Kostenbeteiligungsvereinbarung hat sich geändert, da die Eltern nun mehr haben möchten, ich bitte um Überprüfung. Danke

StillesWasser

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Hallo, die Kostenbeteiligungsvereinbarung mit meinen Eltern hat sich nun geändert, der ursprüngliche Betrag wurde nun erhöht mit dem Ziel, dass ich mir eine eigene Wohnung suchen soll. Mit der Begründung, dass ich nun mehr zahlen soll, wenn ich damit nicht einverstanden bin kann ich mir eine eigene Wohnung suchen.

Kostenbeteiligungsvereinbarung für Unterkunftskosten

zwischen

Name, Adresse,
nachfolgend Eigentümer genannt,

und

Name, Adresse,
nachfolgend Dauergast genannt,

wird für die Dauer des Aufenthaltes des Dauergastes in der Wohnung des Eigentümers zwischen beiden folgendes vereinbart:

1. Der Dauergast darf alle Räume der Wohnung betreten und nutzen, mit Ausnahme von Schlafzimmer der Eltern und des Bruders.
2. Der Dauergast erhält das Dachgeschoss als eigenen Wohn- und Schlafbereich. Der Eigentümer respektiert die Privatsphäre des Dauergastes und betritt diesen Raum nur nach vorheriger Genehmigung durch den Dauergast oder in Notfällen.
3. Der Briefkasten wird gemeinsam genutzt, der Eigentümer bringt dazu den Namen des Dauergastes sichtbar daran an.
4. Der Eigentümer überlässt dem Dauergast jeweils einen Haustür-, Briefkasten- und Wohnungsschlüssel. Bei Verlust dieser Schlüssel haftet der Dauergast für alle dadurch entstehenden Kosten.
5. Der Dauergast zahlt, für die Nutzung der Räume des Eigentümers, diesem eine Kostenbeteiligung in Höhe von monatlich 250,- € als Pauschale. Damit sind auch alle entstehenden Betriebskosten und Heizkosten abgegolten, eine Abrechnung der Verbräuche erfolgt mangels Erfassungsmöglichkeit nicht.
6. Für Beschädigungen an der Wohnung und dem darin befindlichen Eigentum des Eigentümers und Dauergastes haftet der jeweilige Verursacher.
7. Der Dauergast verpflichtet sich zur Einhaltung der Hausordnung des Eigentümers der Wohnung.
8. Dieser Vertrag kann jederzeit ohne Einhaltung einer Frist von beide Vertragspartnern gekündigt werden. Dazu reicht die Willenserklärung. Der Auszug des Dauergastes oder die Hinausweisung desselben durch den Eigentümer aus der Wohnung steht der Kündigung gleich.
9. Im Fall der Kündigung hat der Dauergast sein Eigentum unverzüglich aus der Wohnung des Eigentümers zu entfernen, die nach 4. erhaltenen Schlüssel dem Eigentümer zurück zu geben und seinen unter 2. genannten Raum in dem optischen Zustand zu verlassen, wie er ihn bezogen hat. Letzteres schließt alle dazu erforderliche Tapezier- und Malerarbeiten sowie Schönheitsreparaturen ein.
10. Der Vertrag gilt ab Datum bis auf unbestimmte Zeit.



Änderungen: Der monatliche Betrag (Pauschale) von 250,- € wird um 50,- € auf 300,- € angehoben.


Ort, Datum


Unterschrift Eigentümer


Unterschrift Dauergast

Meine Eltern wollen dann noch ein Schreiben aufsetzen in dem steht, dass der Betrag erhöht worden ist und sollte ich diese Erhöhung nicht zahlen wollen, dann soll ich mir doch bitte eine eigene Wohnung suchen.
 

abcabc

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Wollen deine Eltern dich wirklich rausschmeißen oder willst du eigentlich eine eigene Wohnung haben, oder wollt ihr nur eine höhere KdU kassieren? Letzteres wäre bei den vorsätzlich rechtswidrig zu niedrig gerechneten ALG II Sätzen natürlich auch legitim....

Wenn du eh beabsichtigst auszuziehen, könnt ihr das problemlos versuchen. Wenn es nur ums Geld geht, müsste man überlegen, ob man dadurch schlafende Hunde weckt. Könnte zu viel Affentheater durchs JC führen. Angefangen bei ner Kontoprüfung mit dem Versuch dir nachzuweisen, dass du dein Lebensunterhalt nicht selbst (von deinen Eltern getrennt) bestreitest....
 
