind]
Kaltmiete ... ...
Betriebskosten ... ...
... ... ...

1.4. Sollte sich die in 1.1. genannte Personenzahl, oder die in 1.3. genannten BetrÀge oder Kostenstellen Àndern, wird dieser Vertrag durch einen entsprechenden Zusatz ergÀnzt und geÀndert. Die im Zusatz enthaltenen Vereinbarungen ersetzen ab dem darin genannten Datum die bisherigen. Der Vertragszusatz ist von allen Vertragspartnern zu unterzeichnen und wird Vertragsbestandteil.

2. [Kind] zahlt die Kosten fĂŒr seine eigenen Nahrungsmittel/Verbrauchsmittel selbst.

3. Kosten, die zusÀtzlich zu den unter 1.3. genannten aufgrund des Zusammenwohnens entstehen, werden von [Kind] anteilig nach Personenzahl oder Nutzung getragen. Die Zahlung erfolgt gegen Quittung und Kopie der jeweiligen Abrechnung.

4. Der Vertrag gilt ab/von *****___________ bis___________/auf unbestimmte Zeit.
Änderungen bedĂŒrfen der Schriftform.


Ort, Datum


Unterschrift [Kind]


Unterschrift [Eltern]

________________________________________________________________

Die RealitĂ€t ist eine andere. Ich zahle pauschal 250,-€. Diese sind aufgeschlĂŒsselt in:

150,-Nettokaltmiete nach mÂČ - mein Zimmer und die HĂ€lfte von Bad,KĂŒche,Flur
30,- Betriebskosten nach den anteiligen mÂČ
30,- Heizkosten nach den anteiligen mÂČ
10,- Wasser nach anteiligen mÂČ
30,- restliche Wohnkosten pauschal z.B. Mitbenutzung Keller usw.
____

250,-
_____
_____

Alles andere wie Essen, Hygiene usw. trage ich selbst.

Die Frage ist aber: Mache ich mich durch eine KBV nach Nutzungsanteilen angreifbar? Ich finde sie jedoch plausibler als Variante 1 und die 30,- restliche Wohnkosten sind ja keine KdU und ich will sie auch nicht erstattet haben. Variante 2 entspricht ĂŒberhaupt nicht der RealitĂ€t. Dann wĂ€ren meine Kosten wesentlich höher.

Also wie mach ichs am dĂŒmmsten? Wie könnte ein Kostenbeteiligungsvereinbarung nach mÂČ aussehen (ist das ĂŒberhaupt zu empfehlen?) und was schreib ich in die KdU-Anlage?

Ich danke vielmals fĂŒr eure Hilfe.
 

Purzelina

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
26 November 2010
BeitrÀge
5.691
Bewertungen
2.050
Nur zum VerstĂ€ndis, die Gesamtmiete ist höher als 500 € und deine Mutter wollte von Dir bisher nicht die hĂ€lftigen Mietkosten, sondern weniger und das soll auch unterm ALG2-Bezug so weiterlaufen, oder planst du hier eine VerĂ€nderung?
 

Phise

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 Juli 2013
BeitrÀge
16
Bewertungen
3
Das ist korrekt. Es handelt es sich um eine 3-Zimmer Wohnung von der ich nur ein Zimmer und den Rest anteilig nutze. Daher auch keine Halbierung nach Kopf sondern eine AufschlĂŒsselung nach tatsĂ€chlicher Nutzung. Schließlich zahle ich nicht fĂŒr Wohn-und Schlafraum meiner Mutter die halben mÂČ.
 

Phise

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 Juli 2013
BeitrÀge
16
Bewertungen
3
Nach einiger Recherche habe ich mich fĂŒr die Pauschalvariante entschieden. Eine AufschlĂŒsselung nach Nutzung kann ich vor dem SG immer noch nachweisen und dieses aufdröseln nach Nutzung im Vorfeld scheint mir zu viel AngriffsflĂ€che fĂŒr etwaige Nachfragen/Unterstellungen des JC zu bieten.


Kostenbeteiligungsvereinbarung fĂŒr Unterkunftskosten

zwischen

*******
nachfolgend Mieter genannt,

und

*******
nachfolgend Dauergast genannt,

wird fĂŒr die Dauer des Aufenthaltes des Dauergastes in der Wohnung des Mieters zwischen beiden folgendes vereinbart:

1. Der Dauergast darf alle RĂ€ume der Wohnung betreten und nutzen, mit Ausnahme von „Wohnzimmer“ und „Schlafzimmer“ des Mieters
2. Der Dauergast erhĂ€lt den Raum „Kinderzimmer“ als eigenen Wohn- und Schlafbereich. Der Mieter respektiert die PrivatsphĂ€re des Dauergastes und betritt diesen Raum nur nach vorheriger Genehmigung durch den Dauergast oder in NotfĂ€llen.
3. Der Briefkasten wird gemeinsam genutzt, der Mieter bringt dazu den Namen des Dauergastes sichtbar daran an.
4. Der Mieter ĂŒberlĂ€sst dem Dauergast jeweils einen HaustĂŒr-, Briefkasten- und WohnungsschlĂŒssel. Bei Verlust dieser SchlĂŒssel haftet der Dauergast fĂŒr alle dadurch enstehenden Kosten.
5. Der Dauergast zahlt, fĂŒr die Nutzung der RĂ€ume des Mieters, diesem eine Kostenbeteiligung an seinen lt. Mietvertrag zu zahlenden Unterkunftskosten, in Höhe von monatlich 250,-€ als Pauschale. Damit sind auch alle entstehenden Betriebskosten abgegolten, eine Abrechnung der VerbrĂ€uche erfolgt mangels Erfassungsmöglichkeit nicht.
6. FĂŒr BeschĂ€digungen an der Wohnung und dem darin befindlichen Eigentum des Mieters und Dauergastes haftet der jeweilige Verursacher.
7. Der Dauergast verpflichtet sich zur Einhaltung der Hausordnung des Vermieters der Wohnung.
8. Dieser Vertrag kann jederzeit ohne Einhaltung einer Frist von beiden Vertragspartner gekĂŒndigt werden. Dazu reicht die WillenserklĂ€rung. Der Auszug des Dauergastes oder die Hinausweisung desselben durch den Mieter aus der Wohnung steht der KĂŒndigung gleich.
9. Im Fall der KĂŒndigung hat der Dauergast sein Eigentum unverzĂŒglich aus der Wohnung des Mieters zu entfernen, die nach 4. erhaltenen SchlĂŒssel dem Mieter zurĂŒck zu geben und seinen unter 2. genannten Raum in dem optischen Zustand zu verlassen, wie er ihn bezogen hat. Letzteres schließt alle dazu erforderliche Tapezier- und Malerarbeiten sowie Schönheitsreparaturen ein.
10. Der Vertrag gilt ab **** bis auf unbestimmte Zeit.



Ist das soweit korrekt und ausreichend?


Wie muss die dazugehörige KdU-Anlage aussehen?

Punkt 2 ist klar: "Pauschalmiete gemĂ€ĂŸ KBV (Anlage)"

Punkt 1:

GesamtgrĂ¶ĂŸe der Wg.: GrĂ¶ĂŸe meines Zimmers in mÂČ oder mein Zimmer + KĂŒche+Bad+Flur anteilig oder gar nichts?!
Anzahl RĂ€ume: 1 ?!
Anzahl Bad/KĂŒche: anteilig, gar nichts, 1, 0, wird mitbenutzt????

Danke fĂŒr eure Hilfe.

Gruß

P.S.
 

lpadoc

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
25 Februar 2010
BeitrÀge
2.422
Bewertungen
1.029
... Kind zahlt schon seit Jahren 250,- per Dauerauftrag. Ich bin grad dabei die Anlage KdU bzw. die Kostenbeteiligungsvereinbarung zwischen meiner Mum und mir zu erstellen ... Dauergast
Du zahlst bereits seit Jahren monatlich 250,- € und dies kann ĂŒber vorhandene KontoauszĂŒge wohl auch belegt werden. Aber - allein die Überweisungen belegen nicht immer, das es sich hierbei auch tatsĂ€chlich um "schuldrechtliche" Zahlungen und bezogen auf bewohnte RĂ€umlichkeiten der Mutter (Wohnung) handelt.

Voraussetzung ist, um hier ggf. ein VertragsverhĂ€ltnis (Bankzahlungen) ableiten zu können, dass diese Zahlungen einem bestimmten Zweck zuzuordnen sind. Beispiel: Die monatliche Überweisung enthĂ€lt die Zweckbestimmung (z.B) als Miete. In diesem Falle ist bereits ein VertragsverhĂ€ltnis zwischen Dir und der Mutter geschlossen worden. Eine schriftliche Vereinbarung ist somit entbehrlich. Ohne Zweckbestimmung (monatliche Zahlung) könnte es ja auch eine "Schenkung" aus eigenem Einkommen sein und sich somit nicht auf eine Gegenleistung (wohnen) beziehen.

Anmerkung: Falls aber - bezĂŒglich der monatlichen Zahlungen - diese anhand (vorhandener) schriftlichen Vereinbarung erfolgten, so ist die Bezeichnung "Dauergast" eine begrifflich (meiner Ansicht nach) nicht zu empfehlende Formulierung - jedoch rechtlich nicht zu beanstanden. Es soll mit dieser Begrifflichkeit wohl eher darum gehen, die "Vertragsbeziehung" nicht als MietverhĂ€ltnis/Untermiete erscheinen zu lassen (aus Sicht des Erstellers dieser Formulierung). Persönlich wĂŒrde ich das Papier eher mit Vereinbarung betiteln oder darĂŒber nachzudenken, ob nicht vielleicht seit einiger Zeit ein "UntermietverhĂ€ltnis" und bezogen auf die monatlichen Zahlungen schriftlich nachgebessert wurde.

Hinweis: Untermiete und Vertrag, siehe z. B. im Forum hier, hier , hier und hier.
 

Siri2012

Elo-User*in
Mitglied seit
5 Dezember 2012
BeitrÀge
115
Bewertungen
5
Mit einer pauschalen Kostenbeteiligungsvereinbarung bin auch ich gut gefahren. Obwohl mein Ausgangspunkt ein wenig anders war, da ich nicht in einer Mietwohnung wohne, sondern mit im Eigentum meiner Eltern.

Allerdings wars bei mir ein absoluter Kampf... Ich war kurz davor mit einem SĂ€ugling auf der Straße zu sitzen und meine gesamte Existenz zu verlieren. Ich hab dann einen netten Brief mit dieser Vereinbarung hingeschickt. Siehe da, 2 Wochen spĂ€ter hab ich das ganze Geld bekommen. ^^
Und ich musste alles dann auch nachzahlen, da mir ein großteil der Summe gestundet wurde, bis ein Ergebnis da war.
 
Oben Unten