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Gast
Punkt 8+9 finde ich ziemlich brutal.
Das heisst im Endeffekt du kannst von einem Tag auf den anderen rausgeschmissen werden.
Würde ich so nicht unterschrieben.
 

StillesWasser

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Die Begründung meiner Eltern ist einfach dass ich mir gerne aussuchen kann ob ich mehr zahle oder mir eine eigene Wohnung suchen kann. Ganz nach dem Motto solange meine Füße unter Ihrem Tisch sind habe ich zu tun was die möchten. Die müssen ja nicht mehr mich in Ihrer Wohnung dulden deshalb verstehe ich das natürlich voll und ganz.
 

Jan_aus_W

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Die Begründung meiner Eltern ist einfach dass ich mir gerne aussuchen kann ob ich mehr zahle oder mir eine eigene Wohnung suchen kann.
Wenn du dir eine eigene Wohnung suchen willst dann vereinbart eine Beteiligung die über den max. KdU deines Ortes liegt, dann wirst du evtl auch bei der Wohnungsbeschaffung unterstützt. Wenn nicht, dann nicht. Sorry aber Ich finde die KBV offen gesagt etwas albern. Musst du "Dauergast" (lol) die wegen deinen Eltern so haarklein verfassen oder macht ihr das wegen dem JC? Es geht das JC nichts an wann du welche Räume nutzen darfst und ob diese betreten werden dürfen blablabla.
 

abcabc

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Dann kannst du ja ohne Risiko einfach mal schauen, ob das JC anstandslos bezahlt oder ein großes Affentheater veranstaltet.
Ist dein Konto "sauber", sprich keine unterlaubte OAW nachweisbar und genügend Bargeldabhebungen oder Kartenzahlungen in ausreichender Höhe, um plausibel eigenständig den Lebensunterhalt zu finanzieren?

Da unten "Änderung: Der monatliche Betrag (Pauschael)...." steht, hattest du eine identische Vereinbarung (nur halt mit 250€ monatlich) beim JC eingereicht oder ist das jetzt neu mit den ganzen fragwürdigen "Klauseln"?
 

StillesWasser

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Die Kostenbeteiligungvereinbarung kennt das JC schon also die alte Version nur mit den 250,- €.

Hatte damals in einem Arbeitslosenforum ein Muster genommen für die KBV, und die KBV wurde dann halt auch so direkt akzeptiert ohne Nachfrage. Nun ist es so, dass ich von meinem Regelsatz schon seit paar Monaten diese 50,- € mehr von meinem Regelsatz zahle und hätte gerne dass ich diese 50,- € aber für die KDU zusätzlich erhalte damit ich nicht noch weniger Geld habe als vorher. Ich bin über 25 Jahre alt und habe eine Ausbildung. Also meine Eltern erhalten schon länger von mir 300,- € anstatt 250,- € ich zahle diese 50,- € Differenz dann immer von dem Regelsatz und es wäre schön wenn ich diese zu der KDU gerechnet bekomme.
 

ZynHH

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Dann reichst du das Mieterhöhungsschreiben deines Vermieters schriftlich nachweislich mit dem Veränderungsbogen bei deinem jobcenter ein.
 

StillesWasser

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Wie sieht denn so ein Mieterhöhungungschreiben aus? Meine Eltern sind ja keine Vermieter, denen gehört das Haus (auf Abzahlung) und ich zahle dann meine pauschale Kosten an meine Eltern.

Einfach einen Einzeiler schreiben: "Hiermit wird die monatliche Pauschale von 250,- € um 50,- € auf 300,- € angehoben." ?
 

ZynHH

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Sind denn im Zeitraum Kosten gestiegen?
Keine Ahnung wie das bei Kostenvereinbarungen ist, aber ein Vermieter muss die Erhöhung begründen.
 

Seepferdchen 2010

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StillesWasser

Wie sieht denn so ein Mieterhöhungungschreiben aus? Meine Eltern sind ja keine Vermieter, denen gehört das Haus (auf Abzahlung) und ich zahle dann meine pauschale Kosten an meine Eltern.

und

diesem eine Kostenbeteiligung in Höhe von monatlich 250,- € als Pauschale.

Hier wurde eine Pauschale vereinbart, daher meine Frage haben sich die Nebenkosten belegbar erhöht?

Mit einer Pauschale sind sämtliche Nebenkosten abgedeckt.Eine Anpassung der Pauschale ist nur dann
möglich wenn diese in der Kostenbeteiligung vereinbart wurde, das ist hier nicht der Fall.

Und dann fällt mir dieser Satz zum Schluß auf:

10. Der Vertrag gilt ab Datum bis auf unbestimmte Zeit.
 

Woodruff

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Für Mieterhöhungen gibt es Regelungen an die sich der Vermieter halten muss, sonst kann man auch die Zustimmung dazu verweigern.


Quelle:
Finanztip Verbraucherinformation GmbH
Hasenheide 54
10967 Berlin
 

StillesWasser

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Es geht ja darum dass ich nichts gegen die Mietererhöhung/Erhöhung der KBV habe ich will diese halt nur zu meiner KDU zusätzlich dazu bekommen sonst muss ich diese selber weiterhin von meinem Regelsatz bezahlen.

Die Begründung meiner Eltern war: "Du zahlst 50,- € mehr oder du kannst dir selber eine eigene Wohnung suchen, dann suchst du ja wie viel eine Wohnung kostet - viel viel mehr. Ich denke meine Eltern müssen das nicht begründen weil ich ja kein Recht habe dort zu wohnen bin ja schließlich über 25 Jahre. Die können ja immerhin soviel verlangen wie Sie möchten ist ja Ihre Sache, wenn nicht muss ich ja nicht dort wohnen.
 

Luna007

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Deine Eltern haben mit dir einen rechtsgültigen Mietvertrag ohne Befristung geschlossen, Miete als Pauschale.
Bei einer Erhöhung der Pauschale muss eine Begründung für das Jobcenter abgegeben werden, solange du die Erhöhung vom Staat haben willst
 

StillesWasser

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Aber das ist doch nur eine KBV und kein Mietvertrag? Dann können die ja einfach die aktuelle KBV kündigen und die setzten die neu auf mit den 300€ ich unterschreibe diese und dann wäre doch keine Begründung nötig da sie nicht geändert worden ist sondern gekündigt und eine neue gemacht worden wäre?
 

abcabc

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Man kann es auch erstmal ohne Begründung versuchen....
Sollte eine Begründung verlangt werden, gibts immer noch diverse Optionen:
1. Begründung (er)finden und nachreichen
2. Eigene Wohnung nehmen.
3. Weiter aus Regelsatz zuzahlen
4. Eltern kündigen pro Forma.... Hast du Freunde/Verwandte/Bekannte wo du unterkommen kannst? Dadurch Druck aufs JC ausüben bzw. ne neue pauschale Kostenvereinbarung über 300€ abschließen
5. ....
 

Luna007

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Wenn es nur eine KBV ist, verstehe ich den Punkt mit der Hausordnung und anderen Punkten nicht. Wie gesagt, für mich ist es eher ein (Miet)-Vertrag, den du natürlich jederzeit kündigen kannst.

Das Jobcenter wird sich schon fragen, warum die Pauschale erhöht wurde. Versuch dein Glück
 

StillesWasser

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Wichtig für mich wäre dies nur zu wagen wenn keinerlei Risiko besteht dass die nachher sagen würden dass wir eine HG wären und Kontoauszüge wollen und ich dann eventuell gar kein ALG2 bzw. KdU erhalten würde.

Deshalb bin ich am überlegen ob der Nutzen sofern es klappt 50€ mehr zu erhalten gegenüber das Risiko nachher gar nichts zu erhalten.

Wenn ihr einen Weg kennt der 100% Risikofrei wäre dann würde ich das aufjedenfall probieren.
 

Jan_aus_W

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100% Risikofrei wäre
Von was für einem Risiko sprichst du?
Die pauschale in der kbv ist doch frei gewählt.. der Dauergast kann sich an den Kosten jetzt auch zu 99% beteiligen.. Begründung: da haben die Eigentümer und Besitzer Lust drauf (das bist beides nicht du.. eine kbv ist kein Mietvertrag.. egal wie hochtrabend verfasst... Sofern die KdU angemessen sind, meckert das jc meiner Meinung nach nicht..
 

Seepferdchen 2010

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StillesWasser

Dann können die ja einfach die aktuelle KBV kündigen und die setzten die neu auf mit den 300€ ich unterschreibe diese und dann wäre doch keine Begründung nötig da sie nicht geändert worden ist sondern gekündigt und eine neue gemacht worden wäre?

Also bei aller "Gemütlichkeit" hast du dir mal dein Satz durchgelesen und überlegt oder würdest du eine
Forderung/Rechnung bezahlen die für dich nicht nachvollziehbar ist, jede Forderung/Rechnung muß
belegbar sein.

Und nicht nach dem Motto " ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt " .

Daher lehne dich mal zurück und überlege ganz in ruhe!
 
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